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Sind psychische Erkrankungen für uns überhaupt ein Thema?

Psychische Belastungen Teil 2
Sind psychische Erkrankungen für uns überhaupt ein Thema?

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Es verge­ht kaum ein Tag, in dem nicht in ein­er Zeitungsno­tiz, ein­er Radiosendung oder einem Fernse­hbericht die Zunahme arbeits­be­d­ingter, psy­chis­ch­er Erkrankun­gen ver­meldet wird und die gesamtwirtschaftlichen Fol­gekosten angemah­nt wer­den. Keine ern­stzunehmende Tagung zum Arbeitss­chutz darf es sich heute erlauben, auf dieses The­ma zu verzicht­en. Gibt es hier­für über­haupt Gründe, wie läuft eigentlich die Kom­mu­nika­tion und was hat das mit uns Fachkräften für Arbeitssicher­heit und Sicher­heitsin­ge­nieuren zu tun?

Erkrankungen in nackten Zahlen

Krankheit­en wer­den in der Regel durch einen Arzt diag­nos­tiziert und im Rah­men eines inter­na­tionalen Kat­a­logsys­tems, dem ICD 10, für die sta­tis­tis­che Bear­beitung bere­it­gestellt. Jedes Jahr wer­den diese Zahlen und diejeni­gen ander­er Erkrankun­gen von der Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin zusam­menge­tra­gen und im Namen des Bun­desmin­is­teri­ums für Arbeit und Soziales unter dem Titel „Sicher­heit und Gesund­heit bei der Arbeit 20xx – Unfal­lver­hü­tungs­bericht Arbeit“ (SUGA) veröffentlicht.
Diese Berichte liefern min­destens seit 2002 ver­gle­ich­bare Zahlen. Wie haben sich also in diesen ver­gan­genen zehn Jahren die Erkrankungszahlen mit der Diag­nose „Psy­chis­che und Ver­hal­tensstörun­gen“ entwick­elt? Abb. 1 stellt die Werte grafisch dar.
Im betra­chteten Zeitraum macht­en psy­chis­che Erkrankun­gen rund 4 bis 5 % aller Diag­nosen aus, die zu Arbeit­sun­fähigkeit­en (AU) geführt haben (Abb. 1A). Allerd­ings war und ist diese „mit­tlere“ Entwick­lung von ein­er hohen branchen- bzw. tätigkeits­be­zo­ge­nen Vari­abil­ität über­lagert. So wur­den durchgängig die niedrig­sten Werte für Inge­nieure, Chemik­er, Physik­er und Math­e­matik­er berichtet, die höch­sten dage­gen für Sozial- bzw. Erziehungs­berufe und Gesund­heits­di­en­st­berufe. Aber auch Tätigkeit­en im Bere­ich Tex­til und Bek­lei­dung, Druck und Papi­er sowie Mon­tier­er ste­hen dem nicht viel nach.
Den­noch liegen diese Erkrankungszahlen (zum Beispiel für 2011) deut­lich unter denen für Atemwegserkrankun­gen (22 %), Muskel- und Skelet­terkrankun­gen (17 %) sowie immer noch unter jenen für Erkrankun­gen des Ver­dau­ungssys­tems (10 %) und Ver­let­zun­gen und Vergif­tun­gen (9 %). Alle übri­gen Erkrankun­gen machen rund 37 % aus.
Die Verän­derung der Werte über die zehn Betra­ch­tungs­jahre ist min­i­mal, von ca. 4 auf 5 % aller Diag­nosen mit AU-Ereignis­sen, wobei ins­ge­samt jün­gere Arbeit­nehmer weniger stark betrof­fen sind als ältere (Abb. 1 B., geän­derte Achsen­teilung wahrnehmen!).
Die Dauer ein­er „sta­tis­tis­chen mit­tleren Erkrankung“ ist rel­a­tiv lang (Abb. 1 C) und beträgt ca. 23 Tage mit nur geringer Vari­a­tion über die Jahre, aber einem starken Unter­schied zwis­chen den Alter­sklassen: Mitar­beit­er über 45 sind typ­is­cher­weise acht Tage länger krank als Arbeit­nehmer unter 45 Jahren.
Die Erkrankungs­dauer ist damit die höch­ste unter allen beobachteten Erkrankun­gen, denn die anderen weisen ca. 15 – 17 Tage und z.T. auch deut­lich darunter auf. Dies führt dazu, dass die sum­mierten Aus­fall­t­age (AU-Tage) höher sind als die Diag­nosezahl zunächst erwarten ließe (Abb. 1 D): sie macht­en zwis­chen 8 und 11 % aller Aus­fall­t­age aus und belegten 2011 damit Platz 4 [1], wobei wieder die Muskel-Skelett-Erkrankun­gen mit bis 25 % deut­lich darüber lagen.
