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Aktu­ell, ratio­nell, sicher

Papiertransport mit System
Aktu­ell, ratio­nell, sicher

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Tausende Tonnen Papier werden täglich über Stra­ßen und per Bahn trans­por­tiert. Darun­ter Altpa­pier, Papier­rol­len mit Einzel­ge­wich­ten von mehre­ren Tonnen sowie fertige Druckerzeug­nisse und andere Papier­pro­dukte. Das stellt beson­dere Anfor­de­run­gen an die Ladungs­si­che­rung. Fach­leute spra­chen während eines Sympo­si­ums, orga­ni­siert von der Firma Span­set, über recht­li­che Vorga­ben, Präven­tion und prak­ti­sche Lösun­gen.

Verena Manek

1966 in Schwe­den gegrün­det, zählt Span­set heute zu den führen­den Anbie­tern von Produk­ten und Dienst­leis­tun­gen rund um die Themen Ladungssicherungs‑, Anschlag- und Höhen­si­che­rungs­tech­nik.
Span­set entwi­ckelt und fertigt nicht nur Produkte, sondern wirkt auch an der Ausar­bei­tung von Normen und Richt­li­nien mit und berät und schult die Anwen­der. Sein Know-how weiter­zu­ge­ben war Ziel des Pres­se­sym­po­si­ums und Work­shops.
Airbags für stehende Papier­rol­len
Alex­an­der Sigler, Leiter Versand der Koeh­ler Paper Group, schil­derte anhand von Verla­de­bei­spie­len die unter­schied­li­chen Anfor­de­run­gen an die Ladungs­si­che­rung von Papier­rol­len. Stehende Papier­rol­len lassen sich beispiels­weise in Koffer­auf­bau­ten über Form­schluss unter Einsatz von Mehrweg-Airbags sichern, die vor jedem Einsatz visu­ell zu prüfen und bei Beschä­di­gun­gen oder Undich­tig­kei­ten auszu­tau­schen sind. Dabei muss die Ladung möglichst lücken­los gestaut und nach dem Aufbla­sen der Airbags mit zwei geeig­ne­ten Siche­rungs­bal­ken entge­gen­ge­setzt zur Fahrt­rich­tung gesi­chert werden.
Mit der neuen DIN EN 12195–1 und ihren Folgen für das Trans­port­ge­werbe befasste sich Dr. Werner Andres vom Bundes­ver­band Güter­ver­kehr Logis­tik und Entsor­gung e.V. (BGL). Eigent­lich sollte die Neufas­sung der DIN EN 12195 Teil 1 für die Berech­nung von Ladungs­si­che­rungs­maß­nah­men auf Stra­ßen­fahr­zeu­gen für eine Harmo­ni­sie­rung sorgen. Doch ist eher das Gegen­teil der Fall. Weil die Neufas­sung das Sicher­heits­ni­veau in wesent­li­chen Punk­ten erheb­lich verrin­gert und die neue Norm außer­dem nicht den aner­kann­ten Regeln der Tech­nik im Sinne des § 22, Abs. 1 StVO entspricht, hat DIN (zusam­men mit Polen und der Schweiz) gegen die Annahme der Norm­än­de­rung gestimmt. Stand der Tech­nik für die Ladungs­si­che­rung auf Stra­ßen­fahr­zeu­gen ist deshalb in Deutsch­land die Richt­li­nie VDI 2700 ff und die entspre­chende euro­päi­sche Normung (EN 12195- 1:2003).
BG ETEM bietet Hilfen
Für den Unter­neh­mer gilt der § 22, StVO. („Die Ladung einschließ­lich Geräte zur Ladungs­si­che­rung sowie Lade­ein­rich­tun­gen sind so zu verstauen und zu sichern, dass sie selbst bei Voll­brem­sung oder plötz­li­cher Ausweich­be­we­gung nicht verrut­schen, umfal­len, hin- und herrol­len, herab­fal­len oder vermeid­ba­ren Lärm erzeu­gen kann.“) Über Unfall­prä­ven­tion beim Papier­trans­port aus Sicht der Berufs­ge­nos­sen­schaft sprach Dipl.-Ing. Dieter Bach­mann, Tech­ni­scher Aufsichts­be­am­ter der BG ETEM, Fach­be­reich Druck und Papier­ver­ar­bei­tung. Die Berufs­ge­nos­sen­schaft infor­miert den Unter­neh­mer hinsicht­lich seiner Aufga­ben und Pflich­ten. Er muss unter ande­rem eine entspre­chende betrieb­li­che Orga­ni­sa­tion aufbauen. Die dafür erfor­der­li­chen sechs Bausteine gewähr­leis­ten eine ordnungs­ge­mäße Ladungs­si­che­rung und machen die Ladungs­si­che­rung nach­voll­zieh­bar. Dazu gehört es, Anfor­de­run­gen an die Fahr­zeuge und Ladungs­si­che­rungs­maß­nah­men fest­zu­le­gen, Verla­de­an­wei­sun­gen zu erstel­len, Mitar­bei­ter zu unter­wei­sen und die Fahr­zeuge vor und nach dem Bela­den zu kontrol­lie­ren. Die BG ETEM ( www.bgetem.de) bietet verschie­dene Hilfen für den Betrieb an, von Schu­lun­gen über Broschü­ren und Filmen bis hin zu Check­lis­ten und den Ergeb­nis­sen aus prak­ti­schen Fahr- und Kipp­ver­su­chen.
