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Was Auto­fah­rer beach­ten soll­ten

Wechsel auf Sommerreifen
Was Auto­fah­rer beach­ten soll­ten

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Die Initia­tive Reifen­qua­li­tät des Deut­schen Verkehrs­si­cher­heits­rats (DVR) und seiner Part­ner gibt Tipps zur siche­ren Fahrt und zum Wech­sel auf Sommer­rei­fen.

Tipp 1: Sommer­rei­fen im Sommer
Sommer­rei­fen heißen Sommer­rei­fen, weil sie die ideale Berei­fung für die warme Jahres­zeit sind. Was einfach klingt, hat komplexe Hinter­gründe: Das Profil von Sommer­rei­fen ist darauf abge­stimmt, Regen auf nasser Straße opti­mal abzu­trans­por­tie­ren, die Gummi­mi­schung ist im Vergleich zu der von Winter­rei­fen sehr hart. Das hat einen Grund: Sie sind extre­men Tempe­ra­tu­ren ausge­setzt. Einer­seits wird der Asphalt im Sommer oft stark von der Sonne erhitzt, ande­rer­seits erhitzt der Reifen selbst durch die stän­dige Reibung, gerade bei hohen Geschwin­dig­kei­ten. Das harte Gummi sorgt dafür, dass der Sommer­rei­fen den Tempe­ra­tu­ren Stand hält, nicht zu schnell abreibt und vor allem beim Brem­sen schnell zum Stehen kommt. Die Vorteile von Sommer­rei­fen im Sommer auf einen Blick:
  • kürzere Brems­wege auf trocke­ner und nasser Straße
  • gerin­ge­rer Abrieb
  • höhere Lauf­leis­tung der Reifen
  • weni­ger Sprit­ver­brauch
  • bessere Ablei­tung von Wasser
Es ist keine gute Idee, seine Winter­rei­fen im Sommer abzu­fah­ren, denn Winter­rei­fen sind auf kalte Tempe­ra­tu­ren und verschneite Stra­ßen ausge­legt. Im Sommer ist der Brems­weg auf trocke­ner und nasser Fahr­bahn deut­lich länger als mit Sommer­rei­fen: In Tests des Touring Club Suisse von 2008 war der Brems­weg mit Winter­rei­fen auf trocke­ner Straße aus 100 km/h bei sommer­li­chen Tempe­ra­tu­ren 18 Meter länger als mit Sommer­rei­fen – das sind gute drei Auto­län­gen. Am Stau­ende in einer Kurve kann die Wahl des Reifens also darüber entschei­den, ob es kracht oder nicht. Übri­gens reichen auch Ganz­jah­res­rei­fen nicht an die Leis­tung von Sommer­rei­fen im Sommer heran. Ein weite­res Argu­ment für Sommer­rei­fen im Sommer ist der Verschleiß: Dieser ist bei Tempe­ra­tu­ren um 20 Grad Celsius bei Ganz­jah­res­rei­fen zehn Prozent höher, bei Winter­rei­fen sogar 15 Prozent höher als bei Sommer­rei­fen.
Tipp 2: regel­mä­ßige Reifen­checks
Eine regel­mä­ßige Über­prü­fung des Reifen­zu­stands zwischen den Reifenwechsel-Terminen beim Fach­mann ist uner­läss­lich. Luft­druck, Profil­tiefe, Reifen­al­ter und even­tu­ell vorhan­dene Einfahr­schä­den, Risse oder Beulen sind Eigen­schaf­ten, die Einfluss auf die Sicher­heit und haben. Ist der Zustand der Reifen mangel­haft, kann das zu Pannen oder im schlimms­ten Fall zu schwe­ren Unfäl­len führen. Letzt­lich ist jeder Reifen nur so gut, wie er gewar­tet wird – das gilt auch für Reifen, die in Tests als Quali­täts­sie­ger ausge­zeich­net wurden. Nicht verges­sen: Auch das Ersatz­rad muss regel­mä­ßig über­prüft werden.
Tipp 3: gute Reifen fahren
Das wich­tigste Sicher­heits­kri­te­rium ist ein kurzer Brems­weg. Hier zeigt sich der wesent­li­che Unter­schied zwischen guten und weni­ger guten Reifen. Im Herbst 2014 hat die Gesell­schaft für Tech­ni­sche Über­wa­chung mbH (GTÜ) Import­rei­fen aus Asien mit einem Refe­renz­rei­fen eines Marken­her­stel­lers vergli­chen. Das erschre­ckende Ergeb­nis: Während der Refe­renz­rei­fen beim Brem­sen aus 100 km/h nach 49,9 Metern zum Stehen kam, hatte der schlech­teste Reifen bei knapp 50 Metern noch eine Rest­ge­schwin­dig­keit von 44 km/h und einen über zehn Meter länge­ren Brems­weg (61,9 Meter). Unter­su­chun­gen wie diese zeigen: Der nied­rige Preis darf beim Reifen­kauf nicht zum allei­ni­gen Entschei­dungs­kri­te­rium werden.
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