Startseite » Allgemein »

Was Arbeitgeber für den Lärmschutz im Betrieb tun müssen

Gehörschutz bei der Arbeit
Tipps zur Präven­tion im Betrieb

Zu Lärmprävention bei der Arbeit gehört mehr als Gehörschutz. (Foto: © Africa Studio – stock.adobe.com)
Anzeige

Lärm am Arbeits­platz ist noch immer eine unter­schätzte Gefahr. Die Berufs­krank­heit Lärm­schwer­hö­rig­keit gehört nach Zahlen der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV) seit Jahren deutsch­land­weit zu den häufigs­ten aner­kann­ten Berufs­krank­hei­ten. Die Berufs­ge­nos­sen­schaft Holz und Metall (BGHM) weist deshalb beson­ders auf die Gefah­ren eines hohen Geräusch­pe­gels bei der Arbeit hin.

Betrof­fene bemer­ken die Lärm­schwer­hö­rig­keit meist erst, wenn der Verlust des Hörver­mö­gens bereits einge­tre­ten ist. „Dann ist die Erkran­kung schon fort­ge­schrit­ten und in jedem Fall irrever­si­bel. Auch Hörge­räte können diesen Verlust nicht mehr ausglei­chen“, sagt Peter Hammel­ba­cher von der BGHM. Er rät: „Der wirk­samste Schutz für das Gehör ist, Lärm am Arbeits­platz von vorn­her­ein zu vermei­den oder zumin­dest zu mini­mie­ren.“

Für die Entwick­lung wirk­sa­mer und nach­hal­ti­ger Präven­ti­ons­maß­nah­men gegen Lärm eignet sich die gesetz­lich vorge­schrie­bene Gefähr­dungs­be­ur­tei­lung beson­ders gut. Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber können auf dieser Basis passende Schutz­maß­nah­men ergrei­fen und umset­zen. Welche das sind, ist auch vom durch­schnitt­li­chen Schall­pe­gel abhän­gig. In einer Werk­statt zum Beispiel können unge­schützte Ohren 80 bis 85 dB(A) ausge­setzt sein. Ab diesem Wert wird es für das Gehör gefähr­lich. Unter­neh­me­rin­nen und Unter­neh­mer müssen deshalb unter ande­rem kosten­lo­sen Gehör­schutz zur Verfü­gung stel­len und eine Vorsorge anbie­ten. Decken und Wände dürfen den Schall nicht komplett reflek­tie­ren, sondern müssen ihn zu mindes­tens 30 Prozent absor­bie­ren.

Bei einem Schall­pe­gel zwischen 85 und 100 dB(A), wie er beispiels­weise in der Stahl­bau­halle herr­schen kann, sind die gesetz­li­chen Vorga­ben umfang­rei­cher und stren­ger. Für diese Berei­che müssen Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber zusätz­lich zum Beispiel ein Lärm­min­de­rungs­pro­gramm aufstel­len. Lärm­be­rei­che sind an den Zugän­gen zu kenn­zeich­nen. Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber müssen vor Aufnahme der Tätig­keit eine Pflicht­vor­sorge anbie­ten. Auch das Tragen des Gehör­schut­zes ist obli­ga­to­risch.

Die BGHM berät ihre Versi­cher­ten und Mitglieds­be­triebe zum Thema Lärm­prä­ven­tion bei der Arbeit. Weitere Infor­ma­tio­nen und eine umfas­sende Doku­men­ten­samm­lung gibt es hier.

 

Anzeige
News­let­ter

Jetzt unse­ren News­let­ter abon­nie­ren

Meistgelesen

Jobs
Sicher­heits­be­auf­trag­ter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 6
Ausgabe
6.2020
ABO
Sicher­heits­in­ge­nieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 6
Ausgabe
6.2020
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de