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Erweiterte Risikokommunikation im Arbeitsschutz

Arbeitsschutz als Kulturproblem Teil II
Erweiterte Risikokommunikation im Arbeitsschutz

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Wenn es trotz aller Anstren­gun­gen von Arbeit­ge­bern und Sicher­heitsin­ge­nieuren nicht dauer­haft funk­tion­iert mit dem Arbeitss­chutz, hat das meist tiefer­liegende Gründe, die mit dem Begriff „Kul­tur“ ver­bun­den sind. In Teil I wurde am Beispiel von Forschungs­be­trieben abgeleit­et, warum kul­turbe­d­ingte Unter­schiede sowohl bei der Wahrnehmung als auch in der Kom­mu­nika­tion von Risiken eine sys­tem­be­d­ingte Dia­lo­gun­fähigkeit erzeu­gen. Der vor­liegende Teil II schlägt für die Anwen­dung im Arbeitss­chutz ein erweit­ertes Konzept der Risikokom­mu­nika­tion vor zur Über­win­dung dieser Dia­lo­gun­fähigkeit und damit eine Brücke zwis­chen dem tech­nisch-admin­is­tra­tiv­en und dem Wis­senschaftssys­tem geschla­gen wird.

Über­win­dung von Kom­mu­nika­tions­bar­ri­eren im Arbeitss­chutz
Der Auf­bau und die Sta­bil­isierung eines für alle Mitar­beit­er eines Forschungs­be­triebes verbindlichen Sinnzusam­men­hangs (nicht nur) im Arbeitss­chutz sind nicht ohne kom­mu­nika­tive Prozesse möglich. Kom­mu­nika­tion wird hier nach Luh­manns sys­temthe­o­retis­chem Ansatz de- finiert, näm­lich als eine Oper­a­tion, die soziale Sys­teme erzeugt und erhält.2
Funk­tion­al umfasst Kom­mu­nika­tion dabei eine Verknüp­fung dreier aufeinan­der bezo­gen­er Selek­tio­nen, näm­lich Infor­ma­tion, Mit­teilung und Ver­ste­hen. Die Oper­a­tion „Kom­mu­nika­tion“ führt so auf der Basis von einzel­nen Selek­tio­nen zweier Seit­en zu ein­er kom­plex­en, sich selb­st sta­bil­isieren­den neuen Gesamt­si­t­u­a­tion, die als neues emer­gentes Sys­tem gese­hen wird. Diese Ein­heit stellt ein soziales Sys­tem her und erhält es aufrecht, so lange die Kom­mu­nika­tion anschlussfähig bleibt und weit­ere Kom­mu­nika­tio­nen fol­gen, und basiert auf der These der oper­a­tionalen Geschlossen­heit der Sys­teme.
  • Für Den­jeni­gen, der kom­mu­nizieren möchte, stellen sich somit drei Auf­gaben: Zuerst muss eine Infor­ma­tion selegiert, dann eine Form der Mit­teilung gewählt und schließlich die mit­geteilte Infor­ma­tion auch vom Anderen ver­standen wer­den. Dabei bezieht sich Ver­ste­hen nur darauf, dass man den mit­geteil­ten Sinn eines Infor­ma­tion­san- gebots annimmt, nicht aber auf deren Akzep­tanz, also darauf, dass man diese Infor­ma­tion zur Grund­lage des eige­nen Ver­hal­tens macht.
  • Dem gegenüber beste­hen auf der anvisierten Seite der Rezep­tion von Infor­ma­tio­nen weit­ere Hür­den für eine wirk­same Kom­mu­nika­tion. Die Infor­ma­tion­sauf­nahme ist eben­falls selek­tiv, denn sie wird durch sub­jek­tive Aufmerk­samkeits- und Selek­tions­fil­ter ges­teuert. Außer­dem ori­en­tiert sie sich fast immer an indi­vidu­ellen Präferen­zen – man hört, was man hören will, und behält, was einem zu nutzen scheint. Der­ar­tige Fil­ter- und Auswahlkri­te­rien sind indi­vidu­ell ver­schieden und kön­nen auch kul­tur- oder milieu-bed­ingt unter­schiedlich sein.
  • Da Men­schen auch dazu neigen, kog­ni­tive Dis­so­nanz zu reduzieren, wird alles aus Infor­ma­tio­nen aus­ge­blendet, was intern psy­chis­che Span­nun­gen erzeugt oder störend wirkt. Kog­ni­tive Dis­so­nanzen treten auch bei der Kom­mu­nika­tion über die Gren­zen sozialer Sys­teme hin­weg auf, wenn dabei die sys­tem­spez­i­fis­chen Werte, Sym­bole und Kodierun­gen ein­seit­ig oder gegen­seit­ig nicht beachtet wer­den.
  • Aber selb­st für jene Infor­ma­tio­nen, die solche Bar­ri­eren über­winden, bedeutet kog­ni­tive Ein­sicht zwar eine notwendi­ge Bedin­gung für Lern­er­folg, aber noch längst keine hin­re­ichende für ein Begreifen der Infor­ma­tion, ohne das wiederum keine Ver­ständi­gung möglich ist.
Die Kom­mu­nika­tion von und über Arbeitss­chutzrisiken ist immer eine Kom­mu­nika­tion zwis­chen mehreren Indi­viduen oder sozialen Grup­pen und hat deshalb den eben beschriebe­nen Charak­ter ein­er sozial hochkom­plex­en Oper­a­tion.