Anti-Rutsch-Matten
Seit vielen Jahren gehö­ren Anti-Rutsch-Matten zu den wich­tigs­ten Ladungs­si­che­rungs­hilfs­mit­teln. Spanset-Produktmanager Werner Glasen gab einen Über­blick über den Stand der Tech­nik. Vor allem bei höhe­ren Ladungs­ge­wich­ten ist eine kraft­schlüs­sige Ladungs­si­che­rung nur in Kombi­na­tion von Zurr­gur­ten und Anti-Rutsch-Matten wirt­schaft­lich. Denn sie redu­zie­ren durch ihre rutsch­hem­mende Wirkung die Anzahl der benö­tig­ten Zurr­gurte. Robuste Voll­gum­mi­mat­ten wie die Spanset-Grip sind mehr­weg­fä­hig und haben beson­ders bei schwe­ren Ladun­gen gegen­über herkömm­li­chen Granulat­mat­ten viel­fäl­tige Vorteile.
Kanten­schutz­win­kel scho­nen Papier­rol­len
Ralf Schöne, Sach­ver­stän­di­ger und Geschäfts­füh­rer der Intakt Trans­port­be­ra­ter e. K., beschäf­tigte sich mit dem Thema „Kanten­schutz­win­kel beim Papier­rol­len­trans­port“.
Span­set hat einen Kanten­schutz­win­kel zur Trans­port­si­che­rung von Papier­rol­len hinsicht­lich Gewicht, Größe, Aufla­ge­flä­che, Stapel­bar­keit und Geome­trie opti­miert und zur Seri­en­reife gebracht. KaSiPlus bietet bei der Trans­port­si­che­rung von stehen­den und liegen­den Papier­rol­len einen opti­ma­len Schutz für die empfind­li­chen Kanten. Zusam­men mit der Anti-Rutsch-Matte Span­set Grip und der ErgoABS-Zugratsche mit seri­en­mä­ßi­ger Vorspann­kraft­an­zeige TFI bietet Span­set damit ein komplet­tes Paket an, das eine opti­male Siche­rung von Papier­rol­len­trans­por­ten ermög­licht.
Poli­zei entdeckt immer noch Mängel
Dass die Poli­zei bei den Stra­ßen­kon­trol­len nach wie vor Mängel in der Siche­rung der Ladung fest­stellt, erläu­terte Hermann-Josef Bougé, Leiter der tech­ni­schen Verkehrs­über­wa­chung und stell­ver­tre­ten­der Leiter im Verkehrs­dienst der Auto­bahn­po­li­zei Köln. Fahrern und Verant­wort­li­chen fehlen oftmals die Kennt­nisse über die rich­tige Siche­rung. So ist die bekann­teste und entspre­chend auch am meis­ten genutzte Siche­rungs­art das Nieder­zur­ren, auch wenn andere Siche­rungs­ar­ten effek­ti­ver wären.
Altpa­pier­bal­len form­schlüs­sig sichern
„Altpa­pier­trans­port: Gerin­ger Mate­ri­al­wert, hohes Risi­ko­po­ten­zial!“ war das Thema von DEKRA-Mitarbeiter Matthias Stenau. Normen oder Richt­li­nien für die Ladungs­si­che­rung von Altpa­pier gibt es nicht, wohl aber einen Arbeits­kreis mit dem BGL, der sich mit diesem Thema befasst.
Ein Problem besteht darin, dass Altpapier-Ballen nicht genormt sind und deshalb unter­schied­li­che Formate und Gewichte aufwei­sen. Zu den Lösun­gen beim Trans­port mit Curta­in­si­dern, also LKW mit Planen­auf­bau­ten, zählt das TruXafe-System von Span­set. Es kommt bei Curta­in­si­dern mit zu schwach dimen­sio­nier­ten Seiten­wän­den als Nach­rüst­lö­sung infrage. Bei dem TruXafe-System ermög­li­chen es spezi­elle Alumi­ni­um­pro­file und Sperr­bal­ken, unter­schied­lichste Ladun­gen wie Sack­ware, Fässer oder Papier­rol­len auf Standard-Curtainsider nach EN 12642 Code L und Code XL form­schlüs­sig zu sichern.
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