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.… und WorkplaceDesign

Sonderschau auf der A+A 2013
.… und WorkplaceDesign

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Ergonomie ist vere­in­facht beschrieben die Lehre der Anpas­sung der Tech­nik an den Men­schen. Durch die Anwen­dung der Erken­nt­nisse der Ergonomie bei der Gestal­tung von Arbeit­splätzen und ganzen Arbeitssys­te­men kann eine höhere Arbeit­sleis­tung bei opti­miert­er Belas­tung des Men­schen erre­icht wer­den. Ins­beson­dere die langfristige Sicherung der men­schlichen Arbeit­skraft ist ein Anliegen der Ergonomie. In der Son­der­schau „Work­place Design“ der A+A 2013 kann die Umset­zung ergonomis­ch­er Erken­nt­nisse in Arbeit­splätze und Arbeitsmit­tel konkret besichtigt und aus­pro­biert wer­den.

Prof. Dr. Mar­tin Schmaud­er

Eine für das heutige Sprachempfind­en eher blu­mige Def­i­n­i­tion von Ergonomie hat Jas­trze­bows­ki im Jahr 1857 veröf­fentlich (s. Abbil­dung fol­gende Seite).
Mit der DIN EN ISO 26800 „Ergonomie – Genereller Ansatz, Prinzip­i­en und Konzepte“ wurde in 2011 eine Über­sicht­snorm erar­beit­et. Hier wird Ergonomie fol­gen­der­maßen definiert:
Ergonomie ist die wis­senschaftliche Diszi­plin, die sich mit dem Ver­ständ­nis der Wech­sel­wirkun­gen zwis­chen men­schlichen und anderen Ele­menten eines Sys­tems befasst, und der Beruf­szweig, der The­o­rie, Grund­sätze, Dat­en und Ver­fahren auf die Gestal­tung von Arbeitssys­te­men anwen­det mit dem Ziel, das Wohlbefind­en des Men­schen und die Leis­tung des Gesamt­sys­tems zu opti­mieren (DIN EN ISO 26800).
Ergänzend wird aus­ge­führt: „Dies bein­hal­tet ins­beson­dere die Ziele der Erle­ichterung der Aus­führung der Auf­gabe, des Schutzes und der Förderung der Sicher­heit, Gesund­heit und des Wohlbefind­ens des Arbei­t­en­den oder des Benutzers/Operators von Produkten/Ausrüstungen durch die Opti­mierung der Auf­gaben, der Arbeitsmit­tel, der Dien­stleis­tun­gen, der Umge­bung oder – all­ge­mein­er – sämtlich­er Ele­mente eines Sys­tems und deren wech­sel­seit­iger Beziehun­gen. Das Erre­ichen dieser Ziele trägt poten­ziell zur Nach­haltigkeit und gesellschaftlich­er Ver­ant­wor­tung bei.
Ergonomie im Arbeitss­chutz
In der Ergonomie ste­ht nicht nur die Frage im Vorder­grund, ob es eine Gefährdung gibt, son­dern es geht um die umfassende men­schen­gerechte Gestal­tung von Arbeit. Diese wird in § 2 Arb­SchG als Maß­nahme des Arbeitss­chutzes aufge­führt. Die Ergonomie liefert damit einen wichti­gen Beitrag zur Verbesserung von Sicher­heit und Gesund­heitss­chutz der Beschäftigten. Dieser Aspekt wird oft als Pro­duk­tion­ser­gonomie (makro ergonom­ics) beze­ich­net. Im Arbeitssicher­heits­ge­setz (ASiG) wird bei der Präzisierung der Auf­gaben der Fachkräfte für Arbeitssicher­heit im § 6, Abschnitt 1, Absatz d aufge­führt, dass der Arbeit­ge­ber bei der Gestal­tung der Arbeit­splätze, des Arbeitsablaufs, der Arbeit­sumge­bung und in son­sti­gen Fra­gen der Ergonomie zu berat­en ist. Für die Fachkräfte für Arbeitssicher­heit ist damit die Ergonomie Teil der sicher­heit­stech­nis­chen Fachkunde.
Die Anwen­dung der Erken­nt­nisse der Ergonomie bei der Pro­duk­t­gestal­tung bildet die Pro­duk­ter­gonomie (micro ergonom­ics). Auch hier gibt es einen Bezug zum Regel­w­erk. Ergonomis­che Gestal­tungsan­forderun­gen zum Schutz der Nutzer sind durch Vor­gaben im Pro­duk­t­sicher­heits­ge­setz beziehungsweise der Maschi­nen­richtlin­ie (9. ProdSV) fest­geschrieben.
Work­place Design auf der A+A 2013
Wie nun die Ergonomie einen konkreten Ein­gang in die Gestal­tung von Büro- und Pro­duk­tion­sar­beit­splätzen gefun­den hat, soll auf der Work­place Design Son­der­schau der A+A 2013 in Düs­sel­dorf gezeigt wer­den. Namhafte Her­steller zeigen Ihre Pro­duk­te und ste­hen für Fra­gen zur Ver­fü­gung. Auf ein­er Aktions­bühne wer­den Vorge­hensweisen, Meth­o­d­en und Lösun­gen vorgestellt. An der Aktiv­ität beteili­gen sich neben den Her­stellern auch Forschungsin­sti­tute und Hochschulein­rich­tun­gen aus der Ergonomie, so dass es eine Verbindung von Wis­senschaft und Prax­is gibt. Das Pro­gramm mit den Beteiligten ist ab Mitte Sep­tem­ber abruf­bar unter:
A+A: Halle 10, Stand D40
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