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Weihnachtsdeko im Auto: Nicht alles, was gefällt, ist erlaubt

Weihnachtsdeko im Auto
Nicht alles, was gefällt, ist erlaubt

Mancher Autofahrer schmückt sein Fahrzeug liebevoll in der Vorweihnachtszeit - und vergisst dabei die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung. Foto: Dekra
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Ein leuch­t­en­der Wei­h­nachts­baum auf dem Arma­turen­brett, blink­ende Lichter­ket­ten an der Wind­schutzscheibe – manche Aut­o­fahrer stim­men sich mit bunter Wei­h­nachts­deko auf das Fest ein. Allerd­ings: Nicht alles, was gefällt, ist auch erlaubt. Darauf machen die Sachver­ständi­gen von Dekra aufmerk­sam.

Ob Niko­laus, Lichter­kette oder Wei­h­nachtsstern – alle Gim­micks, die im oder am Auto blinken oder leucht­en, zählen laut Para­graf 49a der Straßen­verkehrs-Zulas­sungs-Ord­nung zu den unzuläs­si­gen Beleuch­tung­sein­rich­tun­gen. Bei Ver­stößen dro­ht dabei nicht nur ein Bußgeld: Bei eigen­mächti­gen Verän­derun­gen kann sog­ar die Betrieb­ser­laub­nis des Fahrzeuges erlöschen und damit auch der Ver­sicherungss­chutz ver­loren gehen.

Deko-Beleuchtungen: „Erheblicher Mangel” bei HU

Wer mit dem wei­h­nachtlich geschmück­ten Fahrzeug eine Kfz-Prüf­stelle ans­teuert, muss außer­dem damit rech­nen, dass die blink­ende Wei­h­nachts­deko bei der Haup­tun­ter­suchung als erhe­blich­er Man­gel im Prüf­bericht ver­merkt und die Prüf­plakette nicht erteilt wird. Hin­ter­grund für die strenge Hal­tung des Geset­zge­bers ist die Verkehrssicher­heit. „Lichter­ket­ten und andere Deko-Beleuch­tun­gen kön­nen andere Aut­o­fahrer ablenken, zu Fehlein­schätzun­gen führen und Unfälle aus­lösen“, sagt Markus Egel­haaf, Unfall­forsch­er bei Dekra. „Außer­dem soll ver­mieden wer­den, dass die Sicht des Fahrers selb­st durch Reflex­io­nen auf der Wind­schutzscheibe oder zu starkes Licht im Innen­raum behin­dert wird.“

Unbeleuchteter Schmuck: Auch nicht unbedenklich

Ist wenig­stens unbeleuchteter Wei­h­nachtss­chmuck im Auto erlaubt? Das kommt ganz darauf an: Ein Stern-Anhänger am Innen­spiegel oder ein Tan­nen­baum auf dem Arma­turen­brett darf auf keinen Fall die Sicht des Fahrers ein­schränken, denn allzu leicht kön­nte die Deko einen Fußgänger oder Rad­fahrer verdeck­en.

Hinzu kommt: „Wenn der Fahrer im Auto durch Dinge abge­lenkt wird, die sich ständig bewe­gen, nimmt er Bewe­gun­gen außer­halb des Fahrzeuges oft nicht mehr richtig wahr und kann zum Beispiel einen Fußgänger leichter überse­hen“, sagt der Unfall­ex­perte. Zudem gilt die Regel, dass alle Deko-Stücke, egal ob am Arma­turen­brett oder auf der Heck­ablage, sich­er befes­tigt sein müssen, damit sie sich im Ern­st­fall nicht in gefährliche Geschosse ver­wan­deln kön­nen.

Mit Rauschebart am Steuer?

Sog­ar wer auf die Idee kommt, sich mit Rauschebart und Niko­lauskostüm ans Steuer zu set­zen, muss auf­passen. Die Verklei­dung darf nicht so volu­minös sein, dass der Fahrer in irgen­dein­er Weise behin­dert wird. Son­st kön­nte die Ver­sicherung dies bei einem Unfall unter Umstän­den als Fahrläs­sigkeit ausle­gen und den Ver­sicherungss­chutz ver­weigern.

www.dekra.de

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