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Gemein­sam mehr errei­chen

Humanstudie Bitumen
Gemein­sam mehr errei­chen

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BG BAU Herrn Dr. Rein­hold Rühl Hunge­ner Straße 6 60389 Frank­furt am Main

Vor Toxi­ko­lo­gen, Arbeits­me­di­zi­nern und Fach­leu­ten der Bitu­men­her­stel­len­den und –verar­bei­ten­den Indus­trie aus den USA und Europa hat der Gesprächs­kreis BITUMEN im Okto­ber 2009 bei der Joseph Vögele AG in Mann­heim die Human­stu­die Bitu­men vorge­stellt.
Die vom Forschungs­in­sti­tut für Arbeits­me­di­zin der DGUV durch­ge­führte Studie konnte keine star­ken Auswir­kun­gen der Emis­sio­nen aus heißem Bitu­men auf die Lungen­funk­tion fest­stel­len.
Unter Führung von Prof. Dr. Monika Raulf-Heimsoth wurden im Rahmen der Human­stu­die bei 500 Arbei­tern auf 74 Baustel­len vor und nach der Arbeits­schicht Lungen­funk­ti­ons­mes­sun­gen durch­ge­führt sowie u.a. Blut­pro­ben und Urin der Beschäf­tig­ten im Labor unter­sucht. Zudem wurde die Expo­si­tion der Beschäf­tig­ten während der Schicht von der Berufs­ge­nos­sen­schaft der Bauwirt­schaft ermit­telt.
„Eine 24-monatige Ratten-Inhalationsstudie am Fraunhofer-Institut in Hanno­ver, eine euro­pa­weite epide­mio­lo­gi­sche Studie bei Asphalt­ar­bei­tern und eine Haut­pin­se­lungs­stu­die an Mäusen in den USA hatten bereits den Verdacht auf eine krebs­er­zeu­gende Wirkung der Dämpfe und Aero­sole aus Bitu­men bei der Heiss­ver­ar­bei­tung ausge­räumt“, so Dr. Rein­hold Rühl, Obmann des Gesprächs­krei­ses BITUMEN. Der Gesprächs­kreis BITUMEN arbei­tet seit 1997 an der Abklä­rung und Mini­mie­rung mögli­cher Gesund­heits­ge­fah­ren durch Dämpfe und Aero­sole aus Bitu­men.
Bei der Ratten­in­ha­la­ti­ons­stu­die sowie einer inten­si­ven arbeits­me­di­zi­ni­schen Betreu­ung aller Guss­asphalt­ar­bei­ter waren Atem­weg­rei­zun­gen fest­ge­stellt worden. Diese Ergeb­nisse hat nun die Human­stu­die Bitu­men bestä­tigt. Guss­asphalt wird deshalb seit Anfang 2008 nur noch bei Tempe­ra­tu­ren unter 230°C einge­setzt. Damit liegen die Expo­si­tio­nen nicht mehr bei bis zu 60 mg/m³ Dämpfe und Aero­sole aus Bitu­men, sondern unter 10 mg/m³. Möglich wurde dies mit der in Deutsch­land entwi­ckel­ten Tech­nik des tempe­ra­tur­ab­ge­senk­ten Einbaus von Asphalt, die auch bei Walz­asphalt einge­setzt werden kann. Diese inno­va­tive Tech­nik spart Ener­gie ein, es wird weni­ger CO2 in die Luft abge­ge­ben und es werden viele weitere Vorteile genutzt. Ein Sach­stands­be­richt zum tempe­ra­tur­ab­ge­senk­ten Einbau von Asphalt wurde eben­falls in Mann­heim vorge­stellt.
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