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Was das Ohr nicht hören soll

BG BAU: Aktion gegen Lärm
Was das Ohr nicht hören soll

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An vie­len Arbeit­splätzen in der Bauwirtschaft und anderen Branchen ist es oft so laut, dass die Gesund­heit der Beschäftigten lei­det: Lärm­schw­er­hörigkeit ist die häu­fig­ste Beruf­skrankheit. Die Beruf­sgenossen­schaft der Bauwirtschaft (BG BAU) sprach am „Tag gegen Lärm“ bun­desweit in 15 Aus­bil­dungszen­tren 2000 junge Leute mit prak­tis­chen Aktio­nen direkt an. An ihren Arbeit­splätzen sind fünf Mil­lio­nen Beschäftigte schädi­gen­dem Lärm aus­ge­set­zt. Die gewerblichen Beruf­sgenossen­schaften zahlten 2007 fast 141 Mil­lio­nen Euro für 47.000 Lär­mgeschädigte. Langfristige Krankheitsver­läufe belas­ten die Beruf­sgenossen­schaften jedes Jahr erneut. Allein die BG BAU musste 2007 für Heil­be­hand­lun­gen, Reha­bil­i­ta­tio­nen und Renten Kosten von über 19 Mil­lio­nen Euro für 6.500 Lär­mgeschädigte auf­brin­gen. Fast die Hälfte aller Beruf­skrankheit­en in der Bauwirtschaft hat Hörschä­den als Ursache. In den kom­menden Jahren kann sich die Lage zus­pitzen, jed­er zweite bis dritte Jugendliche hat­te bere­its Prob­leme mit den Ohren, so eine Inter­net­be­fra­gung von „ear­ac­tion“, einem Pro­jekt der Fach­hochschule München. Auch eine Studie des bay­erischen Gesund­heitsmin­is­teri­ums ergab, dass fast 40 Prozent der Jugendlichen kein intak­tes Gehör mehr haben. Die Ärzte des Arbeitsmedi­zinis­che Dien­stes der BG BAU stellen häu­fig schon zu Beginn der Aus­bil­dung eine eingeschränk­te Hör­fähigkeit fest. Grund: Ger­ade Jugendliche set­zen sich oft lauter Musik aus. Nach arbeitsmedi­zinis­chen Stu­di­en schätzen drei Vier­tel aller Jugendlichen Laut­stärken zwis­chen 100 bis 120 Dez­i­bel (dB(A)) als unge­fährlich ein. Während des Aktion­stages informierten tech­nis­che Fach­leute und Arbeitsmedi­zin­er der BG BAU die Auszu­bilden­den prax­is­nah über Lär­mge­fahren in Beruf und Freizeit. Direkt an ihren Ler­norten erfuhren sie, dass der Lärm von Hand­kreis­sä­gen, Winkelschleifern und Elek­tro-Bohrhäm­mern über 85 dB(A) liegt.
Den Tag gegen Lärm nutzt die BG BAU aber auch, um das The­ma noch stärk­er in die Betriebe zu tra­gen. Dort hat der Arbeit­ge­ber tech­nis­che und organ­isatorische Maß­nah­men zu tre­f­fen. Die BG BAU berät die Unternehmen bei der betrieblichen Umset­zung der seit zwei Jahren gülti­gen Lärm- und Vibra­tions-Arbeitss­chutzverord­nung. Weit­ere Infor­ma­tio­nen unter:
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