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Potenziale optimal ausnutzen

Qualitätskriterien für Gefährdungsbeurteilungen Teil 2
Potenziale optimal ausnutzen

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Die Beurteilung der Arbeits­be­din­gun­gen, die „Gefährdungs­beurteilung“, gewin­nt an Bedeu­tung. Mit der Dereg­ulierung im Arbeitss­chutzrecht hat der Unternehmer erhe­blich mehr Gestal­tungsver­ant­wor­tung bekom­men. Statt wie früher in der Vorschrift konkrete Gestal­tung­sh­in­weise zu erhal­ten, hat der Unternehmer heute selb­st die Auf­gabe, die konkreten Kri­te­rien für seinen Betrieb festzule­gen. Dabei hat er erweit­erte Hand­lungsmöglichkeit­en – aber gle­ichzeit­ig auch eine erhe­blich erweit­erte Ver­ant­wor­tung für fach­liche Details. Was aber sind die Qual­ität­skri­te­rien für Gefährdungs­beurteilun­gen? Die Diskus­sion darüber begin­nt ger­ade erst.

3. Prax­is- und unternehmens­be­zo­genes Qual­ität­skri­teri­um: Gefährdungs­beurteilung als Instru­ment der Verbesserung
Eine wertschöp­fung­sori­en­tierte Gefährdungs­beurteilung inte­gri­ert die Poten­ziale des Arbeitss­chutzes im Unternehmen – und zwar als Beitrag zur Verbesserung der Hand­lungsabläufe. Das Poten­zial der Gefährdungs­beurteilung ist nicht aus­geschöpft, wenn sie den Betrieb lediglich darin unter­stützt, eine immer noch beträchtliche Vielzahl von Arbeitss­chutzvorschriften umzuset­zen und mit viel Papi­er zu doku­men­tieren. Durch Gefährdungs­beurteilun­gen sollen Arbeit­sun­fälle und Beruf­skrankheit­en ver­hin­dert wer­den. Doch auch das Ziel greift zu kurz. Die Poten­ziale der Gefährdungs­beurteilung beste­hen vielmehr in fol­gen­den Funk­tio­nen:
  • Gefährdungs­beurteilung als Bestandteil des Risiko­man­age­ments im Unternehmen. Eine Gefährdungs­beurteilung sollte Risiken, Prob­leme, mögliche Fehler sowie Störun­gen in den Arbeits- und Organ­i­sa­tion­sprozessen vorauss­chauend berück­sichti­gen, sodass ver­mei­d­bare Prob­leme tat­säch­lich ver­hin­dert wer­den. Eine solche Gefährdungs­beurteilung wird zum wesentlichen Bestandteil eines sys­tem­a­tis­chen und bewussten Risiko­man­age­ments der Arbeits- und Organ­i­sa­tion­s­gestal­tung sowie des Unternehmens ins­ge­samt. Diese wesentliche Funk­tion kann eine Gefährdungs­beurteilung aber nur dann erfüllen, wenn sie wertschöp­fung­sori­en­tiert ist.
  • Gefährdungs­beurteilung als Bestandteil der opti­malen Poten­zial- und Ressourcennutzung im Unternehmen. Mit Hil­fe ein­er Gefährdungs­beurteilung wer­den vorhan­dene Poten­ziale genutzt und Ressourcen im Arbeits- und Pro­duk­tion­sprozess möglichst opti­mal einge­set­zt. Sie gestal­tet Bedin­gun­gen, in denen Beschäftigte leis­tungs­bere­it und gesund sind, weil sie ihren Fähigkeit­en entsprechend einge­set­zt wer­den, weil sie aus­re­ichend informiert und geschützt sind (humane Ressourcen). Eine solche Gefährdungs­beurteilung schafft Bedin­gun­gen, in denen die Arbeit­sauf­gaben, Ver­ant­wortlichkeit­en und Weisungs­befug­nisse klar definiert sind, in denen Prozesse ohne Fehler und Störun­gen sowie präven­tiv geplant und vor­bere­it­et ablaufen und in denen eine aktivierende Führungskul­tur und ein gutes Betrieb­skli­ma vorhan­den sind (soziale Ressourcen). Eine wertschöp­fung­sori­en­tierte Gefährdungs­beurteilung entwick­elt Voraus­set­zun­gen, in denen geeignete Arbeitsmit­tel richtig, sich­er und mate­ri­alscho­nend einge­set­zt wer­den und in denen Kun­den und Beschäftigte nicht durch Arbeitsstoffe gefährdet wer­den (materielle Ressourcen). Eine prozes­sori­en­tierte Gefährdungs­beurteilung set­zt Umge­bungs­be­din­gun­gen der­art um, dass konzen­tri­ert, motiviert und pro­duk­tiv ohne Beein­träch­ti­gun­gen durch Lärm, Kli­ma oder Tem­per­a­turen (Raum-Ressourcen) gear­beit­et wer­den kann.
