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Zu breit für die Fahrspur: Außenspiegel mitberechnen!

Zu breit für die Fahrspur
Selbst Kompaktwagen stoßen an ihre Grenzen

Im innerstädtischen Verkehr oder an Autobahnbaustellen wird es nicht selten eng für moderne Pkw - denn die Außenspiegel zählen mit. Foto: Kara - stock.adobe.com

Bre­ite Autos auf schmalen Spuren – das ist heute oft Real­ität auf Deutsch­lands Straßen. Gefährlich kann es ins­beson­dere im städtis­chen Straßen­verkehr und an baustel­lenbe­d­ingten Straßen­v­eren­gun­gen wer­den. Deshalb sind einige Fahrspuren für die meis­ten Pkw auf­grund ihrer Bre­ite tabu – und das bet­rifft längst nicht nur große SUVs und Oberk­las­se­lim­ou­si­nen. Der ACE, Deutsch­lands zweit­größter Auto Club, klärt über die tat­säch­liche Fahrzeug­bre­ite und missver­ständliche Verkehrsregeln an Straßen­v­eren­gun­gen auf.

Wer mit dem Auto unter­wegs ist, sollte die Bre­ite des Fahrzeugs unbe­d­ingt ken­nen, mah­nt der ACE. Denn in der Zulas­sungs­bescheini­gung ist zwar die Fahrzeug­bre­ite an der bre­itesten Stelle des Fahrzeugs angegeben, allerd­ings ohne die Außen­spiegel zu berück­sichti­gen. Mit etwas Glück find­et sich die tat­säch­liche Fahrzeug­bre­ite samt Spiegeln in der Gebrauch­san­leitung, son­st gilt: Selb­st Maß nehmen. Denn seitliche Sicher­heitsab­stände und Verkehrsze­ichen, die Fahrspuren auf eine bes­timmte Fahrzeug­bre­ite begren­zen, beziehen sich auf die physis­che Fahrzeug­bre­ite ein­schließlich der Spiegel.

Richtig nachmessen

Um die kor­rek­te Fahrzeug­bre­ite zu ermit­teln, ist es erforder­lich, mit einem Maßband von einem Außen­spiegel durch die geöffneten Fen­ster zum näch­sten zu messen. Hier­bei sollte zu zweit vorge­gan­gen wer­den, um ein kor­rek­tes Anle­gen und Able­sen des Maßbands zu gewährleis­ten. Da die Außen­spiegel meis­tens nicht an der bre­itesten Fahrzeug­stelle ange­bracht sind, ergäbe ein Ausmessen lediglich der Spiegel­bre­ite und das Hinzurech­nen zur angegebene Fahrzeug­bre­ite aus der Zulas­sungs­bescheini­gung ein unge­naues Ergebnis.

An Autobahnbaustellen entscheidend

Die Fahrzeug­bre­ite ist vor allem an Auto­bahn­baustellen entschei­dend: Oft­mals ist die linke der bei­den Fahrspuren auf eine Fahrzeug­bre­ite von zwei Metern begren­zt. Somit dür­fen Fahrzeuge, die samt Außen­spiegel bre­it­er als zwei Meter sind, die linke Spur nicht nutzen. Der ACE weist in diesem Zusam­men­hang darauf hin, dass Fahrzeuge immer bre­it­er wer­den und es somit inzwis­chen auch vie­len Pkw der Kom­pak­tk­lasse auf­grund ihrer Maße nicht erlaubt ist, Fahrspuren zu nutzen, die auf zwei Meter Fahrzeug­bre­ite begren­zt sind.

Gebotenen Seitenabstand einhalten

Rel­e­vant ist die tat­säch­liche Fahrzeug­bre­ite auch beson­ders im Hin­blick auf den gebote­nen Seit­en­ab­stand zu anderen Verkehrsteil­nehmenden: Kann auf­grund von Fahrzeug­bre­ite – inklu­sive Außen­spiegel – und begren­zter Fahrbah­n­maße nicht aus­re­ichend Sicher­heitsab­stand gehal­ten wer­den, ist das Über­holen oder seitliche Vor­beifahren an anderen Verkehrsteil­nehmern nicht erlaubt. In engen Auto­bahn­baustellen emp­fiehlt es sich, zur Sicher­heit bess­er ver­set­zt zu fahren, anstatt zu überholen.

Genaue Infor­ma­tio­nen zu den verpflich­t­en­den seitlichen Sicher­heits- und Min­destab­stän­den gibt der ACE hier

www.ace.de

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