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Sonnenschutz für einen ganzen (Arbeits-)Tag

Forschungsprojekt zu optimierter Arbeitskleidung
Sonnenschutz für einen ganzen (Arbeits-)Tag

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Son­nen­creme war gestern, UV-Schutzk­lei­dung ist heute – aus medi­zinis­ch­er Sicht bietet die richtige Klei­dung umfassenderen Schutz vor den Gefahren der Sonne als Cremes. Den­noch scheuen viele Men­schen, die sich berufs­be­d­ingt viele Stun­den im Freien aufhal­ten, wie zum Beispiel Bauar­beit­er, Gärt­ner, Land­wirte, Ord­nungskräfte, Gebäud­ere­iniger oder Kell­ner, die Nutzung spezieller UV-Schutzkleidung.

Hohen­stein Lab­o­ra­to­ries GmbH & Co. KG Unternehmen­skom­mu­nika­tion Frau Rose Marie Riedl Schloss Hohen­stein 74357 Boennigheim

„Arbeit­sklei­dung mit UV-Schutz muss vielfach wieder­auf­bere­it­bar sein – aus diesem Grund gab es diese bish­er nur aus robustem Gewebe, worin man sich ger­ade bei kör­per­lich­er Anstren­gung schnell unwohl fühlt“, so Dr. Boris Bauer. Als Pro­jek­tleit­er an den Hohen­stein Insti­tuten in Bön­nigheim beschäftigt er sich derzeit mit der Entwick­lung von Arbeit­sklei­dung, die aus­re­ichen­den UV-Schutz für einen gesamten (Arbeits-)Tag bietet und gle­ichzeit­ig phys­i­ol­o­gisch opti­miert ist. Das heißt, sie soll beson­ders atmungsak­tiv sein und sich wie leichte Freizeitk­lei­dung tragen.
„Dass jede Klei­dung aus­re­ichend Son­nen­schutz bietet, ist ein weit ver­bre­it­eter Irrtum“, so Dr. Bauer: „Je nach Faser­art, Dicke, Ober­fläche, Struk­tur und Farbe des Tex­tils fällt der UV-Schutz­fak­tor sehr unter­schiedlich aus. Unser Ziel ist es Arbeit­sklei­dung zu entwick­eln, die sich optisch und funk­tionell an gängiger Arbeits- oder auch Freizeitk­lei­dung ori­en­tiert, aber zusät­zliche Funk­tion­al­itäten wie den hohen UV-Schutz und guten Tragekom­fort bietet. Erst wenn alle diese Aspek­te miteinan­der vere­int sind, wer­den auch mehr Men­schen diese Klei­dung in ihren Arbeit­sall­t­ag inte­gri­eren und sich damit vor den neg­a­tiv­en Fol­gen der UV-Strahlung schützen.“
Diesem Ziel haben sich die Forsch­er mit den ersten Funk­tion­s­mustern bere­its sehr angenähert: die Lan­garm-Shirts weisen einen UV-Schutz­fak­tor (UPF) von 80 in beson­ders exponierten Bere­ichen wie den Schul­tern auf. Das dort ver­ar­beit­ete Gewebe bietet aber nicht nur hohen UV-Schutz, son­dern es ist extrem stra­pazier­fähig. Das im Rück­en- und Ärmel­bere­ich einge­set­zte Gestricke ermöglicht auf­grund sein­er elastis­chen Eigen­schaften ein komfortables
An- und Ausziehen des Shirts und bietet gle­ichzeit­ig eben­falls einen UV-Schutz­fak­tor (UPF) von 80. Auf­grund der Schnit­tführung und ver­wen­de­ten tex­tilen Mate­ri­alien ver­fü­gen die Funk­tion­s­muster zudem über hohen Tragekom­fort. So befind­en sich unter den Achseln und im Bauch­bere­ich spezielle Tex­til­zo­nen, die mit Hin­blick auf eine ver­mehrte Schweißpro­duk­tion ther­mo­phys­i­ol­o­gisch und haut­sen­sorisch opti­miert wurden.
Eine beson­dere Her­aus­forderung stellt laut Dr. Bauer die Pfleg­barkeit der opti­mierten Arbeit­sklei­dung dar: „Bei Auswahl der kom­binierten Mate­ri­alien und deren Ver­ar­beitung müssen wir darauf acht­en, dass diese sich nicht nur in der Haushaltswaschmas­chine, son­dern auch unter den mech­a­nisch und ther­misch anspruchsvollen Bedin­gun­gen der gewerblichen Wäscherei auf­bere­it­en lassen. An diesem Aspekt arbeit­en wir bei unseren Funk­tion­s­mustern im Moment noch mit Hochdruck.“

UV-Schutzfaktor UPF
Der UV-Schutz­fak­tor (UPF, Ultra­vi­o­let Pro­tec­tion Fac­tor) gibt an, wie viel länger der Nutzer von Son­nen­schutz­tex­tilien oder der Träger von UV-Schutzk­lei­dung sich in der Sonne aufhal­ten kann, ohne Hautschä­den davonzu­tra­gen. Der UPF ist iden­tisch mit dem Son­nen- bzw. Lichtschutz­fak­tor von Son­nen­cremes (SPF oder LSF). Berech­nungs­grund­lage ist bei bei­den Angaben die so genan­nte Eigen­schutzzeit der Haut, die allerd­ings je nach indi­vidu­ellem Haut­typ stark vari­iert. Die Haut ein­er Per­son vom Haut­typ I etwa, mit roten oder blonden Haaren, blauen Augen und sehr hellem Teint, hat eine Eigen­schutzzeit von unge­fähr fünf bis zehn Minuten. Set­zt eine solche Per­son sich länger ungeschützt der prallen Sonne aus, riskiert sie einen gefährlichen Son­nen­brand. Geschützt von einem tex­tilen Mate­r­i­al mit UPF 60 kann diese Per­son ihre Ver­weil­dauer in der Sonne um das Sechzig­fache ver­längern, ohne Hautschädi­gun­gen zu provozieren, das heißt auf max­i­mal 5 bis 10 Stunden.
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