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Von der Pike auf

Arbeitsschutz bei der Daimler AG in Mannheim
Von der Pike auf

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Arbeitss­chutz, das bedeutet im Mannheimer Motoren­werk und der hun­dert­prozenti­gen Tochter EvoBus der Daim­ler AG nicht nur Hil­festel­lun­gen im Betrieb, wenn’s mal nicht rund läuft. Hier sollen die Mitar­beit­er den Gedanken leben. Und das fängt schon beim Nach­wuchs an. So stand am werk­seige­nen Tag des Sicher­heits­beauf­tragten auch er, neben den Sicher­heits­beauf­tragten natür­lich selb­st, im Zen­trum.

Der 3. Feb­ru­ar war im großen Mannheimer Werk der Daim­ler AG den Sicher­heits­beauf­tragten gewid­met. Ein­ge­laden hat­te die werk­seigene Abteilung für Arbeitssicher­heit unter der Fed­er­führung von Dr. Stephan Bürkn­er. Gekom­men waren rund 200 Sicher­heits­beauf­tragte und Ver­ant­wortliche unter anderem aus dem Ideen­Man­age­ment und dem Werk­särztlichen Dienst. Mit von der Par­tie waren eben­so fünf Grup­pen à drei Auszu­bildende des Bere­ichs EVO. Sie standen eben­falls im Mit­telpunkt, denn ihre selb­st­ge­baut­en Kon­struk­tio­nen, die nun prämiert wer­den soll­ten, machen alle­samt den Arbeit­sall­t­ag bei Daim­ler effizien­ter und gesün­der.
Arbeitss­chutz von Grund auf
„Wir wollen, dass den Kol­le­gen der Gedanke an Sicher­heit bei der Arbeit in Fleisch und Blut überge­ht“, sagt Gün­ter Lin­ert, ein­er der Aus­bilder des Mannheimer Aus­bil­dung­steams. „Darauf beziehen wir schon früh unsere derzeit rund 370 Azu­bis mit ein.“ Lin­ert lässt sie regelmäßig an Wet­tbe­wer­ben teil­nehmen, in denen sie sich inten­siv mit dem The­ma Arbeitss­chutz befassen. Stolz berichtet er von den Preisen, die er mit seinen Jungs schon errun­gen hat, beispiel­sweise den „Safe­ty Team“-Award von 3M auf der ver­gan­genen A+A. Auch die Eule, Trophäe des Deutschen Jugend-Arbeitss­chutz-Preis­es (JAZ), ste­ht promi­nent auf der Fen­ster­bank seines Büros in der Aus­bil­dungswerk­statt. Der Vorschlag für den kom­menden JAZ-Preis ste­he bere­its fest: das Not­fall­man­age­ment „Safe­ty-Cir­cle“. Aber auch außer­halb der Wet­tbe­werbe befasst sich der Nach­wuchs im Werk Mannheim mit den Arbeits­be­din­gun­gen vor Ort.
Für die Pro­jek­te, die an diesem Tag des Sicher­heits­beauf­tragten aus­geze­ich­net wer­den soll­ten, hat­ten die Azu­biteams rund eine Woche Zeit. „Im Vorder­grund ste­hen die Verbesserung von Arbeitsabläufen, Gesund­heit der Mitar­beit­er und Sicher­heit am Arbeit­splatz“, umschreibt Lin­ert die Arbeit­sauf­gabe. „Die Kreativ­ität ist aber auch ein maßge­blich­es Kri­teri­um“, meint Franz-Dieter Thoma von der Beruf­sgenossen­schaft Holz und Met­all (BGHM). Er hat­te die Pro­jek­te im Vor­feld bew­ertet und war angereist, um die ver­schiede­nen Teams gebührend zu ehren.
