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Rücken- und Gelenkbeschwerden vorbeugen

Tiefen­mus­ku­la­tur trai­nie­ren

Übungen am Gymnastikball fördern die Balance (Foto: © rh2010 – stock.adobe.com)
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Erkran­kun­gen des Muskel‐ und Skelett­sys­tems sind häufige Ursa­chen für Arbeits­un­fä­hig­keit. Ein Auslö­ser dieser Beschwer­den kann neben Fehl­be­las­tun­gen auch Bewe­gungs­man­gel sein. Ein spezi­el­les senso­mo­to­ri­sches Trai­ning stärkt gezielt die tief­lie­gen­den Muskeln.

Unter­neh­men möch­ten ihren Mitar­bei­tern im Rahmen der betrieb­li­chen Gesund­heits­för­de­rung oft Bewe­gungs­kurse anbie­ten. Die Balan­ce­übun­gen des soge­nann­ten senso­mo­to­ri­schen Trai­nings ermög­li­chen es, die tief­lie­gende Musku­la­tur gezielt anzu­spre­chen. Dadurch wird die Bewegungs‐ und Haltungs­kon­trolle opti­miert“, weiß Andrea Lossack, Gesund­heits­ex­per­tin bei TÜV Rhein­land, die dieses spezi­elle Trai­ning in Unter­neh­men durch­führt. Ein Balance‐Check gibt mit Hilfe eines compu­ter­ge­stütz­ten Tests Auskunft über die Körper­sta­bi­li­tät, die Körper­sym­me­trie und die Senso­mo­to­rik. Aus den Ergeb­nis­sen lassen sich unter ande­rem Infor­ma­tio­nen zur Sturz­prä­ven­tion und Verlet­zungs­pro­phy­laxe ablei­ten.

Kraft­trai­ning erreicht nicht alle Muskeln

Für die Stabi­li­tät und die Beweg­lich­keit des Körpers arbei­ten verschie­dene Muskeln zusam­men. Die Ober­flä­chen­mus­keln zeich­nen sich unter ande­rem an den Armen, Beinen und am Rumpf unter der Haut ab. Durch Kraft­trai­ning und körper­li­che Akti­vi­tät können sie gezielt gestärkt werden. Anders die tief­lie­gen­den Muskeln, die die Gelenke und die Wirbel­säule stabi­li­sie­ren. Sie können nicht willent­lich ange­spro­chen werden. „Um diese Muskeln zu trai­nie­ren, müssen wir den Körper aus der Balance brin­gen. Dann melden spezi­elle Senso­ren in den Muskeln und Gelen­ken das Ungleich­ge­wicht an das Gehirn. Es weist die tief­lie­gen­den Muskeln dann an gegen­zu­steu­ern. Anders können wir diese klei­nen und für die Stabi­li­tät des Körpers so wich­ti­gen Muskeln nicht trai­nie­ren“, erklärt die Gesund­heits­ex­per­tin.

Welche Reize es benö­tigt, um den Körper aus der Balance zu brin­gen, ist von Mensch zu Mensch verschie­den. Daher ist es in Kursen sinn­voll, die Übun­gen des senso­mo­to­ri­schen Trai­nings in verschie­de­nen Schwie­rig­keits­stu­fen anzu­bie­ten: Stehen auf einem Bein kann je nach Geschick­lich­keit zum Beispiel auf ebenem Boden, auf einer weichen Matte oder auch auf einer zusam­men­ge­fal­te­ten Matte geübt werden. Auch das Schlie­ßen der Augen erhöht den Schwie­rig­keits­grad der Übun­gen. Weitere Geräte für ein einfa­ches, aber effek­ti­ves Trai­ning können ein Balance­kis­sen, ein Flexi­stab oder auch ein Gymnas­tik­ball sein.

Verlet­zungs­ri­si­ken verrin­gern und Beweg­lich­keit schu­len

Ein gutes Zusam­men­spiel zwischen den Senso­ren in Muskeln und Gelen­ken und der Tiefen­mus­ku­la­tur hilft, das Verlet­zungs­ri­siko bei alltäg­li­chen Bewe­gun­gen zu verrin­gern. Dazu kann schon das Aufste­hen vom Stuhl oder das Trep­pen­stei­gen zählen, wenn ein Mitar­bei­ter kurz das Gleich­ge­wicht verliert und umknickt. „Wir bieten in Unter­neh­men ein einstün­di­ges Trai­ning für die Beschäf­tig­ten an. Unser Ziel ist es dabei, ein Bewusst­sein dafür zu schaf­fen, wie wich­tig die oft vernach­läs­sigte Tiefen­mus­ku­la­tur ist. Aber auch mit einfa­chen Mitteln, wie einem mit Luft gefüll­ten Sitz­kis­sen, können Mitar­bei­ter ihre Balance und somit das musku­läre Stütz­ge­rüst des Rückens trai­nie­ren. Senso­mo­to­ri­sches Trai­ning mobi­li­siert die Wirbel­säule, gleicht Dysba­lan­cen aus und verbes­sert das Körper­ge­fühl“, so Lossack.

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