Startseite » Sicherheit » Arbeitsschutzorganisation »

Sicherer Einsatz von Fremdfirmenmitarbeitern

Praxisbeispiel RAG
Sicherer Einsatz von Fremdfirmenmitarbeitern

Anzeige
Arbeits‑, Gesund­heits- und Umweltschutz (AGU) sind bei der RAG neben mod­ern­er Tech­nik ein zen­trales The­ma. Die RAG stellt höch­ste Anforderun­gen an die Sicher­heit, den Gesund­heits- und den Umweltschutz bei der Aus­führung aller Arbeit­en. Aus diesem Grund erwartet die RAG auch von Fremd­fir­men und deren Mitar­beit­ern, die Leis­tun­gen in unseren Betrieb­s­bere­ichen erbrin­gen, dass diese The­men selb­stver­ständliche Bestandteile ihrer Arbeit sind.

Dr.-Ing. Rudolf Schu­mach­ers, A. d. B. Dipl.-Ing. Frank Gast

Es ist für die RAG eine beson­dere Verpflich­tung, der Sicher­heit, dem Gesund­heits- und dem Umweltschutz von Fremd­fir­men­mi­tar­beit­ern den gle­ichen Stel­len­wert einzuräu­men wie dem der eige­nen Beschäftigten.
Auf dem Betrieb­s­gelände der RAG wer­den ständig die unter­schiedlich­sten Arbeit­en über wie unter Tage auch durch Fremd­fir­men­mi­tar­beit­er erledigt. Hier­bei kann es zu Gefährdun­gen von eige­nen und frem­den Mitar­beit­ern kom­men, die durch geeignete Maß­nah­men möglichst auszuschließen sind. Einige aus­gewählte Maß­nah­men wer­den im Fol­gen­den dargestellt und erläutert.

Festlegung von Aufgaben, Befugnissen und Verantwortungen

Jedes Unternehmen hat Auf­gaben und Befug­nisse und damit Ver­ant­wor­tung sein­er eige­nen Mitar­beit­er so festzule­gen, dass der Schutz der Beschäftigten jed­erzeit gewährleis­tet ist [5]. Darüber hin­aus sind alle Arbeitsabläufe festzule­gen und zu doku­men­tieren. Es sind also eine Auf­bau- und eine Ablau­for­gan­i­sa­tion zu schaf­fen. Grund­lage hier­für ist u.a. § 3 Arbeitss­chutzge­setz (Arb­SchG) [3, 6] bzw. für Betriebe, die dem Bergrecht unter­liegen, § 58 ff Bun­des­bergge­setz (BBergG) [1] in Verbindung mit § 2 All­ge­meine Bun­des­bergverord­nung (ABBergV) [2].
Im Bergrecht sind die „ver­ant­wortlichen Per­so­n­en“ gemäß § 58 ff BBergG das zen­trale Ele­ment der Organ­i­sa­tion. Diese „Lin­ien­ver­ant­wortlichen“ sind für den sicheren Arbeitsablauf ins­beson­dere für den Arbeits‑, Gesund­heits- und Umweltschutz im Rah­men ihrer Auf­gaben und Befug­nisse ver­ant­wortlich. Mit ein­be­zo­gen ist der Fremd­firmenein­satz inner­halb ihres Ver­ant­wor­tungs­bere­ich­es und die Koor­di­na­tion der Maß­nah­men für die Sicher­heit und den Gesund­heitss­chutz (§ 4 ABBergV). Die Über­tra­gung der Ver­ant­wor­tung und damit die Bestel­lung zur ver­ant­wortlichen Per­son muss schriftlich erfol­gen. Diese Über­tra­gung bedeutet aber nicht: Abgabe der Ver­ant­wor­tung. Es heißt vielmehr: Die Ver­ant­wor­tung wird mul­ti­pliziert und damit auf alle ver­ant­wortlichen Per­so­n­en im Rah­men ihrer Auf­gaben- und Befug­nis­bere­iche über­tra­gen. Die Vorge­set­zten haben immer die Pflicht, stich­probe­nar­tig zu prüfen, ob alle Auf­gaben gemäß den Vor­gaben aus­ge­führt wer­den. Bei Män­geln haben sie unverzüglich einzu­greifen. Nie­mand kann sich „frei­delegieren“.
Außer­halb des Bergrechts wer­den ver­ant­wortliche Per­so­n­en und die Über­tra­gung von Auf­gaben und Befug­nis­sen (ver­gle­ich­bar ein­er bergrechtlichen Bestel­lung) in § 13 Arb­SchG beschrieben [6]. Für Baustellen, auf denen Beschäftigte mehrerer Arbeit­ge­ber tätig wer­den, sind ein oder mehrere geeignete Koor­di­na­toren zu bestellen (§ 3 Baustel­len­verord­nung – Baustel­lV). Auch bei Tätigkeit­en, bei denen eine erhöhte Gefährdung von Beschäftigten ander­er Arbeit­ge­ber durch Gefahrstoffe beste­ht, ist durch die beteiligten Arbeit­ge­ber ein Koor­di­na­tor zu bestellen (§ 15 Gefahrstoffverordnung).
Bei der RAG wer­den die ver­ant­wortlichen Per­so­n­en von Mitar­beit­ern der Stab­sstellen berat­en und unter­stützt. Im Bere­ich Arbeits‑, Gesund­heits- und Umweltschutz sind dies z.B. die Mitar­beit­er des Bere­ichs Belegschaftss­chutz (BS). Für die Richtigkeit der Auskün­fte und Tätigkeit­en in ihrem Arbeits­bere­ich tra­gen aber weit­er­hin die zuständi­gen Per­so­n­en die Verantwortung.
Neben geset­zlichen und behördlichen Vor­gaben wird der Ein­satz von Fremd­fir­men auch durch RAG-eigene Vorschriften, wie z.B. die „Arbeitss­chutzbes­tim­mungen für Fremd­fir­men“ [11] sowie die „Hand­büch­er zur Abwick­lung von Fremdleis­tun­gen der RAG Aktienge­sellschaft“, geregelt. Teil­weise gehen diese eige­nen Vorschriften über staatliche Regelun­gen hinaus.

