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Gefahrbereichsabsicherung an Reifenheizpressen bei Continental

Wirtschaftlich und sicher
Gefahrbereichsabsicherung an Reifenheizpressen bei Continental

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Ein flex­i­bles Sys­tem zur Gefahrbere­ichsab­sicherung an Reifen­heiz­pressen sorgt beim Reifen­her­steller Con­ti­nen­tal für ein Opti­mum an Sicher­heit, Wirtschaftlichkeit und Ergonomie. An bis zu 16 Stan­dorten weltweit.

Die Reifen­her­stel­lung ist ein kom­plex­er Prozess, der hohe Anforderun­gen an Qual­ität und Sicher­heit stellt. Eine hochef­fiziente und hochflex­i­ble Pro­duk­tion ist unab­d­ing­bar, um die Anforderun­gen des Mark­ts hin­sichtlich Qual­ität und Wirtschaftlichkeit zu erfüllen. Unter rauen Umge­bungs­be­din­gun­gen gilt es, die Pro­duk­tion­s­maschi­nen sicher­er zu machen und die Qual­ität der Pro­duk­tion zu steigern. Das gilt auch für die Reifen­heiz­pressen, in der Autor­eifen ihre endgültige Form erhal­ten. Reifen­rohlinge, die aus mehreren Schicht­en Gum­mi beste­hen, wer­den unter Druck in ihre endgültige Form gepresst. Sie bekom­men ihr Pro­fil eingeprägt und erhal­ten die Seit­en­wand­markierun­gen des Her­stellers und die geset­zlich vorgeschriebe­nen Angaben. Bei diesem Vor­gang wer­den die Reifen bei Tem­per­a­turen von über 150° C vulka­nisiert. Dieser Vor­gang dauert je nach Größe der Reifen zwis­chen 12 und 25 Minuten, bei größeren Reifen auch länger. Meist bedi­ent ein Arbeit­er daher mehrere Reifen­heiz­pressen simultan.
Im Rah­men eines inter­na­tionalen Pro­jek­ts verbessert Con­ti­nen­tal zusam­men mit Experten von Sick die Sicher­heit an den Reifen­heiz­pressen, die an 16 Stan­dorten weltweit im Ein­satz sind. Zen­trale Anforderung an das Pro­jekt ist dabei, sowohl die Pressen mit einem weltweit ein­heitlichen Sicher­heit­skonzept auszus­tat­ten als auch ein Höch­st­maß an Ergonomie und Flex­i­bil­ität zu erreichen.
Sicher­heit­skonzept
Aus­gangspunkt für das Pro­jekt bei Con­ti­nen­tal war eine umfassende Risikobeurteilung ver­schieden­er typ­is­ch­er Reifen­heiz­pressen. Dabei hat Con­ti­nen­tal von Beginn an mit einem inter­na­tionalen Team gear­beit­et, um die Akzep­tanz für die Umset­zung im gesamten Unternehmen zu erhöhen. Zusät­zlich haben Mitar­beit­er von Sick Safe­ty Ser­vices eine externe Risikobeurteilung durchge­führt. So kon­nte sich Con­ti­nen­tal eine zweite Mei­n­ung ein­holen und die eige­nen Erken­nt­nisse verifizieren.
Diese umfassenden Erken­nt­nisse sind schließlich in ein Sicher­heit­skonzept einge­flossen. Es berück­sichtigt alle mech­a­nis­chen Gefahren an der Vorder­seite der Presse, aber auch seitlich, hin­ter und unter­halb der Presse. Das Sicher­heit­skonzept mit Vor­gaben für die Umset­zung der Sicher­heit­slö­sun­gen ist die Grund­lage für den weltweit­en Roll­out. So gibt es für die seitliche und hin­tere Absicherung der Pressen ver­schiedene Absicherungsmöglichkeit­en wie Sicher­heits-Lichtvorhänge, aber auch Schutztüren oder Bar­ri­eren mit Sicher­heitss­chal­tern. Unter der Presse kom­men tren­nende Schutzein­rich­tun­gen zum Ein­satz. Für die wichtig­ste Gefahren­bere­ichsab­sicherung an der Vorder­seite der Presse, an der Arbeit­er die Presse bedi­enen, sind Sicher­heits-Laser­scan­ner am besten geeignet..
Auf dieser Basis hat Con­ti­nen­tal einen Ver­gle­ich ver­schieden­er Sicher­heit­san­bi­eter durchge­führt. Dabei waren den Inge­nieuren des Reifen­her­stellers nicht nur die reinen Sicher­heit­skom­po­nen­ten wichtig. Sie haben auch die Ange­bote der Liefer­an­ten für Pro­jek­t­be­gleitung, weltweit ver­füg­bare und zer­ti­fizierte Sicher­heitsser­vices sowie weit­ere Dien­stleis­tun­gen und zusät­zlich­es Know-how zur Unter­stützung bei Umset­zung und Roll­out des Pro­jek­ts berück­sichtigt. Dazu zählen z. B. das Erstellen der Elek­trodoku­men­ta­tion, die Inbe­trieb­nahme sowie die wichtige finale sicher­heit­stech­nis­che Abnahme der Mas­chine im jew­eili­gen Land. Am Ende hat sich Con­ti­nen­tal dafür entsch­ieden, das Pro­jekt mit Pro­duk­ten und Ser­vices von Sick umzusetzen.
Schutzfeldüberwachung
