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Sicherer Stand in der Höhe

Hohes Unfallrisiko beim Arbeiten auf Leitern
Sicherer Stand in der Höhe

Das Arbeiten auf Anlegeleitern ist nur in Ausnahmefällen erlaubt. Foto: obs/BG Bau
Auf eine Leit­er zu steigen, erscheint vie­len harm­los. Doch wenn im Beruf oder in der Freizeit, zum Beispiel beim Häusle­bau, auf Leit­ern gear­beit­et wird, ver­läuft das nicht immer fol­gen­los: Allein die Beruf­sgenossen­schaft der Bauwirtschaft (BG BAU) reg­istri­ert jährlich rund 9.000 zum Teil schwere Leiterun­fälle. Deshalb gibt sie wichtige Tipps, wie Unfälle ver­mieden wer­den können.

BG Bau Hauptver­wal­tung Berlin Leitung Kom­mu­nika­tion Her­rn Bernd Kulow Hilde­gard­straße 29/30 10715 Berlin

In allen gewerblichen Branchen zusam­men gescha­hen im Jahr 2007 sog­ar mehr als 26.000 solch­er Unfälle. Wer eine Leit­er ein­set­zt, sollte auf hohe Qual­ität, Stand­sicher­heit und die eigene Kör­per­hal­tung acht­en. Auch dür­fen Leit­ern nur in Aus­nah­me­fällen als Arbeit­splätze genutzt wer­den, etwa wenn andere Arbeitsmit­tel wie Gerüste oder Arbeit­splat­tfor­men nicht ver­füg­bar sind.
Stürze von der Leit­er sind häu­fig schwere Unfälle. Schmerzhafte Prel­lun­gen, Gehirn­er­schüt­terun­gen oder Knochen­brüche sind typ­is­che Ver­let­zun­gen. „Das bedeutet meist Schmerzen und zieht lange Kranken- und Aus­fal­lzeit­en nach sich“, erk­lärt Rain­er Prestin, Vor­standsvor­sitzen­der der BG BAU. Kosten für die Ver­sichertenge­mein­schaft in Höhe ein­er sechsstel­li­gen Euro­summe pro Fall, etwa für Heil­be­hand­lung, Reha­bil­i­ta­tion und Renten, sind keine Sel­tenheit. Die BG BAU gibt daher Tipps zum richti­gen Ver­hal­ten bei der Arbeit auf Leitern.
„Selb­stver­ständlich sind nur solche Leit­ern zu ver­wen­den, die entsprechend ihrer Bauart für die jew­eils notwendi­ge Arbeit geeignet sind und sich in gutem Zus­tand befind­en“, sagt Prestin. Ein Sturz sei pro­gram­miert, wenn man sich bei der Arbeit seitlich zu stark hinüber­lehne, statt die Leit­er umzustellen. „Beschäftige müssen immer mit bei­den Füßen auf der Leit­er ste­hen“, so Prestin.
Eine häu­fige Unfal­lur­sache ist der Trans­port von Gegen­stän­den: Glüh­bir­nen, Pin­sel oder Werkzeuge soll­ten am besten in ein­er Umhänge­tasche getra­gen wer­den, damit man sich­er ste­ht und sich fes­thal­ten kann. Um nicht zu stolpern, müssen Kabel von elek­trischen Geräten seitlich an der Leit­er ent­lang geführt und soll­ten nicht über die Tritte oder die Stand­fläche gezo­gen wer­den. Außer­dem dür­fen bei der Arbeit keine Mate­ri­alien wie Säuren, Lau­gen oder Heißbi­tu­men ver­wen­det wer­den, von denen eine zusät­zliche Gefahr ausgeht.
Wie Prestin zudem betont, sollen Anlegeleit­ern nur dazu genutzt wer­den, um höher oder tiefer gele­gene Arbeit­splätze zu erre­ichen. Lediglich bei Tätigkeit­en, die nicht länger als zwei Stun­den dauern, kön­nen sie Gerüste oder Arbeits­büh­nen erset­zen. Arbeit­en auf Anlegeleit­ern sind nur aus­nahm­sweise erlaubt, wenn sich der Stand­platz nicht höher als sieben Meter über dem Boden oder ein­er tragfähi­gen Fläche befind­et. Auf der Leit­er benutzte Werkzeuge oder Mate­r­i­al dür­fen nicht mehr als zehn Kilo­gramm wiegen und es soll­ten keine Gegen­stände mit ein­er Win­dan­griffs­fläche von über einem Quadrat­meter mit­ge­führt wer­den. Darüber hin­aus dür­fen Stehleit­ern nicht als Anlegeleit­ern benutzt wer­den, da sie zusam­mengeklappt beim Besteigen nach hin­ten wegrutschen kön­nen. Die Stand­fläche ein­er Stehleit­er ist nur aufgeklappt sich­er. Die vorgeschriebe­nen, regelmäßi­gen Unter­weisun­gen der Mitar­beit­er tra­gen eben­falls zu mehr Sicher­heit bei Leit­er­ar­beit­ern bei. Grund­lage dafür sind die auf der Leit­er ange­bracht­en Pik­togramme sowie zusät­zliche Empfehlun­gen der Her­steller, ver­füg­bar über deren Home­page im Internet.
Weit­ere Infor­ma­tio­nen erhal­ten Sie unter www.bgbau-medien.de, Rubrik: Vorschriften/Regeln sowie in der Hand­lungsan­leitung für den Umgang mit Leit­ern und Trit­ten (BGI 694).
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