Schulungen

Bei der RAG wer­den in jedem Arbeitss­chritt des Fremd­firmenein­satzes Arbeits‑, Gesund­heits- und Umweltschutz beson­ders berück­sichtigt (siehe Abb. 2) [10]. Die han­del­nden ver­ant­wortlichen Per­so­n­en sind dabei das zen­trale Ele­ment beim Fremd­firmenein­satz [4, 9]. Aus diesem Grund wer­den diejeni­gen Mitar­beit­er der RAG, die in ihrem beru­flichen Umfeld Kon­takt mit Fremd­fir­men­mi­tar­beit­ern haben, durch entsprechende Lehrgänge und Schu­lun­gen regelmäßig fortgebildet.
Ein wichtiger Bestandteil der Schu­lun­gen sind die Vorstel­lung und Erläuterung von neuen geset­zlichen und eige­nen betrieblichen Vor­gaben. Beson­der­er Wert wird weit­er­hin auf Moti­va­tion und Sen­si­bil­isierung zu sicher­heitlichem und gesund­heits­gerechtem Ver­hal­ten gelegt. Der gegen­seit­ige Erfahrungsaus­tausch spielt dabei eine ganz beson­dere Rolle. Den ver­ant­wortlichen Per­so­n­en wird die prax­isori­en­tierte Umset­zung der Vor­gaben sowie das Erken­nen und Beurteilen gegen­seit­iger Gefährdun­gen ver­mit­telt, um entsprechende Maß­nah­men fes­tle­gen zu können.
In den Schu­lun­gen wird schw­er­punk­t­mäßig die The­matik „Koor­di­na­tion von Beschäftigten mehrerer Arbeit­ge­ber“ trainiert. Auf die Über­ar­beitung des eige­nen Sicher­heits- und Gesund­heitss­chutz­doku­mentes (SGD) wird dabei beson­ders einge­gan­gen. Dazu gehört auch, dass die ver­ant­wortliche Per­son die im SGD fest­gelegten Maß­nah­men kon­trol­liert und ggf. ein­greift. Diese Auf­gaben spie­len bei der täglichen Arbeit mit Fremd­fir­men­mi­tar­beit­ern die größte Rolle. Der ver­trauensvolle Umgang miteinan­der, genaue Absprachen, gegen­seit­ige Infor­ma­tio­nen und die Kon­trolle sind Voraus­set­zun­gen für einen ord­nungs­gemäßen Fremdfirmeneinsatz.
Aber auch die Vor­bere­itung des Fremd­firmenein­satzes wird in den Schu­lun­gen behan­delt. Dazu gehören die For­mulierung des Las­ten­heftes und die Ken­nt­nisse der entsprechen­den ver­traglichen Fes­tle­gun­gen. Für Para­me­ter, die vor dem Ein­satz nicht fest­gelegt wur­den, müssen im betrieblichen Ein­satz konkrete Fes­tle­gun­gen getrof­fen werden.
Kein Regel­w­erk kann alle möglichen Fälle berück­sichti­gen. Mit Hil­fe der Schu­lun­gen der RAG wer­den die ver­ant­wortlichen Per­so­n­en in die Lage ver­set­zt, eigene Fes­tle­gun­gen im Rah­men der Vor­gaben zu tre­f­fen und in die betriebliche Prax­is umzusetzen.

