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Risi­ken durch Emis­sio­nen aus Büro­ma­schi­nen?

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Risi­ken durch Emis­sio­nen aus Büro­ma­schi­nen?

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Emis­sio­nen aus Laser­dru­ckern, ‑kopie­rern und Multi- funk­ti­ons­ge­rä­ten könn­ten dazu beitra­gen, unspe­zi­fi­sche Symptome wie Schleim­haut­be­schwer­den, Binde­haut­rei­zun­gen, Reizun­gen des Atem­trak­tes und der Rachen­schleim­haut hervor­zu­ru­fen. Schwer­wie­gende Gesund­heits­schä­den sind nach den bislang vorlie­gen­den ärzt­li­chen Daten nicht beob­ach­tet worden. Zu diesem Ergeb­nis kommt das Bundes-institut für Risi­ko­be­wer­tung (BfR) in einer umfang­rei­chen gesund­heit­li­chen Bewer­tung, mit der es seine Arbei­ten zur „Toner“-Problematik jetzt abge­schlos­sen hat. „Welche Kompo­nen­ten die uner­wünsch­ten Wirkun­gen auslö­sen könn­ten, ist noch unge­klärt“, sagt BfR-Präsident Profes­sor Dr. Dr. Andreas Hensel.

Die Unter­su­chungs­er­geb­nisse waren für die meis­ten der gemes­se­nen raumluft-technischen Para­me­ter unauf­fäl­lig. Nicht geklärt werden konnte die genaue Zusam­men­set­zung feiner und ultra­fei­ner Parti­kel. Um Toner­ma­te­rial handelte es sich bei den ultra­fei­nen Parti­keln, deren Konzen­tra­tion mit der Inbe­trieb­nahme von Laser­dru­ckern und Kopie­rern vorüber­ge­hend signi­fi­kant anstieg, offen­bar über­wie­gend nicht.
Die gesund­heit­li­chen Beschwer­den der Proban­den waren unspe­zi­fisch und in keinem Fall schwer­wie­gend. Mögli­cher­weise reagie­ren einzelne, beson­ders empfind­li­che Perso­nen mit Beschwer­den, die dem „Sick-Building-Syndrom“ ähneln. Welche Emis­si­ons­kom­po­nen­ten diese Reak­tio­nen auslö­sen könn­ten, ist bislang noch nicht abschlie­ßend geklärt.
Empfeh­lun­gen
Auch nach Auswer­tung der aktu­el­len Daten zur „Toner“- Proble­ma­tik blei­ben damit Fragen offen. Unab­hän­gig von den Ergeb­nis­sen weite­rer Forschung empfiehlt das BfR schon heute Geräte zu verwen­den, die mit dem Blauen Engel gekenn­zeich­net sind. Um dieses Umwelt­zei­chen zu erlan­gen, müssen Geräte Mindest­stan­dards im Hinblick auf die Emis­sio­nen flüch­ti­ger orga­ni­scher Stoffe und von Staub einhal­ten. Hohe und gesund­heit­lich bedenk­li­che Benzol­ge­halte, wie sie in einzel­nen Studien beim Druck- und Kopier­vor­gang gemes-sen wurden, würden damit vermie­den. Abschlie­ßend weist das BfR noch einmal auf die Empfeh­lun­gen der Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin zum Umgang mit Druckern, zur Anschaf­fung neuer und der nach­träg­li­chen Ausrüs­tung vorhan­de­ner Geräte sowie zu den Anfor­de­run­gen an den Aufstell­ort hin.
Weitere Infor­ma­tio­nen unter: www.bfr.bund.de
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