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Neue Rolle? Muss das sein? Fragen und Antwor­ten

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Neue Rolle? Muss das sein? Fragen und Antwor­ten

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DFS Deut­sche Flug­si­che­rung GmbH Herrn Heiko Mittel­sta­edt Am DFS-Campus 10 63225 Langen

Der Beitrag „Vom ‚Sicher­heits­be­auf­trag­ten’ zum ‚Beauf­trag­ten für Sicher­heit und Gesund­heit’ – Eine längst über­fäl­lige Aufwer­tung“ in Ausgabe 9/2010 (Seiten 6 bis 8) forderte eine Aufwer­tung der Posi­tion der Sicher­heits­be­auf­trag­ten. Die Autoren Silves­ter Sieg­mann und Prof. Bernd Tenck­hoff führ­ten in der von ihnen vorge­schla­ge­nen neuen Rollen­de­fi­ni­tion den Begriff „Beauf­trag­ter für Sicher­heit und Gesund­heit“ ein: „Der Begriff ‚Beauf­trag­ter für Sicher­heit und Gesund­heit’ konkre­ti­siert seine Aufga­ben­stel­lung im Unter­neh­men und verdeut­licht die fach­li­che Anbin­dung an den ‚Mana­ger für Sicher­heit und Gesund­heit’ sowie den ‚Betrieb­li­chen Gesund­heits­ma­na­ger’ und damit die Einbin­dung in eine ganz­heit­li­che betrieb­li­che Sicherheits- und Gesund­heits­or­ga­ni­sa­tion“. Hierzu gehört auch, so Sieg­mann und Tenck­hoff, dass Sicher­heits­be­auf­tragte von ihrem Ehren­amt zu einem aner­kann­ten verant­wort­lich täti­gen Spezia­lis­ten vor Ort aufstei­gen. Damit einher­ge­hend soll die Posi­tion der Sicher­heits­be­auf­trag­ten deut­lich aufge­wer­tet werden. So lassen sich ihre Kompe­tenz, Wissen und Enga­ge­ment und auch ihre Inter­es­sen besser würdi­gen, durch­set­zen und vertre­ten. Letzt­end­lich ist es das Ziel, Arbeits- und Gesund­heits­schutz in den Unter­neh­men und Verwal­tun­gen besser in die Orga­ni­sa­tion zu inte­grie­ren.
Auf den Beitrag von Silves­ter Sieg­mann und Prof. Bernd Tenck­hoff erreich­ten uns einige Anrufe und auch E‑Mails. Im Folgen­den ein Leser­brief (E‑Mail) sowie die Antwort von den Autoren.
In diesem Zusam­men­hang steht auch das Inter­view mit dem Vorstands­vor­sit­zen­den des VDSI e.V., Prof. Rainer von Kipar­ski, auf den beiden vorher­ge­hen­den Seiten dieser Ausgabe.
Sehr geehrte Redak­tion,
der Sicher­heits­be­auf­tragte als „Beauf­trag­ter für Sicher­heit und Gesund­heit“?
Ich habe meine Zwei­fel, ob uns eine neue Rolle der Sicher­heits­be­auf­trag­ten wirk­lich gefehlt hat. Da schon die „Aufwer­tung“ der Fach­kräfte für Arbeits­si­cher­heit (glück­li­cher­weise?) noch nicht flächen­de­ckend bekannt – und schon gar nicht umge­setzt – ist, müssen sich die Sicher­heits­be­auf­trag­ten in der nächs­ten Zeit eben­falls keine Gedan­ken machen. Der Gesetz­ge­ber wird sich in seinen Rege­lun­gen ohne­hin nicht um die beiden Ansin­nen kümmern. Inter­es­sant dürf­ten höchs­tens die Vorstöße der Berufs­ge­nos­sen­schaf­ten oder einzel­ner Berufs­ver­bände sein, die uns Arbeits­schüt­zern z.B. die lang erwar­tete (von wem?) DGUV Vorschrift 2 „Betriebs­ärzte und Fach­kräfte für Arbeits­si­cher­heit“ besche­ren. In dieser Vorschrift wird – quasi als Zugabe – gleich die neue Rolle der Fach­kraft defi­niert, ohne dass der Gesetz­ge­ber diesem Ansin­nen in irgend einer Form Rech­nung trägt. Nun gut, da die DGUV Vorschrift 2 bislang nur Einge­weih­ten bekannt ist, besteht noch Hoff­nung für uns neue „Betrieb­li­che Gesund­heits­ma­na­ger“.
Zurück zu den Sicher­heits­be­auf­trag­ten, von denen ich in den vergan­ge­nen Jahren in der Tat sehr enga­gierte und moti­vierte Kolle­gin­nen und Kolle­gen kennen lernen durfte. Bislang sah ich deren erfolg­rei­che Aufgabe darin, als Binde­glie­der (Bera­ter, Vermitt­ler und manch­mal auch Seel­sor­ger) zwischen den Beschäf­tig­ten und z.B. der Meis­ter­ebene tätig zu sein. Diese Stel­lung ergibt sich meist allein aus der orga­ni­sa­to­ri­schen Anbin­dung inner­halb eines Unter­neh­mens, sofern man nicht den Meis­ter selbst zum Sibe bestellt hat .
Mit der ange­streb­ten neuen Rolle, die bislang glück­li­cher­weise auch nur ein Vorschlag von vielen ist, würden die Kolle­gin­nen und Kolle­gen Sibe auf einen Schlag ein oder zwei Führungs­ebe­nen aufrü­cken, da sie – wenn man zwischen den Zeilen liest – zukünf­tig die alte Rolle der Fach­kräfte für Arbeits­si­cher­heit wahr­neh­men. Wer schließt die entste­hende Lücke an der Basis? Erfin­den wir eine neue Beauf­trag­ten­funk­tion? Leider fällt mir auf die Schnelle keine neue Bezeich­nung ein.
Diese Aufwer­tung kann sehr inter­es­sant werden. Aller­dings bin ich mir nicht sicher, ob den knapp 500.000 (Stand 2007) Sicher­heits­be­auf­trag­ten die Auswir­kun­gen dieses „Aufstiegs“ bewusst sind (Nein,ich schreibe nicht von mehr Geld. Das gibt es auch für die neue Rolle der Fasi nicht). Ob man es glaubt oder nicht, selbst in den Reihen der Fach­kräfte für Arbeits­si­cher­heit würden Kolle­gin­nen und Kolle­gen mögli­cher­weise große Augen machen, sollte sie oder er plötz­lich mehr Verant­wor­tung über­neh­men müssen. Gemeint ist teil­weise die Über­nahme echter unter­neh­me­ri­scher Verant­wor­tung, nicht nur eine neue Zustän­dig­keit oder Arbeits­auf­gabe.
Kurz gesagt:
Gedicht an die Arbeits­si­cher­heit
(von Heiko Mittel­sta­edt)
Dem Arbeits­schüt­zer ist längst klar,
dass nichts so bleibt, wie’s eh nie war.
Die Chefs lassen das Handeln sein,
und führen neue Rollen ein.
Schluss­fol­ge­rung:
Bald ist der Sibe im Betriebe,
was die Fasi gerne bliebe.
Mit freund­li­chen Grüßen
Heiko Mittel­sta­edt
Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit
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