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Vertrauen ins Ungewisse

Ethische Aspekte der Arbeitssicherheit
Vertrauen ins Ungewisse

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Die Welt ist erneut Zeuge ein­er Katas­tro­phe – dies­mal ist Fukushi­ma der Schau­platz. Warum rück­en schein­bar sicher­heit­stech­nis­che Aspek­te erst dann in den Fokus, wenn der Super-GAU droht?

Prof. Dr. Rain­er von Kiparski

„Fukushi­ma: Man­gel­hafte Wartung – Betreiber Tep­co fälschte Reparatur-Protokolle“1: So lautete Ende März eine Über­schrift in der Süd­deutschen Zeitung. Möglicher­weise waren die Not­stro­mag­gre­gate schon vor dem ver­heeren­den Tsuna­mi defekt. Fest ste­ht, dass der Reak­torkom­plex nicht für die Stärke der über Japan hereinge­broch­enen Naturkatas­tro­phen aus­gelegt war. Fukushi­ma ist kein Einzelfall. Bei vie­len Unfällen an tech­nis­chen Anla­gen wirken men­schliche und tech­nis­che Fehler auf fatale Weise zusam­men. Dies gilt auch für den Unter­gang der Ölplat­tform Deep­wa­ter Hori­zon im Golf von Mexiko. Zeit­druck und Spar­maß­nah­men auf Kosten der Sicher­heit haben – so das Ergeb­nis der von US-Präsi­dent Oba­ma einge­set­zten Unter­suchungskom­mis­sion – im April 2010 zur größten Ölpest in der amerikanis­chen Geschichte geführt. 2
Par­al­lelität der Katastrophen
Die Bilder aus Fukushi­ma und von der Deep­wa­ter Hori­zon ähneln sich: Inge­nieure und Tech­niker, die – zum Teil unter Ein­satz ihres Lebens – fieber­haft ver­suchen, zu ret­ten, was noch zu ret­ten ist; oft Tausende von Kilo­me­tern ent­fer­nte Experten, die in den Medi­en Zukun­ft­sprog­nosen auf mehr oder weniger gesichert­er Infor­ma­tions­ba­sis stellen; eine verun­sicherte Öffentlichkeit, die sich fragt, wohin das alles führen soll – und zahlre­iche Men­schen, die unmit­tel­bar von den Auswirkun­gen der Unfälle betrof­fen sind. Oft ver­lieren sie alles, was sie zum Leben brauchen.
Sicher­heit­stech­nik – eine „ethis­che Disziplin“?
Spätestens jet­zt wird deut­lich: Sicher­heit­stech­nik ist eine Diszi­plin mit Bezug zur Ethik. Philosophen und Schrift­steller set­zen sich seit Jahrzehn­ten mit der Frage auseinan­der, ob der Men­sch das tech­nisch Mach­bare tat­säch­lich umsetzen3 oder – noch grund­sät­zlich­er – wie weit ein Tech­niker über­haupt denken darf.4 Fukushi­ma ver­lei­ht unter anderem der Tech­nikphiloso­phie von Gün­ther Anders erschreck­ende Aktualität.5 Er hat die Fol­gen der Atom­bombe­nen­twick­lung und die Frage nach ein­er friedlichen Nutzung der Kernen­ergie in den Mit­telpunkt seines Denkens gestellt. Sein Faz­it: Die Men­schen kön­nen sich die Atom­tech­nolo­gie in allen ihren Auswirkun­gen nicht mehr vorstellen6; es beste­ht ein „promethe­is­ches Gefälle (…) zwis­chen dem (…) was wir her­stellen kön­nen und dem (…) was wir vorstellen kön­nen (…).7 Anders spricht daher von der Antiquiertheit des Men­schen; die Tech­nik, nicht der Men­sch, ist der eigentliche Motor der Geschichte.8 Für die Sicher­heit­stech­nik bleiben nach der Beschäf­ti­gung mit seinem Werk grundle­gende Denkanstöße: Ist der Men­sch tat­säch­lich unfähig, alle Dimen­sio­nen der von ihm geschaf­fe­nen Tech­nik gedanklich vor­weg zu nehmen? Darf er Restrisiken definieren, die mith­il­fe sta­tis­tis­ch­er Berech­nun­gen prak­tisch aus­geschlossen werden?9 Schließlich stellt sich auch die Frage, warum Men­schen nach wie vor in unbekan­nte oder nicht ver­ste­hbare Tech­nolo­gien vertrauen.
