Startseite » Sicherheit » Gefahrstoffe / Ex-Schutz »

Tritt- und stichfest – und trotzdem komfortabel

A+A 2013: Das ganze Spektrum der Berufs- und Schutzschuhe
Tritt- und stichfest – und trotzdem komfortabel

Sicherheitsschuhe müssen schützen, der Komfort sollte dabei aber auch beachtet werden. Foto: © Christophe Fouquin – Fotolia.com
Anzeige
Wer arbeit­et, ist oft den ganzen Tag in densel­ben Schuhen „auf den Beinen“. Geht es um Berufs- und Schutzschuhe, sind daher neben der Schutz­funk­tion auch die Pass­form und der Tragekom­fort beson­ders wichtig. Denn Schuhe, die nicht richtig sitzen, kön­nen die Gefährdun­gen am Arbeit­splatz noch ver­stärken. Ihre pass­ge­nauen Lösun­gen für ein hohes Maß an Sicher­heit bei gle­ichzeit­ig gutem Tragekom­fort präsen­tieren die Schutzschuhan­bi­eter im Rah­men der A+A 2013 in Düs­sel­dorf, der mit gut 1.600 Ausstellern aus fast 60 Natio­nen inter­na­tion­al führen­den Fachmesse mit Kongress für Per­sön­lichen Schutz, betriebliche Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit (5. – 8. November).

Nur an den Hän­den ver­let­zen sich Men­schen häu­figer. Fußver­let­zun­gen kom­men direkt danach. Sie ste­hen zum Beispiel bei der Beruf­sgenossen­schaft Bau an zweit­er Stelle der Arbeit­sun­fälle. Das bedeutet, dass Fußschutz im Baugewerbe ein wichtiges The­ma ist. Aber auch in der Indus­trie passieren Unfälle durch Umknick­en, Rutschen oder Stolpern beson­ders häu­fig. Hinzukommt, dass es immer mehr ältere Beschäftigte gibt, deren Füße beson­dere Anforderun­gen haben. Allein schon aus Kosten­grün­den sollte jedem Arbeit­ge­ber daran gele­gen sein, seine Mitar­beit­er mit hochw­er­ti­gen Schuhen zu versorgen.

