Verkehrssicherheit – ein wichtiger Baustein der Vision Zero. Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher!“ -
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Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher!“

Verkehrs­si­cher­heit – ein wich­ti­ger Baustein der Vision Zero

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„Unter­wegs – aber sicher!“ – so lautet das Motto des Wett­be­werbs zur betrieb­li­chen Verkehrs­si­cher­heit, bei dem alle zwei Jahre inno­va­tive Projekte ausge­zeich­net werden. Der VDSI – Verband für Sicher­heit, Gesund­heit und Umwelt­schutz bei der Arbeit – prämiert gemein­sam mit dem Deut­schen Verkehrs­si­cher­heits­rat (DVR) heraus­ra­gende Lösun­gen für mehr Sicher­heit. Die Voraus­set­zung ist, dass diese nach­hal­tig zu weni­ger Wege­un­fäl­len, Schulwege‐ und Dienst­we­ge­un­fäl­len bzw. Unfäl­len im inner­be­trieb­li­chen Trans­port und Verkehr geführt haben. Wir spra­chen mit Prof. Dr. Rainer von Kipar­ski, dem Vorstands­vor­sit­zen­den des VDSI.

VDSI und DVR haben 2015 bereits zum zwei­ten Mal den Wett­be­werb „Unter­wegs – aber sicher!“ ausge­schrie­ben. Welche Moti­va­tion steht hinter dem Enga­ge­ment Ihres Verbands?

Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Zwar ist die Zahl der melde­pflich­ti­gen Wege‐ und Schul­un­fälle rück­läu­fig (Anm. d. Red: siehe Kasten). Dennoch gibt der VDSI keine Entwar­nung, denn jeder im Stra­ßen­ver­kehr oder bei der Arbeit getö­tete oder verletzte Mensch ist einer zu viel. Eine alar­mie­rende Entwick­lung zeigt sich beson­ders bei den vielen Unfäl­len, die auf Termin‐ und Leis­tungs­druck zurück­zu­füh­ren sind. Zudem ist das Thema Verkehrs­si­cher­heit ein wich­ti­ger Baustein der Vision Zero, die wir weiter bekannt machen und umset­zen wollen: Kein Mensch soll im Stra­ßen­ver­kehr oder bei der Arbeit getö­tet oder so schwer verletzt werden, dass er lebens­lange Schä­den davon­trägt.
Es gilt also konti­nu­ier­lich auch die Verkehrs­si­cher­heit zu verbes­sern, um der Vision näher zu kommen?
Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Genau. Wir sehen es als einen Erfolg der gemein­sa­men Anstren­gun­gen, dass dieser Gedanke bereits in der Poli­tik ange­kom­men ist. So hat die Vision Zero mit Doro­thee Bär, der Staats­se­kre­tä­rin im Bundes­mi­nis­te­rium für Verkehr und digi­tale Infra­struk­tur, eine promi­nente Fürspre­che­rin.
Was soll der Wett­be­werb bewir­ken?
Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Aus den Einrei­chun­gen entsteht eine Samm­lung von Good‐Practice‐Beispielen, die auf andere Unter­neh­men über­trag­bar sind. Damit wollen wir einer­seits zum Nach­ah­men moti­vie­ren, aber auch den Gewinner‐innen und Gewin­nern Anreiz geben, den einge­schla­ge­nen Weg weiter zu verfol­gen.
Die Verkehrs­si­cher­heit ist ja nur selten das Kern­ge­schäft der Unter­neh­men …
Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Aus diesem Grund rücken wir das Thema in das Bewusst­sein der Verant­wort­li­chen. Wich­tig ist zu verste­hen, dass Arbeit­ge­be­rin­nen und Arbeit­ge­ber damit auch eine Wert­schät­zung gegen­über ihren Ange­stell­ten ausdrü­cken – mit viel­fäl­ti­gen posi­ti­ven Effek­ten. Es erhöht sich hier­durch nicht nur die Attrak­ti­vi­tät des Unter­neh­mens bei der Gewin­nung von Fach­leu­ten, auch die Moti­va­tion der Beleg­schaft steigt. Und nicht zuletzt lässt sich mit dem Thema Verkehrs­si­cher­heit eine posi­tive Haltung für den Wert siche­rer Arbeit vermit­teln und leben.
Wie lief das Verfah­ren bei der Wahl der Gewin­ner­pro­jekte?
Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Die Jury aus Fach­leu­ten des VDSI und des DVR sowie aus Indus­trie und Medien tagte in unse­rer Wies­ba­de­ner Geschäfts­stelle, um die ersten drei Plat­zie­run­gen unter den rund 30 Einrei­chun­gen zu ermit­teln. Dabei bewer­te­ten sie unter ande­rem Nach­hal­tig­keit, Effi­zi­enz und Krea­ti­vi­tät der Projekte. Ein wich­ti­ges Krite­rium war die Schutzwir‐kung des Konzepts – beson­ders wurde aller­dings seine Krea­ti­vi­tät gewich­tet.
Wir stel­len auf den folgen­den Seiten die Gewin­ne­rin­nen und Gewin­ner der drei ersten Plätze vor. Sicher­lich gab es darüber hinaus weitere inter­es­sante Einrei­chun­gen?
Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Ja. Schon die erste Ausschrei­bung im Jahr 2013 hat uns gezeigt, wie viel­fäl­tig wirk­sa­mer Unfall­schutz ausse­hen kann. Auch dieses Mal fiel es der Fach­jury nicht leicht, unter den krea­ti­ven Einsen­dun­gen die Siege­rin­nen und Sieger zu ermit­teln. Da aber nicht jeder Beitrag einen der drei ersten Plätze bele­gen kann, haben wir unter allen Teil­neh­me­rin­nen und Teil­neh­mern außer­dem zehn Gutscheine für ein Fahr­si­cher­heits­trai­ning verlost.
Über welche Preise konn­ten sich die Gewin­ne­rin­nen und Gewin­ner freuen?
Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Für den ersten Platz wurde ein Preis von 3.000, für den zwei­ten 2.000 und für den drit­ten 1.000 Euro verge­ben.
Was können Sie über die Preis­ver­lei­hung selbst berich­ten?
Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Sie fand Ende Okto­ber auf der A+A in Düssel­dorf statt. Wir haben uns über die große Reso­nanz des Fach­pu­bli­kums und der Presse gefreut. Die Gewin­ner­teams wuss­ten zwar, dass sie nomi­niert sind – nicht jedoch, welchen Platz sie erzielt haben. Damit blieb dann die Span­nung bis zur Prämie­rung erhal­ten.
Wann star­ten Sie mit dem nächs­ten Wett­be­werb?
Prof. Dr. R. von Kipar­ski: Auftakt ist die Fach­ver­an­stal­tung „Verkehrs­si­cher­heit – (k)ein Thema im Unter­neh­men?!“ der BG ETEM, die am 19. und 20. April 2016 am Nürburg­ring statt­fin­det. Dort werden wir, zusam­men mit dem DVR, mit einem Info­stand vertre­ten sein. Hier können sich die Besu­che­rin­nen und Besu­cher über den Wett­be­werb infor­mie­ren. Die Anmel­de­un­ter­la­gen für 2017 werden ab dann verfüg­bar sein. Wir laden nicht nur die Einrei­che­rin­nen und Einrei­cher des vergan­ge­nen Jahres ein, an unse­rem Wett­be­werb teil­zu­neh­men, sondern auch ausdrück­lich Ihre Lese­rin­nen und Leser!
Das Gespräch führte Dipl.-Ing. Andrea Stickel, Jour­na­lis­tin für Tech­nik und Wissen­schaft (BJV)
Weitere Infor­ma­tio­nen zum Wett­be­werb:
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