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Wer ande­ren in einer Notlage hilft, steht unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung

Ersthelfer sind umfassend abgesichert
Wer ande­ren in einer Notlage hilft, steht unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung

Foto: © M.Dörr & M.Frommherz - stock.adobe.com
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Menschen, die ande­ren in einer akuten Notlage helfen, sind durch den gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rungs­schutz abge­si­chert – darauf weist die Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung anläss­lich des Jahres­tags des Anschlags auf dem Berli­ner Breit­scheid­platz hin. Im Rahmen der media­len Erin­ne­rung an das Ereig­nis spra­chen viele Medien das Thema Hilfe­leis­tung in Notfäl­len an.

Wer ande­ren Menschen in einer Notlage hilft, ist dabei umfas­send abge­si­chert, erklärt die Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung (DGUV). Diese Menschen stehen unter dem Schutz der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung. Wird die Person, die hilft, bei der Hilfe­leis­tung verletzt, so hat sie Anspruch auf Leis­tun­gen nach Sozi­al­ge­setz­buch VII. Diese umfas­sen neben der Heil­be­hand­lung und Reha­bi­li­ta­tion auch finan­zi­elle Unter­stüt­zung, zum Beispiel Verletz­ten­geld für die Dauer einer länger andau­ern­den Arbeits­un­fä­hig­keit.

Was gilt als Verlet­zung?

Als Verlet­zung gelten Körper­schä­den, aber auch unfall­be­dingte Störun­gen der psychi­schen Gesund­heit, zum Beispiel post­trau­ma­ti­sche Belas­tungs­stö­run­gen (PTBS). Spezi­ell für ihre Versi­cher­ten, die in Folge eines Unfalls psychisch trau­ma­ti­siert sind, haben Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten und Unfall­kas­sen Netz­werke zur psycho­the­ra­peu­ti­schen Behand­lung aufge­baut. Diese Netz­werke bestehen aus Fach­leu­ten für Trau­ma­the­ra­pie. Diese Thera­peu­tin­nen und Thera­peu­ten verpflich­ten sich, Versi­cher­ten der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung im Scha­dens­fall sofort eine Behand­lung zu ermög­li­chen.

Wich­tig ist: Für Gesund­heits­schä­den in Folge der Hilfe­leis­tung gehen die Leis­tun­gen der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung grund­sätz­lich dem Opfer­ent­schä­di­gungs­ge­setz vor. Dies schließt jedoch nicht aus, dass für Gesund­heits­schä­den, die nichts mit der Hilfe­leis­tung zu tun haben, sondern mit der Tatsa­che, dass die hilfe­leis­tende Person auch Opfer des eigent­li­chen Gewalt­er­eig­nis­ses ist, Ansprü­che nach Opfer­ent­schä­di­gungs­ge­setz (zukünf­tig SGB XIV) bestehen, erklärt die DGUV.

www.dguv.de

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