Praktische Umsetzung

Arbeits‑, Gesund­heits- und Umweltschutz greift in alle Bere­iche des Fremd­fir­men­man­age­ments ein [9]. Schon bei der Erstel­lung des Las­ten­heftes wer­den entsprechende Anforderun­gen for­muliert, die im Betrieb einge­hal­ten wer­den müssen. Dazu gehören einzuhal­tende Sicher­heits­stan­dards genau­so wie die Fes­tle­gung der notwendi­gen Voraus­set­zun­gen der Fremd­fir­men­mi­tar­beit­er (Fähigkeit­en, Vor­sorge­un­ter­suchun­gen). Bere­its mit der Auss­chrei­bung von Werksver­tragsleis­tun­gen wer­den die Fir­men darauf hingewiesen, dass die „Arbeitss­chutzbes­tim­mungen für Fremd­fir­men der RAG“ Gegen­stand des Ver­trages mit der RAG wer­den. Mit der Auf­tragsver­gabe an die Fremd­fir­ma wer­den alle diese Anforderun­gen für bei­de Part­ner verbindlich.
Die Fremd­fir­ma wird bei Vor­liegen der Voraus­set­zun­gen mit der Ver­gabe des Auf­trages aufge­fordert, rechtzeit­ig vor der Arbeit­sauf­nahme ihrer Beschäftigten die Namen geeigneter ver­ant­wortlich­er Per­so­n­en (§ 58 ff Bun­des­bergge­setz) und deren Vertreter der RAG schriftlich mitzuteilen. Die RAG bestellt dann die gemelde­ten Mitar­beit­er bei Vor­liegen der geset­zlichen Vor­gaben (Zuver­läs­sigkeit, Fachkunde und kör­per­liche Eig­nung) nach unternehmerischen Erfordernissen zu ver­ant­wortlichen Personen.
Von beson­der­er Bedeu­tung im Fremd­fir­men­man­age­ment ist der Zugang zum Stan­dort. Die ver­ant­wortlichen Per­so­n­en der RAG koor­dinieren den Fremd­firmenein­satz. Dabei erstellen sie eine „gegen­seit­ige Gefährdungs­beurteilung“, die alle Gefährdun­gen, die im Betrieb­sein­satz bei der RAG auf die Fremd­fir­men­mi­tar­beit­er wirken und alle Gefährdun­gen, die von den Arbeit­en der Fremd­fir­ma auf Mitar­beit­er der RAG und Dritte wirken, berück­sichtigt. Darüber hin­aus wird die wech­sel­seit­ige Gefährdung durch Über­schnei­dung einzel­ner Arbeitsabläufe im Rah­men der Gefährdungs­beurteilung beson­ders beachtet.
Als Ergeb­nis daraus wer­den die entsprechen­den Schutz­maß­nah­men fest­gelegt und doku­men­tiert. Dieses Papi­er ist Teil des RAG – Sicher­heits- und Gesund­heitss­chutz­doku­mentes (SGD). Es wird auch der Fremd­fir­ma aus­ge­händigt. Diese hat es eben­falls ihrem eige­nen SGD beizufü­gen. Auf der Grund­lage des SGD wer­den die ver­ant­wortlichen Per­so­n­en der Fremd­fir­ma eingewiesen. Die Mitar­beit­er der RAG wer­den durch die eigene ver­ant­wortliche Per­son über die fest­gelegten Maß­nah­men unter­wiesen. Der Vorge­set­zte der Fremd­fir­ma muss sein­er­seits wieder seine eige­nen Mitar­beit­er entsprechend unter­weisen. Je nach Umfang der anste­hen­den Arbeit­en und den Ken­nt­nis­sen der Fremd­fir­men­mi­tar­beit­er über den jew­eili­gen RAG-Betrieb wird diese Unter­weisung einige Tage vorher oder unmit­tel­bar vor Auf­nahme der Tätigkeit­en durchge­führt [5].
