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Neue Arbeits­gruppe „Hand­schuh­in­halts­stoffe“

Aufklärung und Versachlichung
Neue Arbeits­gruppe „Hand­schuh­in­halts­stoffe“

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BVH e.V. Dr. Birgit Zuther Skager­rak­str. 72 46149 Ober­hau­sen

„Schad­stoffe“, „bedenk­li­che“ oder „umstrit­tene“ Inhalts­stoffe, Aller­gien durch Hand­schuhe – nicht selten werden Schutz­hand­schuhe als Gefahr­stoff­quelle darge­stellt, die die Gesund­heit schä­di­gen.
Tatsa­che ist, dass bei der Herstel­lung von Schutz­hand­schu­hen Chemi­ka­lien notwen­dig sind, da erst durch deren Zugabe Hand­schuhe mit defi­nier­ten Eigen­schaf­ten und Leis­tun­gen produ­zier­bar sind. Chemi­ka­lien sind erfor­der­lich, um den Komfort zu erhö­hen oder die Leis­tung des Hand­schuhs zu verbes­sern. Aber: Werden Chemi­ka­lien in Produk­ti­ons­pro­zes­sen verwen­det, ist dies kein ausrei­chen­des Bewer­tungs­kri­te­rium, um eine gesund­heit­li­che Schä­di­gung daraus abzu­lei­ten!
Eine Schä­di­gung kann nur dann statt­fin­den, wenn gewisse Stoffe selbst bei bestim­mungs­ge­mä­ßer Verwen­dung in ausrei­chen­der Menge aus dem Hand­schuh­ma­te­rial frei­ge­setzt werden.
Seriöse Herstel­ler betrei­ben einen hohen Aufwand, um sichere Produkte anbie­ten zu können. Bei bestehen­den Sensi­bi­li­sie­run­gen auf Hand­schuh­in­halts­stoffe soll­ten andere Produkte verwen­det werden, die das entspre­chende Aller­gen nicht enthal­ten. Es hat sich in der Praxis jedoch schon oft gezeigt, dass selbst bei bestehen­der Sensi­bi­li­sie­rung auf z.B. Dithio­car­ba­mate quali­ta­tiv hoch­wer­tige Hand­schuhe, die diesen Stoff als Acce­le­ra­tor nutzen, gut vertra­gen werden, da er in gebun­de­ner Form vorliegt und nicht heraus­ge­löst werden kann.
Durch die Analy­se­tech­nik werden die nach­weis­ba­ren Mindest­men­gen zudem immer gerin­ger, so dass in jedem Produkt – sei es ein Hand­schuh oder z.B. ein Klei­dungs­stück – Stoffe gefun­den werden, die „bedenk­lich“ sind. Zur Bestim­mung von Chemi­ka­lien soll­ten keine Prüf­ver­fah­ren verwen­det werden, die fern jegli­cher Reali­tät sind und mit der Praxis nichts gemein­sam haben. „Detek­tion“ ist keines­wegs gleich­be­deu­tend mit gesund­heit­li­cher Schä­di­gung! Leider wird dies oft verges­sen. Um hier künf­tig Unter­stüt­zung zu bieten, wurde im Juni 2009 das BVH-Expertenteam „Hand­schuh­in­halts­stoffe“ gegrün­det. Ziel des Exper­ten­teams ist es, alle Fragen zum Thema Hand­schuh­in­halts­stoffe sach­lich und fach­lich korrekt zu bear­bei­ten, ggf. als Stand­punkt der Hand­schuh­bran­che zu erar­bei­ten, nach außen darzu­stel­len und zu vertre­ten. Eine erste Veröf­fent­li­chung wird in der nächs­ten Ausgabe des Sicher­heits­in­ge­nieur 11/09 erschei­nen.
A+A 2009: Halle 9, Stand B55. Alle BVH Info-Schriften wurden aktua­li­siert und werden in neuer Auflage erst­mals auf der Messe als kosten­lose CD präsen­tiert.
Bundes­ver­band Hand­schutz e.V.
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