Die aktuelle Sit­u­a­tion und die Diskus­sion um den Ausstieg aus der Atom­en­ergie verdeck­en den Blick auf eine wichtige Fest­stel­lung: Weltweit wer­den weit­ere Tech­nolo­gien einge­set­zt, die auf ihre Art riskant und in ihren Auswirkun­gen unüber­schaubar sind. Wir ver­trauen jeden Tag in tech­nis­che Sys­teme, und wir benöti­gen dieses Ver­trauen, um entschei­dungs- und damit hand­lungs­fähig zu bleiben.10 Eine blinde Tech­nikkri­tik, die tech­nis­chen Fortschritt kat­e­gorisch ablehnt, ist nach wie vor nicht angemessen. Max­i­male Sicher­heit lässt sich nicht grund­sät­zlich durch die Ablehnung von Tech­nik her­stellen; Unsicher­heit kann unter Umstän­den auch ein evo­lu­tionäres Moment bein­hal­ten und Motor für weit­ere tech­nis­che Inno­va­tion und Forschung sein. Eine Auf­gabe beste­ht deshalb darin, „(…) den dialek­tis­chen Punkt aus­find­ig zu machen und zu bes­tim­men, wo sich unser Ja der Tech­nik gegenüber in Skep­sis oder in ein unverblümtes Nein zu ver­wan­deln hat.“11 Bei der Bes­tim­mung dieses Punk­tes sollte der Blick – so gut es eben geht – auch auf kün­ftige Gen­er­a­tio­nen gerichtet werden.12
Sicher­heitsin­ge­nieure: Detek­tive mit Zukunftsperspektive
Eine weit­ere Auf­gabe fällt in den unmit­tel­baren Auf­gaben­bere­ich von Sicher­heitsin­ge­nieuren und Fachkräften für Arbeitssicher­heit: Sie müssen die grund­sät­zliche Rel­e­vanz sicher­heit­stech­nis­ch­er Maß­nah­men und Kon­trollen und die Auswirkun­gen auf die Beschäftigten in den Unternehmen nach­haltig im Bewusst­sein der Entschei­dungsträger ver­ankern. Die ana­lytis­che Arbeitsweise von sicher­heit­stech­nis­chen Experten ähnelt der von Detek­tiv­en: Auch sie beobacht­en, recher­chieren, befra­gen Per­so­n­en und fügen alle Infor­ma­tio­nen zu einem aus­sagekräfti­gen Gesamt­bild zusam­men. Anders als Detek­tive, die Licht in ein in der Ver­gan­gen­heit liegen­des Ereig­nis brin­gen wollen, haben sicher­heit­stech­nis­che Experten die Zukun­ft im Blick: Ihr Ziel beste­ht darin, das Unvorherse­hbare zu iden­ti­fizieren, zu bew­erten und das Argu­ment „Es ist noch nie etwas passiert“ nach­haltig zu entkräften. Diese Auf­gabe wird als Tech­nikbe­w­er­tung oder Tech­nikfol­gen­ab­schätzung bezeichnet.
