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Erst gurten, dann spurten

Gasflaschen sicher auf der Straße transportieren
Erst gurten, dann spurten

Vorgehensweise bei unterschiedlicher Stückzahl von transportierten Paletten. Abbildungen: IGV
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Beim Trans­port von Gas­flaschen treten drei völ­lig ver­schiedene Fälle auf: die Beförderung per Lkw, in Klein­trans­portern oder in Pkw und Kom­bi. Hier wird die Vorge­hensweise im ersten Fall behan­delt. Weit­ere Artikel in den näch­sten Aus­gaben wer­den darüber informieren, was bei Klein­trans­portern, Pkw und Kom­bi zu berück­sichti­gen ist.

Georg Schroed­er

Lkw dienen zur Aus­liefer­ung größer­er Stück­zahlen bevorzugt auf offen­er Lade­fläche. Als Lade­hil­f­s­mit­tel wer­den soge­nan­nte Palet­ten genutzt, die 12 Flaschen à 50 oder 30 à 10 Liter zusam­men­fassen. Selb­st bei form­schlüs­siger Ladung kön­nen die Stirn‑, Rück- und Seit­en­wände der Lade­fläche nicht die Kräfte kom­pen­sieren, die bei der Fahrt auf die ein bis zwei Ton­nen schw­eren Palet­ten oder Bün­del ein­wirken. Daher ist eine zusät­zliche Sicherung mit Zur­rgurten erforder­lich, um die geset­zlich vorgeschriebene Ladungssicherung zu erfüllen. Dabei sind fol­gende Grun­dregeln einzuhal­ten:
  • Gle­ich­mäßige Ladungsverteilung auf der Lade­fläche (zuläs­sige Achslas­ten beacht­en)
  • Die Lade­fläche muss sauber, ins­beson­dere öl- und fet­tfrei sein
  • Die ver­wen­de­ten Zur­rgurte müssen ein­wand­frei sein
Ein Zur­rgurt ist nur dann ein­satzbere­it, wenn das Gurtschloss unbeschädigt und das Gurtetikett noch vorhan­den und les­bar ist. Der Ver­schleiß darf max. 10 % betra­gen. Unzuläs­sige Beschädi­gun­gen sind:
  • Ein­risse und Ein­schnitte
  • Abrieb
  • Gelöste Faden­grup­pen
  • Ther­mis­che Belas­tun­gen (ver­bran­nte Stellen)
Zur­rgurte dür­fen auf keinen Fall zusam­menge­knotet wer­den, um einen län­geren Gurt zu erhal­ten, und sie dür­fen nicht ver­dreht wer­den – der Ein­satz von Kan­ten­schützern ist empfehlenswert.
Bei der Verzur­rtech­nik hat sich die soge­nan­nte Bucht­lash­ing-Meth­ode bewährt. Dabei wer­den immer zwei Gurte für einen Block (max. vier Bündel/Paletten mit ins­ge­samt max. 5 t) mit ein­er zuläs­si­gen Zur­rkraft im direk­ten Zug von min­destens 2.500 daN genutzt (siehe Abbil­dun­gen).
Beispiel aus der Prax­is
Das Sicher­heits-Plus ein­er fachgerecht­en Ladungssicherung zeigt fol­gen­der Prax­is­fall: Im März 2008 kam ein Spedi­tions­fahrzeug beim Brem­sen ins Schlingern und der Wech­sel­brück­en-Anhänger kippte um. Die gefüll­ten Flaschen und Bün­del blieben dabei auf der Lade­fläche. Die Ladungssicherung erlaubte sog­ar die Bergung des Anhängers mit Hil­fe eines Autokrans ohne Abladen. Die Flaschen wiesen kein­er­lei Schä­den auf und kon­nten nach dem Umladen weit­er­trans­portiert wer­den.
Air Liq­uide Deutsch­land GmH
Aus­führlichere Infor­ma­tio­nen ste­hen zum Herun­ter­laden auf der Inter­net­seite des Indus­tr­ie­ga­se­ver­bands IGV unter „Weit­ere Veröf­fentlichun­gen“ www.industriegaseverband.de
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