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Entwick­lung eines Moduls zur Lage­rung von Gefahr­stof­fen für das EMKG

Diplomarbeit im Fachbereich Sicherheitstechnik/Arbeitssicherheit an der Bergischen Universität Wuppertal
Entwick­lung eines Moduls zur Lage­rung von Gefahr­stof­fen für das EMKG

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Ziel der Diplom­ar­beit ist es, ein Maßnah­men­kon­zept für die Lage­rung von Gefahr­stof­fen zu entwi­ckeln. In Anleh­nung an das Einfa­che Maßnah­men­kon­zept Gefahr­stoffe (EMKG) der Bundes­an­stalt für Arbeits­schutz und Arbeits­me­di­zin (BAuA) und unter Berück­sich­ti­gung der gesetz­li­chen Rahmen­be­din­gun­gen soll ein Modul­bau­stein entste­hen, mit dessen Hilfe der Anwen­der mit einfach zugäng­li­chen Para­me­tern die erfor­der­li­chen Maßnah­men für eine sichere Gefahr­stoff­la­ge­rung ermit­teln kann.

Das EMKG ist ein tätig­keits­spe­zi­fi­sches Bewer­tungs­in­stru­ment und berück­sich­tigt die Gefähr­lich­keit eines Stof­fes und die Expo­si­tion für den Beschäf­tig­ten. Tätig­kei­ten mit Gefahr­stof­fen werden demzu­folge durch das EMKG abge­deckt. Das Modul zur Lage­rung von Gefahr­stof­fen betrach­tet ausschließ­lich die passive Lage­rung. Aus diesem Grund wird im Lager­mo­dul im Wesent­li­chen nur die Gefähr­lich­keit des Stof­fes aufgrund seiner spezi­fi­schen Stoff­ei­gen­schaf­ten berück­sich­tigt.
Die Bewer­tungs­grund­lage für das Lager­mo­dul bilden die Eigen­schaf­ten und die Menge der gela­ger­ten Stoffe, da diese Para­me­ter maßge­bend das Gefähr­dungs­po­ten­zial eines Lagers bestim­men. Die Stoffe werden anhand ihrer Stoff­ei­gen­schaf­ten mit Hilfe der R‑Sätze einer Gefähr­lich­keits­gruppe zuge­ord­net. Durch die Verknüp­fung von Gefähr­lich­keits­gruppe und Lager­menge ermit­telt der Anwen­der den entspre­chen­den Maßnah­men­be­darf, welcher in Form von Schutz­leit­fä­den umge­setzt wird.
Die konkre­ten Maßnah­men der Schutz­leit­fä­den erge­ben sich aus den aktu­el­len Vorschrif­ten der gesetz­li­chen und berufs­ge­nos­sen­schaft­li­chen Regel­werke. Die Schutz­leit­fä­den werden in die Reihen 100, 200 und 300 unter­teilt, wobei die Maßnah­men der Reihe 300 das höchste Schutz­ni­veau reprä­sen­tie­ren. Die Maßnah­men der Reihe 100 sind Mindest­an­for­de­run­gen, die bei der Lage­rung von Gefahr­stof­fen grund­sätz­lich einge­hal­ten werden müssen. Die Reihen 200 und 300 reprä­sen­tie­ren den erwei­ter­ten Maßnah­men­be­darf. Über­steigt der Maßnah­men­be­darf das Schutz­ni­veau der 300ter Reihe, wird eine Exper­ten­be­ra­tung empfoh­len.
Die in den Schutz­leit­fä­den konkre­ti­sier­ten Maßnah­men bilden den Rahmen für das Lager­mo­dul und fügen die in den Regel­wer­ken verstreu­ten Anfor­de­run­gen in einem Konzept zusam­men. Unab­hän­gig davon, welche Stoffe gela­gert werden, versucht das Lager­mo­dul nur in Abhän­gig­keit der Menge, Maßnah­men­vor­schläge zu geben, die eine sichere Gefahr­stoff­la­ge­rung gewähr­leis­ten. Um die Lage­rung einer Viel­zahl von Stof­fen möglichst einfach zu gestal­ten, sind die gene­rier­ten Maßnah­men der Schutz­leit­fä­den Kompro­miss­lö­sun­gen.
Das Lager­mo­dul für das Einfa­che Maßnah­men Konzept soll dem Benut­zer einen einfa­chen Umgang mit der Lage­rung von Gefahr­stof­fen unter Einhal­tung der gülti­gen Rechts­vor­schrif­ten ermög­li­chen und das Ausmaß der Unsi­cher­heit bei der Lager Thema­tik redu­zie­ren.
Die fach­li­che Betreu­ung der Diplom­ar­beit erfolgt an der Bergi­schen Univer­si­tät Wupper­tal, FB Sicherheitstechnik/Arbeitssicherheit durch Prof. Anke Kahl, in Zusam­men­ar­beit mit dem Fach­be­reich 4 der BAuA in Dort­mund.

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