Zu beacht­en ist dabei, dass der rel­a­tive Anteil der älteren Arbeit­nehmer dies­mal unter dem der jün­geren liegt (Abb. 1 D). Das liegt darin, dass die Zeit­en aus anderen Krankheit­en bei älteren Arbeit­nehmern der­art steigen, dass sie die hohen Aus­fal­lzeit­en der psy­chis­chen Erkrankun­gen „mask­ieren“ und eine schein­bare Tren­dumkehr bewirken. Es ist lediglich ein sta­tis­tis­ch­er Effekt.
Allerd­ings gener­ierten die psy­chis­chen- und Ver­hal­tensstörun­gen in den ver­gan­genen Jahren die höch­sten Renten­zugänge wegen ver­min­dert­er Erwerb­stätigkeit und macht­en 2011 etwas über 40 % aller dies­bezüglichen Renten­zugänge aus. Bei ca. 2 Mil­lio­nen Erkrank­ten (s.u.) bedeuten rund 73.000 Renten­fälle einen Anteil von knapp 4 %. Für Muskel-Skelett-Erkrankun­gen ste­hen etwa 6,6 Mil­lio­nen Erkrank­ten etwas mehr als 25.000 Renten­fälle gegenüber — das sind rund 0,4 %. Psy­chis­che Erkrankun­gen führen also etwa 10-mal häu­figer zu Beren­tun­gen als z.B. die Muskel-Skelett-Erkrankungen.
Ins­ge­samt zeigt die Auswer­tung, dass psy­chis­che Erkrankun­gen nur auf rel­a­tiv niedrigem Niveau beobachtet wer­den und dass zumin­d­est in den ver­gan­genen zehn Jahren von einem drama­tis­chen Anstieg nicht die Rede sein kann. Lediglich der Anteil an den AU-Tagen ist auf­grund der Krankheit­slänge etwas höher als aus den Diag­nosezahlen zu erwarten wäre. Krankheits­dauer und Renten­fälle zeigen aber, dass jed­er Krankheits­fall als schw­er zu beze­ich­nen ist.

Schiefe Medienberichterstattung

Die Diskrepanz zwis­chen diesen eher ernüchtern­den Zahlen und der durch Medi­en­berichte erzeugten Wahrnehmung in der Öffentlichkeit kommt durch eine effek­thaschende, schiefe, vielle­icht sog­ar ten­den­z­iöse Berichter­stat­tung zustande.
Daran ist selb­st die Bun­desregierung nicht unbeteiligt. So erk­lärte die zuständi­ge Min­is­terin Ursu­la von der Leyen in ein­er Pressemit­teilung vom 29.1. 2013, dass es 2011 „59 Mil­lio­nen Kranken­t­age wegen psy­chis­ch­er Belas­tun­gen am Arbeit­splatz“ gab [2].
Das ist eine starke Zahl, die schein­bar Besorg­nis erre­gend ist. Allerd­ings benötigt man zu ihrer Einord­nung auch die Angabe, dass in der Bun­desre­pub­lik jährlich über 7,4 Mil­liar­den Arbeit­stage geleis­tet wer­den [3], der Ver­lust der 59 Mil­lio­nen Tage somit nur 0,8 % aller Arbeit­stage aus­macht. So gese­hen stellen sich die Ver­hält­nisse in einem anderen Licht dar und der dargestellte Zusam­men­hang mit der Arbeits­be­las­tung ist – wie noch zu zeigen ist – unbewiesen.
Weit­er­hin wird in der Inter­net­darstel­lung der Pressekon­ferenz darauf ver­wiesen, dass die psy­chis­chen Erkrankun­gen 10,3 Mil­liar­den Euro Ver­lust an Brut­tow­ertschöp­fung darstellen. Bei einem Brut­to-nationaleinkom­men 2011 von rund 2.600 Mil­liar­den Euro ist dies ein nahezu ver­schwinden­der Anteil (0,4 %).
Im langjähri­gen Ver­gle­ich (2001 – 2011) machen psy­chis­che Erkrankun­gen nur 10 bzw. 14 % aller Pro­duk­tions- und Wertschöp­fungsaus­fälle aus, die durch krankheits­be­d­ingte AU-Tage über­haupt ver­loren gehen.
Im Bon­ner „Gen­er­al-Anzeiger“ wurde eben­falls am 29.1.2013 eine dpa–Meldung abge­druckt [4], in der aus­führlich darauf hingewiesen wurde, dass psy­chis­che Erkrankun­gen seit 1997 um 80 % gestiegen seien. Ein Wert von „80“ klingt gut und erheis­cht Aufmerk­samkeit. Wie schnöde hätte doch die Mit­teilung gek­lun­gen und gewirkt, wenn betont wor­den wäre, dass sich die Krankheit­en seit 1997 noch nicht ein­mal ver­dop­pelt hätten.
