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TK-Gesundheitsreport: Lkw-Fahrer länger krank als Professoren

Lkw-Fahrer länger krank als Professoren
TK-Gesundheitsreport 2018: Wer fehlt am längsten?

Krankmeldung
Spitzenreiter bei den Fehlzeiten 2017 ist laut Gesundheitsreport der Techniker Krankenkasse das Transportgewerbe. Foto: Klaus Eppele - stock.adobe.com

Schicht­di­enst, unregelmäßiger Schlaf, langes Sitzen: Das Trans­port­gewerbe ist hart und macht offen­bar krank: Mit durch­schnit­tlich 25,1 Fehlt­a­gen pro Kopf sind Lkw-Fahrer und Co. die Beschäf­ti­gungs­gruppe mit den meis­ten Fehlzeit­en, dicht gefol­gt von Arbeit­nehmern im Kun­st­stoff- und Holzgewerbe mit 21,9 Fehlt­a­gen. Das bele­gen Auswer­tun­gen zum Gesund­heit­sre­port 2018 der Tech­niker Krankenkasse.

Auch in Sozial­berufen und im Erziehungssek­tor ist der Kranken­stand mit 17,2 Fehlt­a­gen über­durch­schnit­tlich hoch. Die größte Resistenz zeigen hinge­gen die Beschäfti­gen in den klas­sis­chen Schreibtisch-Berufen: In der Beruf­s­gruppe „Lehrende und aus­bildende Berufe“ (zum Beispiel Pro­fes­soren oder Beruf­ss­chullehrer) sind die Beschäftigten durch­schnit­tlich nur 9,7 Tage krankgeschrieben. Es fol­gen Arbeit­nehmer aus der IT- und Kom­mu­nika­tions­branche mit nur 9,9 Tagen. Über alle Beruf­s­grup­pen hin­weg ergibt sich ein Mit­tel­w­ert von 14,6 Fehlt­a­gen pro Jahr.

Schreibtisch-Arbeiter vergleichsweise fit

„Gewisse Berufs­felder brin­gen natür­lich mehr gesund­heitliche Risiken mit sich“, kon­sta­tiert Albrecht Wehn­er, Experte für Gesund­heits­berichter­stat­tung bei der Tech­niker Krankenkasse (TK). „Ein Handw­erk­er ist einem höheren Ver­let­zungsrisiko aus­ge­set­zt als ein Büroangestell­ter.“ Hinzu kämen unter­schiedliche Voraus­set­zun­gen zur Ausübung der entsprechen­den Tätigkeit­en: „Ein Büroangestell­ter mit einem Bein­bruch kann schneller an seinen Arbeit­splatz zurück­kehren als ein Arbeit­er in der Werkhalle eines Indus­triebe­triebs.” Aber auch die Beruf­szufrieden­heit, das Arbeit­skli­ma und die Möglichkeit der per­sön­lichen Entwick­lung am Arbeit­splatz förderten die Gesund­heit – oder macht­en im Umkehrschluss krank.

Auffällig: Anstieg bei psychisch bedingten Fehlzeiten

Nach einem leicht­en Rück­gang 2016 sind die psy­chisch bed­ingten Fehlzeit­en 2017 wieder um 0,9 Prozent­punk­te gestiegen. Seit 2006 verze­ich­net der Gesund­heit­sre­port einen kon­tinuier­lichen Anstieg der psy­chisch bed­ingten Fehlzeit­en um rund 90 Prozent. Wehn­er: „Hier sind die Arbeit­ge­ber gefragt, indi­vidu­ell zu ermit­teln, wie sie ihre Mitar­beit­er stärken und pos­i­tiv an die Fir­ma binden kön­nen.” Die Unternehmen soll­ten sich in diesem Zusam­men­hang fra­gen: Entsprechen die Auf­gaben den Qual­i­fika­tio­nen der Arbeit­nehmer? Wer­den Arbeit­sprozesse trans­par­ent kom­mu­niziert? Iden­ti­fiziert sich der Arbeit­nehmer mit seinen Auf­gaben und hat er einen angemesse­nen Entschei­dungsspiel­raum? Und nicht zulet­zt: Sieht der Arbeit­nehmer einen Sinn in dem, was er tut?

www.tk.de

Der erste Band des Gesund­heit­sre­ports 2018 sowie die Berichte der Vor­jahre sind unter www.tk.de/gesundheitsreport verfügbar.

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