  • Diese Kom­mu­nika­tion­sleis­tung wird aktuell primär von den Grup­pen- und Kul­tu­run­ter­schieden zwis­chen dem Wis­senschaftssub­sys­tem und dem tech­nisch-admin­is­tra­tiv­en Sub­sys­tem der Forschungs­be­triebe bes­timmt.
  • Die Schwierigkeit­en begin­nen bere­its bei der Selek­tion jen­er The­men, die im Arbeitss­chutz kom­mu­niziert wer­den sollen; es geht dabei vor allem um eine adres­saten­gerechte Auswahl, die für das anvisierte Wis­senschaftssub­sys­tem zumin­d­est das Rel­e­vanzkri­teri­um erfüllt.
  • Die Form der Mit­teilung über Risiken mit sozio-tech­nis­chem Inhalt muss trans­par­ent und nachvol­lziehbar sein, d.h. sie muss min­destens ansatzweise in die Sym­bole und Kodierun­gen der evi­denzbasierten Wis­senschaft­skul­tur trans­formiert wer­den.
  • Ganz grund­sät­zlich ist Trans­parenz hier­bei als Wert an sich zu ver­ste­hen, sog­ar unab­hängig vom Infor­ma­tion­swert für das adressierte Wis­senschaftssys­tem. Denn Trans­parenz ist ein wichtiges Instru­ment zur Auflö­sung der Kon­fron-tation­slin­ie zwis­chen dem Wis­senschaftssys­tem, dem vor­wiegend regel-basierten Ver­wal­tungssys­tem und den sozio-tech­nisch abgeleit­eten Reg­u­lar­ien des Arbeitss­chutzes.
Von der sozialen Kom­plex­ität der Kom­mu­nika­tion ist vor allem die kog­ni­tive Ebene der Risikowahrnehmung über die selek­tiv­en Fil­ter­bänke des Wis­senschaftssys­tems betrof­fen.
  • Beson­dere Aufmerk­samkeit ist ange­bracht, wenn es um die kul­tur­spez­i­fis­chen, entschei­dungs­the­o­retis­chen Kri­te­rien für die Abwä­gung in solchen Risikoszenar­ien geht, welche der Wis­senschaft die Chance auf einen Erken­nt­nis­nutzen bieten.
  • Deshalb muss z.B. in der Gefährdungs­beurteilung bei der Fes­tle­gung von Schutz­maß­nah­men beson­ders auf mögliche und damit nahe­liegen­den Ver­mei­dungs- und Auswe­ich­hand­lun­gen mit Aus­sicht auf wis­senschaftlichen Bonus geachtet wer­den.
  • Umgekehrt müssen deshalb auch Arbeitss­chutz­maß­nah­men im Forschungs­be­trieb immer mit Infor­ma­tio­nen über die beglei­t­en­den Nutzef­fek­te für das Wis­senschaftssys­tem trans­portiert wer­den.
Erst wenn alle diese Hür­den genom­men wur­den, kann ein ratio­naler Dia­log oder Diskurs begin­nen und zu ein­er Ver­stän- digung führen. Die koop­er­a­tive Ver­ständi­gung untere­inan­der über Arbeitss­chutzrisiken und ‑maß­nah­men erfordert deshalb sowohl im tech­nisch-admin­is­tra­tiv­en als auch im Wis­senschaftssub­sys­tem eine hohe kom­mu­nika­tive Kom­pe­tenz.
In ein­er kul­turell mul­ti­po­laren Organ­i­sa­tion wie einem Forschungs­be­trieb bedarf es zur Ver­ständi­gung spezieller Diskurs­for­men, die sowohl kom­mu­nika­tive Kom­pe­tenz als auch faire Par­tizipa­tion sich­er­stellen. Eine aus­geprägte Polar­isierung zwis­chen den sozialen Sub­sys­te­men des Forschungs­be­triebs erschw­ert die Oper­a­tion „Kom­mu­nika­tion“ unge­mein und fördert bei unverän­dertem Fortbeste­hen auch die weit­ere kul­turelle Frag­men­tierung.
Ver­trauen zur Vere­in­fachung der Kom­mu­nika­tion
Die kom­plexe Oper­a­tion der Kom­mu­nika­tion eröffnet also durch Sys­tem­bil­dung und ‑aktu­al­isierung eine unüber­schaubare Zahl von Möglichkeit­en, die weit mehr Optio­nen zulässt als Wirk­lichkeit wer­den kön­nen. Die Beziehung zwis­chen Welt und Sys­tem oder zwis­chen kom­mu­nizieren­den Indi­viduen wird deshalb sub­jek­tiv als Über­forderung und/oder sys­temisch als Bestands­ge­fährdung wahrgenom­men. In der funk­tion­al­is­tis­chen Sys­temthe­o­rie führt die sub­jek­tive Erwartung, dass in diesem Raum der unüberse­hbaren Möglichkeit­en bes­timmte Para­me­ter sich nur inner­halb ver­muteter Kor­ri­dore an Werten real­isieren, zu ein­er entschei­den­den Reduk­tion der Kom­plex­ität von Kom­mu­nika­tion.
