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„Quo vadis Sifa?“

Zukünftige Stellung und Aufgabenbereiche der Fachkraft für Arbeitssicherheit
Quo vadis Sifa?“

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In einem hoch­ka­rä­tig besetz­ten Fach­kreis disku­tier­ten 66 Teil­neh­mern der Tagung „Quo vadis Sifa“ am 12. Okto­ber in Dort­mund in der DASA neue Entwick­lun­gen in der Arbeits­si­cher­heit und die zukünf­tige Ausrich­tung von Fach­kräf­ten für Arbeits­si­cher­heit. Dr. Ralf Brauk­siepe, parla­men­ta­ri­scher Staats­se­kre­tär im BMAS brachte dazu die EU-Perspektive ein (stra­te­gi­scher Arbeits­schutz auf natio­na­ler Ebene). Dazu führte Elke Lins, Refe­ren­tin beim Minis­te­rium für Arbeit, Inte­gra­tion und Sozia­les, mit Hinweis auf den ENVIO-Skandal in Dort­mund aus, dass bei unan­ge­kün­dig­ten in 2010 in NRW nur zu 50% ohne Bean­stan­dun­gen waren (20% sogar mit gravie­ren­den Mängeln). Passend dazu erläu­terte Gerhard Stro­t­hotte (DGUV) die DGUV Vorschrift 2, die den Betrie­ben die eigen­ver­ant­wort­li­che Ermitt­lung von Inhalt und Umfang des Arbeitsschutz- und Gesundheitsschutz-Leistungskatalogs einräumt. Im Kontext zu dieser Entwick­lung ist die neue Sifa-Ausbildung zu sehen, die von Wieland Wett­berg, BAuA, vorge­stellt wurde. Für den VDSI, vertre­ten durch Dr. Klaus Große, ist der Arbeits­schutz seit eini­gen Jahren in einem Umbruch. Die Nutzen­ar­gu­men­ta­tion wird immer mehr in den Vorder­grund gerückt, die Daseins­not­wen­dig­keit aufgrund einer gesetz­li­chen Vorschrift verliert zuse­hends an Bedeu­tung. Das Profil geht von der reinen „Fach­kraft“ weg zum „Mana­ger für Sicher­heit und Gesund­heit“. Eine Perspek­tive, die sinn­ge­mäß von Dr. Ulrich Winter­feld, ehema­li­ger Projekt­lei­ter und Initia­tor der Lang­zeit­stu­die über die Wirk­sam­keit der Sifa-Tätigkeit, betä­tigt wurde. Nur kommu­ni­ka­tiv und koope­ra­tiv einge­stellte Sifas, die von ihrer Mission über­zeugt sind und vom Manage­ment unter­stützt werden, haben demnach eine gute Chance, Arbeits­schutz und Gesund­heits­schutz im Betrieb wirkungs­voll umzu­set­zen.

Die Sicht­weise der Inter­na­tio­nal Secu­rity Academy (ISA) geht noch darüber hinaus. Sicher­heit im Unter­neh­men ist ganz­heit­lich für alle Ressorts, also nicht nur für den Arbeits­schutz und Gesund­heits­schutz, sondern auch für den Umwelt­schutz, Objekt­schutz, Brand­schutz, usw. koor­di­niert umzu­set­zen. Nur so sind Risi­ken wirt­schaft­lich und effi­zi­ent zu redu­zie­ren. Anhand der ISA-Umfrage zu den „Sifa-Zusatzaufgaben“ und zahl­rei­chen Sifa-Tätigkeitsprofilen wurde belegt, dass es die Sifa alter Schule in Stabs­funk­tion nur noch selten gibt. Sie hat durch­schnitt­lich drei Zusatz­auf­ga­ben und ist als „Einzel­kämp­fer“ oft über­las­tet oder längst bereits zum Mana­ger gewor­den. Dabei ist die Kombi­na­tion mit ande­ren Aufga­ben in der Linie z.B. Produk­tion, Arbeits­vor­be­rei­tung, Quali­täts­ma­nage­ment, Umwelt­schutz o.a. durch­aus üblich. „Es ist an der Zeit“, so ISA-Vorstand Michael Siges­mund, „im Rahmen der neuen Entwick­lun­gen in der EU, in Deutsch­land insbe­son­dere auch bei den Unfall­ver­si­che­rungs­trä­gern, über sinn­volle Vari­an­ten der Sifa-Position in Unter­neh­men nach­zu­den­ken“. Die kriti­sche Betrach­tung der Gesamt­si­tua­tion und Darstel­lung der Problem­fel­der aus Sicht der Hoch­schule von Profes­sor Dr. Dr. Bernd-Jürgen Vorath rundete die Veran­stal­tung ab. Im nächs­ten Jahr eine Folge­ver­an­stal­tung geben.
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