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Hand‐ und Hautschutz im Fokus

Tag der PSA am 10. Dezember 2020
Hand- und Hautschutz im Fokus

Foto: Gorodenkoff, Fotolia
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Dr. Andreas Wittmann, Lei­t­ende Sicher­heits­fachkraft, Gedore GmbH, refe­riert am 10. Dezem­ber 2020 in Hei­del­berg beim „3. Tag der PSA” über das The­ma „Hand- und Hautschutz im Fokus”: 

Hautschutz ist wichtig – wie wichtig, zeigt ein Blick in die Sta­tis­tiken der DGUV. Laut den Geschäfts- und Rech­nungsergeb­nis­sen für das Bericht­s­jahr 2017 ist die Zahl der Anzeigen auf Ver­dacht ein­er Beruf­skrankheit gegenüber dem Vor­jahr zwar leicht auf 75.187 Fälle zurück­ge­gan­gen. Die beru­flich bed­ingten Hauterkrankun­gen stell­ten dabei aber mit 27.695 Anzeigen den größten Anteil. Die absolute Anzahl der davon anerkan­nten Beruf­skrankheit­en erscheint mit 515 Fällen zunächst rel­a­tiv ger­ing, in über 18.000 Fällen bestätigte sich jedoch ein Zusam­men­hang mit der beru­flichen Expo­si­tion. Für die Anerken­nung von rund 17.000 Fällen als Beruf­skrankheit fehlten lediglich ver­sicherungsrechtliche Voraus­set­zun­gen. Festzuhal­ten ist also: Hauterkrankun­gen stellen nach wie vor mit 48 Prozent Anteil an den anerkan­nten Beruf­skrankheit­en den unrühm­lichen Schw­er­punkt im Beruf­skrankheit­engeschehen dar.

Arbeits­be­d­ingte Hauterkrankun­gen gibt es in vie­len Beruf­szweigen. Der Vor­trag nimmt ins­beson­dere den Bere­ich des Gesund­heits­di­en­stes und Betriebe der Met­al­lver­ar­beitung in den Fokus: Hier sind die Belas­tun­gen nicht nur beson­ders hoch, son­dern auch sehr vielfältig.

Die Ursachen für Hautschädi­gun­gen bei Beschäftigten im Gesund­heits­di­enst sind auf hohe Anforderun­gen an die Hygiene zurück­zuführen: Beschäftigte müssen ihre Hände häu­fig waschen und desin­fizieren sowie flüs­sigkeit­sun­durch­läs­sige Hand­schuhe tra­gen. In Met­all­berufen scheint ins­beson­dere der regelmäßige Kon­takt zu ölhalti­gen Kühlschmier­stof­fen – ver­bun­den mit ein­er hohen mech­a­nis­chen Belas­tung der Haut – prob­lema­tisch zu sein.

In bei­den Beruf­ss­parten reichen Maß­nah­men der Sub­sti­tu­tion sowie tech­nis­che Schutz­maß­nah­men nicht aus, um den Hautschutz sicherzustellen. Organ­isatorische Maß­nah­men (Hautschutz­pläne, Hand­schuh­pläne) und die Ver­wen­dung geeigneter PSA – ins­beson­dere von Schutzhand­schuhen – haben daher eine her­aus­ra­gende Rolle.

 

Bild: F. v. Hey­den, Uni­ver­sität Wuppertal

 

 

 

 

Dr. Andreas Wittmann, Lei­t­ende Sicher­heits­fachkraft, Gedore GmbH, Remscheid

 

 

 

Der  „Tag der PSA“ wird von den Fach­zeit­schrif­ten „Sicher­heits­in­ge­nieur“ und „Sicher­heits­be­auf­trag­ter“ in Zusam­men­ar­beit mit der Si-Akademie organisiert.

 

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