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Planungsprozesse optimieren

CE-Praxissoftware für sicherheitstechnisches Projektmanagement
Planungsprozesse optimieren

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Erfahrung, Kun­den­wün­sche und die Ergeb­nisse zahlre­ich­er Experten- und Entwick­lungsmeet­ings sind in die Neuen­twick­lung der CE-Praxis­soft­ware Saf­ex­pert einge­flossen. Mit Saf­ex­pert 8.0 geht das com­puterun­ter­stützte sicher­heit­stech­nis­che Pro­jek­t­man­age­ment in eine neue Gen­er­a­tion. Wie sehen die neuen Meth­o­d­en des com­puterun­ter­stützten sicher­heit­stech­nis­chen Engi­neer­ings aus?

Ing. Hel­mut Frick

Die CE-Kennze­ich­nung bildet den for­malen Abschluss der Entwick­lung ein­er Mas­chine oder Anlage. Mit der Unter­schrift unter die Kon­for­mität­serk­lärung bestätigt der Her­steller, dass das Erzeug­nis allen geset­zlichen Anforderun­gen der ein­schlägi­gen EU-Richtlin­ien entspricht.
Während die CE-Kennze­ich­nung in vie­len Unternehmen über mehrere Jahre etwas stiefmüt­ter­lich behan­delt wurde, haben die Unternehmen zwis­chen­zeitlich die Weichen gestellt – aus gutem Grund: Käufer acht­en bere­its vor der Bestel­lung ver­mehrt auf sicher­heit­stech­nis­che Qual­itätsmerk­male der Her­steller. Es ist für Maschi­nen- und Anla­gen­bauer wichtig, ihren Kun­den glaub­haft darstellen zu kön­nen, dass die geset­zlichen sicher­heit­stech­nis­chen Anforderun­gen in entsprechen­der Weise in die Pro­duk­tentste­hung­sprozesse imple­men­tiert wer­den und zwar in allen betrof­fe­nen Bere­ichen. Dies bet­rifft neben der Pla­nung und Kon­struk­tion auch die Abteilun­gen Einkauf und Verkauf! Hier wer­den die Weichen gestellt. Nicht sel­ten kla­gen Kol­le­gen aus der Kon­struk­tion, die vom Verkauf ver­sproch­enen Zusagen nicht erfüllen zu kön­nen, zumin­d­est nicht zu den kalkulierten Kosten. Oder es fehlen klare Vor­gaben des Kun­den. Die in EN ISO 12100 definierten „Gren­zen der Mas­chine“ wer­den nicht in entsprechen­der Weise kom­mu­niziert. Zusät­zlich ergeben sich Schnittstellen zu Sub­liefer­an­ten. Let­ztlich entschei­det das schwäch­ste Glied in der Kette über die Qual­ität der CE-Kennzeichnung.
Es ist also beson­ders wichtig, dass alle in den Pro­duk­tentste­hung­sprozessen beteiligten Per­so­n­en, Abteilun­gen und sog­ar Unternehmen in opti­maler Weise zusam­men­wirken (siehe Abb. 1). An allen möglichen Stellen wer­den zu unter­schiedlichen Zeit­punk­ten Entschei­dun­gen getrof­fen, ins­beson­dere auch auf Grund der pro­jek­t­be­glei­t­en­den Risikobeurteilun­gen. Dabei ist es wichtig, dass die beteiligten Per­so­n­en immer aktuelle Zugriffe auf Las­ten­hefte, bere­its beste­hende Pro­jek­t­doku­men­ta­tio­nen und ins­beson­dere auch auf ein­schlägige Nor­men und Richtlin­ien haben. Ger­ade angesichts des all­ge­gen­wär­ti­gen Zeit- und Kos­ten­drucks sind Unternehmen um Stan­dar­d­isierun­gen bemüht. Es wird gerne auf Vor­la­gen oder auf bewährte Lösun­gen aus anderen Pro­jek­ten zurückgegriffen.
Aber Vor­sicht!