Tech­nikbe­w­er­tung in den Unternehmen
Sicher­heitsin­ge­nieure und andere Fachkräfte für Arbeitssicher­heit führen Bege­hun­gen durch, analysieren mögliche Fehler- und Unfal­lquellen nach dem aktuellen Stand der Tech­nik und doku­men­tieren die Ergeb­nisse ihrer Unter­suchun­gen in Gefährdungs- und Risikobeurteilun­gen. Diese Doku­mente sind wichtige Instru­mente, um einen kon­tinuier­lichen Verbesserung­sprozess im Unternehmen anzus­toßen. Sie erle­ichtern den Auf­bau von Risiko­man­age­mentsys­te­men, die wiederum die Com­pli­ance der Unternehmen stärken. Gefährdungs- und Risikobeurteilun­gen erhöhen die Rechtssicher­heit der für den Arbeitss­chutz ver­ant­wortlichen Per­so­n­en und sie ste­hen im Ein­klang mit dem deutschen Vorschriftenwerk.13 Ger­ade die neue DGUV Vorschrift 2 ist ein her­vor­ra­gen­des Beispiel dafür, dass sich im Hin­blick auf sicher­heit­stech­nis­che und arbeitsmedi­zinis­che Betreu­ung ein ganzheitlich­es Ver­ständ­nis von Präven­tion nach­haltig durchge­set­zt hat.14
Werte im tech­nis­chen Handeln
Weit­ere Impulse liefert die VDI-Richtlin­ie 3780.15 Tech­nis­ches Han­deln soll dem­nach nicht nur funk­tion­al und wirtschaftlich sein, son­dern soll auch Werten wie Wohl­stand, Sicher­heit, Gesund­heit, Umweltqual­ität, Per­sön­lichkeit­sent­fal­tung und Gesellschaft­squal­ität dienen. Aus­sagen über Tech­nikfol­gen sollen „(…) a pri­ori und nicht a pos­te­ri­ori (…)“ erfolgen.16 Die Richtlin­ie macht deut­lich, dass tech­nis­ches Han­deln nicht wert­neu­tral sein kann. Auch die Per­spek­tive eines Inge­nieurs oder Tech­nikers ist immer durch Wer­tun­gen und sub­jek­tive Ein­schätzun­gen geprägt.17
Kon­se­quen­zen für die Ausbildung
Ein Sicher­heitsin­ge­nieur, der seinen Beruf als Man­ag­er für Sicher­heit und Gesund­heit auf­fasst, muss offen sein für ethis­che Fragestel­lun­gen, die sich am Wohl des Men­schen aus­richt­en. Ein entsprechen­des (Verantwortungs-)Bewusstsein hier­für sollte bere­its in der Aus­bil­dung gelegt wer­den: „Eine Aus­bil­dung, die sich nur an tech­nis­ch­er Effizienz, am Funk­tion­ieren und an der Wirtschaftlichkeit aus­richtet, greift erhe­blich zu kurz: Die Auf­fas­sung, dass Inge­nieure nur die Mit­tel bere­it­stellen, während es erst Fir­menchefs, Großkonz­erne und Poli­tik­er seien, die Ver­ant­wor­tung tra­gen, ist völ­lig ver­ant­wor­tungs­los. Umgekehrt kann eine Tech­nokratie, in der allein den Tech­nolo­gen Entschei­dungslast und Ver­ant­wor­tung zugewiesen wird, eben­so wenig dem Mod­ell ein­er offe­nen Gesellschaft gerecht werden.“18
Schlussfol­gerun­gen für die Sicherheitstechnik
Der VDSI, der die Inter­essen von mehr als 5.300 Sicher­heitsin­ge­nieuren und anderen Fachkräften für Arbeitssicher­heit bün­delt sowie für deren qual­i­fizierte Aus- und Weit­er­bil­dung ein­tritt, muss zu den Ereignis­sen in Fukushi­ma Posi­tion beziehen. Die fol­gen­den vier The­sen sind auch eine Stan­dortbes­tim­mung für die Sicherheitstechnik:
  • 1. Die Bew­er­tung von Gefährdun­gen und (Rest-)Risiken wirft nicht nur tech­nis­che, son­dern auch ethis­che Fra­gen auf. Die Sicher­heit­stech­nik braucht daher im Prozess der Tech­nikbe­w­er­tung und der Tech­nikfol­gen­ab­schätzung eine kon­tinuier­liche Wertediskussion.
  • 2. Eine zeit­gemäße Tech­nikbe­w­er­tung und Tech­nikfol­gen­ab­schätzung beruht auf ein­er ganzheitlichen Per­spek­tive: Chan­cen, Gefährdun­gen und Risiken sind miteinan­der ver­net­zt. Sie kön­nen nicht isoliert voneinan­der betra­chtet und bew­ertet werden.
  • 3. Die Sicher­heit­stech­nik muss weit­er daran mitwirken, dass Entschei­dungsträger in Poli­tik und Wirtschaft mögliche Tech­nikfol­gen so umfassend wie möglich abschätzen kön­nen und die notwendi­gen präven­tiv­en Maß­nah­men ergreifen. Man­ag­er für Sicher­heit und Gesund­heit kön­nen die Entschei­dungsträger in diesem Prozess unter­stützen. Sie sor­gen zum Beispiel dafür, dass ganzheitliche Präven­tion­skonzepte nach­haltig in den Unternehmen umge­set­zt werden.
