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BAuA-Umfrage abgeschlossen

Arbeit und Gesundheit
BAuA-Umfrage abgeschlossen

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15.000 Bochumer Bürg­erin­nen und Bürg­er zwis­chen 18 und 65 Jahren haben zum Jahreswech­sel 2011/2012 einen Frage­bo­gen der Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin (BAuA) zu ihren Arbeits­be­din­gun­gen und ihrer Gesund­heit erhal­ten. Die BAuA wollte damit nicht nur die kör­per­lichen Arbeits­be­din­gun­gen der Beschäftigten ermit­teln, son­dern auch erfassen, wie Abläufe im Unternehmen und Verän­derun­gen in der Arbeitswelt von den Beschäftigten wahrgenom­men wer­den und wie diese Arbeits­be­din­gun­gen mit der Gesund­heit und weit­eren berufs­be­zo­ge­nen Kri­te­rien zusammenhängen.

Die Ergeb­nisse der Umfrage liegen jet­zt vor. 3565 von den Angeschriebe­nen haben sich beteiligt, darunter 2931 Erwerb­stätige. Laut den Ergeb­nis­sen schätzen die erwerb­stäti­gen Män­ner und Frauen ihren Gesund­heit­szu­s­tand bess­er ein als die nicht arbei­t­en­den: 29 Prozent der erwerb­stäti­gen Män­ner und 24 Prozent der erwerb­stäti­gen Frauen geben an, ihr Gesund­heit­szu­s­tand sei „aus­geze­ich­net“ oder „sehr gut“. Bei den­jeni­gen, die derzeit nicht arbeit­en, ist dieser Anteil mit 18 Prozent für die Män­ner beziehungsweise 17 Prozent für die Frauen deut­lich geringer. Unter den Nichter­werb­stäti­gen ist der Anteil von Per­so­n­en mit „weniger gutem“ beziehungsweise „schlechtem“ Gesund­heit­szu­s­tand sehr hoch. Er beträgt mehr als 50 Prozent bei den Män­nern und gut 40 Prozent bei den Frauen. Die Wis­senschaftler der BAuA stell­ten weit­er­hin einen Zusam­men­hang zwis­chen organ­isatorischen Arbeits­be­din­gun­gen und der Gesund­heit fest. So bericht­en Beschäftigte, die ihre Inter­essen bei der Umset­zung von Verän­derun­gen im Unternehmen berück­sichtigt sehen, über weniger Arbeit­sun­fähigkeit­stage und weniger depres­sive Symptome.
Auch bekan­nte Zusam­men­hänge zwis­chen Arbeits­be­din­gun­gen und Gesund­heit find­en sich in den Ergeb­nis­sen der Umfrage: Bericht­en Erwerb­stätige über hohe quan­ti­ta­tive Arbeit­san­forderun­gen, so fühlen sie sich stärk­er erschöpft von der Arbeit. Dass die Wahrnehmung ein­er hohen Unsicher­heit des Arbeit­splatzes mit schlechter­er Gesund­heit ein­herge­ht, kann mit den Dat­en eben­falls gezeigt wer­den: Schätzen die Erwerb­stäti­gen ihren Arbeit­splatz als unsich­er ein, bericht­en sie häu­figer über depres­sive Symp­tome. Auch mit Kon­flik­ten zwis­chen dem Arbeits- und Pri­vat- leben beschäftigte sich die BAuA-Umfrage: Erleben die Erwerb­stäti­gen einen solchen Kon­flikt, fühlen sie sich stärk­er erschöpft von der Arbeit und bericht­en mehr Beschw­er­den, so die Ergebnisse.
Link zur Zusam­men­fas­sung der Ergeb­nisse: www.baua.de/de/Publikationen/Fachbeitraege/artikel40.html
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