So sieht der Weg zum richti­gen Arbeitss­chuh aus: Zunächst gilt es, eine Gefährdungs­analyse des Arbeit­splatzes zu erstellen. Ist der Mitar­beit­er mech­a­nis­chen Ein­wirkun­gen wie her­ab­fal­l­en­den Gegen­stän­den, spitzen oder schnei­den­den Gegen­stän­den oder uneben­em oder schiefem Boden aus­ge­set­zt? Arbeit­et er/sie mit elek­trisch­er Span­nung oder bei extremer Hitze bzw. Kälte? Beste­ht Berührungskon­takt mit Chemikalien? Wer­den wet­ter­feste Schuhe benötigt? Je nach Gefährdungsrisiko bietet der Markt ein bre­ites Spek­trum an Beruf­ss­chuhen ohne Zehenkappe sowie Sicher­heits- und Schutzschuhe mit entsprechen­der Kappe. Diese Zehenkappe kann aus Stahl, Alu­mini­um oder Kun­st­stoff sein und schützt vor Stoß- und Druck­ein­wirkung. Immer noch üblich sind Stahlkap­pen. Kun­st­stoff und Alu­mini­um haben den Vorteil, wesentlich leichter zu sein.
Unab­hängig vom einge­set­zten Mate­r­i­al ist es wichtig, dass der Über­gang zum Schaft gepol­stert ist, damit am Fuß keine Druck- und Scheuer­stellen entstehen.
Nach EN 20345 wer­den für Sicher­heitss­chuhe (immer mit Zehen­schutzkappe) im Wesentlichen die Kat­e­gorien S1 bis S3 unter­schieden. Dabei erfüllen S1 Schuhe alle Grun­dan­forderun­gen, haben zusät­zlich einen geschlosse­nen Fersen­bere­ich, sind anti­s­ta­tisch und kön­nen über die Fersen­pol­sterung Energie aufnehmen. Das ist nötig, weil man sich schon bei einem Sturz oder Sprung aus 50 cm Höhe das Fersen­bein brechen kann, was im Übri­gen beson­ders häu­fig zu Arbeit­sun­fall­renten führt. Schuhe der Kat­e­gorie S2 sind zusät­zlich wasserdicht, S3-Schuhe haben außer­dem eine durchtrittsichere, pro­fil­ierte Lauf­sohle. Auch Schutzschuhe (Kurzze­ichen P) ver­fü­gen bere­its über eine Zehen­schutzkappe. Sie nimmt aber im Ver­gle­ich zur Zehenkappe eines Sicher­heitss­chuhs mit 100 Joule nur die Hälfte der Auf­pral­len­ergie auf. Beruf­ss­chuhe haben keine Anforderun­gen an den Zehenschutz.
Schutz, Tragekom­fort und Optik
Welch­er Fußschutz für welchen Mitar­beit­er geeignet ist, hängt von Tätigkeit und Umfeld ab. Ein Maler ist fürs Tapezieren und Stre­ichen ein­er Woh­nung mit Beruf­ss­chuhen genü­gend aus­gerüstet. Bei Aus­bau- oder Fas­sadenar­beit­en soll­ten schon Sicher­heitss­chuhe getra­gen wer­den. In Chemiew­erken ist es häu­fig erforder­lich, Sicher­heitss­chuhe der Kat­e­gorie S3 oder S4 zu tra­gen. Für den Dachdeck­er, der auf schrä­gen Ebe­nen arbeit­et, muss die Sohle extrem rutschhem­mend sein. Für den Mitar­beit­er in einem Trans­port- und Logis­tikun­ternehmen ste­ht neben dem Schutz auch der Kli­makom­fort im Fokus. Für Mitar­beit­er in Wind­parks, Off­shore-Anla­gen oder für Mas­ten­bauer ist wichtig, dass die Schuhe leicht sind und beim Klet­tern nicht „run­terziehen“ bzw. die Mit­tel­sohle für das Treten auf kanti­gen Leit­er­stufen geeignet ist. In der Mikrochip- oder Lackin­dus­trie sind häu­fig „ESD“-Schuhe nötig. Sie sollen elek­trische Ent­ladung ver­hin­dern. In jedem Falle muss zunächst geprüft wer­den, welche Anforderun­gen der Schuh erfüllen muss. In der BG-Regel 191 „Benutzung von Fuß- und Kni­eschutz“ gibt es eine Check­liste mit Anhaltspunkten.
„Stellschrauben“ für hohen Tragekom­fort von Schuhen sind unter­dessen neben ihrem Gewicht die Sohle, die Dämp­fung für Vorder­fuß und Ferse, die Pass­form sowie das einge­set­zte Mate­r­i­al. Um unter­schiedlich bre­it­en Füßen gerecht zu wer­den, gibt es am Markt Mehrweit­en­sys­teme. Die Sohle sollte so konzip­iert sein, dass der Fuß seine natür­liche Abroll­be­we­gung vol­lziehen kann. Der Schuh muss in Höhe des Zehen­grundge­lenkes knick­en, zwis­chen Mit­tel­fuß und Ferse sollte die Sohle fest sein.
Impuls­ge­ber Sport und Outdoor
Zu den Mate­ri­alien lässt sich ganz all­ge­mein sagen, dass sie immer leichter wer­den. Ob für Briefträger, Elek­trik­er oder Heizungs­bauer – mod­erne Arbeitss­chuhe unter­schei­den sich kaum noch von denen aus dem Ath­letik- oder Sport­bere­ich. Neue Lam­i­nat­tech­nolo­gien erlauben es außer­dem, tex­til­lastige und dadurch deut­lich leichtere Schuhe herzustellen. Sie sind hauchdünn, wasserdicht und gle­ichzeit­ig voll atmungsak­tiv. Auch dem Design sind dadurch kaum noch Gren­zen geset­zt. Ein­flüsse aus dem Sport- und Out­door­bere­ich lassen sich mit den neuen Mate­ri­alien gut umset­zen. Der mod­erne Arbeitss­chuh passt also per­fekt zur Arbeit­sklei­dung. Bei bei­den paaren sich Schutz, Funk­tion und ange­sagtes, zeit­gemäßes Design. Einen Überblick über die aktuellen Mark­t­trends erhal­ten Fachbe­such­er bei der A+A 2013 Anfang Novem­ber in Düsseldorf.
Infor­ma­tio­nen zur Ver­anstal­tung, zu Ausstellern und ihren Pro­duk­ten online:
Anzeige
Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 12
Ausgabe
12.2020
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 1
Ausgabe
1.2021
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de