Startseite » Fachbeiträge » Archiv SI » „Sich in die Lage der Führungs­kraft verset­zen“

Archiv SI Gute Führung Prävention Sicherheitsingenieur Verkehrssicherheit

Sich in die Lage der Führungs­kraft verset­zen“

Anzeige
„Bei RWE AG sensi­bi­li­sie­ren wir die Beschäf­tig­ten mit Kari­ka­tu­ren für Fragen der allge­mei­nen Verkehrs­si­cher­heit. Außer­dem führen wir Aktio­nen zum inner­be­trieb­li­chen Trans­port und Verkehr im Tage­bau durch. Schwer­punkt sind das Bela­den von Fahr­zeu­gen mit über­ste­hen­den Lasten und das Rangie­ren, vor allem das Rück­wärts­fah­ren. Im Hinblick auf die Kommu­ni­ka­tion gegen­über der Führungs­ebene gibt es aus meiner Sicht drei zentrale Argu­men­ta­ti­ons­stränge. Erstens kann die Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit die Verant­wor­tung des Arbeit­ge­bers gegen­über den Beschäf­tig­ten beto­nen. Zwei­tens kann sie auf die wirt­schaft­li­chen Folgen von Arbeits­un­fäl­len und die damit verbun­de­nen Betriebs­un­ter­bre­chun­gen hinwei­sen.

Eine dritte Argu­men­ta­ti­ons­mög­lich­keit bezieht sich auf die Führungs­kraft selbst: Wer als Chef keinen Unfall bei seinen Beschäf­tig­ten verzeich­net, hat eine bessere Perfor­mance in der eige­nen Karriere. Welche Argu­men­ta­tion am besten trifft, hängt immer davon ab, mit welchem Typ Führungs­kraft man es zu tun hat. Die Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit sollte daher immer versu­chen, sich in die Lage der Führungs­kraft, aber auch des Unter­neh­mens zu verset­zen: Welche posi­ti­ven Effekte hat es für die Führungs­kraft, wenn sie sich um das Thema betrieb­li­che Verkehrs­si­cher­heit kümmert? Welche Themen sind im Moment im Unter­neh­men akut und wie knüpft man mit seinem Projekt daran an? Eine gute Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit ist in einer Support­funk­tion und nicht in einer Kontroll­funk­tion tätig. Sie ist eine Art Verkäu­fer der Arbeits­si­cher­heit, das heißt sie muss kommu­ni­ka­ti­ons­stark sein und auf Augen­höhe mit den jewei­li­gen Gesprächs­part­nern stehen. Außer­dem sollte sie die Kommu­ni­ka­tion der Führungs­kräfte in Stil und Umgang beherr­schen.
Meiner Erfah­rung nach sind auch Gesprächs­tech­ni­ken enorm wich­tig: Der Erfolg zeich­net sich in der Regel schon in den ersten Minu­ten eines Gesprächs ab. Die Fach­kraft für Arbeits­si­cher­heit braucht eine offene Einstel­lung, muss auf Argu­mente der Führungs­kraft flexi­bel reagie­ren können und sollte lieber mit Fragen auf ihr Thema hinlei­ten als mit Forde­run­gen. Da Arbeits­si­cher­heit ein Mitbe­stim­mungs­thema ist, kann ich grund­sätz­lich empfeh­len, früh­zei­tig den Betriebs­rat in das Vorha­ben einzu­bin­den und als Koope­ra­ti­ons­part­ner zu gewin­nen.“
Anzeige

News­let­ter

Jetzt unse­ren News­let­ter abon­nie­ren

Meistgelesen

Jobs

Sicher­heits­be­auf­trag­ter

Titelbild Sicherheitsbeauftragter 12
Ausgabe
12.2019
ABO

Sicher­heits­in­ge­nieur

Titelbild Sicherheitsingenieur 1
Ausgabe
1.2020
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice

Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de