Für eine erste all­ge­meine Ein­weisung wurde von der RAG der Ein­weisungs­film „Willkom­men bei der RAG“ (siehe Abb. 3) entwick­elt und aufgenom­men. Dieser Film ist ins­beson­dere für Mitar­beit­er von Fremd­fir­men hil­fre­ich, die noch nie in Betrieben der RAG tätig waren.
Bevor Mitar­beit­er der Fremd­fir­ma bei uns tätig wer­den dür­fen, sind sie im SAP-Sys­tem zu erfassen (Anle­gung). Als Hil­fe dient hier der soge­nan­nte Anlegeschein, der vor Auf­nahme der Tätigkeit von der Fremd­fir­ma aus­ge­füllt wird und eine kurze Selb­stauskun­ft zu den wichtig­sten Fak­ten sein­er Mitar­beit­er bein­hal­tet. Die zuständi­ge ver­ant­wortliche Per­son des Betriebes und die Stab­sstelle Belegschaftss­chutz prüfen die Angaben auf Voll­ständigkeit und Plau­si­bil­ität. Der Mitar­beit­er wird dann angelegt, die Betrieb­svertre­tung nimmt die Anle­gung zur Kenntnis.
Die Anwe­sen­heit­szeit­en aller Mitar­beit­er, die die Fremd­fir­ma bei der RAG ein­set­zt, wer­den namentlich im EDV-Sys­tem erfasst. Betreten und Ver­lassen des Werks­gelän­des kön­nen so im Falle eines Ereigniss­es jed­erzeit nachvol­l­zo­gen werden.
Eine erweit­erte Auskun­ft zu den Mitar­beit­ern der Fremd­fir­men erhält die RAG durch den Sicher­heitspass [7] bzw. Sicher­heit­sausweis der RAG [8], in dem z.B. auch Aus- und Weit­er­bil­dungs­maß­nah­men ver­merkt sind. Der Sicher­heitspass bzw. Sicher­heit­sausweis ist ein per­so­n­en­be­zo­genes Papi­er, in dem die per­sön­lichen Dat­en des Fremd­fir­men­mi­tar­beit­ers, wie z.B. seine Vor­sorge­un­ter­suchun­gen, seine Unter­weisun­gen und Lehrgänge sowie Angaben zum Arbeit­ge­ber einge­tra­gen wer­den. Für die Richtigkeit der Angaben, deren Aktu­al­isierung und die Aushändi­gung an die Mitar­beit­er ist deren Arbeit­ge­ber zuständig. Der Sicher­heitspass bzw. Sicher­heit­sausweis ist kein amtlich­es Doku­ment, son­dern nur ein frei­williges Hil­f­s­mit­tel bei der Betreu­ung der RAG-Fremd­fir­men. Die ver­ant­wortlichen Per­so­n­en und die Vorge­set­zten der Fremd­fir­ma haben so vor Ort einen schnellen Überblick über alle wichti­gen Dat­en des Fremd­fir­men­mi­tar­beit­ers. Bei Bege­hun­gen und Kon­trollen – auch der Behörde und des Ver­sicherungsträgers – ste­hen damit die notwendi­gen Infor­ma­tio­nen sofort zur Verfügung.