Diese eher effek­thaschende Darstel­lung hat aber einen ern­steren Man­gel: Erst seit dem Jahre 2000 ist die Anwen­dung des ICD 10 – Sys­tems Pflicht, vorher war dies frei­willig und unterblieb großen­teils auf­grund der Bedenken der Ärzteschaft [5]. Damit sind die Zahlen nicht ver­gle­ich­bar, denn wären die gle­ichen Kri­te­rien von heute bere­its 1997 angelegt wor­den, wären die dama­li­gen Zahlen höher gewe­sen und der Anstieg deut­lich geringer aus­ge­fall­en. Die Mel­dungs­mach­er haben method­isch geschludert.
Eine genaue Betra­ch­tung zeigt näm­lich, dass zumin­d­est von 2002 bis ein­schließlich 2009 der rel­a­tive Diag­nosean­teil recht kon­stant bei rund 4 % lag (Abb. 1 B). Für die Teilpop­u­la­tion unter 45 Jahren waren es 3,7 ± 0,1 %, für die älteren Arbeit­nehmer 4,6 ± 0,1 %. Erst danach begin­nen die Zahlen „wegzu­laufen“ und jen­seits der Vari­abil­ität der Vor­jahre zu liegen.
In einem Artikel des „Focus“(13.5.2013) [6] wer­den psy­chis­che Prob­leme als „Volk­skrankheit Num­mer eins“ beze­ich­net und die „Welt“ (2.5.2013) [7] sieht psy­chis­che Erkrankun­gen als „Massen­phänomen“. Nun, nach Dat­en der Kassenärztlichen Vere­ini­gung wur­den 2012 „Depres­sive Episo­den“ (ICD 10: F 32) lediglich mit 7,6 % aller Krankheit­en diag­nos­tiziert [8]. Weit hin­ter „essen­tieller Hyper­tonie“ (I 10, 36 %) und Krankheit­en des Fettstof­fwech­sels (E 78, 26 %). Anson­sten erscheint keine weit­ere psy­chis­che Erkrankung inner­halb der 17 wichtig­sten Diag­nosen (F 32 war Rang 8). Eine Volk­skrankheit bzw. ein Massen­phänomen würde andere Zahlen generieren.
Ein weit­er­er Aspekt ist, dass die Zahlen zur Arbeit­sun­fähigkeit so inter­pretiert wer­den, als wenn die Arbeit­sun­fähigkeit­en auf­grund der Arbeit zus­tande gekom­men wären. Der bere­its genan­nte „Focus“-Artikel titelt z.B. „Psy­chis­che Prob­leme durch Arbeitsstress steigen“. Diese Verbindung zwis­chen Arbeitswelt und psy­chis­ch­er Erkrankung darf aber so nicht behauptet wer­den. Das schon genan­nte ICD 10- Sys­tem ken­nt ins­ge­samt elf Kat­e­gorien für psy­chis­che und Ver­hal­tensstörun­gen, unterteilt in eine große Zahl an Unterkat­e­gorien. Nicht eine von ihnen weist einen Bezug zum Arbeit­splatz auf.
In anderen Worten, eine Zuweisung in eine der genan­nten Kat­e­gorien sagt nichts darüber aus, ob die psy­chis­che Erkrankung auf­grund pri­vater Prob­leme (z.B. Schei­dung, Tod eines Ange­höri­gen, usw.) ent­stand, tat­säch­lich der Arbeit geschuldet ist oder durch eine Fak­torenkom­bi­na­tion bewirkt wurde.
Somit wer­den – wie z.B. die oben genan­nte Pressemel­dung der Bun­desregierung zeigt – offen­sichtlich alle AU-Tage mit der entsprechen­den Diag­nose der Arbeit ange­lastet, ohne dass hier eine sys­tem­a­tis­che Prü­fung (wie etwa bei ein­er Beruf­skrankheit) erfol­gt (die Erkrankun­gen, an denen sub­stanziell die Arbeit als aus­lösender Fak­tor beteiligt war, dürften um einiges niedriger liegen).
Dies ist aber keine gute Basis für solide Sta­tis­tiken, eignet sich aber gut dafür, die öffentliche Mei­n­ung in eine bes­timmte Rich­tung zu drän­gen. Dazu passt, dass hohe Zahlen – die dem „Nor­mal­bürg­er“ eher fremd sind – unkom­men­tiert und ohne Ver­gle­ich zu gesamtwirtschaftlichen Rah­men­dat­en geboten wer­den. Das ist hart an der Gren­ze zur Manipulation.
