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COVID-19 als Berufskrankheit - Voraussetzungen und Versicherungsleistungen

COVID-19 als Berufskrankheit
Voraus­set­zun­gen und Versi­che­rungs­leis­tun­gen

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Erkran­ken Mitar­bei­te­rin­nen und Mitar­bei­tern im Gesund­heits­dienst an COVID-19, kann dies als Berufs­krank­heit aner­kannt werden. Doch welche Voraus­set­zun­gen müssen dafür erfüllt sein, wer ist versi­chert und welche Leis­tun­gen werden gezahlt? Eine gemein­sa­men Infor­ma­tion der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV) und der Deut­schen Inter­dis­zi­pli­nä­ren Verei­ni­gung für Intensiv- und Notfall­me­di­zin (DIVI) erläu­tert dies jetzt. 

Wer nach dem Kontakt mit COVID-19-Erkrankten selbst an COVID-19 erkrankt, den dürfen wir nicht allein­las­sen. Die Aufklä­rung über Aner­ken­nung von Infek­ti­ons­krank­hei­ten als Berufs­krank­hei­ten ist dabei ein wich­ti­ger Baustein. Als Service haben wir für die Betrof­fe­nen alle wich­ti­gen Infor­ma­tio­nen kompakt zusam­men­ge­fasst“, sagt DIVI-Generalsekretär Profes­sor Felix Walcher, Direk­tor der Klinik für Unfall­chir­ur­gie des Univer­si­täts­kli­ni­kums Magde­burg.

COVID-19 Erkran­kung: Wer kann die Voraus­set­zun­gen einer Berufs­krank­heit erfül­len?

Insbe­son­dere Beschäf­tigte in statio­nä­ren oder ambu­lan­ten medi­zi­ni­schen Einrich­tun­gen und in Labo­ra­to­rien können die Voraus­set­zun­gen einer Berufs­krank­heit erfül­len. Das trifft auf Arbeit­neh­me­rin­nen und Arbeit­neh­mer, aber auch auf ehren­amt­li­che Helfe­rin­nen und Helfer zu. Grund­sätz­lich müssen drei Voraus­set­zun­gen vorlie­gen:

  • Kontakt mit SARS-CoV-2-infizierten Perso­nen im Rahmen der beruf­li­chen Tätig­keit im Gesund­heits­we­sen und
  • rele­vante Krank­heits­er­schei­nun­gen, wie zum Beispiel Fieber oder Husten, und
  • posi­ti­ver Nach­weis des Virus durch einen PCR-Test

Falls ein Verdacht auf eine SARS-CoV-2-Infektion besteht, sollte der behan­delnde Arzt oder der Betriebs­arzt auf einen mögli­chen beruf­li­chen Zusam­men­hang ange­spro­chen werden. Ärztin­nen und Ärzte sowie der Arbeit­ge­ber sind verpflich­tet, dem zustän­di­gen Träger der gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung den begrün­de­ten Verdacht auf eine Berufs­krank­heit anzu­zei­gen. 

Welche Kosten über­nimmt die Unfall­ver­si­che­rung?

Ist die Erkran­kung als Berufs­krank­heit aner­kannt, trägt die gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung die Kosten der anste­hen­den Heil­be­hand­lung sowie der medi­zi­ni­schen, beruf­li­chen und sozia­len Reha­bi­li­ta­tion. Bei einer blei­ben­den Minde­rung der Erwerbs­fä­hig­keit kann sie auch eine Rente zahlen. Im Todes­fall können Hinter­blie­bene eine Hinter­blie­be­nen­rente erhal­ten. Die Kosten für einen SARS-CoV-2-Test werden unter bestimm­ten Umstän­den über­nom­men. Zum Beispiel, wenn es im Rahmen der beruf­li­chen Tätig­keit im Gesund­heits­we­sen oder in Labo­ra­to­rien direk­ten Kontakt zu einer mit SARS-CoV-2-infizierten oder mögli­cher­weise infi­zier­ten Person gab.

Welcher Versi­che­rungs­trä­ger ist zustän­dig?

Welcher Versi­che­rungs­trä­ger zustän­dig ist, hängt vom Arbeit­ge­ber ab. Für Einrich­tun­gen in öffent­li­cher Träger­schaft ist das die regio­nal zustän­dige Unfall­kasse bezie­hungs­weise der regio­nal zustän­dige Gemeinde-Unfallversicherungsverband. Für Einrich­tun­gen in priva­ter oder kirch­li­cher Träger­schaft ist es die Berufs­ge­nos­sen­schaft für Gesund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pflege (BGW). Weitere Infor­ma­tio­nen zur Aner­ken­nung von Infek­ti­ons­krank­hei­ten als Berufs­krank­hei­ten sowie das ärzt­li­che Anzei­ge­for­mu­lar gibt es online unter www.dguv.de sowie auf den Seiten der Berufs­ge­nos­sen­schaft für Gesund­heits­dienst und Wohl­fahrts­pflege (BGW).

Die Infor­ma­ti­ons­schrift „COVID-19 als Berufs­krank­heit – Infor­ma­tio­nen für Beschäf­tigte im Gesund­heits­we­sen“ kann hier herun­ter­ge­la­den werden.

 

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