Der hier ver­wen­dete Begriff „Ver­trauen“ bezieht sich auf seine Funk­tion im sozialen Leben, Zutrauen zu eige­nen Erwartun­gen zu haben und damit zur Reduk­tion dieser sozialen Kom­plex­ität in Kom­mu­nika­tion­ssi­t­u­a­tio­nen beizu­tra­gen. Im Zusam­men­hang mit dem Diskurs von und über Arbeitss­chutzrisiken kommt dieser Funk­tion des Ver­trauens nach Sla­by und Urban (2002)3 eine Schlüs­sel­rolle für die Her­aus­bil­dung von Ein­stel­lun­gen zu.
Offen­sichtlich basiert der Ver­trauensmech­a­nis­mus auf ver­schiede­nen sozi­ol­o­gis­chen Dimen­sio­nen von Ver­trauen. Die Funk­tion von Ver­trauen spielt in binären Inter­ak­tion­ssys­te­men zwis­chen zwei Per­so­n­en genau­so eine Rolle wie für die Gültigkeit und Funk­tion­sweise sozialer Grup­pen und Insti­tu­tio­nen.
  • Für die Diskus­sion um Gren­zrisiken im Arbeitss­chutz der Forschungs­be­triebe tra­gen dem­nach sowohl die unmit­tel­bar zwis­chen den Akteuren stat­tfind­en­den Auseinan­der­set­zun­gen als auch die zwis­chen dem Wis­senschaftssys­tem und dem tech­nisch-admin­is­tra­tiv­en Sys­tem beste­hen­den Kon­flik­te um Deu­tung­shoheit­en das Poten­zial in sich, die dabei zu Tage tre­tende soziale Kom­plex­ität durch die Bil­dung von gegen­seit­igem Ver­trauen zu reduzieren und damit Optio­nen für Ver­ste­hen, Begreifen und gemein­sames Han­deln zu eröff­nen.
  • Für die Kom­mu­nika­tion über Risiken zeigt Siegrist (2001)4, dass Ver­trauen einen wichti­gen Ein­fluss auf die Wahrnehmung von Risiken hat, ohne die Risikowahrnehmung lediglich auf die Ver­trauensfrage zu reduzieren. Siegrist misst aber dem Ver­trauen im Bere­ich des Risiko­man­age­ments eine wichtige Rolle zu.
Vor dem Hin­ter­grund der tief­greifend­en sys­tem- oder milieube­d­ingten Kul­tu­run­ter­schiede zwis­chen den in Forschungs­be­trieben existieren­den sozialen Sub­sys­te­men sowie den daraus ent­stande­nen laten­ten Kon­flik­ten und dauer­haften Bar­ri­eren für eine angemessene Sicher­heit­skul­tur wird deut­lich, wie weit diese Kon­stel­la­tion von ein­er möglichen Reduzierung der sozialen Kom­plex­ität durch Ver­trauen ent­fer­nt ist. Bei den kul­turbe­d­ingt nicht kon­gru­enten und jew­eils ein­seit­ig pos­tulierten Vorstel­lun­gen über eine soziale Ord­nung oder über die tech­nisch kom­pe­tente Rol­len­er­fül­lung der jew­eils anderen Seite ist es nur kon­se­quent, wenn sich solche Erwartun­gen gegen­seit­ig erschöpfen und schließlich eingestellt wer­den.
Das zen­trale Prob­lem des Ver­trauens in Forschungs­be­trieben bleibt damit die riskante Vor­leis­tung.
  • Dieses Risiko trägt, „wer Ver­trauen erweist, die Zukun­ft pos­i­tiv vor­weg­n­immt und so han­delt, als ob die Zukun­ft sich­er wäre“5.
  • Momen­tan tra­gen dieses Risiko in Forschungs­be­trieben fast auss­chließlich die dezen­tralen und zen­tralen tech­nisch-admin­is­tra­tiv­en Sub­sys­teme.
  • Die Voraus­set­zung nur ein­seit­ig geleis­teter riskan­ter Ver­trauensvor­leis­tun­gen ist für die Aus­bil­dung spezieller Diskurs­for­men über Gren­zrisiken im Arbeitss­chutz, die sowohl kom­mu­nika­tive Kom­pe­tenz als auch faire Par­tizipa­tion sich­er­stellen sollen, nicht förder­lich und ver­hin­dert im Forschungs­be­trieb eine koop­er­a­tive Ver­ständi­gung über Arbeitss­chutzrisiken.
Das beson­dere Prob­lem der Ver­trauens­bil­dung beste­ht im Forschungs­be­trieb auch noch darin, dass das tech­nisch-admin­is­tra­tive Sys­tem – streng genom­men – keine Wahl hat.
  • Es hat sich immer so zu ver­hal­ten, als gebühre dem Wis­senschaftssys­tem ein gener­isch­er Ver­trauensvorschuss – auch wenn die mit dieser riskan­ten Vor­leis­tung ver­bun­de­nen Erwartun­gen an das Wis­senschaftssys­tem sich bish­er empirisch häu­fig als unberechtigt erwiesen haben und mit Risikover­wirk­lichun­gen für das tech­nisch-admin­is­tra­tive Sys­tem als Ganzes oder für seine indi­vidu­ellen Akteure ver­bun­den waren.
  • Welchen Ein­fluss wieder­holte Inter­ak­tio­nen auf die Sta­bil­isierung von Ver­trauens­beziehun­gen ausüben kön­nen, zeigen Anfang und Urban (1994)6 am Beispiel ein­fach­er binär­er Inter­ak­tion­ssys­teme.