  • 4. Es ste­hen bere­its the­o­retis­che Ansätze und prax­is­na­he Instru­mente zur Ver­fü­gung, die von einem ganzheitlichen Präven­tionsver­ständ­nis aus­ge­hen (zum Beispiel VDI-Richtlin­ie 3780, DGUV Vorschrift 2, Durch­führung von Gefährdungs- und Risikobeurteilun­gen). Unab­hängig davon muss ins­beson­dere für die Beurteilung kom­plex­er Tech­nolo­gien und Anla­gen weit­er an the­o­retis­chen Grund­la­gen und prak­tis­chen Umset­zung­shil­fen gear­beit­et werden.
Der VDSI wird den in den The­sen dargestell­ten Prozess mit­gestal­ten. Dazu wird der VDSI ein Gremi­um ins Leben rufen, das sich mit ethis­chen Aspek­ten der Sicher­heit­stech­nik und mit möglichen Auswirkun­gen für Umwelt und Gesund­heit beim Ein­satz von Risiko- und Großtech­nolo­gien befasst. Der VDSI set­zt sich ins­beson­dere über die Tätigkeit sein­er Arbeit­skreise und Fach­grup­pen für ein ganzheitlich­es Ver­ständ­nis in der Arbeitssicher­heit sowie im Gesund­heits- und Umweltschutz ein.19 Durch sein Aus- und Weit­er­bil­dungsange­bot trägt der VDSI dazu bei, dass Man­ag­er für Sicher­heit und Gesund­heit ihre Kom­pe­ten­zen und Fähigkeit­en kon­tinuier­lich weit­er­en­twick­eln können.
Lit­er­aturverze­ich­nis:
  • 1. Anders, Gün­ther: Die Antiquiertheit des Men­schen. Band 1: Über die Seele im Zeital­ter der zweit­en indus­triellen Rev­o­lu­tion. Ver­lag C. H. Beck, München, 2. Auflage 2002.
  • 2. Anders, Gün­ther: Die Antiquiertheit des Men­schen. Band 2: Über die Zer­störung des Lebens im Zeital­ter der drit­ten indus­triellen Rev­o­lu­tion, Ver­lag C. H. Beck, München, 3. Auflage 2002.
  • 3. Anders, Gün­ther: Gewalt ja oder nein. Eine notwendi­ge Diskus­sion. Knaur Ver­lag, München, 1987.
  • 4. Dür­ren­matt, Friedrich: Die Physik­er. Dio­genes Ver­lag, Zürich, 1998.
  • 5. Hirsch, Hel­mut: Welche langfristi­gen Fol­gen hat der Super-GAU? Aus: Welt Online vom 16. März 2011; Down­load unter: http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12871234/Welche-langfristigen-Folgen-hat-der-Super-GAU.html
  • 6. Jonas, Hans: Das Prinzip Ver­ant­wor­tung: Ver­such ein­er Ethik für die tech­nol­o­gis­che Zivil­i­sa­tion. Suhrkamp Ver­lag, Frank­furt a.M., 1984.
  • 7. Liess­mann, Kon­rad Paul: Gün­ther Anders: Philoso­phieren im Zeital­ter der tech­nol­o­gis­chen Rev­o­lu­tio­nen. Beck, München, 2002.
  • 8. Lohmann, Hans-Mar­tin: Das promethe­is­che Gefälle. Aus: Frank­furter Rund­schau (Onlin­eaus­gabe) vom 16. März 2011; Down­load unter: www.fr-online.de/kultur/debatte/das-prometheische-gefaelle/-/1473340/8234546/-/index.html
  • 9. Luh­mann, Niklas: Ver­trauen: Ein Mech­a­nis­mus zur Reduk­tion sozialer Kom­plex­ität. UTB, Stuttgart, 4. Auflage 2000.