Die entschei­den­den Bestandteile eines kon­tinuier­lichen Verbesserungs- und Lern­prozess­es in Unternehmen sind sowohl sys­tem­a­tis­che Risiko­be­tra­ch­tung als auch opti­male Poten­zial- und Ressourcennutzung. Das Arbeitss­chutzge­setz hat mit der Gefährdungs­beurteilung ein Instru­ment geschaf­fen, das die Arbeits- und Organ­i­sa­tions­be­din­gun­gen wesentlich verbessert. Arbeitss­chutz im Zen­trum betrieblich­er Organ­i­sa­tion­sprozesse zu inte­gri­eren, ist eine große Chance. Diese Chance wird aber nur dann genutzt, wenn die Gefährdungs­beurteilung als ein Instru­ment der kon­tinuier­lichen Verbesserung wertschöp­fung­sori­en­tiert aufge­baut ist und vom Unternehmen als nüt­zlich wahrgenom­men wird.
4. Prax­is- und unternehmens­be­zo­genes Qual­ität­skri­teri­um: Unternehmer kön­nen das Instru­ment selb­st ein­set­zen
In der Diskus­sion mit Fachkräften für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzten ist immer wieder zu hören, dass es ihre Auf­gabe sei, die Gefährdungs­beurteilun­gen für den Unternehmer durchzuführen. Dies kön­nte durch die neue DGUV Vorschrift 2 sog­ar sug­geriert wer­den. Die Durch­führung der Gefährdungs­beurteilung durch die Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Betrieb­särzte ist in großen und gut organ­isierten mit­tleren Unternehmen eine sin­nvolle Ser­viceleis­tung, wenn die Führungskräfte und die Beschäftigten wirk­sam ein­be­zo­gen und beteiligt sind. In kleinen Unternehmen soll­ten die Berater für Sicher­heit und Gesund­heit jedoch anders vorge­hen.
Wer die Gefährdungs­beurteilung in kleinen Unternehmen nicht als reine Experten­sache ver­mit­telt, nutzt die Chance, die Führungskräfte klein­er Unternehmen zum eigen­ständi­gen kon­tinuier­lichen Han­deln in Sachen Arbeitss­chutz und damit Arbeit­squal­ität zu gewin­nen. Nimmt man dage­gen dem Unternehmer die Gefährdungs­beurteilung kom­plett aus der Hand, wird er vielle­icht froh sein, dass er das The­ma los ist. Allerd­ings wird er den Arbeitss­chutz weit­er­hin als eine externe Angele­gen­heit betra­cht­en, die wenig mit seinem All­t­ag zu tun hat. So fes­tigt sich bei dem Unternehmer die weit ver­bre­it­ete Vorstel­lung, dass der Arbeitss­chutz ein zusät­zlich­er Aufwand sei, den man zwar leis­ten muss, weil er vorgeschrieben ist, der let­ztlich aber keinen wirk­lichen Nutzen für das Unternehmen besitzt.
In dem Augen­blick, in dem ein kleines Unternehmen die Auf­gabe, die eigene Gefährdungs­beurteilung zu entwick­eln, voll­ständig an Experten (FASI, Betrieb­sarzt) delegiert, wird auch das The­ma als Ganzes delegiert. Damit sind die Möglichkeit­en ver­spielt, die das Instru­ment Gefährdungs­beurteilung bietet. Wertvoll wird das Instru­ment erst dann, wenn der Unternehmer eines kleinen Unternehmens es selb­st nutzt und es als Instru­ment der kon­tinuier­lichen Verbesserung über den gesamten Wertschöp­fung­sprozess ansieht. Dann verbindet der Unternehmer mit dem Arbeitss­chutz mehr als eine vorgeschriebene und aufwendi­ge Zusatza­uf­gabe.