Das im All­t­ag immer wieder auftre­tende Phänomen ein­er unangemesse­nen und ungerecht­fer­tigten Erwartung­shal­tung und von sich i.d.R. nicht erfül­len­den Erwartun­gen führt bei den Akteuren im tech­nisch-admin­is­tra­tiv­en Sys­tem zu mas­siv­en kog­ni­tiv­en Dis­so­nanzen, die bei Betrof­fe­nen nicht sel­ten Frus­tra­tion, Demo­ti­va­tion oder Block­aden her­vor­rufen.
  • Sie haben durch ihre sys­tem­be­d­ingte Kul­tur­prä­gung das Gefühl, inkom­pe­tent gehan­delt zu haben, wenn zum einen eine von vorne here­in ungerecht­fer­tigte Erwartung an das Wis­senschaftssys­tem neg­a­tive Kon­se­quen­zen hat.
  • Oder wenn zum anderen das eigene Ver­hal­ten block­iert wird, weil das Wis­sen um das eigentlich kon­forme, recht­mä-ßige Ergeb­nis wis­senschaftlich­er Arbeit auf die eigene Erfahrung – die implizite Erwartung an das Wis­senschaftssys­tem, dieses Ergeb­nis zu akzep­tieren, ist nicht gerecht­fer­tigt – trifft.
  • Ins­beson­dere bei den Fachkräften für Arbeitssicher­heit der Forschungs­be­triebe kön­nen solche Erfahrun­gen dazu führen, dass sie den per­sön­lichen Aufwand für ihre Auf­gaben zur Hin­wirkung auf sys­temis­che Inte­gra­tion des Arbeitss­chutzes – oft nach langjähri­gen, zähen und sub­jek­tiv schmer­zlich erlebten Rück­zugs­ge­fecht­en – auf ein unzure­ichen­des Min­dest­maß reduzieren oder ganz ein­stellen.
  • Frus­tra­tion und Demo­ti­va­tion führen bei ihnen häu­fig zur Rück­führung von Engage­ment und Ini­tia­tive auf die geset­zlich gebote­nen Min­i­malan­forderun­gen des § 6 ASiG und block­ieren damit ger­ade jene ser­vice­ori­en­tierte sicher­heit­stech­nis­che Betreu­ung, die von Fachkräften für Arbeitssicher­heit heute in einem Forschungs­be­trieb erwartet wer­den muss.
Ohne Ver­trauen kön­nen inner­halb des Diskurs­es über Gren­zrisiken im Arbeitss­chutz deshalb wed­er die Kom­mu­nika­tion­shür­den in der vorge­fun­de­nen sozialen Kom­plex­ität des Forschungs­be­triebes noch die einem ratio­nalen Diskurs ent­ge­gen­ste­hen­den, kul­turbe­d­ingten Ein­stel­lun­gen und Vorurteile über­wun­den wer­den.
Risikokom­mu­nika­tion – Meth­ode, Akteure, Nutzen
Der Begriff „Risikokom­mu­nika­tion“, wie er in dieser Arbeit ver­wen­det wird, beschreibt ein Instru­ment zur Her­stel­lung der Dialogfähigkeit zwis­chen Beteiligten mit Ziel der Regel­bil­dung für den Dia­log in der kon­tro­vers geführten Risikode­bat­te sowie der par­tizipa­tiv­en Regel­bil­dung für den Umgang mit Sicher­heits- und Gesund­heit­srisiken im Betrieb. Dieser Begriff ist in der neueren Lit­er­atur in Deutsch­land vor allem von Renn7 und der Schule des Insti­tuts für Sozial­wis­senschaften der Uni­ver­sität Stuttgart geprägt wor­den. Risikokom­mu­ni­ka- tion zielt dort zunächst ein­mal klar auf die Akzep­tanz des Ver­wal­tung­shan­delns durch Betrof­fene oder Beteiligte bei der staatlichen Risikobe­wäl­ti­gung im Umweltschutz. Die zumeist erfol­gre­iche Anwen­dung dieser Meth­ode inner­halb dieses Kon­texts ist hin­re­ichend belegt.
Im Mit­telpunkt – der „Aren­abühne“ – ste­hen nach Renn und Webler (1993)8 die während der Risikokom­mu­nika­tion direkt am Kon­flikt beteiligten Grup­pen sowie die für diese Are­na typ­is­che Kon­troll- bzw. ‑Regelin­stanz, die darauf zu acht­en hat, dass die Regeln der Are­na einge­hal­ten wer­den.
Das hier ver­wen­dete Ver­ständ­nis von Risikokom­mu­nika­tion wird in Anlehnung an die Def­i­n­i­tion von Renn wie fol­gt for­muliert:
Risikokom­mu­nika­tion umfasst jeden ziel­gerichteten Aus­tausch von Infor­ma­tio­nen über Arbeitss­chutzrisiken zwis­chen betrof­fe­nen Indi­viduen und zwis­chen betrof­fe­nen Grup­pen. Die Infor­ma­tio­nen beziehen sich dabei vor allem auf die Höhe des Risikos, die Sig­nifikanz oder Bedeu­tung des Risikos und Entschei­dun­gen, Hand­lun­gen oder Schutz­maß­nah­men, die darauf abzie­len, die Risiken für Leben und Gesund­heit zu begren­zen oder zu regeln. Als betrof­fene Grup­pen kom­men in Per­son oder als autorisierte Standesvertreter mit Man­dat, Arbeitss­chutzver­ant­wortliche, Führungskräfte, Wis­senschaftler, Mitar­beit­er, Betrieb­sräte, Fachkräfte für Arbeitssicher­heit, Betrieb­särzte, Beruf­sgenossen­schaften oder deren für sie gutachter­lich Täti­gen in Frage.
