Startseite » Sicherheit » Arbeitsschutzorganisation »

Arbeitsschutz und demografischer Wandel

Was tragen Fachkräfte für Arbeitssicherheit und Betriebsärzte zur Fachkräftesicherung bei? Teil 2
Arbeitsschutz und demografischer Wandel

Anzeige
Der demografis­che Wan­del führt dazu, dass viele ältere Beschäftigte in Unternehmen tätig sind und die Zahl der Fachkräfte auf­grund der niedri­gen Geburten­rat­en abn­immt. Es wird also immer wichtiger, geeignete Arbeits­be­din­gun­gen zu schaf­fen, die die Leis­tungs­fähigkeit und Gesund­heit der Älteren erhal­ten und Fachkräfte ansprechen. Im ersten Teil dieses Beitrags wurde ver­mit­telt, welche Möglichkeit­en Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzte haben, um das The­ma im Betrieb zu platzieren (Sicher­heitsin­ge­nieur, Aus­gabe 4/2015). Der Ver­band für Sicher­heit, Gesund­heit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. (VDSI) und weit­ere Insti­tu­tio­nen bieten Instru­mente an, mit denen sich die aus dem demografis­chen Wan­del resul­tierende Poten­ziale für den Arbeitss­chutz nutzen lassen. Welche Hand­lung­shil­fen das sind, wird im fol­gen­den Beitrag vorgestellt.

Katrin Zit­t­lau, Karl­heinz Kalen­berg, Dr. Klaus Große

Im Rah­men des Förder­schw­er­punk­tes „Inno­va­tions­fähigkeit im Demografis­chen Wan­del“, gefördert durch das Bun­desmin­is­teri­um für Bil­dung und Forschung, beschäftigte sich das Ver­bund­pro­jekt Präven­tion und Demografie (präde­mo – siehe Kas­ten) mit der Entwick­lung von Möglichkeit­en zur prak­tis­chen Beratung der Arbeit­ge­ber in Klein- und Mit­tel­ständis­chen Unternehmen (KMU) zum demografis­chen Wan­del durch ver­schiedene Berater­grup­pen. Hierzu zählen nicht nur Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzte, son­dern auch Berater der Krankenkassen, Kam­mer­ber­ater, Unternehmens­ber­ater oder Berater der Beruf­sgenossen­schaften. Die Beratung zum demografis­chen Wan­del erfordert Kom­pe­ten­zen in vie­len Unternehmens­bere­ichen. Daher trägt jede Berater­gruppe etwas zur Bewäl­ti­gung und erfol­gre­ichen Gestal­tung des demografis­chen Wan­dels für die Betriebe bei.
Am Anfang des Pro­jek­tes präde­mo (www.praedemo.de) stand die Frage nach der bish­eri­gen Sen­si­bil­isierung und Etablierung des The­mas in der Prax­is. Eine Umfrage unter Arbeitss­chutzber­a­terin­nen und ‑beratern ergab, dass die Demografieber­atung eine große oder sehr große Rolle spielt. Rund zwei Drit­tel der Befragten haben ein großes oder sehr großes Inter­esse, sich mit diesem The­ma zu befassen. Die Befra­gung zeigte aber auch, dass sich die befragten Per­so­n­en dabei eine bessere Unter­stützung durch ihre eige­nen Organ­i­sa­tio­nen wün­schen.
An diesem Punkt set­zt das Pro­jekt präde­mo an. Ziel war es, Hand­lungsan­leitun­gen für die Prax­is zu erar­beit­en, die aus­re­ichende Infor­ma­tio­nen zur Selb­sthil­fe bei der Beratung in Unternehmen zum demografis­chen Wan­del bieten kön­nen. Konkrete Ziele waren:
  • Berater der einzel­nen Berater­felder sollen befähigt wer­den (Wis­sensver­mit­tlung), das The­ma Demografie in ihre alltägliche Beratung zu inte­gri­eren, ohne dies als Son­derthe­ma zu sehen (sehr wohl aber als neue Dien­stleis­tung).
  • Berater sollen die Ange­bote der anderen Berater­felder zur Demografieber­atung ken­nen ler­nen.
  • Berater sollen motiviert wer­den, mit den anderen Berater­feldern im The­ma Demografie zu kooperieren, um KMU ganzheitlich und den Möglichkeit­en entsprechend berat­en zu kön­nen.
