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Vergleich der neuen TRBS 1201 mit der vorhergehenden Version

Gleich ist nicht gleich gleich

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Am 17. Okto­ber 2012 wurde im gemein­sa­men Minis­te­ri­al­blatt die Neufas­sung der Tech­ni­schen Regel für Betriebs­si­cher­heit (TRBS) 1201 „Prüfun­gen von Arbeits­mit­teln und über­wa­chungs­be­dürf­ti­gen Anla­gen“ in der Fassung von August 2012 veröf­fent­licht. Sie löst damit die bisher gültige Fassung mit letz­ten Ände­run­gen vom 25. Juni 2009 ab. Hat sich etwas getan, entge­gen anders­lau­ten­der Aussa­gen?

Dipl.-Ing. Rainer Rott­mann

Mit der Über­ar­bei­tung der TRBS 1201 sollte eine bessere Anwend­bar­keit und Lesbar­keit erreicht werden, ohne dass dabei inhalt­li­che Ände­run­gen der Prüfan­for­de­run­gen beab­sich­tigt waren. Betrach­tet man zunächst einmal ober­fläch­lich die neue TRBS, so ist diese etwas umfang­rei­cher gewor­den (23 gegen­über 20 Seiten). Man stellt auch schnell fest, dass ein neuer Anhang mit zwei Tabel­len (Tabelle 1 – Prüfun­gen vor Inbe­trieb­nahme, Tabelle 2 – Bewährte Prüf­fris­ten für wieder­keh­rende Prüfungen/Überprüfungen) aufge­nom­men wurde. Insge­samt also eine lobens­werte Initia­tive, um die TRBS zukünf­tig leich­ter in die Praxis umset­zen zu können.
Betrach­tet man die neue TRBS 1201 jedoch genauer, sind trotz der Ziel­set­zung, alles beim Alten zu belas­sen, einige wesent­li­che Ände­run­gen fest­zu­stel­len. Grund genug also, diese im Rahmen einer Synopse darzu­stel­len.
Aus Grün­den der Darstell­bar­keit wurden jedoch nur die wesent­lichs­ten Ände­run­gen gegen­über­ge­stellt und kommen­tiert.
Fazit
Die Neufas­sung der TRBS 1201 enthält nun viele sinn­volle Korrek­tu­ren, welche das „Hand­ling“ gegen­über der vorher­ge­hen­den Version deut­lich verbes­sern. Insbe­son­dere die Tabel­len im Anhang dürf­ten als Anhalts­werte für die Fest­le­gung von Prüf­um­fän­gen, Prüf­fris­ten und letzt­end­lich auch der jewei­li­gen Prüferqua­li­fi­ka­tion in der Praxis begrüßt werden.
Ande­rer­seits ist man in Zeiten der allge­mei­nen Dere­gu­lie­rung schon über­rascht, wenn z. B. in Abschnitt 4.2.2 nun deut­lich schär­fere Anfor­de­run­gen an die Aufzeich­nun­gen von Prüfun­gen gestellt werden. Auch das Umsor­tie­ren ganzer Abschnitte wird nicht unbe­dingt Freude berei­ten, wenn man nun z. B. die eige­nen und bishe­ri­gen Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen auf die aktu­el­len Verweise korri­gie­ren muss. Umso ärger­li­cher ist dies, wenn auf dem Titel­blatt dieser tech­ni­schen Regel ausdrück­lich das Ziel ausge­spro­chen wird, dass keine inhalt­li­chen Verän­de­run­gen beab­sich­tigt sind und diese doch nur aus dem mühsa­men 1:1‑Vergleich beider Versio­nen hervor­ge­hen!
Unter’m Strich betrach­tet wäre es deshalb für die Zukunft wünschens­wert, wenn wesent­li­che Ände­run­gen entwe­der bereits in der neuen Version selbst deut­lich gekenn­zeich­net werden oder zeit­gleich mit der Neufas­sung eine sepa­rate Erläu­te­rung veröf­fent­licht wird, aus welcher die Ände­run­gen hervor­ge­hen.
Autor
Dipl.-Ing. Rainer Rott­mann r.rottmann@ish.de
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