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Anzahl der Brände verdoppelte sich

Seniorenheime
Anzahl der Brände verdoppelte sich

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Die ekla­tan­ten Brand­schutzmän­gel in Deutsch­lands Senioren- und Pflege-ein­rich­tun­gen lassen das Jahr 2015 bere­its jet­zt als eines der schwärzesten in die Geschichte einge­hen: Bis 31. Juli bran­nte es 68 Mal und damit rund dop­pelt so häu­fig wie im Vor­jahreszeitraum. Auch die Zahl der Opfer und Geschädigten über­steigt die Vor­jahreswerte bei Weitem.

Neun Men­schen star­ben in diesem Jahr bere­its bei Brän­den in Senioren­heimen, das sind schon heute fast so viele Bran­dopfer wie im Gesamt­jahr 2014 (11 Tote). 232 Men­schen tru­gen bis Ende Juli Ver­let­zun­gen durch Feuer in Senioren- und Pflegheimen davon und damit mehr als im gesamten Jahr 2014 mit 163 Ver­let­zten. Das sind die erschreck­enden Ergeb­nisse der bvfa-Brand­sta­tis­tik, die unter www.bvfa.de ein­se­hbar ist. Der bvfa – Bun­desver­band Tech­nis­ch­er Brand­schutz e.V. ist der maßge­bliche Ver­band für vor­beu-gen­den und abwehren­den tech­nis­chen Brand­schutz in Deutschland.

Selb­st­tätige Sprin­kler­an­la­gen soll­ten selb­stver­ständlich sein
Zweimal pro Woche bren­nt es inzwis­chen in einem Senioren- oder Pflege­heim, das ist dop­pelt so viel wie im ver­gan­genen Jahr – fatal, wenn man bedenkt, dass sich ger­ade alte und schwache Men­schen oft nicht selb­st in Sicher­heit brin­gen kön­nen. Bis das Ret­tung­steam kommt, verge­hen wertvolle Minuten – die Leben kosten. Das Risiko, als Heim­be­wohn­er bei einem Brand zu ster­ben, ist um ein Vielfach­es höher als das der Gesamt­bevölkerung. Umso erschreck­ender, dass nach wie vor nicht genug für die Sicher­heit getan wird. Der bvfa fordert seit langem durchgängige Brand­schutz­s­tan­dards in den deutschen Senioren- und Pflegeein­rich­tun­gen. „Der Ein­bau von selb­st­täti­gen Sprin­kler­an­la-gen sollte in diesen Wohn- und Pflege­for­men selb­stver­ständlich sein, denn sie lösen automa­tisch aus, löschen gezielt und ret­ten nach­weis­lich Leben“, bestätigt Dr. Wol­fram Krause, Geschäfts­führer des bvfa. In den USA kon­nte die Mor­tal­ität bei Brän­den in Senioren­heimen durch den Ein­satz von Sprin­kler­an­la­gen um 88 Prozent ver­ringert werden.
„Wir appel­lieren an alle, den Brand­schutz in sozialen Ein­rich­tun­gen zu erhöhen – denn die tech­nis­chen Möglichkeit­en sind längst da und kön­nen auch noch spez­i­fis­ch­er auf die unter­schiedlichen Anforderun­gen hin zugeschnit­ten wer­den, das hat das bvfa Experten-Forum auf der Inter­schutz 2015 deut­lich gemacht“, so Dr. Wol­fram Krause weit­er. So wur­den die Her­steller auf dem Experten-Forum von eini­gen aufge­fordert, ihre Sys­teme für den Wohn- und Pflege­bere­ich weit­er in Rich­tung „Volkssprin­kler­an­lage“ zu entwick-eln, um den Ein­satz zu erhöhen.
Geset­zge­ber muss handeln
Zudem sehen ver­schiedene Experten bauauf­sichtliche Erle­ichterun­gen beim Ein­satz von Sprin­kler­an­la­gen als notwendig an, um eine aus­re­ichende Wirtschaftlichkeit zu gewährleis­ten. Hier beste­ht nach Ansicht viel­er ein großer Hand­lungs­be-darf des Geset­zge­bers. Es fehlen ein­heit-liche Regelun­gen und es existieren nach wie vor Vorurteile gegenüber Sprin­klern, mit denen aufgeräumt wer­den muss.
Weit­ere gemein­same Anstren­gun­gen von Behör­den, Her­stellern, Ver­bän­den und Richtlin­ienge­bern sind von­nöten, die der bvfa auch kün­ftig vorantreiben und begleit­en wird, um den Ein­satz von Sprin­klern und damit die Sicher­heit in Alten- und Pflegeein­rich­tun­gen zu optimieren. 
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