Die Ergeb­nisse sind sowohl die Fact­sheets als auch die Konzep­tion und Umset­zung der Qual­i­fizierung „Kom­pe­tenz in der Demografieber­atung“.
Ins­ge­samt wur­den 57 präde­mo-Fact­sheets zu allen rel­e­van­ten The­men der Demografieber­atung erar­beit­et. Beispiele sind Arbeit­ge­ber­at­trak­tiv­ität, Arbeit­szeit­mod­elle, Cor­po­rate Social Respon­si­bil­i­ty (CSR), ergonomis­che Arbeit­splatzgestal­tung, Gefährdungs­beurteilung, Organ­i­sa­tion­sen­twick­lung, Per­son­al­strate­gie oder Unternehmen­skul­tur und Werte. Für Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzte sind nicht alle, son­dern spezielle Fact­sheets in der Beratung rel­e­vant. Über­raschend war jedoch das Ergeb­nis, dass zu vie­len The­men der Fact­sheets die Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzte etwas beitra­gen kön­nen.
Die Fact­sheets liefern zunächst grundle­gende Infor­ma­tio­nen zum The­ma, stellen dann konkrete Hand­lungsan­sätze vor, erläutern Ein­stiegs­fra­gen und Kom­pe­ten­zen, die die ver­schiede­nen Berater zum The­ma bieten kön­nen, und nen­nen beispiel­haft existierende Instru­mente zum The­ma. Die Fact­sheets sind als Hil­fe zur Selb­sthil­fe anzuse­hen, mit denen sich Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzte über die The­men der Demografieber­atung informieren und ihren Beitrag zu den einzel­nen The­men erken­nen kön­nen.
Basis-Infor­ma­tio­nen
Die Fact­sheets liefern soge­nan­nte Basis-Infor­ma­tio­nen, die eine Grund­lage hin­sichtlich der Sen­si­bil­isierung und Überzeu­gung in der betrieblichen Beratung sein kön­nen. Hierzu zählen ins­beson­dere Dat­en zum demografis­chen Wan­del, zur Leis­tungs­fähigkeit im Alter, zu Risiken und Chan­cen, zu Hand­lungs­feldern in der Demografieber­atung sowie die Auf­gaben­bere­iche der unter­schiedlichen Berater­grup­pen. Dies ermöglicht die Koop­er­a­tion der ver­schiede­nen Berater und damit die Möglichkeit zur ganzheitlichen Beratung im demografis­chen Wan­del.
Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit
Das Fact­sheet „Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit“ beschreibt Ansatzpunk­te im Arbeits- und Gesund­heitss­chutz, in denen der demografis­che Wan­del Berück­sich­ti­gung find­en sollte. Diese sind:
  • Gefährdungs­beurteilung
  • Arbeitss­chutzauss­chuss-Sitzung
  • dif­feren­zielle Arbeits­gestal­tung
  • Ver­hal­tenspräven­tion
  • ergonomis­che Arbeit­splatzgestal­tung
  • störungs­freie und sichere Abläufe
  • aus­ge­wo­gene psy­chis­che Beanspruchung
Hier zeigt sich deut­lich, dass die Zusam­me­nar­beit mit anderen Berater­grup­pen, z.B. in Arbeit­skreisen oder Gesund­heit­szirkeln sin­nvoll und wichtig ist.
Ergonomis­che Arbeit­splatz- gestal­tung
Ergonomie ist die opti­male Gestal­tung von Arbeitssys­te­men in Bezug auf die Abstim­mung zwis­chen Men­sch, Arbeitsmit­tel und Arbeit­sumge­bung. Die wesentliche Grund­lage dabei bildet die Anpas­sung der Arbeit durch Arbeits­gestal­tungs­maß­nah­men. Ergonomis­che Maß­nah­men tra­gen dazu bei, bere­its bei jün­geren Belegschafts­grup­pen Ver­schleiß durch Arbeit vorzubeu­gen und helfen Älteren, bere­its einge­tretene Gesund­heits­beein­träch­ti­gun­gen auszu­gle­ichen. Wesentliche Maß­nah­men für Beschäftigte zur Ergonomie am Arbeit­splatz, die einen wichti­gen Beitrag zur Bewäl­ti­gung des demografis­chen Wan­dels leis­ten, sind beispiel­sweise:
  • die Reduzierung kör­per­lich­er Belas­tun­gen (z.B. Zwang­shal­tun­gen ver­mei­den, höhen­ver­stell­bare Arbeit­splätze anschaf­fen),
  • die Anpas­sung der Arbeit­sumge­bung (z.B. Beleuch­tung, Kon­traste, Ver­größerungsmöglichkeit von Zeichen),
  • der Aus­bau von Gesund­heit­skom­pe­ten­zen (z.B. Schu­lun­gen zur Rück­enge­sund­heit).