Trotz dieser Ein­schränkun­gen wollen wir hier diese Zahlen weit­er ver­wen­den, da keine besseren zur Ver­fü­gung ste­hen und außer­dem damit gerech­net wer­den darf, dass durch falsche Zuweisung resul­tierende Über­schätzun­gen durch solche Fälle aus­geglichen wer­den, bei denen sich vorhan­dene Erkrankun­gen nicht in AU-Tagen auswirken (z.B. Präsentismus).
Wer ist nun let­z­tendlich für diese schiefe Berichter­stat­tung ver­ant­wortlich? Diese Frage zu klären kann nicht Auf­gabe dieses Artikels sein. Auf­fäl­lig ist aber, dass viele „Hor­rormel­dun­gen“ aus dem Bere­ich der Krankenkassen kom­men. Das ist ver­ständlich, denn erstens laufen dort die Zahlen auf und zweit­ens müssen sie es bezahlen. Dabei kann es übri­gens dur­chaus so sein, dass für eine einzelne Kasse die Sit­u­a­tion wirk­lich drama­tisch ist, da sie ggf. hohe Anteile an beson­ders gefährde­ten Per­so­n­en ver­sichert hat. Nur darf dies dann nicht als all­ge­meine Aus­sage für die Arbeitswelt ins­ge­samt gel­ten, mag aber die Diskrepanz zwis­chen Medi­en­darstel­lung und all­ge­meine Diag­nose­häu­figkeit­en teil­weise erklären.

Psychische Belastungen dennoch relevant für Arbeitsschützer

Das Gesagte macht eines deut­lich: psy­chis­che Erkrankun­gen sind eher von geringer Bedeu­tung im gesamten berufs­be­zo­ge­nen Arbeit­saus­fallgeschehen, wer­den aber in der Presse unge­bührlich aufge­bläht. Unter­suchun­gen wie von Richter und Koau­toren [9] oder dif­feren­zierte Betra­ch­tun­gen wie von Jaco­bi [10] wer­den in der Presse erst gar nicht erwäh­nt. Zumin­d­est nicht an promi­nen­ter Stelle. Dann müsste näm­lich in Erwä­gung gebracht wer­den, dass psy­chis­che Störun­gen in den ver­gan­genen Jahrzehn­ten nicht zugenom­men haben, dass aber ggf. ein anderes Diag­no­sev­er­hal­ten das ans Licht fördert, was früher unter anderen Diag­noseschlüs­seln ver­steckt war.
Ist das The­ma damit für uns „durch“? Nein auf keinen Fall, aber die Argu­men­ta­tion muss sachgerechter geführt werden!
Psy­chis­che Erkrankun­gen entste­hen durch ein Zusam­men­wirken pri­vater, beru­flich­er und all­ge­mein gesellschaftlich­er Belas­tungs­fak­toren, wobei die jew­eilige indi­vidu­elle Anfäl­ligkeit eine nicht unbe­deu­tende Rolle spielt (Drei-Ebe­nen-Mod­ell) [11].
Eine klare Zuweisung in einem konkreten Fall auf die eine oder andere Ein­flussgröße ist daher meist nicht möglich, wohl aber die Iden­ti­fizierung und Min­imierung der arbeits­be­d­ingten Belas­tun­gen. Hier­für existieren durch die gemein­sam durchge­führten Beschäftigten­be­fra­gun­gen des Bun­desin­sti­tuts für Berufs­bil­dung (BIBB) und der Bun­de­sanstalt für Arbeitss­chutz und Arbeitsmedi­zin (BAuA) ver­lässliche Zahlen.
Abb. 2a zeigt jew­eils die Häu­figkeit der fünf wichtig­sten primär kör­per­lich wirk­enden und der fünf wichtig­sten primär psy­chisch wirk­enden Arbeits­be­din­gun­gen aus der BIBB/BAuA – Befra­gung 2011/2012. Wie leicht zu erken­nen ist, wer­den bei­de Typen von Arbeits­be­din­gun­gen zu etwa gle­ichen Teilen angetrof­fen bzw. erfahren. Auf die Psy­che ein­wirk­ende Arbeits­be­din­gun­gen sind also wed­er häu­figer noch sel­tener anzutr­e­f­fen als solche, die zunächst auf den Kör­p­er wirken.
