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Umfrage: 75 Prozent der Angestellten haben Vertrauen in Hygienemaßnahmen am Arbeitsplatz

DGUV-Umfrage zum Gesundheitsschutz in Corona-Zeiten
Wie steht es um die betrieblichen Hygienemaßnahmen?

Zu den Hygienemaßnahmen am Arbeitsplatz gehört unter anderem die Bereitstellung von Desinfektionsmitteln. Foto: Jo Panuwat D - stock.adobe.com

Die Coro­na-Inzi­den­zen steigen wieder. Wie sich­er fühlen sich Arbeit­nehmerin­nen und Arbeit­nehmer an ihrem Arbeit­splatz? Um dies in Erfahrung zu brin­gen, befragte die Deutsche Geset­zliche Unfal­lver­sicherung (DGUV) branchenüber­greifend 1.000 Angestellte.

Das Ergeb­nis: Drei Vier­tel der Befragten ver­trauen den Hygien­e­maß­nah­men in ihrem Unternehmen. 23,6 Prozent geben an, dass die Hygien­e­maß­nah­men zum Infek­tion­ss­chutz im Ver­gle­ich zum Vor­jahr aus­ge­baut wur­den. Mit 52,1 Prozent find­et zudem mehr als die Hälfte, dass die Hygien­e­maß­nah­men schnell aus­baubar wären. Gut 20 Prozent der Befragten sagt allerd­ings, dass es kaum noch Schutz­maß­nah­men gibt beziehungsweise nie weitre­ichende Regelun­gen gegeben hat.

Gesundheitsschutz spielt größere Rolle

Ins­ge­samt hat sich der Gesund­heitss­chutz in den Unternehmen offen­bar verbessert: 40,9 Prozent aller Befragten geben an, dass dem Gesund­heitss­chutz seit Beginn der Coro­na-Pan­demie ins­ge­samt mehr Bedeu­tung beigemessen wird. 34,2 Prozent sagen, dass auch vor der Pan­demie bere­its Wert auf Gesund­heitss­chutz gelegt wurde. 16,7 Prozent meinen, dass Gesund­heitss­chutz wenig Beach­tung find­et. Auf­fäl­lig ist, dass die jün­gere Gen­er­a­tion von 18 bis 29 Jahren die betrieblichen Maß­nah­men deut­lich häu­figer pos­i­tiv bew­ertet als ältere Beschäftigte. Bezüglich der Glaub­würdigkeit der Maß­nah­men schätzen 58,2 Prozent der Angestell­ten den Ein­satz ihres Unternehmens für Sicher­heit und Gesund­heit am Arbeit­splatz als eher oder sehr glaub­würdig ein. Lediglich 8,2 Prozent empfind­en ihn als gar nicht glaubwürdig.

Übereinstimmung mit Fachkräften für Arbeitssicherheit 

Diese Ein­schätzun­gen deck­en sich mit den Ergeb­nis­sen ein­er Befra­gung des Insti­tuts für Präven­tion und Arbeitsmedi­zin der Deutschen Geset­zlichen Unfal­lver­sicherung (IPA). Befragt wur­den knapp 450 Fachkräfte für Arbeitssicher­heit. Auch sie gaben an, dass die über­wiegende Mehrheit der Betriebe und Ein­rich­tun­gen in Deutsch­land während der Pan­demie die notwendi­gen Maß­nah­men zum Arbeits- und Infek­tion­ss­chutz umge­set­zt hat. „Es ist ein gutes Zeichen, dass der Gesund­heitss­chutz eine gewichtigere Rolle im betrieblichen Umfeld zu spie­len scheint, als dies noch vor der Pan­demie der Fall war“, sagt Gre­gor Doep­ke, Leit­er der Kom­mu­nika­tion der Deutschen Geset­zlichen Unfal­lver­sicherung: „Die Zahlen zeigen jedoch auch, dass längst nicht alle Arbeit­nehmenden mit dem Niveau des Gesund­heitss­chutzes in ihrem Betrieb zufrieden sind. Dabei ist es wichtig alle ins Boot zu holen.“

Gelin­gen kann dies zum Beispiel mit den Dialogkarten der Präven­tion­skam­pagne kom­m­mit­men­sch, die für eine ganzheitliche Kul­tur der Präven­tion wirbt. Mit Hil­fe dieser Karten kön­nen Belegschaften Diskus­sio­nen zu ver­schiede­nen The­men anstoßen. Ein Kartenset bezieht sich direkt auf den Umgang mit der Pan­demie im Betrieb. Der Gesprächs­be­darf in vie­len Betrieben ist hoch, denn laut Coro­na-Arbeitss­chutzverord­nung kann der Arbeit­ge­ber Schutz­maß­nah­men zurück­nehmen, sofern der Impf- oder Gene­se­nen­sta­tus der Beschäftigten dies zulässt. Damit fühlen sich aber nicht alle wohl, die für sich und ihre Fam­i­lien ein Mehr an Sicher­heit wünschen.

Zur Methodik der Umfrage

Das Mei­n­ungs­forschung­sun­ternehmen Civey befragte im Auf­trag der DGUV zwis­chen dem 6. und 13. Okto­ber 2021 ins­ge­samt 1.000 abhängig Beschäftigte (Angestellte ohne Arbei­t­ende, Selb­ständi­ge, Beamtin­nen und Beamte). Die Ergeb­nisse sind repräsen­ta­tiv. Der sta­tis­tis­che Fehler der Gesamtergeb­nisse liegt bei cir­ca 5,7 Prozent. Die Dat­en wur­den im eige­nen Online-Pan­el erhoben. Aus den Antworten der ver­i­fizierten Teil­nehmenden wur­den automa­tisiert quotierte Stich­proben beispiel­sweise nach Geschlecht und Alter gezo­gen. Mögliche demographis­che Ungle­ichgewichte wie beispiel­sweise Alter, Geschlecht, Fam­i­lien­stand oder Bevölkerungs­dichte wur­den auf Grund­lage amtlich­er Kenn­zahlen, etwa des Sta­tis­tis­chen Bun­de­samtes oder des Bun­des, durch eine Nachgewich­tung ausgeglichen.

Hier kön­nen Sie die Detai­l­ergeb­nisse der Umfrage aufrufen.

Hier find­en Sie die Ergeb­nisse der IPA-Studie unter Fachkräften für Arbeitssicher­heit.

www.dguv.de

 

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