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PCB: Alte Konden­sa­to­ren vorsorg­lich austau­schen

Alte Leuchtstofflampen können teuer werden
PCB: Alte Konden­sa­to­ren vorsorg­lich austau­schen

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„Alte Konden­sa­to­ren enthal­ten viel­fach das Umwelt­gift PCB. Sie soll­ten deshalb vorsorg­lich ausge­tauscht und geord­net entsorgt werden“, empfiehlt Klaus Holbe, Vorsit­zen­der des ZVEI-Fachverbands Stark­strom­kon­den­sa­to­ren. Das Umwelt­gift PCB ist gesund­heits­schäd­lich und krebs­er­re­gend. So koste beispiels­weise ein neuer Leuch­ten­kon­den­sa­tor nur wenige Euro und sei in der Regel schnell ausge­tauscht. Wenn im Scha­dens­fall das Isolieröl austrete, sei der Aufwand um ein Viel­fa­ches höher als ein präven­ti­ver Austausch der Konden­sa­to­ren.

Explo­diert ein alter Konden­sa­tor in einer Büro­le­ucht­stoff­lampe, addie­ren sich Kosten für Schad­stoff­mes­sun­gen, Reno­vie­rung von Büro­flä­chen sowie des Nutzungs­aus­falls von Räum­lich­kei­ten schnell zu Beträ­gen jenseits von 10.000 Euro.
Ergän­zend müssen die nicht direkt quan­ti­fi­zier­bare Gesund­heits­be­las­tung der Mitar­bei­ter und die allge­meine Umwelt­ver­schmut­zung berück­sich­tigt werden.
Gene­rell sei ein Tausch spätes­tens nach 20 Jahren ange­ra­ten, empfiehlt der ZVEI – Zentral­ver­band Elektrotechnik- und Elek­tronik­in­dus­trie.
Seit Beginn der 80-er Jahre wird PCB nicht mehr in der Produk­tion von Konden­sa­to­ren verwen­det – lange vor dem offi­zi­el­len Verbot im Jahr 1989. Es sind jedoch noch viele alte PCB-haltige Konden­sa­to­ren im Einsatz. Die schad­stoff­hal­ti­gen Konden­sa­to­ren sind zum Teil über mehrere Jahr­zehnte in vielen Anwen­dun­gen, wie z. B. in Leuch­ten mit Leucht­stoff­lam­pen, einge­setzt worden. Die alten Bauteile haben häufig das Ende ihrer Lebens­dauer lange über­schrit­ten, werden aber viel zu selten gewech­selt. „Wir stel­len eine wach­sende Zahl besorg­ter Nach­fra­gen fest. Leider erfol­gen die Anrufe immer erst dann, wenn es bereits zum Scha­dens­fall gekom­men ist“, berich­tet Ronald Hänß­ler, Vorsit­zen­der des Arbeits­krei­ses Umwelt im Fach­ver­band Stark­strom­kon­den­sa­to­ren. Betrof­fen sind beispiels­weise die Betrei­ber von Gewer­be­ge­bäu­den und Indus­trie­an­la­gen.
„Wir können mit dem PCB-Merkblatt des Fach­ver­bands Stark­strom­kon­den­sa­to­ren in vielen Fällen weiter­hel­fen und klären, ob im schad­haf­ten Konden­sa­tor tatsäch­lich PCB enthal­ten war. Häufig lassen sich die besorg­ten Nach­fra­gen aber nicht beant­wor­ten, da die Herstel­ler der Konden­sa­to­ren heute nicht mehr auf dem Markt vertre­ten sind“, erläu­tert Hänß­ler.
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