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Unfallursachen ermitteln - Checkliste der BGN

Checkliste der BGN
Unfallursachen ermitteln

Nach einem Arbeitsunfall ist die Unfallanalyse unabdingbar.
© Gorodenkoff - stock.adobe.com

Ob auf dem Weg zur Arbeit, während der Tätigkeit oder nur beina­he – es kommt immer wieder zu Unfällen im betrieblichen All­t­ag. Einige Berufe und Branchen wie das Baugewerbe sind mit höheren Risiken ver­bun­den, andere wie typ­is­che Büroar­beit­splätze sind nicht beson­ders unfall­trächtig. Doch auch im Büro passieren immer wieder Unfälle, sei es der Sturz über ein herum­liegen­des Kabel oder ein Rutschun­fall im nassen Trep­pen­haus. Gefährdungs­beurteilun­gen zeigen Gefahren­poten­ziale und bilden die Basis für entsprechende Schutz­maß­nah­men. Wenn es zu einem Unfall kommt, gilt es, diesem auf den Grund zu gehen, um mit geziel­ten Maß­nah­men die betriebliche Sicher­heit zu erhöhen. Unter­stützung bei der Unfal­l­analyse bietet eine Check­liste der Beruf­sgenossen­schaft Nahrungsmit­tel und Gast­gewerbe (BGN). 

Unfälle untersuchen

Ein Arbeit­sun­fall lässt sich in der Regel auf einen Fehler während der betrieblichen Tätigkeit zurück­führen. Dementsprechend ist die Unfal­l­analyse auch eine Art Fehler­analyse. Grund­sät­zlich ist für die Analyse notwendig, alles zusam­men­zu­tra­gen, was den Unfall verur­sacht oder zu diesem beige­tra­gen haben kann. Unter­stützung bei der Ermit­tlung der Unfal­lur­sache liefert die BGN mit ihrer branchenüber­greifend anwend­baren Check­liste. Diese leit­et schrit­tweise durch die betriebliche Unfal­l­analyse und gibt abschließend Platz, um abgeleit­ete Maß­nah­men zu doku­men­tieren. Das PDF-Doku­ment ist so aufge­baut, dass
nach Fer­tig­stel­lung auf zwei Seit­en alle rel­e­van­ten Infor­ma­tio­nen, die Ursachen und die Maß­nah­men beisam­men sind. Darüber hin­aus beste­ht die Möglichkeit, eine ein­seit­ige Zusam­men­fas­sung  zu erstellen, die sich als Aushang eignet.

Gesprächsführung im Rahmen der Unfallanalyse

Zur Unfal­l­analyse zählt auch das Befra­gen von Per­so­n­en wie der verun­fall­ten Per­son und Zeug­in­nen und Zeu­gen. Bei der Befra­gung gilt es, einige Aspek­te zu beachten.

  • zu Anfang über das Ziel des Gesprächs informieren
  • beto­nen, dass es um keine Schuldzuweisung geht, son­dern allein um die Unfal­l­analyse zur Sicher­heit und Schutz aller Beschäftigten
  • Gespräch sollte zeit­nah erfol­gen, damit das Geschehen noch präsent ist
  • offene Fragestel­lun­gen wählen und Ja-/Nein-Fra­gen vermeiden
  • Sug­ges­tivfra­gen wie „Sind Sie nicht auch der Mei­n­ung, dass …?“ unterlassen

Nach der Unfallanalyse Maßnahmen ableiten

Im Anschluss an die Unfal­l­analyse soll­ten entsprechende Maß­nah­men abgeleit­et wer­den, um die Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit zu sich­ern. Dabei kön­nen mehrere (Teil-)Ursachen auch mit ein­er Maß­nahme behoben wer­den. Eben­falls sollte die Gefährdungs­beurteilung anhand der Unfal­l­analyse geprüft und gegebe­nen­falls über­ar­beit­et wer­den. Und nicht zulet­zt sollte die Umset­zung der abgeleit­eten Maß­nah­men über­prüft wer­den. Nur so kann die betriebliche Sicher­heit gewährleis­tet werden. 

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