Dabei ist zu bedenken, dass sowohl kör­per­liche Belas­tun­gen sich in einem neg­a­tiv­en psy­chis­chen Erleben auswirken kön­nen als auch umgekehrt psy­chis­che Belas­tun­gen kör­per­liche Fol­gereak­tio­nen her­vor­rufen kön­nen. Es gibt keine grund­sät­zlich klare Tren­nung zwis­chen den bei­den Belas­tungstypen, es sei denn man sieht in dem einen Falle die psy­chis­chen Effek­te als „Sekundär­ef­fek­te“, in dem anderen dage­gen die körperlichen.
Während bish­er nur das (neu­trale) Auftreten der Arbeits­be­din­gun­gen betra­chtet wurde, konzen­tri­ert sich Abb. 2b auf das sub­jek­tive Belas­tungser­leben. Hier zeigt sich, dass im kör­per­lichen Bere­ich ins­beson­dere Lärm und das Heben / Tra­gen schw­er­er Las­ten als beson­ders belas­tend gew­ertet wer­den, während es im psy­chis­chen Bere­ich Ter­min- und Leitungs­druck, Störun­gen bei der Arbeit und sehr schnelles Arbeit­en sind. Generell liegen aber wieder bei­de Belas­tungstypen im gle­ichen Bere­ich. Nicht enthal­ten ist in der Abbil­dung die Kat­e­gorie „Arbeit­en an der Gren­ze der Leis­tungs­fähigkeit“, die zwar nur in rund 18 % der Fälle auf­trat, mit 72 % aber – ver­ständlicher­weise – als hoch belas­tend bew­ertet wurde.
Diese Zahlen wären noch zu dif­feren­zieren, denn es zeigen sich sowohl alters­be­d­ingte als auch tätigkeits­be­zo­gene Unter­schiede: Ten­den­ziell treten die abge­fragten Arbeits­be­din­gun­gen bei jün­geren Mitar­beit­ern häu­figer auf, wer­den aber von den älteren Kol­le­gen als stärk­er belas­tend berichtet. In Klein­be­trieben treten ten­den­ziell kör­per­liche Belas­tungs­fak­toren häu­figer auf, wer­den aber als nicht so belas­tend emp­fun­den wie in Groß­be­trieben. Psy­chis­che Belas­tungs­fak­toren sind dage­gen im Klein­be­trieb eher sel­tener, das Belas­tungsempfind­en ist aber bei Klein- und Groß­be­trieben ähnlich.
Ein Ver­gle­ich der Zahlen mit der Erhe­bung 2005/2006 zeigte keine wesentliche Verän­derung: Das Belas­tungsspek­trum ist zumin­d­est seit den ver­gan­genen sechs Jahren gle­ich geblieben.
Lösen wir uns von den abstrak­ten Prozentzahlen, so sind wir in der Lage abzuschätzen, wie viele Men­schen in der Bun­desre­pub­lik jew­eils betrof­fen sind (Tab. 1)[12]. Das Ergeb­nis zeigt, dass die Anzahl von Men­schen, die unter akuten Belas­tun­gen lei­det, drama­tisch höher ist als die Erkrankungen.
Etwa fünf bis 15 Mil­lio­nen Arbeit­nehmer, also bis zu einem Drit­tel, erfahren min­destens einen „Stres­sor“, wahrschein­lich­er ist aber das Zusam­men­wirken mehrerer Belas­tungser­fahrun­gen. Angesichts der Zahlen darf man sich­er davon aus­ge­hen, dass etwa zehn bis 15 Mil­lio­nen Arbeit­nehmer psy­chisch belastet sind. Das deutet an, dass das Ver­hält­nis zwis­chen belasteten Per­so­n­en und Erkrankun­gen bei ca. 10 : 1 bis 8: 1 liegt. Bezo­gen auf 1000 Arbeit­nehmer kom­men etwa 365 Belastete, ca. 20 Erkrankun­gen und zwei Renten­fälle (Abb. 3).
Nicht die Erkrankun­gen sind daher das primäre The­ma, son­dern die große Zahl an belasteten, aber (noch?) nicht kranken Mitar­beit­ern. Diese Zahlen gälte es in der Presse aufzu­bere­it­en und in diesem Falle kön­nte man von einem „Massen­phänomen“ reden. Kön­nte es sein, dass der ges­teuerte Medi­en­rum­mel um Krankheit­skosten, Aus­fal­lzeit­en und Renten eher der Besorg­nis um Kosten und weniger der Besorg­nis um Krankheit­en und Belas­tun­gen entspringt? In ein­er sachgerecht­en Diskus­sion müsste auch fest­ge­hal­ten wer­den, dass etliche kör­per­liche Belas­tun­gen in gle­ich­er Stärke auftreten und psy­chis­che Belas­tun­gen nicht grund­sät­zlich häu­figer sind als andere. Die Erkrankun­gen stellen dann vielle­icht die Spitze des Eis­bergs dar, der verdeck­te Koloss darunter wird aber nicht wahrgenom­men bzw. nicht ange­sprochen. Dieser aber muss uns Sicher­heitsin­ge­nieure und Fachkräfte für Arbeitssicher­heit motivieren. Aber was ist zu tun?