Gefährdungs­beurteilung
Ver­schiedene Gefährdungs­fak­toren sind rel­e­vant für ältere Beschäftigte, andere wiederum nicht. Dabei ist es sin­nvoll, sich an alters­be­zo­ge­nen physis­chen und psy­chis­chen Verän­derung zu ori­en­tieren. Am Beispiel Beleuch­tung soll dies verdeut­licht wer­den:
Mit der Zeit kommt es zu alters­be­d­ingten Verän­derun­gen an der Augen­struk­tur (z.B. Sehschwäche, verän­dertes Far­bense­hen). Fol­gende Maß­nah­men sind daher sin­nvoll:
  • deut­liche Erhöhung der emp­fohle­nen Beleuch­tungsstärke für Beschäftigte ab dem 55. Leben­s­jahr
  • zusät­zliche Arbeit­splatz­beleuch­tung als Ergänzung zur All­ge­mein­beleuch­tung
  • Erhöhung des Kon­trasts an Sicht­geräten und Messin­stru­menten
  • Ver­größerung der Schrift und Sym­bole auf Mon­i­toren und Sicht­geräten
  • Ver­mei­dung von Blendung
  • Ent­fer­nung der Blau-Grün-Unter­schei­dung aus dem Sig­nalange­bot
präde­mo-Qual­i­fizierung „Kom­pe­tenz in der Demografieber­atung“
Die Qual­i­fizierung „Kom­pe­tenz in der Demografieber­atung“ bildet die Grund­lage zur Ver­mit­tlung der Kom­pe­tenz zur Anwen­dung der Fact­sheets. Daher bilden die Qual­i­fizierung und die Fact­sheets eine Ein­heit. Fact­sheets wer­den nur im Zusam­men­hang mit der Qual­i­fizierung aus­gegeben.
Im Rah­men der Qual­i­fizierung wer­den unter­schiedliche Berater­grup­pen von ihren Insti­tu­tio­nen geschult, um im demografis­chen Wan­del unter Anwen­dung der Fact­sheets berat­en zu kön­nen. Schw­er­punk­te der Schu­lung sind:
  • Dat­en zum demografis­chen Wan­del
  • Hand­lungs­felder der Beratung
  • Vorstel­lung der unter­schiedlichen Berater­grup­pen
  • Möglichkeit­en der Sen­si­bil­isierung
  • Ein­stieg der Unternehmen ins The­ma
  • Konzept und die Inhalte der an die Berater­grup­pen angepassten Beispiele in den Fact­sheets
Der VDSI bietet für seine Mit­glieder die Qual­i­fizierung zum Selb­stkosten­preis an. Erste Ver­anstal­tun­gen in Berlin und Hen­nef 2014 haben ein großes Inter­esse der Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und ver­wandter Berater gezeigt. 2015 sollen daher weit­ere Qual­i­fizierun­gen stat­tfind­en. Die Organ­i­sa­tion und Durch­führung liegt dabei in den Hän­den des Arbeit­skreis­es Demografie des VDSI. Infor­ma­tio­nen zu den Schu­lung­ster­mi­nen find­en sie auf der Home­page des VDSI unter www.vdsi.de (Web­Code 76.0). Weit­ere inhaltliche Infor­ma­tio­nen find­en Sie zukün­ftig auf der Seite des VDSI-Arbeit­skreis­es Demografie unter www.ak-demografie.vdsi.de .
Arbeit­skreis Demografie des VDSI
Der Arbeit­skreis Demografie des VDSI ist auf der Grund­lage des Pro­jek­ts präde­mo ent­standen. Vertreter des VDSI haben inten­siv an der Umset­zung des Pro­jek­ts und der Erar­beitung der Fact­sheets mit­gewirkt. Der Arbeit­skreis hat sich das Ziel geset­zt, die Arbeit des Pro­jek­ts hin­sichtlich ein­er Konkretisierung einzel­ner The­men, die Dif­feren­zierung von Arbeit­shil­fen in Bezug auf unter­schiedliche Branchen sowie Möglichkeit­en der Sen­si­bil­isierung von Unternehmen fortzuführen. Konkret sind derzeit in Arbeit:
  • Hand­lung­shil­fe Gefährdungs­beurteilung: Erstel­lung ein­er Mus­ter­doku­men­ta­tion hin­sichtlich rel­e­van­ter Gefährdungs­fak­toren und möglich­er Maß­nah­men sowie Ergänzung durch und Abstim­mung mit Fachärzten für Arbeitsmedi­zin,
  • Ver­trieb­skonzept: Tipps zur Sen­si­bil­isierung von Führungskräften hin­sichtlich Kom­mu­nika­tion und konzep­tioneller Ansatzpunk­te,
  • Über­sicht über weit­ere Hand­lung­shil­fen in der Demografieber­atung, die durch andere Ini­tia­tiv­en und Förder­pro­gramme ent­standen sind.
