Vibrationsarmes Sägen und Schleifen. Neuer Oszillierer -
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Neuer Oszillierer

Vibra­ti­ons­ar­mes Sägen und Schlei­fen

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Ein neues Anti‐Vibrationssystem verhin­dert beinahe voll­stän­dig, dass elek­tri­sche Hand­ge­räte unan­ge­nehm hin‐ und herschwin­gen. Der Oszil­lie­rer Multi‐ Master der Firma Fein redu­ziert die Bewe­gun­gen um bis zu 70 Prozent und ist nur noch halb so laut wie sein Vorgän­ger­mo­dell. Fraunhofer‐Forscher haben die Tech­no­lo­gie gemein­sam mit dem Indus­trie­part­ner entwi­ckelt.

Künf­tig sind Hand­wer­ker weit­aus gerin­ge­ren Vibra­tio­nen ausge­setzt, wenn sie bohren, sägen oder schlei­fen. Denn Forscher des Fraunhofer‐Instituts für Betriebs­fes­tig­keit und System­zu­ver­läs­sig­keit LBF in Darm­stadt haben gemein­sam mit ihren Kolle­gen der C. E. Fein GmbH eine Tech­no­lo­gie voran­ge­trie­ben, die solche Schwin­gun­gen stark redu­ziert. „Wir unter­such­ten das System grund­sätz­lich und entwi­ckel­ten es weiter, so dass es sich auf verschie­dene elek­tri­sche Hand­ge­räte über­tra­gen lässt“, erläu­tert Heiko Atzrodt, Grup­pen­lei­ter am LBF. Und eben dies hat die Firma Fein getan: Sie passte die Entwick­lung an ein oszil­lie­ren­des Elek­tro­werk­zeug an – also an eine Maschine, deren Werk­zeug sich nicht dreht, sondern in einem klei­nen Winkel fast 19.500-mal in der Minute hin‐ und herschwingt. Ein solches Gerät kann nicht nur sägen und schlei­fen, sondern ebenso raspeln, polie­ren, scha­ben, schnei­den, tren­nen, schär­fen oder feilen – auch an sonst unzu­gäng­li­chen Stel­len.

Doch wie haben die Wissen­schaft­ler es geschafft, die Schwin­gun­gen von elek­tri­schen Hand­ge­rä­ten derart stark zu isolie­ren? „Elas­to­merele­mente entkop­peln das Gehäuse vom Motor, sie wirken dabei wie mecha­ni­sche Federn und Dämp­fer“, sagt Atzrodt. Die Schwin­gun­gen über­tra­gen sich somit nur mini­mal auf das Gehäuse und den Anwen­der. Dabei gilt es jedoch zu beach­ten: Isolie­ren die Forscher das Gehäuse zu stark, spürt der Nutzer nicht mehr, wie fest er das Werk­zeug auf das Mate­rial drückt. Die Wissen­schaft­ler muss­ten daher einen Mittel­weg finden zwischen Vibra­ti­ons­min­de­rung und dem Gefühl des Anwen­ders für das Werk­zeug. Einstel­len lässt sich dies über die Stei­fig­kei­ten der Elas­to­merele­mente. Eine Simu­la­tion half den Forschern dabei, zunächst einmal den opti­ma­len Stei­fig­keits­be­reich zu ermit­teln. Anschlie­ßend inte­grier­ten sie verschie­dene Federn und Dämp­fer in das Test­sys­tem und erar­bei­te­ten so grund­le­gende Entwick­lungs­richt­li­nien.
„Mit dem Anti‐Vibrationssystem konnte die Firma Fein die Schwin­gun­gen im Vergleich zum Vorgän­ger­mo­dell um bis zu 70 Prozent redu­zie­ren“, konkre­ti­siert Atzrodt. „Der Oszil­lie­rer erreicht bei fast allen Anwen­dun­gen die Vibra­ti­ons­klasse null.“ Das heißt: Hand­wer­ker oder Mitar­bei­ter der Auto­mo­bil­in­dus­trie können nun auch ganze Arbeits­tage lang mit dem Gerät arbei­ten – ein Dauer­be­trieb von acht Stun­den am Tag ist zuläs­sig. Und auch ihre Ohren werden dabei geschont: Der Schall­druck des Werk­zeugs sank durch die Dämp­fung um zirka 50 Prozent.
Mitt­ler­weile ist der vibra­ti­ons­arme Oszil­lie­rer unter dem Namen Fein Multi­Mas­ter FMM 350 Q auf dem Markt.
Das viel­sei­tige Elek­tro­werk­zeug der Firma Fein vibriert um 70 Prozent weni­ger und ist nur halb so laut wie das Vorgän­ger­mo­dell.
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