Die mit dieser Def­i­n­i­tion ver­bun­de­nen konkreten Fol­gen für Zweck, Form und Akteure der Risikokom­mu­nika­tion im Arbeitss­chutz sind näher zu beschreiben.
Im Gegen­satz zum ursprünglichen Zweck der Risikokom­mu­nika­tion ist der verän­derte Zweck zunächst ein­mal durch Beschränkun­gen gekennze­ich­net. Die Ein­schränkung auf unbe­wältigte und kon­flik­t­ge­ladene The­men des Arbeitss­chutzes ist dabei selb­sterk­lärend. Es han­delt sich darüber hin­aus um einen exk­lu­siv inner­be­trieblichen Zweck, der primär unter Auss­chluss von poli­tis­chen Insti­tu­tio­nen und der gesellschaftlichen Öffentlichkeit von­stat­ten gehen soll.
Was die Dialogfähigkeit zwis­chen den beteiligten sozial und kul­turell unter­schiedlich geprägten Grup­pen als Voraus­set­zung für Kon­senslö­sun­gen im Arbeitss­chutz ange­ht, muss in Forschungs­be­trieben allerd­ings mit ein­er deut­lichen Ver­schiebung des Zweckschw­er­punk­ts zugun­sten der Über­win­dung existieren­der kul­tureller Anschlussprob­leme gerech­net wer­den.
Eine Are­na ist nicht notwendi­ger­weise ein räum­lich fest­gelegter Ort (ver­gle­ich­bar ein­er Bühne oder einem Sitzungsz­im­mer), an dem sich Akteure und weit­ere Beteiligte zu einem bes­timmten Zeit­punkt zusam­men einzufind­en haben. Eine Are­na kann eben­so als ein struk­turi­ertes Ver­fahren oder als gelenk­ter Prozess ver­standen wer­den, bei dem Kom­mu­nika­tion und soziale Mobil­isierung im betrieb­sin­ter­nen öffentlichen Raum oder in den virtuellen Räu­men des Intranets eines Forschungs­be­triebs stat­tfind­en. In der Prax­is wird in den meis­ten Fällen eine Are­na aus bei­dem beste­hen, um ein­er­seits einen per­sön­lichen Kon­takt zwis­chen den Akteuren herzustellen und ander­er­seits einen ressourcenscho­nen­den Aufwand für die Are­na zu garantieren.
Für die Anwen­dung auf die betrieb­sin­tern geführte Risikokom­mu­nika­tion im Arbeitss­chutz muss das Are­na-Mod­ell mod­i­fiziert wer­den.
  • Das mod­i­fizierte Are­na-Mod­ell geht davon aus, dass Risikokom­mu­nika­tion über Arbeitss­chutz keine exk­lu­sive Ver­anstal­tung von indi­vidu­ell han­del­nden Akteuren ist, son­dern immer in eine durch rechtliche, soziale und kul­turelle Ein­flüsse bes­timmte Umge­bung einge­bet­tet abläuft.
  • Damit wird die angemessene Berück­sich­ti­gung der rechtlichen Rah­menbe­din­gun­gen im Arbeitss­chutz, die Betrof­fen­heit der nicht unmit­tel­bar beteiligten, betrieb­sin­ter­nen Öffentlichkeit sowie der Ein­fluss von sozialen Grup­pen (inklu­sive der dort prä­gen­den Kul­tur) oder Inter­es­sen­grup­pen ermöglicht.
Zu unter­schei­den sind in diesem Mod­ell zwei Arten von Oper­a­tio­nen: Die Kom­mu­nika­tion von Inhal­ten und die Mobil­isierung von sozialen Ressourcen.
  • Aus der Sicht der Stake­hold­er in den Forschungs­be­trieben geht es im ersten Fall z.B. um die Ver­mit­tlung der sozio-tech­nisch begrün­de­ten Risikobe­w­er­tung des Arbeitss­chutzes oder um die Darstel­lung der notwendi­gen Frei- und Spiel­räume in konkreten exper­i­men- tellen Umge­bun­gen des Wis­senschaftssys­tems.
  • Die Mobil­isierung von sozialen Ressourcen kön­nte in einem solchen Fall in der Aktivierung kom­pe­ten­ter beruf­sgenossen­schaftlich­er Exper­tise seit­ens der tech­nisch-admin­is­tra­tiv­en Seite oder im Ver­weis des Wis­senschafts- sys­tems auf forschungsverträglichere Lösun­gen z.B. an ander­er ver­gle­ich­bar­er Stelle sein.