Über die Arbeit­shil­fen wird der Arbeit­skreis Demografie nach der Fer­tig­stel­lung informiert. Sie wer­den den Mit­gliedern des VDSI als VDSI-Infor­ma­tion zur Ver­fü­gung gestellt.
Neben dieser Arbeit für die prak­tis­che Umset­zung in Betrieben ist auch von Bedeu­tung, dass das The­ma demografis­ch­er Wan­del und die aus Sicht des VDSI wichtige und rel­e­vante Beratung der Unternehmen in den öffentlichen Fokus gerückt wer­den. Der VDSI möchte sich über den Arbeit­skreis zu einem wichti­gen Part­ner in der Demografieber­atung entwick­eln, da die Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und ver­wandte Berater nicht umhin kom­men, sich dem The­ma zu wid­men, wenn sie eine erfol­gre­iche ganzheitliche Beratung gestal­ten und am Markt mit ihren Dien­stleis­tun­gen weit­er beste­hen möcht­en. Die Grund­steine hier­für sind gelegt. Die Mit­glieder wer­den davon prof­i­tieren.
Weit­ere Arbeit­shil­fen
Das Ver­bund­pro­jekt präde­mo und die Fort­führung der Arbeit durch den Arbeit­skreis Demografie des VDSI sind wichtige Ele­mente und Instru­mente zur Umset­zung der Demografieber­atung in Unternehmen für Fachkräfte für Arbeitssicher­heit, Betrieb­särzte und weit­ere betriebliche Akteure. Diese kön­nen durch eine Vielzahl weit­er­er Ini­tia­tiv­en ergänzt wer­den. Wichtige weit­ere Ele­mente in der Demografieber­atung kön­nen fol­gende sein:
Demogra­phie-Net­zw­erk
Das Demogra­phie-Net­zw­erk e.V. (ddn) www.demographie-netzwerk.de ist ein Unternehmen­snet­zw­erk mit dem Ziel, das The­ma demografis­ch­er Wan­del in der Beruf­swelt zur Chef­sache zu machen. Gegrün­det wurde es 2006 auf Ini­tia­tive des Bun­desmin­is­teri­ums für Arbeit und Soziales (BMAS) und der Ini­tia­tive Neue Qual­ität der Arbeit (INQA). Das ddn bietet Infor­ma­tio­nen und aktuelle Mel­dun­gen aus der Prax­is. Inter­essierte kön­nen sich darüber informieren, wie andere den demografis­chen Wan­del gestal­ten. Dabei wer­den auch Fak­ten und Sta­tis­tiken geliefert, die den demografis­chen Wan­del begrün­den. Weit­er­hin wer­den Begriffe beschrieben, die Ansatzpunk­te im demografis­chen Wan­del darstellen.
MiaA
Das Pro­jekt „Men­schen in alters­gerechter Arbeit­skul­tur (MiaA) – Arbeit­en dür­fen, kön­nen und wollen!“, gefördert durch das BMAS, wid­mete sich der bedarf­s­gerecht­en Konzep­tio­nen zur Moti­va­tion, Qual­i­fizierung und alters­gerecht­en Gestal­tung von Arbeit. Ein Hand­lungsleit­faden bietet Ansatzpunk­te zur Gestal­tung ein­er alterns­gerecht­en Arbeit­skul­tur.
