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Ungenügende Sicherheit bei vielen Fernost-Produkten

Marktüberwachungsbehörde, VDE, Zoll und ZVEI agierten gemeinsam
Ungenügende Sicherheit bei vielen Fernost-Produkten

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Tech­nis­che Män­gel viel­er Leucht­en- oder Leuchten­zube­hör­pro­duk­te aus Fer­nost kön­nen für den Ver­brauch­er erhe­bliche Gefahren darstellen. Zu diesem Schluss kam die „Messekom­mis­sion Pro­duk­t­sicher­heit“ nach ein­er auf der Messe ‚Light+Building’ in Frank­furt am Main durchge­führten Mark­tüberwachungsak­tion. Zwar hat sich die tech­nis­che Qual­ität der Exponate durch ver­stärk­te Mark­tkon­trollen gegenüber der let­zten Messe ‚Light+Building’ im Jahr 2006 verbessert, den­noch stellte die Kom­mis­sion eine hohe Unken­nt­nis viel­er Fer­nos­tan­bi­eter über die Sicher­heit­san­forderun­gen in der EU fest. Die Aussteller wur­den aufge­fordert, unverzüglich die tech­nis­chen Unzulänglichkeit­en nachzubessern. Bei eini­gen hat die Mark­tüberwachungs­be­hörde durch Hin­weiss­childer Einkäufer darüber informiert, dass diese Pro­duk­te derzeit nicht in der Europäis­chen Union ver­trieben wer­den dürfen.

Durch die Kürze der Zeit kon­nten bei den ca. 400 Fer­nost-Ausstellern die Pro­duk­te nicht im Detail unter­sucht wer­den. Stich­proben ergaben bei etlichen Leucht­en fehlende Schut­zleit­erkon­tak­te, bei Lam­p­en­fas­sun­gen waren beim Lam­p­en­wech­sel strom­führende Teile zugänglich oder die angegebe­nen Schutzarten waren oft auf den ersten Blick in Frage zu stellen. Etliche Spielzeu­gleucht­en waren nicht mit einem sep­a­rat­en Betrieb­s­gerät verse­hen, son­dern kon­nten – ver­boten­er­weise – direkt an das strom­führende Netz angeschlossen wer­den. Für Kinder stellt dies ein beson­deres Gefährdungspoten­zial dar.
Es wur­den nach wie vor Vorschalt­geräte ange­boten, die bere­its seit 2002 nicht mehr in der EU ver­trieben wer­den dür­fen. Diese sind zwar bil­lig, ver­brauchen aber sehr viel Strom. Der Ver­brauch­er kann z. B. beim Kauf ein­er preiswerten Feuch­traum­leuchte nicht fest­stellen, welch­es Vorschalt­gerät in diesen oft­mals sehr bil­li­gen Leucht­en einge­baut ist.
Bei den auf der Light+Building gezeigten Pro­duk­ten der Fer­nost-Anbi­eter fehlte bei ca. der Hälfte der gezeigten Pro­duk­te die CE-Kennze­ich­nung. Bei den Ausstellern dieser Exponate hat die Mark­tüberwachungs­be­hörde durch Hin­weiss­childer den Ver­brauch­er oder Einkäufer darüber informiert, dass diese Pro­duk­te derzeit nicht in der Europäis­chen Union ver­trieben wer­den dür­fen. Die ZVEI-Experten weisen darauf hin, dass eine CE-Kennze­ich­nung kein Qual­ität­sze­ichen ist, wie dies von vie­len Ver­brauch­ern wahrgenom­men wird. Der EU-Kon­for­mität­snach­weis, der durch die CE-Kennze­ich­nung von dem Inverkehrbringer bere­itzuhal­ten und auf Anfrage der Mark­tüberwachungs­be­hörde vorzule­gen ist, bestätigt lediglich, dass alle erforder­lichen EU-Vorschriften einge­hal­ten werden.
In etlichen Fällen waren in den gezeigten EU-Kon­for­mität­serk­lärun­gen schon lange nicht mehr gültige Nor­men aufge­führt. Man kann davon aus­ge­hen, dass viele der gezeigten Pro­duk­te bei ein­er genaueren Prü­fung die CE-Kennze­ich­nung nicht tra­gen dürften. Eben­falls wurde der Miss­brauch von Qual­ität­sze­ichen festgestellt.
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