  • 10. Nei­d­hart, Christoph: Fukushi­ma: Man­gel­hafte Wartung – Betreiber Tep­co fälschte Reparatur-Pro­tokolle. Aus: Süd­deutsche Zeitung (Onlin­eaus­gabe) vom 21. März 2011; Down­load unter: http://www.sueddeutsche.de/politik/mangelhafte-kontrollen-in-fukushima-betreiber-tepco-faelschte-reparatur-protokolle‑1.1075242
  • 11. Pos­er, Hans: Wis­senschaft und Lehre – Wert­frei? Max Weber und die Inge­nieur­swis­senschaften. Aus: Melezinek, Adolf und Robert Ruprecht (Hrsg.): Unique und Excel­lent. Inge­nieur­saus­bil­dung im 21. Jahrhun­dert. Refer­ate des 29. Inter­na­tionalen Sym­po­siums „Inge­nieur­späd­a­gogik 2000“. Leucht­turm-Schriften­rei­he, Band 44, Seite 47–54. Down­load unter: http://www1.beuth-hochschule.de/~didaktik/poser/Welcome.html
  • 12. Reuters/dpa/AFP: Hin­ter­grund Atom­kraftwerk Fukushi­ma: Unrühm­liche Ver­gan­gen­heit. Aus: Süd­deutsche Zeitung (Onlin­eaus­gabe) vom 12. März 2011; Down­load unter: http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/hintergrund-atomkraftwerks-fukushima-jahre-alter-meiler-mit-unruehmlicher-vergangenheit‑1.1071229
  • 13. Rüb, Matthias: Explo­sion der Deep­wa­ter Hori­zon: Bericht warnt vor neuen Katas­tro­phen. Aus: Frank­furter All­ge­meine Zeitung (Onlin­eaus­gabe) vom 7. Jan­u­ar 2011; Down­load unter: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EC5F18E5090AA4A1FBF7CC19B79F5CCE3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
  • 14. Schef­fczik, Wal­ter: Tech­nikbe­w­er­tung und Tech­nikfol­gen­ab­schätzung – ein Beitrag zur Entwick­lung des Tech­nikun­ter­richts an all­ge­mein­bilden­den Schulen (Dis­ser­ta­tion), 2003; Down­load unter: http://docserver.bis.uni-oldenburg.de/__publikationen/dissertation/2003/schtec03/schtec03.html
  • 15. Ver­band Deutsch­er Inge­nieure (VDI): VDI-Richtlin­ie 3780: Tech­nikbe­w­er­tung – Begriffe und Grund­la­gen. Beuth Ver­lag, Düs­sel­dorf, 2000.
  • 16. Ver­band Deutsch­er Sicher­heitsin­ge­nieure (VDSI): VDSI-Posi­tion­spa­pi­er zur Doku­men­ta­tion­spflicht bei Gefährdungs­beurteilun­gen in klein- und mit­tel­ständis­chen Unternehmen (KMU) vom 27. Sep­tem­ber 2010.
  • 17. Ver­band Deutsch­er Sicher­heitsin­ge­nieure (VDSI): Posi­tion­spa­pi­er zur Ein­führung der DGUV Vorschrift 2. Veröf­fentlicht als VDSI-Infor­ma­tion 7/2010.
  • 18. „AK Betrieb­ssicher­heits­man­age­ment gegrün­det“. In: VDSI aktuell, Aus­gabe 1/2010, Seite 3.
  • 19. „Zukun­ft­s­the­ma Umweltschutz“ (Inter­view mit Udo Helms, Leit­er des VDSI-Arbeit­skreis­es Umweltschutz). In: VDSI aktuell, Aus­gabe 1/2011, Seite 8 f.
  • 20. „Ver­net­ztes Denken“ (Inter­view mit Sil­vester Sieg­mann, Leit­er des VDSI-Arbeit­skreis­es Betrieb­ssicher­heits­man­age­ment). In: VDSI aktuell, Aus­gabe 3/2011, Seite 12 f. (noch unveröffentlicht).
Autor
Prof. Dr. Rain­er von Kipars­ki ist Vor­standsvor­sitzen­der des Ver­ban­des Deutsch­er Sicher­heitsin­ge­nieure. Haupt­beru­flich ist Pro­fes­sor von Kipars­ki in führen­der Funk­tion als Leit­er Medi­zin und Tech­nik der Region Süd­west der IAS-Gruppe tätig. Seit vie­len Jahren nimmt er im Rah­men ein­er Hon­o­rarpro­fes­sur Lehrauf­gaben am Insti­tut für Arbeitswis­senschaft und Betrieb­sorgan­i­sa­tion des Karl­sruher Insti­tuts für Tech­nolo­gie (KIT) wahr.
  • 1 Nei­d­hart (2011). Vgl. auch Reuters/dpa/AFP (2011).
  • 2 Vgl. Rüb (2011).
  • 3 Vgl. u.a. Jonas (1984).
  • 4 Was ein­mal gedacht wurde, kann nicht mehr zurückgenom­men wer­den.“ Aus: Dür­ren­matt (1998), S. 85.
