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Professionelle Elektrosicherheit – und dann sogar noch Geld sparen!

Ganzheitliche Prüfkonzepte fehlen oft in der Praxis
Professionelle Elektrosicherheit – und dann sogar noch Geld sparen!

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Mod­erne Man­age­ment­meth­o­d­en sind heute in den Unternehmen Nor­mal­ität. Doch aus­gerech­net die wichtige Elek­trosicher­heit kommt noch immer viel zu kurz. Dabei lauern hier exis­ten­zielle Gefahren, die den Fortbe­stand des Unternehmens gefährden! Durch den Auf­bau eines rechtssicheren Prüf­man­age­ments, kann man diese Risiken min­imieren und unter Umstän­den auch noch Kosten senken.

Ste­fan Euler

Häu­fig klam­mern sich die Unternehmen jedoch an alte Zöpfe und ver­lieren dabei den Blick für das große Ganze. Die Unternehmen soll­ten selb­stkri­tisch das bei ihnen im Ein­satz befind­liche Sys­tem der erforder­lichen Prü­fun­gen für die Elek­trosicher­heit hin­ter­fra­gen. Ist es nur ein notwendi­ges Übel oder doch auch eine Chance für eine höhere Ver­füg­barkeit der Geräte, Maschi­nen und Anla­gen?
Zu neuen Ufern bewe­gen
Raus aus dem Ein­heits­brei der elek­trischen Prü­fun­gen! Denn dabei wird meist nur „gepflastert“, anstatt wirk­lich „geheilt“. Also rein in ein „Ganzheitlich­es Prüfkonzept“ (GP, siehe Abb. 1) für die Elek­trosicher­heit. Hier­bei wer­den nicht nur die Fehler, son­dern auch die Ursachen ermit­telt und radikal aus­ge­merzt. Das schafft Freiraum für vor­beu­gende Wartung und Instand­hal­tung. Und spart somit Geld!
Durch das Prüfen der Elek­trosicher­heit soll nicht nur eine geset­zliche Pflicht erfüllt wer­den. Son­dern vielmehr muss damit eine bessere Wertschöp­fung durch eine höhere Ver­füg­barkeit der Geräte, Maschi­nen und Anla­gen ein­herge­hen.
Es müssen sich also durch ein funk­tion­ieren­des „Ganzheitlich­es Prüfkonzept“ nach­haltige Verbesserun­gen für das Unternehmen ergeben, wie zum Beispiel:
  • Gewährleis­ten der Elek­trosicher­heit
  • Erhöhen der Ver­füg­barkeit von Geräten, Maschi­nen und Anla­gen
  • Reduzierung unge­planter Aus­fälle
  • Ver­ringerung von Folgeschä­den
  • Prax­is­gerechte Prüfin­halte und Fris­ten
  • Umset­zen der geset­zlichen Forderun­gen unter Berück­sich­ti­gung der Wirtschaftlichkeit
  • Kosteneinsparung
  • Erhöhung der Sicher­heit der Mitar­beit­er
Merk­satz:
Erfül­lung der Pflicht, jedoch keine Kür!
Die Wichtigkeit eines solchen „Ganzheitlichen Prüfkonzeptes“ ist sowohl dem Geset­zge­ber, der Beruf­sgenossen­schaft sowie den Nor­menkomi­tees bekan­nt. Nicht ohne Grund empfehlen sie den Auf­bau ein­er ständi­gen Überwachung bzw. eines wirk­samen Man­age­mentsys­tems für vor­beu­gende Unter­hal­tung und Wartung elek­trisch­er Anla­gen.
Um ein wirk­sames GP-Konzept im Unternehmen zu instal­lieren, wer­den kom­pe­tente Fachkräfte benötigt und nicht per­ma­nent wech­sel­nde Prüfer. Dabei spielt es auch keine Rolle, ob interne oder externe Prüfer zum Ein­satz gelan­gen. Hier beste­ht lei­der häu­fig kein Ver­ständ­nis bzw. eine Akzep­tanzkrise in den entschei­den­den, häu­fig ohne Tech­niker beset­zten Abteilun­gen der Unternehmen.