Die Gefährdungs­beurteilung bietet jedem Unternehmer die Chance, in eigen­er fach­lich­er und wirtschaftlich­er Ver­ant­wor­tung die Arbeits­be­din­gun­gen zu hin­ter­fra­gen. Diese Möglichkeit kann von jedem ver­ant­wortlichen Arbeitss­chützer genutzt wer­den. Gute Unternehmer hin­ter­fra­gen täglich und nach­haltig die Organ­i­sa­tion und die Abläufe ihres Betriebs – auch wenn sie dies unter Umstän­den nicht bewusst im Hin­blick auf Arbeitss­chutz tun. Erfol­gre­iche Unternehmer ken­nen allerd­ings die besten Mark­tchan­cen für ihre Unternehmen und wis­sen, wie sie diese Chan­cen gemein­sam mit ihren Beschäftigten nutzen kön­nen. Sie sind auf Dauer erfol­gre­ich, weil sie eine klare Strate­gie ver­fol­gen, Poten­ziale nutzen und mögliche Risiken ein­schätzen. Ein kleines Unternehmen kann sich näm­lich nur dann im Markt behaupten, wenn jedes Räd­chen wirkungsvoll ins andere greift und alle Möglichkeit­en aus­geschöpft wer­den. Durch regelmäßige Selb­st­be­w­er­tung sind solche Unternehmen lern- und wet­tbe­werb­s­fähig.
Daraus ergibt sich ein weit­eres entschei­den­des Qual­ität­skri­teri­um für Ver­fahren und Hand­lungsan­leitun­gen zur Gefährdungs­beurteilung. Diese müssen sich in die hin­ter­fra­gen­den Hand­lungsstruk­turen eines ver­ant­wortlichen Unternehmers inte­gri­eren lassen. Dazu müssen Ver­fahren der Gefährdungs­beurteilung ein­er­seits vom Unternehmer selb­st anwend­bar sein, sich in dessen (selb­st gewählte) Arbeitsweise prozes­sori­en­tiert inte­gri­eren lassen und im Rah­men der strate­gis­chen Unternehmen­sop­ti­mierung nüt­zliche Ergeb­nisse brin­gen. Beson­deren Nutzen ent­fal­ten Ver­fahren, die mehrere The­men­felder im Unternehmen gle­ichzeit­ig abdeck­en – neben der Analyse und Maß­nah­men­festle­gung zu Gefährdun­gen und Belas­tun­gen beispiel­sweise auch die Analyse und Maß­nah­men­festle­gung zu finanziellen Risiken, zum Per­son­alein­satz, zum Führungsver­hal­ten oder zur Prozes­sor­gan­i­sa­tion.
Der­ar­tige Ver­fahren zur Selb­st­be­w­er­tung helfen Unternehmen, Risiken, Poten­ziale und auch Gefährdun­gen zu ermit­teln, zu analysieren, zu bew­erten und entsprechende Maß­nah­men festzule­gen. Gefährdungs­beurteilun­gen kön­nen aber genau solche Ver­fahren (beziehungsweise Teile solch­er Instru­mente) der Selb­st­be­w­er­tung der Arbeits- und Organ­i­sa­tion­s­gestal­tung sein.
Die in dem Unternehmen erre­ichte Qual­ität der Organ­i­sa­tion und Arbeits­gestal­tung kann somit ohne externe Unter­stützung oder Autorisierung analysiert und doku­men­tiert wer­den. Zwis­chen­zeitlich haben sich Ver­fahren und Hand­lungsan­leitun­gen in der Prax­is bewährt, die die Belange des Arbeitss­chutzes in die strate­gis­che Sicht von Unternehmen inte­gri­ert haben. Zu diesen Ver­fahren zählen beispiel­sweise CASA-bauen für die Bauwirtschaft, der Check „Guter Mit­tel­stand“, die „Offen­sive Mit­tel­stand“, oder wertschöp­fung­sori­en­tierte Gefährdungs­beurteilun­gen einzel­ner Beruf­sgenossen­schaften (wie zum Beispiel in den Branchen­leit­fä­den der VBG, der BGN im Gas­tronomie-Bere­ich oder der BG BAU in den Gefährdungs­beurteilungs-CD-ROMs). Teil­weise besitzen solche Ver­fahren eine Ein­stiegs­funk­tion für rel­e­vante Fragestel­lun­gen eines Unternehmens (zum Beispiel Pro­duk­tiv­ität, Per­sonal­man­age­ment, Arbeitss­chutz, Gesund­heits­förderung, Finanzierung, Mar­ket­ing).