Lösun­gen, die bei einem früheren Pro­jekt noch dem Stand der Tech­nik entsprochen haben, kön­nten zwis­chen­zeitlich nicht mehr tauglich sein. Stu­pides Kopieren sollte ver­mieden wer­den! Es ist beson­ders wichtig, bei der Wiederver­wen­dung beste­hen­der Lösun­gen zu prüfen, ob diese noch dem Stand der Nor­mung und dem Stand der Tech­nik entsprechen.
Genau hier set­zt Saf­ex­pert 8.0 an: Bei der Über­nahme von Lösun­gen aus der Maß­nah­men­bib­lio­thek oder aus einem anderen Pro­jekt wird automa­tisch geprüft, ob die für die jew­eili­gen Maß­nah­men herange­zo­ge­nen Nor­men noch aktuell sind. Saf­ex­pert meldet eventuelle Änderungen.
Aber auch bei jedem Öff­nen eines Pro­jek­ts prüft Saf­ex­pert automa­tisch, ob die auf bes­timmten Nor­men basieren­den Lösun­gen zur Risiko­min­derung noch dem aktuellen Stand entsprechen. Dadurch erfol­gt eine kon­tinuier­liche soft­waretech­nis­che Überwachung auch aller bere­its als „Erledigt“ markierten Maß­nah­men. Dies ist ins­beson­dere bei Pro­jek­ten mit etwas län­geren Laufzeit­en beson­ders wichtig, da mit der CE-Kennze­ich­nung die Kon­for­mität zum Zeit­punkt des Inverkehrbrin­gens gegeben sein muss.
Basis für diese kon­tinuier­lichen Aktu­al­ität­sprü­fun­gen bildet das Mod­ul Saf­ex­pert Nor­m­Man­ag­er und der damit ver­bun­dene Zugriff auf die Inter­net Nor­men­daten­bank am Saf­ex­pert Live Server.
Spezielle Branchen­lö­sun­gen
Beson­ders nüt­zlich­es Spezial­wis­sen enthal­ten Pro­duk­t­nor­men (C‑Normen). Die erste wichtige Hürde bei der Nutzung dieser wertvollen Doku­mente ist, die passende Norm zu find­en. Dabei unter­stützen die ein­fachen Such­funk­tio­nen des Nor­m­Man­agers sowie die Möglichkeit­en, Unternehmensfa­voriten und per­sön­liche Favoriten zu verwalten.
Aber wie kann das in C‑Normen vorhan­dene Know-how möglichst effizient genutzt wer­den? Auch hier bietet Saf­ex­pert 8.0 ein inno­v­a­tives Konzept.
Auf Basis von C‑Normen kön­nen Querver­weis­lis­ten erstellt wer­den. Mit­tels eines weltweit ein­deuti­gen Glob­al Saf­ex­pert Iden­ti­fiers (GSI) erfol­gt die Zuord­nung zu einzel­nen Gefährdun­gen der Gefährdungsliste nach der har­mon­isierten Norm EN ISO 12100:2010. Durch einen Dop­pelk­lick auf den Querver­weis wird direkt die europäis­che Norm an der entsprechen­den Stelle im pdf-For­mat im Orig­inal­text (!) angezeigt. Konkrete Vor­gaben zu Kon­struk­tions­de­tails sind so für alle Anwen­der immer in möglichst aktueller Form griffbereit.
Risikobeurteilung mit System
Mächtige Sortier­funk­tio­nen erlauben eine Darstel­lung der Risikobeurteilung nach den in der passenden Querver­weis­liste ange­führten Nor­menkapiteln. Dies bedeutet, dass im ersten Durch­gang bei der Durch­führung ein­er Risikobeurteilung die „sig­nifikan­ten Gefährdun­gen“ der C‑Norm behan­delt wer­den kön­nen, die naturgemäß einen Großteil der an der Mas­chine rel­e­van­ten Gefährdun­gen darstellen.
Zusät­zlich kann die Risikobeurteilung in vier anderen Ansicht­en dargestellt wer­den. So ist zum Beispiel ersichtlich, welche Gefährdun­gen an welchen Gefahren­stellen beste­hen oder welchen Gefährdun­gen in bes­timmten Leben­sphasen auftreten, wie zum Beispiel beim Reini­gen, Umrüsten oder im Nor­mal­be­trieb. In der Stan­dar­d­an­sicht nach EN ISO 12100 ist zudem auf einen Blick ersichtlich, welche Gefährdun­gen durch die Abar­beitung der C‑Norm noch nicht behan­delt wur­den (siehe Abb. 2). Abschließend kann in der Ansicht nach Anhang I der Maschi­nen­richtlin­ie geprüft wer­den, ob die grundle­gen­den Sicher­heits- und Gesund­heitss­chutzan­forderun­gen erfüllt sind.
