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So können Sie den Körper entlasten

Langes Stehen im Beruf
So können Sie den Körper entlasten

Das tut den Füßen gut. Legen Sie in Pausen ruhig mal die Beine hoch. Foto: StefanieB. - Fotolia.com
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Der men­schliche Kör­p­er ist auf Bewe­gung aus­gerichtet. Wer im Beruf oft lange ste­hen muss, belastet seine Muskeln, Gelenke und Wirbel­säule zu ein­seit­ig. So entste­hen Verspan­nun­gen, die zu chro­nis­chen Schmerzen führen kön­nen. Durch ver­schiedene Maß­nah­men lässt sich die Arbeit im Ste­hen jedoch erle­ichtern, teilt die Beruf­sgenossen­schaft für Gesund­heits­di­enst und Wohlfahrt­spflege (BGW) mit.

Langes Ste­hen ermüdet die Musku­latur, die nor­maler­weise das Kör­pergewicht trägt. Wenn die Grundspan­nung der stützen­den Muskeln nach­lässt, übernehmen Gelenke, Bän­der und Band­scheiben diese Auf­gabe. „Dafür sind sie jedoch gar nicht kon­stru­iert“, erk­lärt Ilka Graup­n­er von der BGW. „Die Band­scheiben zum Beispiel sollen eigentlich für eine opti­male Beweglichkeit der Wirbel­säule sor­gen. Ist die Rück­en­musku­latur aber zu schwach, müssen sie ver­mehrt als Puffer her­hal­ten und die fehlende Stütz­funk­tion der erschlafften Muskeln aus­gle­ichen“, so die Rück­en­ex­per­tin. Das führt häu­fig zu Schmerzen.
„Wer viel ste­hen muss, sollte sich deshalb so oft wie möglich zwis­chen­durch bewe­gen“, rät Graup­n­er. Das aktiviert die Muskeln und mobil­isiert die Wirbel­säule sowie die Gelenke.
Bewe­gung ist auch für die Blutzirku­la­tion in den Beinen wichtig. Bei langem Ste­hen sam­melt sich Blut in den Bein­ve­nen. Diese schwellen an, das Blut fließt schlechter zurück, es bilden sich Kramp­fadern. Zudem belastet Ste­hen die Füße: Weil deren Muskeln zu wenig aktiviert wer­den, lastet das Gewicht auf den Bän­dern und Fußge­lenken. Mit der Zeit flacht das Fußgewölbe ab, eine Fehlstel­lung entste­ht – wie etwa der Bal­len­zeh oder ein Spreiz‑, Senk- oder Plattfuß.
Ein zusät­zlich­es Risiko tra­gen Frauen: Das Ste­hen übt Druck auf den Bauch- und Beck­en­bo­den aus. Ist die Musku­latur zu schwach, müssen auch hier die Bän­der und das Gewebe die Stütz­funk­tion übernehmen. Auf Dauer kön­nen sich so die inneren Organe absenken.
Die BGW gibt fol­gende Tipps für den Arbeit­sall­t­ag in Stehberufen:
Tech­nis­che Maßnahmen:
  • Ste­hhil­fen nutzen, auf denen man halb sitzend, halb ste­hend arbeitet.
  • Auch ergonomis­che Boden­beläge oder Ste­har­beits­mat­ten aus elastis­chen Mate­ri­alien wirken entlastend.
Organ­isatorische Maßnahmen:
Möglichst zwis­chen ste­hen­den, bewegten und sitzen­den Tätigkeit­en abwech­seln – zum Beispiel durch Schreibtis­char­beit oder Erledi­gungs­gänge zwischendurch.
Per­sön­liche Maßnahmen:
  • Immer wieder die Hal­tung ändern – etwa einen Fuß auf eine Stufe oder Fußbank stellen, zwis­chen­durch mit den Füßen wip­pen, sich an eine Wand lehnen und den Rück­en fest dage­gen­drück­en, auch die untere Par­tie, um aus dem Hohlkreuz zu kommen.
  • In Pausen die Beine hochlegen.
  • Schuhe soll­ten flache Absätze, eine weiche Innen­sohle und die opti­male Pass­form haben.
  • Kom­pres­sion­sstrümpfe (auch für Män­ner) drück­en die Venen zusam­men, so dass das Blut bess­er zirkulieren kann.
  • Ergänzend emp­fiehlt sich ein Sport­pro­gramm in der Freizeit, etwa Wan­dern, Schwim­men, Joggen, Rad­fahren oder auch Kraft­train­ing, ins­beson­dere für die Rücken‑, Bein- und Beckenbodenmuskulatur
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