Es ist dur­chaus sin­nvoll, dass auch Auf­sichtsin­sti­tu­tio­nen und Berater solche Selb­st­be­w­er­tungsin­stru­mente für ihre (stich­proben­hafte) Beurteilung der Arbeits­be­din­gun­gen – unter Umstän­den zusam­men mit dem Unternehmen – nutzen.
Mit diesem Ansatz öff­nen sich auch neue Geschäfts­felder für die exter­nen Man­ag­er für Sicher­heit und Gesund­heit (z.B. FASI, Betrieb­sarzt). Wenn Arbeitss­chutz tat­säch­lich in die All­t­agsabläufe kleiner­er Unternehmen inte­gri­ert ist, wer­den die Kom­pe­ten­zen der Experten auch von diesen Unternehmen benötigt. In Unternehmen, in denen heute schon der­ar­tige Ver­fahren zur Gefährdungs­beurteilung umge­set­zt wer­den, wer­den die Experten an vie­len Stellen als Berater zur Verbesserung im Wertschöp­fung­sprozess in Fra­gen der Arbeits­be­din­gun­gen hinzuge­zo­gen. Führungskräfte erken­nen näm­lich sehr schnell, dass sie für eine qual­itäts­be­wusste und sichere Arbeits­gestal­tung auf die spez­i­fis­chen Kom­pe­ten­zen der Arbeitss­chutzex­perten bedarfs­be­zo­gen zurück­greifen soll­ten. Damit wer­den die Experten nicht mehr nur geduldet, son­dern tat­säch­lich als Hil­fe ange­se­hen.
Das Ziel der Gefährdungs­beurteilung muss also sein, dass der Unternehmer kleiner­er und mit­tel­ständis­ch­er Betriebe sowie deren Führungskräfte (gemein­sam mit den Beschäftigten) das Instru­ment zur Selb­st­be­w­er­tung der eige­nen Poten­ziale und zur Bew­er­tung der Risiken und Gefährdun­gen kon­tinuier­lich selb­st nutzen. Das wird aber nur dann geschehen, wenn sie damit ihre Organ­i­sa­tions- und Arbeit­sprozesse verbessern und ihr Per­son­al motiviert­er und pro­duk­tiv­er ein­set­zen kön­nen.
Wird die Gefährdungs­beurteilung zu ein­er solchen Form der Selb­st­be­w­er­tung, kann damit gegenüber Drit­ten, wie z. B. Auf­tragge­bern, Arbeitss­chutz- oder Finanzin­sti­tu­tio­nen dargelegt wer­den, wie die Organ­i­sa­tion des Unternehmens durch präven­tive Gestal­tung die kun­den- und unternehmensspez­i­fis­chen Anforderun­gen erfüllt und wie das Unternehmen seine Poten­ziale nutzt. Dies ist beispiel­sweise bei CASA-bauen gelun­gen, dass
  • Ein­stiegsin­stru­ment für die Kun­den­be­w­er­tungsplat­tform in der Bauwirtschaft ist (www.gute-bauunternehmen.de),
  • zum Ein­stieg in viele Qual­itätssiegel der Bauwirtschaft genutzt wird,
  • als Organ­i­sa­tion­steil der Gefährdungs­beurteilung anerkan­nt wird und
  • in ersten Pilot­pro­jek­ten von Finanz­di­en­stleit­ern als Bew­er­tungsin­stru­ment erprobt wird.