Das Engage­ment für die Elek­trosicher­heit fällt also in vie­len Betrieben sehr stiefmüt­ter­lich aus. Die Elek­trosicher­heit fris­tet in vie­len Unternehmen nur ein Schat­ten­da­sein. Häu­fig muss erst etwas passieren, damit eine gewisse Aufmerk­samkeit zum Tra­gen kommt.
Deshalb sehr wichtig: Die her­vor­ra­gende Arbeit der Elek­tro­fachkräfte muss in vie­len Betrieben ins rechte Licht gerückt wer­den. Die Fach­leute vor Ort haben oft große Prob­leme die Forderun­gen, aus den unter­schiedlichen Regel­w­erken, bzgl. der Elek­trosicher­heit umzuset­zen oder ein­fach nur „Gehör“ dafür zu find­en. Denn auch die tra­di­tionelle Elek­trotech­nik ist span­nend und extrem wichtig für jedes Unternehmen. Jedoch ist häu­fig die Mei­n­ung vertreten: „Der Strom kommt doch von ganz alleine aus der Steck­dose…“
Was jedoch alles dafür notwendig ist, wird meist nicht deut­lich genug dargestellt bzw. erhält keine Aufmerk­samkeit. Teil­weise wird die tra­di­tionelle Elek­trotech­nik sog­ar auf die leichte Schul­ter genom­men.
Ein kon­se­quentes Mod­ernisieren der elek­trischen Energiev­er­sorgung ist für eine hohe Ver­füg­barkeit der elek­trischen Anla­gen unab­d­ing­bar. Die Infra­struk­tur der elek­trischen Energiev­er­sorgung muss aber mit wach­sen. Dies ist kein Selb­stläufer und kann auch nicht durch das per­ma­nente Austeilen von Mehrfach­steck­dosen­leis­ten bew­erk­stel­ligt wer­den! Denn das darf immer nur eine tem­poräre Lösung sein!
Die Zukun­fts­fähigkeit der vorhan­de­nen Elek­troan­la­gen ist zu hin­ter­fra­gen und Maß­nah­men sind zu definieren. Dabei müssen die möglichen tech­nis­chen Schwierigkeit­en, um das Strom­netz sta­bil zu hal­ten, Berück­sich­ti­gung find­en. Viele Unternehmen wiegen sich hier in ein­er nicht vorhan­de­nen Sicher­heit.
Achtung, fer­tig, Strom!!!
Vieles funk­tion­iert auf Knopf­druck. Jedoch nur wenn die Hil­f­sen­ergie (der elek­trische Strom) zur Ver­fü­gung ste­ht. Hier­aus ergibt sich eine große Her­aus­forderung. Nur wenn wir jet­zt die Kom­pe­ten­zen auf­bauen, die wir mor­gen benöti­gen, kön­nen wir die Zukun­ft richtig gestal­ten und beherrschen.
Daraus leit­et sich fol­gen­des Ziel ab:
Erstellen eines „Ganzheitlichen Prüfkonzeptes“ für den Bere­ich der Elek­trotech­nik und damit ver­bun­den eine nach­haltig bessere Wertschöp­fung für das Unternehmen, durch die Umset­zung der geset­zlich geforderten Prü­fun­gen bzgl. Elek­trosicher­heit.
Hier dür­fen keine futur­is­tis­chen Anwen­dungsszenar­ien zusam­mengeschrieben wer­den. Vielmehr muss es ein trans­par­entes und nachvol­lziehbares Konzept in vernün­ftiger Form sein.
Faz­it:
Dieser Beitrag soll als Zus­tands­beschrei­bung und einem daraus abgeleit­eten Impuls zur Verän­derung des vorhan­de­nen Prüfgeschäftes für die Elek­trosicher­heit dienen. Die Elek­trosicher­heit muss in den Unternehmen bess­er „Gelebt“ wer­den.
Autor
Ste­fan Euler Geschäfts­führer MEBEDO GmbH euler@mebedo.de www.mebedo.de
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