Belastungen entmystifizieren

Arbeit ist seit alters her auch mit psy­chis­chen Belas­tun­gen ver­bun­den. Die wohl älteste Erwäh­nung psy­chis­ch­er Belas­tung find­et sich im Alten Tes­ta­ment (2. Mose, 18, ab Vers 13, inkl. Beurteilung und Maß­nah­men­darstel­lung), vor 80 Jahren hat Char­lie Chap­lin die Nöte der Mitar­beit­er in seinem Film „Mod­erne Zeit­en“ kün­st­lerisch aufgear­beit­et und heute bericht­en die Zeitun­gen darüber.
Es sind aber – wenn man so will – ganz natür­liche Belas­tun­gen, die sich in ähn­lich­er Weise wie die kör­per­lichen Belas­tun­gen aus der Arbeits­gestal­tung ergeben. Die unangemessene medi­ale Aufar­beitung hat jedoch in weit­en Kreisen für Verun­sicherung gesorgt und in vie­len Fällen die Mei­n­ung ver­fes­tigt, psy­chis­che Belas­tun­gen kön­nten nur durch Spezial­is­ten entsprechend erkan­nt und bew­ertet werden.
Ein schein­bares Prob­lem ergibt sich dabei aus der Tat­sache, dass psy­chis­che Belas­tun­gen nicht im klas­sis­chen Sinne mess­bar und mit Gren­zw­erten hin­ter­legt sind. Aus­nah­men sind medi­zinis­che Unter­suchun­gen zu spez­i­fis­chen kör­per­lichen Reak­tio­nen. Diese sind aber sehr aufwändig und kön­nen aus ethis­chen, betrieb­spoli­tis­chen und auch aus rein prak­tis­chen Grün­den nicht im Betrieb als Werkzeug inner­halb der Gefährdungs­beurteilung einge­set­zt werden.
Darüber hin­aus wer­den psy­chis­che Belas­tun­gen indi­vidu­ell sehr unter­schiedlich erfahren. Was dem einen eine starke Belas­tung ist, führt bei einem anderen Mitar­beit­er nur zu einem Achselzuck­en. Das macht es nicht eben einfacher.
Dabei dür­fen wir aber als eher tech­nisch geprägte Leser­schaft nicht überse­hen, dass viele soge­nan­nte „objek­tive“ Bew­er­tun­gen eben­falls eine gewisse Frag­würdigkeit haben. Die Belas­tun­gen durch Heben und Tra­gen z.B. wer­den in der Regel mit­tels der Leit­merk­mal­meth­ode der BAuA bew­ertet. Diese Meth­ode geht aber in kein­er Weise auf die indi­vidu­elle Eig­nung der Mitar­beit­er ein. Die Abfrage nach Gewicht, Strecke, Hal­tung etc. berück­sichtigt nicht, ob der Mitar­beit­er 1,60 m oder 1,95 m groß ist. Da die Muskel­masse typ­is­cher­weise etwa mit der 2,7 Potenz der Größe wächst, weist der größere Mitar­beit­er bei gle­ich­er Kon­sti­tu­tion eine über­pro­por­tion­al (etwa die 1,5 – 1,7 fach) höhere Muskel­masse auf. Für bei­de Per­so­n­en wird aber der gle­iche Bew­er­tungs­maßstab angelegt.
Gefahrstoffmes­sun­gen liefern objek­tive Mess­werte, was aber, wenn es dafür keinen Gren­zw­ert gibt? Wie beurteilen wir dann, ob eine Gefährdung vor­liegt? Und auch das Vorhan­den­sein eines gut doku­men­tierten Gren­zw­ertes schließt nicht aus, dass Mitar­beit­er schon deut­lich unter­halb dieser Schwelle geschädigt wer­den, da es indi­vidu­elle Unter­schiede in Genetik und Stof­fwech­sel gibt [13]. Nicht umson­st fordert die Gefahrstof­fverord­nung das Minimierungsgebot.
Es beste­hen somit keine grund­sät­zlichen Unter­schiede zwis­chen „klas­sis­chen“ und psy­chis­chen Arbeits­be­las­tun­gen. Bei­de haben bei genauer Sicht mit erhe­blichen Unsicher­heit­en und indi­vidu­ellen Reak­tionsvari­anten zu rech­nen und in bei­den Fällen kön­nen die notwendi­gen Maß­nah­men in ein­er gerin­gen Änderung des Arbeitsver­fahrens oder in ein­er größeren Umgestal­tung der Betrieb­s­führung enden. Außer­dem kön­nen – wie bere­its erwäh­nt – kör­per­liche Belas­tun­gen dur­chaus psy­chis­che Fol­gen haben und umgekehrt. Die „saubere“ Tren­nung existiert nicht.