Wie bish­er kann Saf­ex­pert in allen Bere­ichen an unternehmensspez­i­fis­che Bedürfnisse angepasst wer­den. Auch eigene Querver­weis­lis­ten zu Kon­struk­tion­shand­büch­ern, Wer­knor­men oder QM-Doku­menten kön­nen so ein­fach erstellt wer­den. Fir­menin­ternes Spezial­wis­sen kann dadurch allen Pro­jek­t­beteiligten ziel­ge­nau zur Ver­fü­gung gestellt werden.
Auch die eige­nen Querver­weis­lis­ten kön­nen über den Saf­ex­pert Nor­m­Man­ag­er ver­wal­tet und aktu­al­isiert wer­den. Dadurch kann Saf­ex­pert prüfen, welche Maß­nah­men an welchen Gefahren­stellen von eventuellen Änderun­gen betrof­fen sind.
Stan­dar­d­isierte Querverweislisten
Je nach C‑Norm erfordert die Her­stel­lung branchen­spez­i­fis­ch­er Querver­weis­lis­ten spezielles sicher­heit­stech­nis­ches Know-how. Spezial­is­ten der TÜV Rhein­land Indus­trie Ser­vice GmbH entwick­eln bere­its an branchen­spez­i­fis­chen Querver­weis­lis­ten für diese Maschinengattungen:
  • Fahrbare Hubar­beits­büh­nen
  • Hän­gende Personenaufnahmemittel
  • Hebe­büh­nen – Mast­ge­führte Kletterbühnen
  • Ver­tikale Plat­tfor­maufzüge für Behinderte
  • Mech­a­nis­che, hydraulis­che und pneu­ma­tis­che Pressen
  • Industrieroboter/Integrierte Fer­ti­gungssys­teme
  • Nor­men­rei­he Krane
  • Nor­men­rei­he Stetigförder­er und Systeme
  • Elek­trische, hydraulis­che und pneu­ma­tis­che Aus­rüs­tung von Maschinen.
Weit­ere Lis­ten wer­den nach Bedarf erstellt. Es ist geplant, diese Lis­ten in der­sel­ben Weise wie Nor­men am Saf­ex­pert Live Serv­er im Rah­men spezieller Wartungsverträge anzu­bi­eten und zu aktu­al­isieren. Die Lis­ten kön­nen aber auch indi­vidu­ell hergestellt und in Saf­ex­pert importiert wer­den. Selb­stver­ständlich wer­den zu allen Querver­weis­lis­ten auch die dazu passenden C‑Normen im Voll­text mit direk­ten Sprungzie­len zu den passenden Nor­men­stellen angeboten.
Aktu­al­itätscheck
Eine zen­trale Schwierigkeit in nahezu allen Unternehmen stellt die Klärung dieser Fra­gen dar:
  • Welche Nor­men haben sich geändert?
  • Welche Pro­jek­te sind davon betroffen?
  • Welche Mitar­beit­er im Unternehmen soll­ten über die Änderun­gen informiert werden?
Der Saf­ex­pert Aktu­al­isierungs-Assis­tent bietet seit mehreren Jahren diese Funk­tio­nen, um bei der Beant­wor­tung dieser Fra­gen zu unter­stützen: Im Zuge des Aktu­al­isierungslaufs wird anhand der Inter­net Nor­men­daten­bank am Saf­ex­pert Live Serv­er geprüft, welche Nor­men sich seit der let­zten Aktu­al­isierung geän­dert haben. Sie zeigt dies in ein­er über­sichtlichen Liste an. Darüber hin­aus prüft Saf­ex­pert, welche laufend­en Pro­jek­te von Änderun­gen betrof­fen sind. Zusät­zlich wer­den alle Per­so­n­en per E‑Mail informiert, wenn sich eine Norm geän­dert hat, die als „per­sön­lich­er Favorit“ markiert wurde.
