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Der iga.Report 41 zeigt Wege aus der Informationsflut auf

iga.Report 41
Wege aus der Infor­ma­ti­ons­flut

Manche Beschäftigte fühlen sich durch eine wahrgenommene Informationsflut belastet. (Foto: © vegefox.com – stock.adobe.com)
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Die Erfah­rung, sich in eine Aufgabe völlig zu vertie­fen und die eige­nen Kompe­ten­zen bestä­tigt zu finden – kurz: ein Flow-Erlebnis zu haben – ist wich­tig für die Arbeits­zu­frie­den­heit und die Leis­tungs­fä­hig­keit. Schlecht gestal­tete digi­tale Arbeits­um­ge­bun­gen und ‑abläufe können das Erle­ben von Flow jedoch erschwe­ren. Zu diesem Ergeb­nis kommen Fach­leute für die Initia­tive Gesund­heit und Arbeit (iga) im aktu­el­len iga.Report 41. Ein Grund: Stän­dige Unter­bre­chun­gen und die Fülle von einge­hen­den Nach­rich­ten, als Infor­ma­ti­ons­flut wahr­ge­nom­men, verrin­gern die Zeit für konzen­trier­tes Arbei­ten.

Der aktu­elle iga.Report gibt einen Über­blick über die Auswir­kun­gen der Digi­ta­li­sie­rung auf die Psyche der Beschäf­tig­ten und zeigt auf, wie diesen begeg­net werden kann. Das Gefühl, zu viele Infor­ma­tio­nen bewäl­ti­gen zu müssen, kann indi­vi­du­ell sehr unter­schied­lich ausge­prägt sein. Bei Belas­tungs­emp­fin­den empfeh­len Fach­leute beispiels­weise, Daten­flüsse und ‑quel­len im Unter­neh­men zu prüfen. Dass Beschäf­tigte Infor­ma­tio­nen doppelt, zu früh oder zu spät erhal­ten, resul­tiere häufig aus unge­plan­ten Abläu­fen, die sich stär­ker an der Tech­no­lo­gie als an der Aufgabe orien­tier­ten. Auch ein Neben­ein­an­der unter­schied­li­cher Kommu­ni­ka­ti­ons­sys­teme – E‑Mail neben Social Media neben Soft­ware zur Zusam­men­ar­beit, sog. Group­ware – trage zum Gefühl der „Infor­ma­ti­ons­über­flu­tung“ bei. Ziel der Arbeits­ge­stal­tung müsse daher sein, Prozesse besser zu planen und die Zahl der Daten­quel­len zu verrin­gern.

Arbeits­mo­ti­va­tion, Zufrie­den­heit und Lebens­qua­li­tät werden auch entschei­dend durch die Gestal­tung der Arbeits­zeit beein­flusst. Wer immer zur Verfü­gung steht und jeder­zeit erreich­bar ist, fühlt sich schnell fremd­be­stimmt. Ein Ausweg kann sein, dass Beschäf­tigte die Kern­ar­beits­zeit ihrer Abtei­lung selbst fest­le­gen. Die Zeiten, zu denen Kolle­gin­nen und Kolle­gen auch einmal nicht direkt auf eine Anfrage antwor­ten, können eben­falls gemein­sam bestimmt werden.

Neben den Risi­ken beschäf­tigt sich der iga.Report 41 „Neue Tech­no­lo­gien und Digi­ta­li­sie­rung in der Arbeits­welt“ auch mit den Chan­cen des digi­ta­len Wandels. Dazu gehört eine konti­nu­ier­li­che Wissens­an­eig­nung, etwa durch den Einsatz von Webi­na­ren zur Schu­lung von Mitar­bei­tern. Zudem entste­hen neue Frei­räume durch orts- und zeit­un­ab­hän­gi­ges Arbei­ten.

Die Einfüh­rung neuer Tech­no­lo­gien in der Arbeits­welt wirft Fragen auf: Wie können Arbeits­pro­zesse gut gestal­tet werden? Wie ist die Aufga­ben­ver­tei­lung zwischen Mensch und Maschine gedacht? Damit die Chan­cen digi­ta­ler Tech­no­lo­gie die Risi­ken über­wie­gen, gibt der Report die klare Empfeh­lung, diese Fragen zu beant­wor­ten, bevor Unter­neh­men neue digi­tale Anwen­dun­gen und Maschi­nen im Betrieb einfüh­ren. Die Erkennt­nis mag banal erschei­nen, wissen­schaft­li­che Erkennt­nisse zeig­ten jedoch, dass die Digi­ta­li­sie­rung in der Arbeits­welt häufig in entge­gen­ge­setz­ter Rich­tung verlaufe, nämlich reak­tiv: Betriebe setz­ten um, was tech­nisch möglich sei, und prüf­ten erst danach, welche Rolle der Mensch in dem Arbeits­sys­tem einneh­men könne.

Der iga.Report 41 kann kosten­los im Inter­net bestellt oder herun­ter­ge­la­den werden: www.iga-info.de/veroeffentlichungen/igareporte

Initia­tive Gesund­heit und Arbeit

In der Initia­tive Gesund­heit und Arbeit (iga) arbei­ten gesetz­li­che Kranken- und Unfall­ver­si­che­rung zusam­men. Ziel der Initia­tive ist es, arbeits­be­ding­ten Gesund­heits­ge­fah­ren durch Arbeits­schutz und betrieb­li­che Gesund­heits­för­de­rung vorzu­beu­gen. iga ist eine Koope­ra­tion von BKK Dach­ver­band e. V., der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV), dem AOK-Bundesverband und dem Verband der Ersatz­kas­sen e. V. (vdek). Mehr dazu hier

 

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