Startseite » Corona »

Coronatest im Betrieb

Antworten auf die wichtigsten Fragen
Coronatest im Betrieb

Foto: © Sabrewolf - stock.adobe.com

Seit 20. April sind Unternehmen verpflichtet, Beschäfti­gen Tests anzu­bi­eten, damit Infek­tio­nen schnell erkan­nt und Coro­n­aaus­brüche ver­hin­dert wer­den. Wie genau kann das vor sich gehen und was ist zu beacht­en? Antworten auf die wichtig­sten Fra­gen im Folgenden.

Wie oft und welchen Beschäftigten muss der Arbeitgeber Tests anbieten?

Der Verord­nungs­ge­ber hat Arbeit­ge­ber verpflichtet, allen Beschäftigten, die nicht auss­chließlich im Home­of­fice arbeit­en, min­destens zweimal pro Woche einen Schnell- oder Selb­sttest anzu­bi­eten (Para­graf 5 Absatz 1 Coro­na-Arb­SchV). Alle anderen Regelun­gen dieser Verord­nung, die bis zum 30. Juni 2021 ver­längert wurde, gel­ten unverän­dert weiter.

Bin ich verpflichtet, einen Coronatest zu machen?

Die Coro­na-Arb­SchV regelt nur die Tes­tange­bot­spflicht für den Arbeit­ge­ber. Eine all­ge­meine Verpflich­tung, sich auch tat­säch­lich testen zu lassen, beste­ht derzeit nicht. Aber es gibt Ausnahmen.

Den­noch soll­ten Beschäftigte die Tes­tange­bote umfassend nutzen. Denn wer­den Infek­tio­nen frühzeit­ig erkan­nt, kann eine Über­tra­gung des Virus auf weit­ere Per­so­n­en ver­hin­dert wer­den. Damit kön­nen auch Tests ein wichtiger Baustein zur Präven­tion sein.

Was passiert, wenn ich es ablehne, einen Coronatest zu machen?

Die arbeit­srechtlichen Fol­gen der Ver­weigerung eines Coro­nat­ests sind bis­lang nicht abschließend gek­lärt. Ein Arbeit­nehmer wird regelmäßig keine arbeit­srechtlichen Kon­se­quen­zen zu befürcht­en haben, sofern er nicht zur Durch­führung des Coro­nat­ests verpflichtet ist.

Durch die Coro­naschutzverord­nun­gen der Bun­deslän­der sind bes­timmte Beschäftigte sog­ar verpflichtet, sich testen zu lassen. Beispiel­sweise bet­rifft dies Beschäftigte in Alten- und Pflege­heimen, aber auch dort tätiges Fremd­per­son­al. Daher kön­nen zum Beispiel auch Fahrstuhlmonteure von der Testpflicht betrof­fen sein, wenn sie einen Ein­satz im Altenheim haben.

In manchen Bun­deslän­dern fol­gt die Testpflicht bere­its bei direk­tem Kon­takt mit Kunden.

Gehören Tests im Betrieb zur Arbeitszeit?

Nach Ein­schätzung des DGB-Rechtss­chutzes gilt der Test im Betrieb inklu­sive das Warten auf das Ergeb­nis als Arbeit­szeit und ist vom Arbeit­ge­ber wie Arbeit­szeit zu vergüten.

Muss ich nach einem negativen Schnelltest trotzdem während der Arbeit Maske tragen?

Die Coro­n­aar­beitss­chutzregeln gel­ten auch bei einem neg­a­tiv­en Schnell­test. Das heißt: Abstand, Hände waschen, Maske und – dort wo möglich – regelmäßiges Lüften.

Was muss ich tun, wenn mein Schnelltest positiv ausfällt?

Arbeit­nehmer mit einem pos­i­tiv­en Schnell­testergeb­nis müssen in der Regel den Betrieb ver­lassen, weit­eren Kon­takt ver­mei­den, einen Arzt oder ein Testzen­trum auf­suchen, um einen PCR-Test durchzuführen und sich bis zur Bekan­nt­gabe des Ergeb­niss­es isolieren.

Werde ich während der Selbstisolation bezahlt?

Wer nach einem pos­i­tiv­en Schnell­test im Home­of­fice weit­er­ar­beit­en kann, wird selb­stver­ständlich weit­er vergütet.

Ist der Beschäftigte in dieser Zeit zugle­ich arbeit­sun­fähig erkrankt, hat er Anspruch auf Ent­gelt­fortzahlung im Krankheitsfall.

Hat der Beschäftigte wed­er aus den genan­nten noch aus anderen Grün­den Anspruch auf Fortzahlung der Vergü­tung gegen den Arbeit­ge­ber, kommt ein Entschädi­gungsanspruch nach Para­graf 56 Infek­tion­ss­chutzge­setz in Betra­cht. Etwa, wenn ein Arbeit­nehmer von ein­er behördlichen Quar­an­täne betrof­fen ist und deswe­gen einen Ver­di­en­staus­fall erleidet.

Unter bes­timmten Umstän­den beste­ht ein solch­er Entschädi­gungsanspruch bere­its vor Anord­nung ein­er Quar­an­täne, näm­lich dann, wenn sich der Betrof­fene selb­st isoliert hat und die Behörde eine Quar­an­täne hätte anord­nen können.

Quelle: met­al­lzeitung

 

Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Gewinnspiel
Meistgelesen
Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 10
Ausgabe
10.2021
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 10
Ausgabe
10.2021
ABO

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de