Unlängst hat Rain­er v. Kipars­ki für den VDSI in dieser Zeitschrift die Möglichkeit­en für Fachkräfte und Sicher­heitsin­ge­nieure beleuchtet [11]. Dem ist prinzip­iell nichts hinzuzufü­gen. Die Forschung hat viele Fak­toren iden­ti­fiziert, die mit psy­chis­chen Belas­tun­gen ver­bun­den und die auch gut für den Sicherheitsingenieur/Fachkraft für Arbeitssicher­heit erkennbar sind. Deshalb wird er sich in den jew­eili­gen Bere­ichen ein­brin­gen kön­nen und einen wertvollen Beitrag zur Min­imierung psy­chis­ch­er Belas­tun­gen leis­ten. Das schließt aber nicht aus, dass gewisse Aspek­te, wie etwa soziale Inter­ak­tio­nen, Führungsver­hal­ten u. a. berufeneren Akteuren über­lassen wer­den dürfen.
Dass dafür Fort­bil­dung notwendig ist, ist selb­stver­ständlich und gilt für alle am Prozess beteiligten Beruf­s­grup­pen. Auch ein in diesem Bere­ich ver­stärk­ter inter­diszi­plinär­er Ansatz ist nicht ein Prob­lem der „ominösen“ psy­chis­chen Belas­tun­gen, son­dern sollte ein selb­stver­ständlich­es Vorge­hen sein. Das immer­hin schon 40 Jahre alte Arbeitssicher­heits­ge­setz fordert z.B. expliz­it die Zusam­me­nar­beit zwis­chen Betrieb­sarzt, Fachkraft für Arbeitssicher­heit, Betrieb­srat und anderen involvierten Per­so­n­en (§§ 9,10). Das häu­fig Ver­säumte kann jet­zt nachge­holt werden.
In vie­len Fällen sind Fachkräfte für Arbeitssicher­heit und Sicher­heitsin­ge­nieure in den Betrieben viel präsen­ter als Ärzte oder Gesund­heitswis­senschaftler, sind häu­figer vor Ort, haben mehr Kon­tak­te und in vie­len Fällen eine tief­ere Ein­sicht in die Zusam­men­hänge und Auswirkun­gen der jew­eili­gen Arbeitsorganisation.
Daher sind sie viel zu wichtig, um nicht in die Beurteilung psy­chis­ch­er Belas­tun­gen mit ein­be­zo­gen zu wer­den. Im Gegen­teil, ein Gesund­heits­man­age­ment, das die Fachkräfte und Sicher­heitsin­ge­nieure nicht mit ein­schließt, läuft Gefahr, viele wichtige Aspek­te nicht zu berück­sichti­gen. Sie müssen sich dieser Auf­gabe aber auch stellen und sich nicht durch medi­ale Hypes und (betriebs)politisch motiviertes „Hochkochen“ verun­sich­ern lassen.
Dazu gehören sich­er auch die sachgerechte Kom­mu­nika­tion zu dem The­ma und der ver­ant­wor­tungsvolle Umgang mit Pressemel­dun­gen etc.. Medi­zin­ern ist schon lange der sog. „Noce­bo – Effekt“ oder „umgekehrter Place­bo-Effekt“ bekan­nt. Ein Place­bo bewirkt Heilung, obwohl kein Wirk­stoff angewen­det wird, ein Noce­bo bewirkt Schä­den, obwohl keine entsprechende Ein­wirkung vorhan­den ist. Im Bere­ich elek­tro­mag­netis­ch­er Wellen scheint es so zu sein, dass allein die Ankündi­gung ein­er Expo­si­tion aus­re­icht, mess­bare Reak­tio­nen im Gehirn und Gefüh­le von Unwohl­sein zu gener­ieren [16]. Was ist, wenn ein gewiss­er Anteil psy­chis­ch­er Belas­tun­gen allein auf die dauernde und Effekt heis­chende Berichter­stat­tung zurückgeht?
Anmerkun­gen und Quellen
  • 1. Wenn die Sam­melkat­e­gorie „Andere Krankheit­en“ mit berück­sichtigt wird (30 %)
  • 2. http://www.bmas.de/DE/Service/Presse/Pressemitteilungen/psychische-gesundheit-veranstaltung-2013–01–29.html
  • 3. Die 2011 geleis­tete Arbeit­szeit betrug nach den Dat­en der BAuA ins­ge­samt 59586,1 Mil­lio­nen Arbeitsstun­den, was 7,448 Mil­liar­den Arbeit­sta­gen zu 8 h entspräche.