Akteure sind Per­so­n­en, die ein typ­is­ches Grup­pen­in­ter­esse in der Are­na vertreten. Als betrof­fene Grup­pen kom­men in Per­son oder als autorisierte Standesvertreter mit Man­dat Arbeitss­chutzver­ant­wortliche, Führungskräfte, Wis­senschaftler, Mitar­beit­er, Betrieb­sräte, Fachkräfte für Arbeitssicher­heit, Betrieb­särzte, Beruf­sgenossen­schaften oder deren für sie gutachter­lich Tätige in Frage. Schwieriger gestal­tet sich die Beset­zung der Regelin­stanz, von der nicht nur eine gewisse Neu­tral­ität im Kon­flikt, son­dern auch hohe Ver­fahrens- und Kom­mu­nika­tion­skom­pe­tenz erwartet wird. Bei der Auswahl ein­er Per­son ist neben diesen Kom­pe­ten­zan­forderun­gen das Ver­trauen der Akteure in die neu­trale Regelung des Are­naprozess­es das auss­chlaggebende Kri­teri­um. Aus später disku­tierten Grün­den wird hier zwis­chen dezen­tralen und zen­tralen Are­nen im Forschungs­be­trieb unter­schieden.
Spiel­regeln
Da sich das Konzept der Risikokom­mu­ni-kation und das Are­na-Mod­ell im Arbeitss­chutz let­ztlich in der Leben­sprax­is der Forschungs­be­triebe zu bewähren haben, bedür­fen bei­de ein­er prax­is­gerecht­en Auf­bere­itung. Diesen Prax­is­bezug müssen die Spiel­regeln her­stellen, die für alle Beteiligten gle­iche Gültigkeit besitzen.
Prak­tisch geht es nach Haller (1990)9 um part­ner­schaftliche Risikoentschei­dun­gen, für die gegen­seit­iges Zuhören, das Gespräch und ein ver­tieftes Ver­ständ­nis füreinan­der notwendi­ge, aber nicht hin­re­ichende Bedin­gun­gen darstellen. Die erleb­bare Risikobe­grün­dung müsse dem­nach im Dia­log erfol­gen und bedürfe als Voraus­set­zung für den Risikokon­sens des Mit­denkens, Mitentschei­dens und Mit­tra­gens. Expliziter geben hier Renn und Webler (1993)10 Regeln für einen koop­er­a­tiv­en Diskurs, die in Grafik 2 dargestellt wer­den. Diese Regel­sätze sind weit­ge­hend selb­sterk­lärend, weshalb auf ihre aus­führliche Ableitung und Erläuterung hier verzichtet wird. Sie wer­den im Fol­gen­den im Kon­text ihrer Anwen­dung inner­halb der Risikokom­mu­nika­tion im Arbeitss­chutz des Forschungs­be­triebs lediglich im Hin­blick auf die Frage disku­tiert, inwieweit sie mit der sozio-kul­turell bed­ingten Kom­mu­nika­tion­ssi­t­u­a­tion im Forschungs­be­trieb kol­li­dieren oder diese über­winden kön­nen. Diese Frage muss aber im Zusam­men­hang mit den Ablauf­phasen der Risikokom­mu­nika­tion beant­wortet wer­den.
Ein Haupthin­der­nis im Diskurs zwis­chen dem Wis­senschaftssys­tem und jedem anderen Sys­tem mit nichtwissenschaftlich­er Prä­gung der kul­turellen Grun­dan­nah­men ist die Ein­forderung von wis­senschaftlich begrün­de­ten Evi­den­z­nach­weisen als Vorbe­din­gung für die Anerken­nung von Gel­tungsansprüchen für vorge­brachte Aus­sagen.
In Diskursen im Arbeitss­chutz bedeutet dies eine Ver­weigerung der Anerken­nung auch anders begrün­de­ter Gel­tungsansprüche. Renn und Webler weisen allerd­ings darauf hin, dass kog­ni­tive Aus­sagen auf sys­tem­a­tis­chem Wis­sen, auf anek­do­tis­ch­er Erfahrung oder auf Intu­ition beruhen kön­nen. Die Unter­stel­lung, für kollek­tive Entschei­dun­gen sei nur das sys­tem­a­tis­che (nach wis­senschaftlichen Regeln erwor­bene oder hergeleit­ete) Experten­wis­sen von Bedeu­tung, sei falsch, denn es sei völ­lig unwesentlich, woher das Wis­sen stamme; es käme nur darauf an, dass es Regeln gäbe, nach denen die Richtigkeit der Aus­sagen über­prüft wer­den könne. Der Vere­in­barung ein­er inter­sub­jek­tiv­en (also nicht lediglich sub­jek­tiv­en) Bew­er­tung der Valid­ität von Aus­sagen zum Arbeitss­chutz kommt dem­nach bei der Über­prü­fung von Gel­tungsansprüchen eine entschei­dende Bedeu­tung zu.
Damit wird auch unter den sozio-kul­turellen Bedin­gun­gen der Forschungs­be­triebe eine Möglichkeit zur Tren­nung zwis­chen legit­i­men und ille­git­i­men Aus­sagen her-gestellt und eine gemein­same, kul­tu­run-abhängige Plat­tform zur Bew­er­tung von Gel­tungsansprüchen geschaf­fen. Es gibt vier Kri­te­rien zur Über­prü­fung der Gel­tungsansprüche (siehe Grafik 4).
Ohne auf die Details dieser vier Kri­te­rien weit­er einzuge­hen, wird hier lediglich auf den Vorteil ein­er der­ar­ti­gen Unter­schei­dung nach Aus­sagetypen im Falle wider­sprüch­lich­er Aus­sagen hingewiesen. In solchen Fällen kann zunächst der Typus der Aus­sage bes­timmt und dann das entsprechende Ver­fahren der Über­prü­fung für diesen Aus­sagetyp auf die Aus­sage angewen­det sowie deren Gültigkeit über­prüft wer­den. Diese Möglichkeit erweist sich im Diskurs über Arbeitss­chutzrisiken im Forschungs­be­trieb als großer Vorteil. Damit sind die wesentlichen Merk­male der für den Arbeitss­chutz erweit­erten Risikokom­mu­nika­tion beschrieben.
