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Blow-ups - Unfallgefahr bei Hitze

Verkehrssicherheit bei Blow-ups
Wenn sich Straßen bei Hitze wölben und platzen

Vorsicht bei Blow-ups
© Animaflora PicsStock - stock.adobe.com

Immer noch – oder vielle­icht auch angesichts des vorherrschen­den Flughafen­chaos und über­füll­ter, ver­späteter oder gar aus­fal­l­en­der Züge – fahren viele mit ihrem Pkw in den Urlaub. Das sorgt vielerorts für Stau und stock­enden Verkehr. Die Hitze lässt der­ar­tige Rei­sev­erzögerun­gen noch schw­er­er ertra­gen. Ruhe und Konzen­tra­tion sind aber ange­sagt, um sich­er am Ziel anzuge­lan­gen. Denn die Hitze lässt nicht nur den Schweiß fließen, son­dern verur­sacht auf älteren Straßen­ab­schnit­ten mit Fahrbah­n­deck­en aus Beton soge­nan­nte Blow-ups, die ein großes Unfallpoten­zial bergen.

Was sind Blow-ups?

Blow-ups beze­ich­nen das Phänomen, wenn Fahrbah­n­deck­en aus Beton, der weniger ver­form­bar ist als Asphalt und eine geringe Ein­bau­dicke vor­weist, sich unter plöt­zlich auftre­tender und lan­gan­hal­tender Hitze aufheizen, aufwöl­ben und gar platzen. Die Gefahr beste­ht vor allem bei Fugen und Naht­stellen von alten, mehrfach repari­erten Beton­fahrbah­nen. Auch Bere­iche, die Reparaturstellen aus Asphalt an benach­barten Beton­plat­ten aufweisen, gel­ten als gefährdet. Laut des All­ge­meinen Deutschen Auto­mo­bil-Clubs e.V. (ADAC) liegt der Anteil an Beton­fahrbah­nen bun­desweit bei rund 30 Prozent. 

Verhalten auf betroffenen Fahrbahnen

Blow-ups treten unvorherse­hbar auf. Zudem kön­nen bere­its wenige aufgeris­sene Zen­time­ter schwere Schä­den und Unfälle verur­sachen. Auf­grund der Unvorherse­hbarkeit greifen keine Schutz­maß­nah­men, weswe­gen auf älteren Beton­fahrbah­nen beson­dere Vor­sicht gilt. Der Deutsche Verkehrssicher­heit­srat (DVR) rät bei Twit­ter:

  • Vorauss­chauend und langsamer fahren
  • Genü­gend Sicher­heitsab­stand wahren
  • Auf Verkehrsmeldun­gen im Radio achten
  • Geschwindigkeits­be­gren­zun­gen einhalten

Die Geschwindigkeit spielt eine wesentliche Rolle, um die Unfall­ge­fahr zu reduzieren. So kann streck­en­weise eine Höch­st­geschwindigkeit von 80 km/h gel­ten, wenn die Gefahr von Blow-ups besteht.

Haftung bei Blow-ups

Der ADAC weißt darauf hin, dass beschädigte Straßen, die nicht entsprechend beschildert sind, umge­hend bei der Polizei oder Auto­bahn- oder Straßen­meis­terei gemeldet wer­den soll­ten. Let­ztere sind bei hohen Tem­per­a­turen verpflichtet, Fahrbah­nen ver­stärkt zu kon­trol­lieren. Sollte eine Gefahr für Blow-ups erkan­nt wer­den, müssen Warn­schilder aufgestellt oder die Streck­en ges­per­rt wer­den. Wenn nach einem Unfall mit Schadens­folge, der durch einen Blow-up verur­sacht wurde, nachgewiesen wer­den kann, dass die Auto­bahn- oder Straßen­meis­terei dieser Pflicht nicht nachgekom­men ist, kommt der Staat für diesen auf.

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