Faz­it
Unsere Erfahrun­gen, vor allem mit kleinen und mit­tleren Unternehmen, zeigen, dass Unternehmen Gefährdungs­beurteilun­gen als Hil­festel­lung für die Verbesserung ihrer Wertschöp­fung­sprozesse anse­hen. Somit avanciert ein Arbeitss­chutzin­stru­ment erst­mals zu einem wesentlichen Hil­f­s­mit­tel für die Unternehmensen­twick­lung. Damit die Poten­ziale der Gefährdungs­beurteilung für die Unternehmensen­twick­lung erkan­nt wer­den, sind die beschriebe­nen prax­is- und unternehmens­be­zo­ge­nen (kun­de­nori­en­tierten) Qual­ität­skri­te­rien für Gefährdungs­beurteilun­gen in den Hand­lungsan­leitun­gen und Mustern zur Gefährdungs­beurteilung zu berück­sichti­gen.
Inhaltlich müssen die Gefährdungs­beurteilun­gen den Expertenkri­te­rien der Leitlin­ien zur Gefährdungs­beurteilung entsprechen. Das Experten­wis­sen ist allerd­ings so zu über­set­zen, dass die Gefährdungs­beurteilung tat­säch­lich ihre Poten­ziale ent­fal­ten kann und dass die Unternehmer den Nutzen der Gefährdungs­beurteilung erken­nen kön­nen. Dazu kön­nen die hier beschriebe­nen prax­is- und unternehmens­be­zo­ge­nen Qual­ität­skri­te­rien eine Hil­fe sein.
Der­art gestal­tete Gefährdungs­beurteilun­gen eröff­nen die Chance, Arbeitss­chutz in die Denk- und Hand­lungsmuster der Akteure sowie in die Prozesse des Unternehmens zu inte­gri­eren.
Autoren
Oleg Cer­navin BC GmbH Forschungs­ge­sellschaft, Wies­baden E‑Mail: oleg.cernavin@bc-forschung.de
Dr.-Ing. Sebas­t­ian Schul Hes­sis­ches Sozialmin­is­teri­um und Bun­desvor­sitzen­der der nationalen Ini­tia­tive INQA-Bauen E‑Mail: Sebastian.Schul@HSM.hessen.de
Dr.-Ing. Har­ald Wil­helm BG BAU Präven­tion, Fach­bere­ich Arbeitss­chut­zor­gan­i­sa­tion, Frank­furt am Main E‑Mail: harald.wilhelm@bgbau.de

4. Praxis- und unternehmensbezogenes Qualitätskriterium: Verantwortliche können das Instrument selbst einsetzen
Ein prax­is- und unternehmens­be­zo­genes Qual­ität­skri­teri­um für die Gefährdungs­beurteilung ist, dass das Instru­ment so gestal­tet ist, dass der Unternehmer kleiner­er und mit­tel­ständis­ch­er Unternehmen und ihre Führungskräfte es selb­st ein­fach ein­set­zen kön­nen (Sprache, Han­dling, Inhalt). Das Instru­ment sollte ihnen auch verdeut­lichen, an welchen Stellen sie auf Beratung und Leis­tun­gen der Man­ag­er für Sicher­heit und Gesund­heit (Fachkräfte für Arbeitssicher­heit, Betrieb­särzte) zurück­greifen soll­ten, um ihre Ressourcen und Energien opti­mal einzuset­zen.

3. Praxis- und unternehmensbezogenes Qualitätskriterium: Gefährdungsbeurteilung als Instrument der Verbesserung
Die Gefährdungs­beurteilung als ein Instru­ment der Verbesserung ist ein weit­eres prax­is- und unternehmens­be­zo­genes Qual­ität­skri­teri­um. Das bedeutet:
  • Sie hil­ft als Bestandteil eines sys­tem­a­tis­chen Risiko­man­age­ments, Prob­leme und mögliche Störun­gen im Arbeit­sprozess sowie in der Organ­i­sa­tion präven­tiv zu erken­nen und zu ver­hin­dern.
  • Sie unter­stützt eine opti­male Poten­zial- und Ressourcennutzung aus der Sicht des Unternehmens. Dies stellt die Anforderung, die Maß­nah­men des Arbeitss­chutzes auch aus der Per­spek­tive zu beschreiben, wie Poten­ziale und Ressourcen im Unternehmen bess­er genutzt wer­den kön­nen.

Lesen Sie Teil 1 des Beitrags.

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