Kontrollen sind oft Gespräche

Trotz der vor­rangi­gen Auf­sicht­spflicht und der Ver­ant­wor­tung des Auf­trag­nehmers (Fremd­fir­ma) für seine eige­nen Mitar­beit­er beste­ht für den Auf­tragge­ber (RAG) die Pflicht zu ein­er soge­nan­nten ergänzen­den Sicher­heit­süberwachung gegenüber der eigen­ver­ant­wortlich arbei­t­en­den Fremd­fir­ma. Dass heißt, dass die RAG auch einen Teil der Ver­ant­wor­tung für die Sicher­heit und den Gesund­heitss­chutz der Fremd­fir­men­mi­tar­beit­er trägt.
In bes­timmten Abstän­den wer­den die Arbeit­en der Fremd­fir­ma durch Mitar­beit­er der RAG stich­probe­nar­tig kon­trol­liert. Der zeitliche Abstand hängt u. a. von den bish­eri­gen AGU-Erfahrun­gen mit der Fremd­fir­ma, dem Umfang und der Schwierigkeit der Arbeit­en sowie den Ergeb­nis­sen der bish­eri­gen Kon­trollen ab. Ins­beson­dere unter Tage (z.B. Gefährdun­gen durch Gruben­gas, Enge der Räume) oder in bes­timmten Bere­ichen der Auf­bere­itung (z.B. Gefährdun­gen durch selb­stan­laufende Bän­der) ist eine inten­sive Kon­trolle notwendig. Sollte sich die Arbeitsweise als „sich­er“ (i.d.R. entsprechend dem Stand der Tech­nik) her­ausstellen, kann die Kon­trolle von Seit­en der RAG zeitlich aus­gedehnt wer­den. Mit den Kon­trollen wird auch sichergestellt, dass die Ein­weisung durch die RAG und notwendi­ge Unter­weisun­gen durch den Vorge­set­zten der Fremd­fir­ma durchge­führt und ver­standen wurden.
Kon­trollen sind oft Gespräche zwis­chen den Beteiligten (siehe Abb. 4). Dabei wer­den Schwierigkeit­en und Prob­leme, aber beson­ders auch gut laufende Prozesse ange­sprochen, die im weit­eren Betrieb­sablauf berück­sichtigt wer­den. Auch die eige­nen Mitar­beit­er wer­den kon­trol­liert, ob die fest­gelegten Maß­nah­men einge­hal­ten wer­den oder ob zusät­zliche Maß­nah­men erforder­lich sind.
Alle Kon­trollen und deren Ergeb­nisse wer­den doku­men­tiert. Dies kann z.B. entwed­er in geson­derten For­mu­la­ren, in den Tages­bericht­en, die die Fremd­fir­ma abliefert oder im zen­tralen EDV-Sys­tem erfol­gen. Die Bew­er­tung über das sicher­heits­gerechte Auftreten und die Qual­ität der Arbeit find­et bei den näch­sten Aufträ­gen Berück­sich­ti­gung. So entste­ht ein „kon­tinuier­lich­er Verbesserung­sprozess“ – auch beim Ein­satz von Fremd­fir­men (siehe Abb. 2).