Dieses Aktu­al­isierungskonzept wurde in Saf­ex­pert 8.0 auf Gefährdungslis­ten, Prüflis­ten und Querver­weis­lis­ten aus­gedehnt. Dadurch ist es sim­pel, Änderun­gen spez­i­fis­ch­er Vor­lage­dat­en weltweit an zen­traler Stelle zu warten und zu pfle­gen. Anhand der in Saf­ex­pert ver­füg­baren Sys­tem- und Pro­jek­t­dat­en kann Saf­ex­pert automa­tisch ermit­teln, welche Pro­jek­te und welche Per­so­n­en von diesen Änderun­gen betrof­fen sind. Dadurch führt Saf­ex­pert in weni­gen Sekun­den Aktu­al­ität­sprü­fun­gen durch, die im heuti­gen Pro­jek­t­geschäft manuell nicht finanzier­bar und wohl auch nicht durch­führbar wären.
Struk­tur von Anlagenprojekten
Auch bei der mod­u­laren Zusam­men­stel­lung von Anla­gen­pro­jek­ten geht Saf­ex­pert 8.0 neue Wege: Anla­gen wer­den aus Mod­ulen (Unter­pro­jek­ten) und Schnittstellen zusam­mengestellt. Gefahren­stellen kön­nen als „schnittstel­len­rel­e­vant“ gekennze­ich­net wer­den. Dadurch wer­den diese beim Hinzufü­gen in die Anla­gen­struk­tur auch auf der Ebene der Anlage automa­tisch als Gefahren­stellen angelegt. Der Her­steller der Anlage führt eine Risikobeurteilung für die Schnittstelle durch.
Die in den Unter­pro­jek­ten an den schnittstel­len­rel­e­van­ten Gefahren­stellen enthal­te­nen Doku­men­ta­tio­nen ste­hen den Kon­struk­teuren der Anlage zur Ver­fü­gung. Die Lösun­gen kön­nen über­nom­men und anschließend beliebig angepasst werden.
Bedi­enung und Handhabung
Dank der neuen und mod­er­nen Win­dows Benutze­r­ober­fläche ist Saf­ex­pert sehr ein­fach und intu­itiv zu bedi­enen. Pro­jek­t­man­ag­er und Sta­tus­funk­tio­nen liefern stets die gewün­scht­en Infor­ma­tio­nen über bere­its abgeschlossene und noch offene Punk­te oder Auf­gaben (siehe Abb. 4).
Alle Aus­drucke lassen sich inklu­sive der imple­men­tierten Fotos druck­en oder als pdf‑, Excel- oder Word-Datei exportieren. Durch die volle Net­zw­erk­fähigkeit entste­hen Pro­jek­t­doku­men­ta­tio­nen pro­jek­t­be­glei­t­end und dienen während der Pro­jek­tierung als ein­heitliche Kom­mu­nika­tion­splat­tform. Die Zusam­me­nar­beit in Pro­jek­t­teams wird optimiert.
Der neu inte­gri­erte Saf­ex­pert Mes­sen­ger informiert Anwen­der über offene Auf­gaben auch dann, wenn Saf­ex­pert nicht ges­tartet wurde. Die Instal­la­tion von Updates erfol­gt eben­so wie der Erwerb spezieller C‑Normen oder Querver­weis­lis­ten direkt via Internet.
Langfristigkeit und Sicherheit
Experten unter­stützen bei Bedarf die Imple­men­tierung der Soft­ware in die Unternehmen­sprozesse. Das Schu­lungskonzept wird an die Bedürfnisse der Kun­den und das Vor­wis­sen im Unternehmen angepasst. Saf­ex­pert wird als Float­inglizenz ange­boten. Dadurch ist eine kostengün­stige Ver­bre­itung für alle an den Pro­duk­tentste­hung­sprozessen beteiligten Per­so­n­en möglich.
Weit­ere Informationen:
IBF Automa­tisierungs- und Sicher­heit­stech­nik GmbH
Autor
Ing. Hel­mut Frick, Geschäfts­führer der IBF-Automa­tisierungs- und Sicher­heit­stech­nik GmbH
E‑Mail: office@ibf.at
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