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Worauf es ankommt

Gefahrstoffarbeitsplatz
Worauf es ankommt

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Gefährliche Stoffe umfüllen, damit kleben, reini­gen oder sie wiegen soll­ten Mitar­beit­er immer an einem Gefahrstof­far­beit­splatz. Er gewährleis­tet die sichere Rück­hal­tung der Gefahrstoffe und ver­hin­dert die Entste­hung ein­er explo­sions­fähi­gen Atmo­sphäre. Vor der Anschaf­fung eines solchen Arbeit­splatzes kön­nen Experten den Bedarf ermit­teln und die erforder­liche Tech­nik nennen.

Im pro­duzieren­den Gewerbe wird heute zunehmend mit gefährlichen Stof­fen gear­beit­et. Bei unsachgemäßer Anwen­dung oder Lagerung beste­ht ein erhe­blich­es Gefahren­poten­zial für Men­sch und Umwelt: Leichte Ent­flamm­barkeit, Explo­sion­s­ge­fahr, reizende, ätzende oder sog­ar kreb­ser­re­gende Eigen­schaften – dies sind nur einige der Risiken, die der Umgang schon bei kle­in­sten Men­gen mit sich bringt. Möcht­en Mitar­beit­er in einem Betrieb gefährliche Stoffe umfüllen, damit kleben, reini­gen oder diese wiegen, sollte das an einem Gefahrstof­far­beit­splatz erfol­gen. Die Gefahrstof­fverord­nung, Arbeitsstät­ten­verord­nung und Labor­richtlin­ien fordern, dass gefährliche Dämpfe und Gase an ihrer Aus­tritts- oder Entste­hungsstelle voll­ständig erfasst und ent­fer­nt wer­den müssen. Und zwar bevor sie zur Gefahr für Gesund­heit oder Umwelt wer­den. Bei Arbeit­en an einem Gefahrstof­far­beit­splatz wird die sichere Rück­hal­tung der Schad­stoffe durch die Kom­bi­na­tion aus Zu- und Abluft gewährleis­tet. Auch die Entste­hung ein­er explo­sions­fähi­gen Atmo­sphäre wird dadurch verhindert.

Opti­male Lufttechnik
Soweit die The­o­rie. Doch wie funk­tion­iert das in der Prax­is und welche Lösung ist für wen die richtige? Betra­chtet man beispiel­sweise einen asec­os Gefahrstof­far­beit­splatz wer­den hier im Front­bere­ich hohe Luft­geschwindigkeit­en gener­iert, die entste­hende oder vorhan­dene Schad­stoffe sofort an die Prall­wand im hin­teren Bere­ich trans­portieren. Dort sind Ansaugschlitze ange­bracht, welche die Gefahrstoffe an das Abluft­sys­tem weit­er­leit­en. Generell gilt: Ein Gefahrstof­far­beit­splatz muss an eine geeignete bau­seit­ige Abluftan­lage angeschlossen wer­den. Eine zusät­zliche Sicher­heit gewährleis­tet die bei den asec­os Gefahrstof­far­beit­splätzen serien­mäßig einge­baute luft­tech­nis­che Überwachung. Per Druckmes­sung wird hier­bei die Luft­menge im Zu- und Abluftschacht kon­trol­liert. Sobald definierte Abwe­ichun­gen von einem fest­gelegten Soll­w­ert auftreten, wird dies sowohl durch ein optis­ches als auch ein akustis­ches Sig­nal angezeigt.
Tat­säch­lich­er Bedarf entscheidend
Vor der Anschaf­fung eines Gefahrstof­far­beit­splatzes lohnt es sich, Experten­rat einzu­holen. Neben den tech­nis­chen Details ermit­telt dieser auch den Bedarf. Beispiel­sweise sollte abgek­lärt wer­den, wie viele und welche Medi­en langfristig betra­chtet, also auch unter Berück­sich­ti­gung von Änderun­gen der Pro­duk­tion­s­abläufe, benötigt wer­den. Neben der serien­mäßi­gen Ver­sorgung kön­nen zusät­zliche Medi­en bestellt wer­den. Auch das geeignete Mate­r­i­al der Arbeits­fläche hängt vom Ein­satz ab. Je nach Anforderung gibt es melam­in­harzbeschichtete Spezial­w­erk­stoff-Arbeits­flächen zum mech­a­nis­chen Schutz der Werk­stücke, Edel­stahl-Arbeits­flächen, die resistent gegen Lösemit­tel und pflegele­icht sind oder Min­er­al­w­erk­stoff­plat­ten. Ger­ade Let­ztere bieten eine hohe ther­mis­che Beständigkeit. Beim Untergestell sollte berück­sichtigt wer­den, ob mehr im Sitzen oder eher im Ste­hen gear­beit­et wird.
Und son­st: Licht, Schränke, etc.
Aber auch bei der Ausstat­tung eines Gefahrstof­far­beit­splatzes gibt es Sicher­heit­saspek­te, die bei der Wahl der geeigneten Lösung entschei­dend sind. So bieten trans­par­ente Seit­en­scheiben mehr Hel­ligkeit. Und eine Beleuch­tung, die blend­frei ange­ord­net ist, gewährt einen opti­malen Lichte­in­fall. Oft überse­hen, aber eigentlich selb­stver­ständlich: Auch die Steck­dosen soll­ten am besten durch Klap­pen vor Staub und Flüs­sigkeit­en geschützt sein.
Wer an einem Gefahrstof­far­beit­splatz häu­fig mit den gle­ichen Stof­fen hantieren muss, möchte diese ide­al­er­weise auch nah am Arbeit­splatz lagern. Her­steller haben mit Unter­bauschränken auf diesen Bedarf reagiert. Hier kön­nen unter anderem brennbare Flüs­sigkeit­en sofort nach dem Gebrauch geset­zeskon­form und effizient gelagert wer­den. Im Fall der Fälle sind brennbare Flüs­sigkeit­en in speziellen feuer­wider­stands­fähi­gen Sicher­heitss­chränken vor Hitze und Flam­men 90 Minuten geschützt. Dies hat natür­lich neben der hohen Sicher­heit auch den pos­i­tiv­en Effekt, dass kost­bar­er Raum ges­part wird und dass lange Wegezeit­en für die Mitar­beit­er ent­fall­en. „Generell gilt, möglich ist vieles. Was aber den indi­vidu­ellen Bedürfnis­sen eines Unternehmens entspricht, sollte mit Experten abgek­lärt wer­den“, so Wal­ter Bolik, Pro­dukt Man­ag­er Lüf­tung­stech­nik der asec­os GmbH.
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