Lesen Sie auch:
Im kom­menden 3. Teil dieser Serie gehen wir weit­er auf die Umset­zung der erweit­erten Risikokom­mu­nika­tion ein.
Lit­er­atur
  • Anfang, Peter; Urban, Dieter: ”Ver­trauen” – sozi­ol­o­gisch betra­chtet. Ein Beitrag zur Analyse binär­er Inter­ak­tion­ssys­teme, in: SISS: Schriften­rei­he des Insti­tuts für Sozial­wis­senschaften der Uni­ver­sität Stuttgart, No. 1, 1994, 24 S.
  • APEC – DELOITTE Con­sult­ing: Die im Jahre 2020 in Forschungs­berufen benötigten Kom­pe­ten­zen. Die Unter­suchun­gen zur Beschäf­ti­gung von Führungskräften – Nov. 2010, (APEC Départe­ment Etudes & Recherch­es, DELOITTE Con­seil Secteur Pub­lic) Frankre­ich 2010, 122 S.
  • Bad­ke-Schaub, Petra; Hofin­ger, Gesine; Lauche, Kristi­na (Hrsg.): Human Fac­tors – Psy­cholo­gie sicheren Han­delns in Risiko­branchen, 2. über­ar­beit­ete Auflage, April 2011, (Springer-Ver­lag) Berlin Hei­del­berg 2008 2012, 365 S.
  • Elias, Nor­bert; Scot­son, John L.: Etablierte und Außen­seit­er, (Suhrkamp Taschen­buch Ver­lag) Berlin 1993, 315 S.
  • Friel­ing, Ekke­hart; Pfitz­mann, Jür­gen; Pfaus, Her­bert: Arbeit­sor­gan­i­sa­tion und Arbeit­szeitregelun­gen im F&E‑Bereich. Eine empirische Analyse in der Met­all- und Elek­tro­branche, Schriften­rei­he der Bun­de­sanstalt für Arbeitssicher­heit, Forschung Fb 747, (Wirtschaftsver­lag NW) Dort­mund 1996, 240 S.
  • Haller, Matthias: Risiko-Man­age­ment und Risiko-Dia­log, in: Schüz, Matthias (Hrsg.): Risiko und Wag­nis – Die Her­aus­forderung der indus­triellen Welt, Band 1, (Ver­lag Gün­ther Neske) Pfullin­gen 1990, S. 229–256, 367 S.
  • Klip­per, Sebas­t­ian : Kon­flikt- man­age­ment für Sicher­heit­sprofis. Auswege aus der „Buh­mann-Falle“ für IT-Sicher­heits­beauf­tragte, Daten­schützer und Co, (Vieweg+Teubner Ver­lag Springer Fachme­di­en Wies­baden GmbH) Wies­baden 2010, 193 S.
  • Luh­mann, Niklas: Ver­trauen – Ein Mech­a­nis­mus der Reduk­tion sozialer Kom­plex­ität, 3. durchge­se­hene Auflage, (Fer­di­nand Enke Ver­lag) Stuttgart 1989, 119 S.
  • Luh­mann, Niklas: Soziale Sys­teme, in: Luh­mann, Niklas; Baeck­er, Dirk (Hrsg.): Ein­führung in die Sys­temthe­o­rie, (Ver­lag Carl-Auer-Sys­teme) Hei­del- berg 2002, S. 265–312, 347 S.
  • Renn, Ortwin: Die Psy­cholo­gie des Risikos – Die intu­itive Erfas­sung tech­nis­ch­er Risiken, in: Energiewirtschaftliche Tages­fra­gen, 40. Jahrgang, Heft 8, 1990, S. 558 – 567.
  • Renn, Ortwin; Webler, Thomas: Kon­flik­t­be­wäl­ti­gung durch Koop­er­a­tion in der Umwelt­poli­tik. The­o­retis­che Grund­la­gen und Hand­lungsvorschläge, Tagung­sun­ter­lage, über­ar­beit­ete Fas­sung eines Vor­trags vom 24.6.93 anlässlich der 6. oikosKon­ferenz an der Hochschule St. Gallen, Schweiz 1993, S. 11–52.
  • Siegrist, Michael: Die Bedeu­tung von Ver­trauen bei der Wahrnehmung und Bew­er­tung von Risiken, Arbeits­bericht Nr. 197 / Sep­tem­ber 2001, (Akademie für Tech­nikfol­gen­ab­schätzung in Baden-Würt­tem­berg) Stuttgart 2001, 85 S.
  • Sla­by, Mar­tin; Urban, Dieter: Ver­trauen und Risikoakzep­tanz – Zur Rel­e­vanz von Ver­trauen bei der Bew­er­tung neuer Tech­nolo­gien, in: SISS: Schriften­rei­he des Insti­tuts für Sozial­wis­senschaften der Uni­ver­sität Stuttgart No. 2 / 2002, (Uni­ver­sität Stuttgart) Stuttgart 2002, 23 S.
  • Wein­ert, Ans­fried B.: Organ­i­sa­tions- und Per­son­alpsy­cholo­gie, 5. voll­ständig über­ar­beit­ete Auflage, (Beltz Ver­lag) Wein­heim Basel, 2004, 831 S.
