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Mitten­drin statt außen vor

Disability Management verhindert Erwerbsunfähigkeit durch Prävention
Mitten­drin statt außen vor

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Berufs­lauf­bah­nen enden nach länge­rer Krank­heit zu oft mit Früh­ver­ren­tung – und das obwohl Arbeit­ge­ber seit 2004 gesetz­lich verpflich­tet sind, lang­zeit­er­krank­ten Beschäf­tig­ten ein Ange­bot zur Wieder­ein­glie­de­rung zu machen. Aktive Präven­tion kann dazu beitra­gen das zu verhin­dern.

Deut­sche Gesetz­li­che Unfall­ver­si­che­rung (DGUV) Pres­se­stelle Herrn Stefan Boltz Mittel­straße 51 10117 Berlin-Mitte

Nur vier Prozent aller pflicht­ver­si­cher­ten Beschäf­tig­ten sind laut BKK Bundes­ver­band Lang­zeit­er­krankte, die mindes­tens sechs Wochen krank­ge­schrie­ben sind. Diese vier Prozent haben aller­dings erheb­li­che Auswir­kun­gen: Sie verur­sa­chen 42 Prozent aller Arbeits­un­fä­hig­keits­tage. Jeder einzelne dieser Fehl­tage kommt den Arbeit­ge­ber teuer zu stehen. Lang­zeit­er­kran­kun­gen vorzu­beu­gen lohnt sich also in zwei­fa­cher Hinsicht, sowohl für den Beschäf­tig­ten als auch für den Arbeit­ge­ber. Betrieb­li­ches Gesund­heits­ma­nage­ment trägt dazu bei, lang­wie­rige und kosten­in­ten­sive Krank­hei­ten bei den ersten Anzei­chen früh­zei­tig zu verhin­dern. Um Lang­zeit­er­kran­kun­gen zu vermei­den, soll­ten star­kes Über­ge­wicht, Blut­hoch­druck, psychi­sche Fehl­be­las­tun­gen und Rücken­schmer­zen früh­zei­tig bekämpft werden. Denn Lang­zeit­er­kran­kun­gen entste­hen oft schlei­chend.
Alarm­si­gnale früh­zei­tig erken­nen
„In vielen Fällen muss es so weit nicht kommen“, sagt Dr. Fried­rich Mehr­hoff, Reha-Experte bei der Deut­schen Gesetz­li­chen Unfall­ver­si­che­rung (DGUV): „Eine Früh­ver­ren­tung kann oft verhin­dert werden, wenn der Arbeit­ge­ber bei gesund­heit­li­chen Beein­träch­ti­gun­gen eines Mitar­bei­ters früh Gesprä­che mit dem Betrof­fe­nen führt, Ange­bote macht und den Weg zurück an den Arbeits­platz erleich­tert.“ Denn: „Je länger die krank­heits­be­dingte Tren­nung vom Arbeits­le­ben anhält, desto gerin­ger ist die Chance auf Rück­kehr.“
Einen mögli­chen Ausweg eröff­nen die Instru­men­tes des Disa­bi­lity Manage­ments. Disa­bi­lity Manage­ment ist eine inter­na­tio­nal aner­kannte und stan­dar­di­sierte Umset­zung des gesetz­lich vorge­schrie­be­nen Betrieb­li­chen Einglie­de­rungs­ma­nage­ments, die beson­ders in Deutsch­land immer verbrei­te­ter wird. Disa­bi­lity Manage­ment tritt nicht erst nach Unfall oder Erkran­kung reha­bi­li­ta­tiv in Aktion, sondern präven­tiv, um Leis­tungs­ver­luste früh zu erken­nen und zu vermei­den.
Führungs­kräfte gefragt
„Damit Stra­te­gien gegen Früh­ver­ren­tung Erfolg haben, müssen Führungs­kräfte das betrieb­li­che Gesund­heits­ma­nage­ment im Sinne von Disa­bi­lity Manage­ment als wich­ti­gen Teil ihrer Führungs­auf­gabe begrei­fen“, erklärt Dr. Mehr­hoff. Ein ausge­bil­de­ter Disa­bi­lity Mana­ger, den kleine Betriebe auch als exter­nen Dienst­leis­ter enga­gie­ren können, kann ein wert­vol­ler Bera­ter sein. Weitere Infor­ma­tio­nen:
Deut­sche Gesetz­li­che
Unfall­ver­si­che­rung (DGUV)
Mittel­straße 51 | 10117 Berlin-Mitte
Tel.: 0 22 41/2 31–01 | Fax: 02 24/2 31–13 33

Kongress zum Disa­bi­lity Manage­ment
Vom 22. bis 24. Septem­ber 2008 tref­fen sich auf dem 4. Inter­na­tio­na­len Forum zum Disa­bi­lity Manage­ment in Berlin Unter­neh­mer, Beschäf­tigte, Versi­che­run­gen und Disa­bi­lity Mana­ger aus aller Welt, um ihre Erfah­run­gen und grenz­über­grei­fende Stra­te­gien auszu­tau­schen. Veran­stal­ter ist die DGUV gemein­sam mit dem Bundes­ar­beits­mi­nis­te­rium. Weitere Infor­ma­tio­nen zum Kongress unter: www.ifdm2008.de
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