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Wandel und Anpassung

Antwort zum Leserbrief von Herrn Mittelstaedt
Wandel und Anpassung

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Her­rn Prof. Bern­hard Tenck­hoff Erich-Klausen­er-Str. 8 48346 Ost­bev­ern Her­rn Sil­vester Sieg­mann Ther­beck­en­ring 10 45359 Essen

Sehr geehrter Kol­lege Mittelstaedt,
nichts ist steter als der Wan­del. Genau­so wie sich die Struk­turen in den Betrieben den sich verän­dern­den Anforderun­gen des Mark­tes anpassen, genau­so müssen sich die Struk­turen der Organ­i­sa­tion des Arbeitss­chutzes anpassen. Es wird sich­er noch sehr lange die „klas­sis­chen Fachkräfte für Arbeitssicher­heit“ geben, aber eine nicht uner­he­bliche Zahl wird sich – bzw. tut es bere­its – weit­er­en­twick­eln hin zu „Man­agern für Sicher­heit und Gesund­heit“ oder sog­ar zu „Betrieb­ssicher­heits­man­agern“.
Wenn wir zukün­ftig in den Betrieben den Arbeitss­chutz in Form von Arbeitssicher­heits- und Gesund­heitss­chutz­man­age­ment-Sys­te­men betreiben, müssen wir mit den anderen Führungskräften im Betrieb auf Augen­höhe sprechen. Dazu ist die Entwick­lung hin zu „Man­agern für Sicher­heit und Gesund­heit“ zwin­gend nötig.
Unser eigentlich­es Kern­the­ma aber sind in unserem Beitrag und dieser Zeitschrift die Sicher­heits­beauf­tragten. Auf der einen Seite sind sie sicher­lich in Fra­gen von Arbeitssicher­heit und Gesund­heitss­chutz Bindeglied zwis­chen den Beschäftigten und den Führungskräften. Ihre weit­eren Ansprech­part­ner sind aber die Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzte. So fordert es ja eigentlich die derzeit­ige BGV A1 „Grund­sätze der Präven­tion“ in § 20 (2). Wenn diese sich nun entwick­eln hin zu „Man­agern für Sicher­heit und Gesund­heit“ sowie zu „Betrieblichen Gesund­heits­man­agern“, ist eine Entwick­lung der Sicher­heits­beauf­tragten inner­halb der Arbeitssicher­heits- und Gesund­heitss­chutz­man­age­ment-Sys­teme hin zu „Beauf­tragten für Sicher­heit und Gesund­heit“ eine weit­ere zwangsläu­fige Folge.
Wie sie ja auch fest­stellen, find­et man in vie­len Betrieben hoch motivierte Sicher­heits­beauf­tragte. Aber lei­der find­en sie nicht genü­gend Anerken­nung für ihre wichtige Auf­gabe. Auf Dauer führt das häu­fig zum Ver­lust der Moti­va­tion, was sehr bedauer­lich ist. Die Zeit ist ein­fach reif, den Sicher­heits­beauf­tragten die Anerken­nung zukom­men zu lassen, die sie sich ver­di­enen. Eine Aufw­er­tung ihrer Tätigkeit ist auf Dauer unbe­d­ingt nötig, wenn wir dieses riesige Poten­zial von Arbeitss­chutzex­perten in den Betrieben nutzen wollen. Dazu gehört es auch, dass der (zukün­ftige) Beauf­tragte für Sicher­heit und Gesund­heit von seinem derzeit reinen „Ehre­namt“ zu einem anerkan­nten ver­ant­wortlich täti­gen Spezial­is­ten vor Ort auf­steigt. Je höher das Anse­hen der Sicherheitsbeauftragten/Beauftragten für Sicher­heit und Gesund­heit im Betrieb ist, desto höher ist das Anse­hen von Sicher­heit und Gesund­heit im Betrieb! Das ist unser aller Ziel.
Mit besten Grüßen
Sil­vester Siegmann
Prof. Bernd Tenckhoff
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