  • 1 Arbeitss­chutz als Kul­tur­prob­lem – Teil I: Unbe­wältigte Kul­tu­run­ter­schiede ver­hin­dern Sicher­heit­skul­tur
  • 2 vgl.: Luh­mann, Niklas: Soziale Sys­teme, in: Luh­mann, Niklas; Baeck­er, Dirk (Hrsg.): Ein­führung in die Sys­temthe­o­rie, (Ver­lag Carl-Auer-Sys­teme) Hei­del­berg 2002, S. 288.
  • 3 vgl.: Sla­by, Mar­tin; Urban, Dieter: Ver­trauen und Risikoakzep­tanz – Zur Rel­e­vanz von Ver­trauen bei der Bew­er­tung neuer Tech­nolo­gien, in: SISS: Schriften­rei­he des Insti­tuts für Sozial­wis­senschaften der Uni­ver­sität Stuttgart No. 2 / 2002, (Uni­ver­sität Stuttgart) Stuttgart 2002, S. 8.
  • 4 vgl.: Siegrist, Michael: Die Bedeu­tung von Ver­trauen bei der Wahrnehmung und Bew­er­tung von Risiken, Arbeits­bericht Nr. 197 / Sep­tem­ber 2001, (Akademie für Tech­nikfol­gen­ab­schätzung in Baden-Würt­tem­berg) Stuttgart 2001, S. 49.
  • 5 vgl.: Luh­mann, Niklas: Ver­trauen – Ein Mech­a­nis­mus der Reduk­tion sozialer Kom­plex­ität, 3. durchge­se­hene Auflage, (Fer­di­nand Enke Ver­lag) Stuttgart 1989, S. 8.
  • 6 vgl.: Anfang, Peter; Urban, Dieter: ”Ver­trauen” – sozi­ol­o­gisch betra­chtet. Ein Beitrag zur Analyse binär­er Inter­ak­tion­ssys­teme, in: SISS: Schriften­rei­he des Insti­tuts für Sozial­wis­senschaften der Uni­ver­sität Stuttgart, No. 1, 1994. S. 6.
  • 7 vgl.: Renn, Ortwin: Die Psy­cholo­gie des Risikos – Die intu­itive Erfas­sung tech­nis­ch­er Risiken, in: Energiewirtschaftliche Tages­fra­gen, 40. Jahrgang, Heft 8, 1990, S. 566.
  • 8 vgl.: Renn, Ortwin; Webler, Thomas: Kon­flikt- bewäl­ti­gung durch Koop­er­a­tion in der Umwelt­poli­tik. The­o­retis­che Grund­la­gen und Hand­lungsvorschläge, Tagung­sun­ter­lage, über­ar­beit­ete Fas­sung eines Vor­trags vom 24.6.93 anlässlich der 6. oikosKon­ferenz an der Hochschule St. Gallen, Schweiz 19, S. 27–28.
  • 9 vgl.: Haller, Matthias: Risiko-Man­age­ment und Risiko-Dia­log, in: Schüz, Matthias (Hrsg.): Risiko und Wag­nis – Die Her­aus­forderung der indus­triellen Welt, Band 1, (Ver­lag Gün­ther Neske) Pfullin­gen 1990, S. 252.
  • 10 vgl.: Renn, Ortwin; Webler, Thomas: Kon­flikt-bewäl­ti­gung durch Koop­er­a­tion in der Umwelt­poli­tik. The­o­retis­che Grund­la­gen und Hand­lungsvorschläge, Tagung­sun­ter­lage, über­ar­beit­ete Fas­sung eines Vor­trags vom 24.6.93 anlässlich der 6. oikos-Kon­ferenz an der Hochschule St. Gallen, Schweiz 1993, S. 27–28.
Autor
Dr. rer. nat. Peter Neurieder Dipl.-Geophysiker (univ.), Dipl.-Sicherheitsingenieur (FH), Arbeitss­chutz-Audi­tor (TÜV) Beauf­tragter für Umwelt- und Sicher­heits­fra­gen der Max-Planck-Gesellschaft Leit­er der Stab­sstelle HSE der MPG
Dieser und der kom­mende dritte Artikel stützen sich inhaltlich auf die Diplo­mar­beit des Autors zur Erlan­gung des akademis­chen Grades „Diplom-Sicher­heitsin­ge­nieur (FH)“ im Stu­di­en­gang Sicher­heit­stech­nik an der Tech­nis­chen Akademie Süd­west e.V. an der Fach­hochschule Kaiser­slautern (Uni­ver­si­ty of Applied Sci­ences). Die Diplo­mar­beit trug den Titel „Entwick­lung und Anwen­dung eines erweit­erten Konzepts der Risikokom­mu­nika­tion auf die Kom­mu­nika­tion von Arbeitss­chutzrisiken unter beson­der­er Berück­sich­ti­gung von sys­tem- und milieube­d­ingten Kul­tu­run­ter­schieden“, wurde am 15.6.2013 ein­gere­icht und im August 2013 mit der Note 1,0 bew­ertet. Die TAS Stiftung Weit­er­bil­dung würdigte diese Leis­tung mit einem Son­der­preis.
Da die Arbeit einen Sper­rver­merk trägt, wurde von direk­ten Zitat­en aus der Arbeit sowie von der Auf­nahme der Arbeit in das Lit­er­aturverze­ich­nis dieses Artikels verzichtet.
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