Neben hohen Sicher­heit­san­forderun­gen spie­len für Con­ti­nen­tal auch Wirtschaftlichkeit und hohe Akzep­tanz bei den Maschi­nenbe­di­enern eine entschei­dende Rolle. Hohe Flex­i­bil­ität beim Bedi­enen benach­barter Maschi­nen und Nutzen räum­lich­er Gegeben­heit­en waren wichtige Fak­toren für diese App­lika­tion. Aber auch die Inte­gra­tion aller Sicher­heit­skom­po­nen­ten ein­er Mas­chine bei kurzen Abschaltzeit­en und eine schnelle Inbe­trieb­nahme waren wichtig.
Diesen Anforderun­gen hat sich Sick gestellt – und für Con­ti­nen­tal eine bis dahin weltweit einzi­gar­tige Lösung entwick­elt. Der Sicher­heits-Laser­scan­ner S3000 und die Sicher­heits-Steuerung Flexi Soft kön­nen jet­zt bis zu vier Schutzfelder gle­ichzeit­ig überwachen. Die Flex­i­bil­ität des S3000, aber auch die Erfahrung der Entwick­ler bei Sick haben das möglich gemacht.
Nur ein Sicher­heits-Laser­scan­ner deckt also bis zu vier Schutzfelder simul­tan ab, d. h. ohne Schutzfel­dum­schal­tung und somit ohne zusät­zliche Reak­tion­szeit­en und über­flüs­sige Sicher­heitsab­schal­tun­gen benach­barter Maschi­nen. So kön­nen vier Gefahr brin­gende Bewe­gun­gen, sowohl ein­er Mas­chine als auch von benach­barten Anla­gen­teilen, abgesichert wer­den. Dies gewährleis­tet ein Höch­st­maß an Flex­i­bil­ität beim Bedi­enen nebeneinan­der arbei­t­en­der Maschi­nen und Pro­duk­tion­sprozesse bei min­i­malem Hardwareaufwand.
Simul­tane Überwachung
Beim Sicher­heits-Laser­scan­ner S3000 ist für das Überwachen der simul­ta­nen Schutzfelder kein Umschal­ten und sequen­zielles Auswerten der Schutzfelder notwendig – im Gegen­satz zum zeitlich aufeinan­der­fol­gen­den Umschal­ten einzel­ner Schutzfelder. Daher ist die Reak­tion­szeit um ein Vielfach­es schneller als in ver­gle­ich­baren Sys­temkon­fig­u­ra­tio­nen mit anderen Sicher­heits-Laser­scan­nern am Markt. Schutzfelder kön­nen so deut­lich klein­er und damit fläch­en­ef­fizien­ter aus­gelegt wer­den. Alles, was der S3000 mit einem Scan erfasst, meldet der Sicher­heits-Laser­scan­ner direkt an die Sicher­heits-Steuerung Flexi Soft. In dieser lassen sich kom­fort­a­bel Abschaltp­fade und das Abschaltver­hal­ten konfigurieren.
Weltweit­er Rollout
Das beste Sicher­heit­skonzept hil­ft nichts, wenn man es nicht erfol­gre­ich umset­zt. Und genau diese Umset­zung, zusam­men mit ein­er hohen Betrieb­ssicher­heit weltweit, war Con­ti­nen­tal von Beginn an wichtig. „Es muss sich­er sein, dass die Pressen auch wirk­lich sich­er sind“, betont Timo Kuss, Glob­aler Pro­jek­tleit­er und Plant Engi­neer­ing Man­ag­er bei Con­ti­nen­tal in Aachen. „Und dafür brauchen wir einen Part­ner, der die notwendi­gen Dien­stleis­tun­gen und Maschi­nen­ab­nah­men auch weltweit ver­lässlich anbi­eten und durch­führen kann.“ Aktuell begleit­et Sick den Roll­out des Sicher­heit­skonzepts Schritt für Schritt par­al­lel in bis zu 16 Län­dern weltweit. Das bein­hal­tet: Kick-off-Meet­ings vor Ort, ergänzende Risikobeurteilun­gen an den jew­eili­gen Pro­duk­tion­s­stan­dorten, um spez­i­fis­che regionale Sicher­heit­srisiken zu erken­nen. Des Weit­eren die Begleitung beim Durch­führen von Pilot­pro­jek­ten, die Liefer­ung notwendi­ger Sicher­heit­skom­po­nen­ten sowie die Inbe­trieb­nahme des Sicher­heitssys­tems; und let­ztlich die sicher­heit­stech­nis­che Abnahme gegen die Spez­i­fika­tion. Darum küm­mern sich zer­ti­fizierte Sicher­heitsspezial­is­ten von Sick, die weltweit vor Ort ver­füg­bar sind.
Damit noch nicht genug: Umset­zung und ver­lässlich­er Betrieb des Sicher­heit­skonzepts machen auch eine umfassende Doku­men­ta­tion erforder­lich. Dabei unter­stützt Sick den Reifen­her­steller mit Tatkraft und Kom­pe­tenz. So erstellt das Team von Sick für Con­ti­nen­tal eine Betrieb­san­leitung für den sicher­heit­stech­nis­chen Teil der Reifen­heiz­pressen und sorgt für Wartungsan­leitun­gen. Selb­stver­ständlich in der jew­eili­gen Landessprache.
Weit­ere Informationen:
Jochen Ost Busi­ness Unit Man­ag­er Safe­ty Ser­vices & Solutions
Har­ald Schmidt Pro­jek­tleit­er Safe­ty Ser­vices & Solu­tions und TÜV-zer­ti­fiziert­er Experte für Funk­tionale Sicher­heit Bei­de Divi­sion Indus­tri­al Safe­ty Sys­tems der SICK AG, Wald­kirch www.mysick.com/applikationen www.sick.com
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