Fazit

Die große Aufmerk­samkeit für die Fremd­fir­men zeigt Erfolge. Alle Fremd­fir­men wis­sen, dass ihr Sicher­heit­sniveau dem der RAG entsprechen muss. Ins­ge­samt kon­nte die RAG auch durch diese beispiel­haft dargestell­ten Maß­nah­men ihr wirk­sames und nach­haltiges Fremd­fir­men­man­age­ment erfol­gre­ich weit­er­en­twick­eln. Trotz schrumpfend­er Belegschaft, viel­er Um- und Neube­set­zun­gen und des daraus fol­gen­den Know-how-Ver­lustes ist es der RAG auch durch die oben beschriebe­nen Maß­nah­men gelun­gen, den Fremd­firmenein­satz ständig zu verbessern. Das zeigt sich auch an den Unfall- und Aus­fal­lkenn­zahlen von Fremd­fir­men­mi­tar­beit­ern, die sich in den ver­gan­genen fünf Jahren deut­lich nach unten bewegt haben. Die Anzahl der Unfälle je 1 Mio. Arbeitsstun­den nahm in diesem Zeitraum um über 50 Prozent ab.
Schon Wern­er von Siemens meinte, dass die Ver­hü­tung von Unfällen nicht eine Frage geset­zlich­er Vorschriften, son­dern unternehmerisch­er Ver­ant­wor­tung und zudem wirtschaftlich­er Ver­nun­ft sei.
Das Ziel muss daher sein, Unfälle von eige­nen und frem­den Mitar­beit­ern ganz zu ver­mei­den. Daran arbeit­en wir und sind auf einem guten Weg.
Lit­er­aturverze­ich­nis
  • 1. Bun­des­bergge­setz (BBergG) vom 13. August 1980, in der Fas­sung vom 31. Juli 2009
  • 2. Bergverord­nung für alle berg­baulichen Bere­iche (All­ge­meine Bun­des­bergverord­nung – ABBergV) vom 23. Juli 1995, in der Fas­sung vom 31. Juli 2009
  • 3. Gesetz über die Durch­führung von Maß­nah­men des Arbeitss­chutzes zur Verbesserung der Sicher­heit und des Gesund­heitss­chutzes der Beschäftigten bei der Arbeit (Arbeitss­chutzge­setz – Arb­SchG) vom 07. August 1996 in der Fas­sung vom 5. Feb­ru­ar 2009
  • 4. Betrieb­sver­fas­sungs­ge­setz (BetrVG) in der Fas­sung der Bekan­nt­machung vom 25. Sep­tem­ber 2001 in der Fas­sung vom 29. Juli 2009
  • 5. Schliephacke, J.: Führungswis­sen Arbeitssicher­heit. Erich Schmidt Ver­lag, 2. Auflage, 2003
  • 6. Kit­tner, M.; Pieper, R.: Arb­SchR Arbeitss­chutzrecht. Bund – Ver­lag, 3. Auflage 2005
  • 7. N.N.: Sicher­heitspass nach „Wirtschaftsver­band Erdöl- und Erdgas­gewin­nung e. V.“ (WEG), „Deutsche Wis­senschaftliche Gesellschaft für Erdöl, Erdgas und Kohle e. V.“ (DGMK), Ströher Druck­erei & Ver­lag KG
  • 8. N.N.: Sicher­heit­sausweis der RAG Aktiengesellschaft.
  • 9. Schu­mach­ers, R.; Gast, F.: Der Men­sch im Fokus − auch bei Fremd­fir­men. Die Weit­er­en­twick­lung des Fremd­fir­men­man­age­ments bei der RAG. BG RCI.magazin 3/4 2011
  • 10. Schu­mach­ers, R.: Prax­isori­en­tierte Weit­er­en­twick­lung eines Arbeitss­chutz­man­age­mentsys­tems und inno­v­a­tive Ansätze zur Opti­mierung am Beispiel der Deutschen Steinkohle AG. Dis­ser­ta­tion zur Erlan­gung des Grades eines Dok­tor-Inge­nieurs. Feb­ru­ar 2005. ISBN 3–89720–771–0
  • 11. Schu­mach­ers, R.; Gast, F.: Arbeitss­chutzbes­tim­mungen für Fremd­fir­men der RAG Aktienge­sellschaft; RAG Aktiengesellschaft
  • 12. Verord­nung zum Schutz vor Gefahrstof­fen (Gefahrstof­fverord­nung – GefStoffV)Vom 26. Novem­ber 2010
  • 13. Verord­nung über Sicher­heit und Gesund­heitss­chutz auf Baustellen (Baustel­len­verord­nung – Baustel­lV) vom10.06.1998 in der Fas­sung vom 23.12.2004
Autoren
Dr.-Ing. Rudolf Schu­mach­ers E‑Mail: r.schumachers@gmx.de
A. d. B. Dipl.-Ing. Frank Gast E‑Mail: frank.gast@rag.de
Anzeige
Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Webinar
Meistgelesen
Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 5
Ausgabe
5.2021
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 5
Ausgabe
5.2021
ABO
Anzeige
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de