  • 5 Vgl. Anders (2002). Ungeachtet der Rel­e­vanz sein­er Tech­nikphiloso­phie kön­nen viele Aus­sagen in seinem Gesamtwerk kon­tro­vers disku­tiert wer­den, so z.B. die Legit­i­ma­tion von Gewalt als Mit­tel zur Friedenssicherung, Anm. d. Ver­fassers. Vgl. hierzu Anders (1987).
  • 6 So würde Japan durch eine Kern­schmelze in Fukushi­ma unter unvorstell­bar hohen Ewigkeit­skosten lei­den; Plu­to­ni­um hat eine Halb­w­ert­szeit von etwa 24.000 Jahren. Zum Zeit­punkt der Erstel­lung des Beitrags war unklar, ob dieses Szenario tat­säch­lich ein­tritt, Anm. d. Ver­fassers. Vgl. auch Hirsch (2011).
  • 7 Anders (2002), Bd. 2, S. 18. Vgl. auch Anders (2002), Bd. 1, S. 1–20 und ins­beson­dere S. 16 sowie Liess­mann (2002), S. 55: „Prometheus, der mythis­che Titan (…) galt lange als Ima­go des selb­st­be­wussten, sein­er Kraft ver­trauen­den, autonomen Men­schen, der in Selb­staufk­lärung und Naturbe­herrschung den Aus­gang aus sein­er wie immer ver­schulde­ten Unmündigkeit suchte.“
  • 8 Vgl. Anders (2002), Bd. 2, S. 9 und S. 286.
  • 9 Vgl. Lohmann (2011).
  • 10 Vgl. Luh­mann (2000). Niklas Luh­mann definiert Ver­trauen als riskante Vor­leis­tung, ohne die wir aber nicht auskom­men kön­nen (S. 1 ff.). Nur durch Ver­trauen kön­nen Men­schen auf Intu­ition gestützte Entschei­dun­gen tre­f­fen: „Man neu­tral­isiert gewisse Gefahren, die nicht aus­geräumt wer­den kön­nen, die aber das Han­deln nicht irri­tieren sollen.“ (S. 30).
  • 11 Anders (2002), Bd. 2, S. 127.
  • 12 „Han­dle so, dass die Wirkun­gen dein­er Hand­lun­gen verträglich sind mit der Per­ma­nenz echt­en men­schlichen Lebens auf Erden.“ Aus: Jonas (1984), S. 36.
  • 13 Vgl. Ver­band Deutsch­er Sicher­heitsin­ge­nieure (2010), Posi­tion­spa­pi­er. Die Argu­men­ta­tion lässt sich auf Unternehmen aller Größen und Branchen über­tra­gen, Anm. d. Verfassers.
  • 14 Vgl. Ver­band Deutsch­er Sicher­heitsin­ge­nieure (2010), VDSI-Infor­ma­tion. So bietet die DGUV Vorschrift 2 den Unternehmen die Möglichkeit, neben betrieb­sspez­i­fis­chen Aktions­feldern auch zukun­ft­sori­en­tierte Präven­tion­s­the­men aufzu­greifen, die sich z. B. an den Zie­len der Gemein­samen Deutschen Arbeitss­chutzs­trate­gie ori­en­tieren, Anm. d. Verfassers.
  • 15 Vgl. Ver­band Deutsch­er Inge­nieure (2000).
  • 16 Schef­fczik (2003), S. 66.
  • 17 Vgl. ebd., S. 68 f.
  • 18 Pos­er (2000), S. 7.
  • 19 In diesem Zusam­men­hang kann exem­plar­isch auf die Tätigkeit der bei­den VDSI-Arbeit­skreise Umweltschutz und Betrieb­ssicher­heits­man­age­ment ver­weisen wer­den. So geht der Arbeit­skreis Umweltschutz in seinen Ausar­beitun­gen grund­sät­zlich von ein­er ganzheitlichen Betra­ch­tungsweise im Arbeits‑, Gesund­heits- und Umweltschutz aus. Der Arbeit­skreis Betrieb­ssicher­heits­man­age­ment befasst sich unter anderem mit den Schnittstellen zum Umwelt‑, Daten‑, Qual­itäts- und Risiko­man­age­ment, Anm. d. Ver­fassers. Vgl. hierzu VDSI aktuell (1/2010), S. 3; VDSI aktuell (1/2011), S. 8 f.; VDSI aktuell (3/2010), S. 12 f.
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