  • 4. http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/wirtschaft/nachrichten/DAK-Auch-2012-mehr-psychische-Erkrankungen-article958609.html
  • 5. Wikipedia: Inter­na­tionale sta­tis­tis­che Klas­si­fika­tion der Krankheit­en und ver­wandter Gesund­heit­sprob­leme- http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_statistische_Klassifikation_der_Krankheiten_und_verwandter_Gesundheitsprobleme
  • 6. http://www.focus.de/gesundheit/gesundleben/stress/volkskrankheit-nummer-eins-psychische-probleme-durch-arbeitsstress-steigen_aid_987372.html
  • 7. http://www.welt.de/wirtschaft/article115798811/Psychische-Erkrankungen-werden-Massenphaenomen.html
  • 8. Dat­en aus einem Vor­trag von Prof. Dr. E. Würr (Tech­nis­che Hochschule Deggen­dorf): Das Bad Kötztinger Lebensstil­pro­gramm – Wer­den Sie zum Man­ag­er Ihrer eige­nen Gesund­heit. Gehal­ten 9.9.2013, Bad Kötzting.
  • 9. Richter, D., K. Berg­er und T. Rek­er (2008) Nehmen psy­chis­che Störun­gen zu? Eine sys­tem­a­tis­che Lit­er­aturüber­sicht. – Psy­chi­at. Prax 35, 321 – 330
  • 10. Jaco­bi, F. (2009): Nehmen psy­chis­che Störun­gen zu?- reportpsy­cholo­gie, 34, 1/2009, 16 – 26
  • 11. von Kipars­ki, R. (2013): Beurteilung arbeits­be­d­ingter psy­chis­ch­er Belas­tun­gen durch Fachkräfte für Arbeitssicher­heit. – Sicher­heitsin­ge­nieur 8 / 2013, 8 – 13
  • 12. Für die Berech­nung der absoluten Erkrankun­gen wurde die gesamte Aus­fal­lzeit von 59,2 Mil­lio­nen Tagen durch die mit­tlere Krankheits­dauer von 23 Tagen divi­diert, für Mehrfach­di­ag­nosen (berichtet: 160 Diag­nosen / 100 Ver­sicherte) kor­rigiert und aufgerun­det. Bei den Belas­tun­gen wur­den die jew­eili­gen Prozentzahlen auf die Arbeits­bevölkerung bzw. auf die Bun­des­bevölkerung hochgerechnet.
  • 13. z. B. Thi­er, R. et al. (1999): Genetis­che Suszep­til­ität im Hin­blick auf tox­is­che Arbeit­splatz- und Umweltbelastungen.-Bundesgesundheitsbl-Gesundheitsforsch-Gesundheitsschutz, 1 /99, 834 – 840; Rüdi­ger, H. W. (2000): Kon­sti­tu­tionelle Unter­schiede der Bio­trans­for­ma­tion organ­is­ch­er Lösemit­tel – Bedeu­tung für die Arbeitsmedi­zin. – Arbeitsmed. Sozialmed. Umweltmed. 35, 5, 200, 205 – 209; Bar­rot, R. (2001): Enzym­poly­mor­phis­men – Bedeu­tung für indi­vidu­elles Gesund­heit­srisiko. – Ergo-Med 3 / 2001, 91 – 97
  • 14. Hap­ke et. al. (2013): Chro­nis­ch­er Stress bei Erwach­se­nen in Deutsch­land. – Bun­dege­sund­heits­bl 2013, 56, 749 – 754
  • 15. Busch et al. (2013): Prä­valenz von depres­siv­er Symp­to­matik und diag­nos­tiziert­er Depres­sion bei Erwach­se­nen in Deutsch­land. – Bun­dege­sund­heits­bl 2013, 56, 733 – 739
  • 16. Wit­thöft, M & G.J. Rubin (2013):Are media warn­ings about the adverse health effects of mod­ern life self-ful­fill­ing? An exper­i­men­tal study on idio­path­ic envi­ron­men­tal intol­er­ance attrib­uted to elec­tro­mag­net­ic fields (IEI-EMF).- Jour­nal of Psy­cho­so­mat­ic Resarch, 74 (3), 206 – 212; http://www.general-anzeiger-bonn.de/news/wissen/Studie-Echte-Beschwerden-allein-aus-Angst-vor-Risiken-article1046194.html; http://de.wikipedia.org/wiki/Nocebo-Effekt
Autor
Dr. rer nat. Ger­ald Schneider
BAD GmbH Gesund­heitsvor­sorge und Sicherheitstechnik
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