Die Ergeb­nisse präsen­tierten sich größ­ten­teils als äußerst prax­is­na­he Lösun­gen, von der Atem­luft-verbessern­den Maschi­nen­ab­saugung über eine kör­per­scho­nende Hebevor­rich­tung für Busküh­lerk­lap­pen bis hin zum Som­mer-Win­ter­reini­gungswa­gen mit Ren­nap­peal. Aber auch The­o­retis­ches war im Ange­bot. So kon­nte sich der bere­its erwäh­nte „Safe­ty-Cicle“, ein Konzept für opti­mierte Abläufe bei betrieblichen Not­fällen, hier erst­mals bewähren.
Nach den Ausze­ich­nun­gen galt das Augen­merk ganz den Sicher­heits­beauf­tragten, die an diesem son­ni­gen und kühlen Feb­ru­artag in ihrer Funk­tion als Sprachrohr und Mit­tler im Sinne des Arbeitss­chutzes gewürdigt und informiert wer­den soll­ten. Auf die beson­deren Merk­male das Pro­jek­ts „Vitale Fab­rik“ mit seinen Vital­pro­gram­men, das „spovit“-Gesundheitszentrum und die bei­den werksin­ter­nen Fit­nesszen­tren ging Dr. Markus Hof­mann vom Werk­särztlichen Dienst ein und berichtete zufrieden von stark steigen­den Teil­nehmerzahlen. Der Leit­er des Ideen­Man­age­ments Klaus Eber­le hob her­aus­ra­gende Inno­va­tio­nen beispiel­sweise in der Lärm­re­duzierung und im Mate­ri­al­han­dling her­vor und betonte die hohe Zahl von 3,2 Vorschlä­gen pro Mitar­beit­er – jed­er zehnte Vorschlag davon aus dem Bere­ich Arbeitssicher­heit und Umwelt.
Und schließlich fasste der Stan­dortver­ant­wortliche des Motoren­werks Dr. Christoph Siegel nochmals das Rol­len­bild sein­er Zuhör­er zusam­men: Sicher­heits­beauf­tragte bei Daim­ler sind Rat­ge­ber für ihre Vorge­set­zten, fachkundi­ge Ansprech­part­ner für ihre Kol­le­gen und nicht zulet­zt festes Mit­glied der betrieblichen Arbeitss­chut­zor­gan­i­sa­tion. Dr. Siegel führte das Motiv weit­er fort: „Auch außer­halb des Werks liegt uns die Gesund­heit unser­er Mitar­beit­er am Herzen.“
Schutz drin­nen wie draußen
Ein­drück­lich­es Beispiel dafür ist eine Kam­pagne zur Verbesserung des Weges von und zur Arbeit. Das Daim­ler-Werk kooperiert hier unter anderem mit der Stadt Mannheim und dem Chemieriesen BASF. Zusam­men wollen sie die Anfahrtswege zu ihren Stan­dorten noch sicher­er machen. Alexan­der Ger­icke, Pro­jek­tver­ant­wortlich­er im Werk für die Reduk­tion von Wege­un­fällen spricht Details an: „Es geht beispiel­sweise darum, welche Routen mit dem Auto sich­er sind, wo welche Schlaglöch­er auf­tauchen, oder welche Gehwege im Win­ter eis­frei sind.“ Das Ver­ständ­nis der Mitar­beit­er für Gefahren­quellen, die sich in zahlre­ichen All­t­ags- sit­u­a­tio­nen ver­ber­gen, soll somit sen­si­bil­isiert wer­den: „Obwohl Frost ange­sagt ist, steigen zum Beispiel viele Kol­le­gen aufs Fahrrad. Das ist kein Wun­der, denn unsere Hallen liegen mit­ten im Wohnge­bi­et. Da ist das Fahrrad das ein­fach­ste und – nor­maler­weise auch – die schnell­ste Meth­ode, hier­hin zu kom­men.“
Und so gab es am Ende des Tages des Sicher­heits­beauf­tragten in Mannheim Fahrrad­helme für alle – ein Geschenk mit Sym­bol­w­ert. Die Kol­le­gen nahmen’s mit Freude ent­ge­gen.
Michael Köhm­st­edt
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