LagO
Im Pro­jekt „Länger arbeit­en in gesun­den Organ­i­sa­tio­nen“ (LagO) wur­den, gemein­sam mit Unternehmen, Konzepte und Maß­nah­men zur Förderung der Beschäf­ti­gungs­fähigkeit und der Beschäf­ti­gungsmöglichkeit­en älter­er Mitar­bei­t­erin­nen und Mitar­beit­er entwick­elt und erprobt. Die Home­page www.lago-projekt.de bietet Instru­mente, die direkt in der Prax­is angewen­det wer­den kön­nen, beispiel­sweise:
  • Check­liste zur Gestal­tung alters­gerechter Arbeits­be­din­gun­gen
  • Leit­faden für Erst­ge­spräche mit Betrieb­sprak­tik­ern
  • Anleitung zur Altersstruk­tu­r­analyse
  • Maß­nah­menkat­a­log zur alters­gerecht­en Anpas­sung von Arbeit­splatz und Arbeit­sumge­bung
  • Work-Abil­i­ty-Index
Demo­bib
www.demobib.de wid­met sich der betrieblichen Beschäf­ti­gungs­fähigkeit im demografis­chen Wan­del. Es han­delt sich um ein Ange­bot der Tech­nolo­gieber­atungsstelle beim DGB NRW e.V., gefördert durch die EU und das Land Nor­drhein-West­falen.
Fol­gende Prax­ishil­fen und Instru­mente wer­den ange­boten:
  • betriebliche Altersstruk­tu­r­analyse: Demografie-Kom­pass
  • Unternehmen­scheck zur Beschäf­ti­gungs­fähigkeit
Prax­is­trans­fer
Der demografis­che Wan­del und die notwendi­ge Umset­zung von Maß­nah­men hin­sichtlich der Fachkräftesicherung und der Erhal­tung von Gesund­heit und Leis­tungs­fähigkeit im Alter ist ein aktuelles und wach­sendes The­ma in Betrieben, ins­beson­dere auch im Arbeits- und Gesund­heitss­chutz. Ziel muss es daher sein, die Prob­lematik und The­matik in Unternehmen zu platzieren, zu sen­si­bil­isieren und Maß­nah­men umzuset­zen. Ger­ade KMU ist die The­matik häu­fig nicht bewusst, da die Beschäf­ti­gung viel­er älter­er Men­schen und ein Fachkräfte­man­gel noch nicht rel­e­vant sind. Sin­nvoll ist jedoch im Rah­men der Präven­tion Maß­nah­men frühzeit­ig in Angriff zu nehmen, bevor Auswirkun­gen der demografis­chen Entwick­lung im Einzelfall entste­hen.
Die voraus­ge­gan­genen Aus­führun­gen zeigen zahlre­iche Möglichkeit­en hin­sichtlich Qual­i­fizierung, Hand­lung­shil­fen, Instru­mente und Prax­is­beispiele, die bei der Etablierung eigen­er Maß­nah­men und dem Ange­bot ein­er Beratung für Unternehmen hil­fre­ich unter­stützen.
Wichtig ist, ger­ade bei den KMU anzu- set­zen. Hier unter­stützt die Offen­sive Mit­tel­stand ins­beson­dere dabei , die besten Köpfe zu binden und zu gewin­nen (www.offensive-mittelstand.de). Auf der Home­page der Offen­sive Mit­tel­stand find­en sich Hin­weise auf weit­ere Pro­jek­te zum The­ma Bewäl­ti­gung des demografis­chen Wan­dels. Vor allem aber ste­hen hier konkrete Prax­isin­stru­mente und Qual­itäts­stan­dards zur Ver­fü­gung (Down­loads und Online­tools) wie der INQA-Unternehmen­scheck „Per­son­alführung“, mit dem sich kleine Unternehmen die Poten­ziale des demografis­chen Wan­dels erschließen kön­nen.
Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzte soll­ten die Beratung zum demografis­chen Wan­del im Rah­men ihrer Beratung berück­sichti­gen. Ziel ist es, möglichst viele KMU zu erre­ichen und für die Zukun­ft vorzu­bere­it­en. Es man­gelt nicht an Hand­lung­shil­fen und Instru­menten. Es man­gelt (noch) an Beratern, die die Qual­i­fizierungsmöglichkeit­en nutzen und aktiv im Sinne des Arbeits- und Gesund­heitss­chutzes im demografis­chen Wan­del tätig wer­den.
Autoren
Karin Zit­t­lau
VDSI e.V.
Lei­t­erin
Arbeit­skreis Demografie
Karl­heinz Kalen­berg
VDSI e.V.
Geschäfts­führer
Dr. Klaus Große
VDSI e.V.
Vor­standsmit­glied
Ressort Pro­jek­t­man­age­ment
Anzeige
Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abon­nieren

Meistgelesen

Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 9
Ausgabe
9.2020
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 9
Ausgabe
9.2020
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de