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Vertrauen ins Unge­wisse

Ethische Aspekte der Arbeitssicherheit
Vertrauen ins Unge­wisse

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Die Welt ist erneut Zeuge einer Kata­stro­phe – dies­mal ist Fuku­shima der Schau­platz. Warum rücken schein­bar sicher­heits­tech­ni­sche Aspekte erst dann in den Fokus, wenn der Super-GAU droht?

Prof. Dr. Rainer von Kipar­ski

„Fuku­shima: Mangel­hafte Wartung – Betrei­ber Tepco fälschte Reparatur-Protokolle“1: So lautete Ende März eine Über­schrift in der Süddeut­schen Zeitung. Mögli­cher­weise waren die Notstrom­ag­gre­gate schon vor dem verhee­ren­den Tsunami defekt. Fest steht, dass der Reak­tor­kom­plex nicht für die Stärke der über Japan herein­ge­bro­che­nen Natur­ka­ta­stro­phen ausge­legt war. Fuku­shima ist kein Einzel­fall. Bei vielen Unfäl­len an tech­ni­schen Anla­gen wirken mensch­li­che und tech­ni­sche Fehler auf fatale Weise zusam­men. Dies gilt auch für den Unter­gang der Ölplatt­form Deep­wa­ter Hori­zon im Golf von Mexiko. Zeit­druck und Spar­maß­nah­men auf Kosten der Sicher­heit haben – so das Ergeb­nis der von US-Präsident Obama einge­setz­ten Unter­su­chungs­kom­mis­sion – im April 2010 zur größ­ten Ölpest in der ameri­ka­ni­schen Geschichte geführt. 2
Paral­le­li­tät der Kata­stro­phen
Die Bilder aus Fuku­shima und von der Deep­wa­ter Hori­zon ähneln sich: Inge­nieure und Tech­ni­ker, die – zum Teil unter Einsatz ihres Lebens – fieber­haft versu­chen, zu retten, was noch zu retten ist; oft Tausende von Kilo­me­tern entfernte Exper­ten, die in den Medien Zukunfts­pro­gno­sen auf mehr oder weni­ger gesi­cher­ter Infor­ma­ti­ons­ba­sis stel­len; eine verun­si­cherte Öffent­lich­keit, die sich fragt, wohin das alles führen soll – und zahl­rei­che Menschen, die unmit­tel­bar von den Auswir­kun­gen der Unfälle betrof­fen sind. Oft verlie­ren sie alles, was sie zum Leben brau­chen.
Sicher­heits­tech­nik – eine „ethi­sche Diszi­plin“?
Spätes­tens jetzt wird deut­lich: Sicher­heits­tech­nik ist eine Diszi­plin mit Bezug zur Ethik. Philo­so­phen und Schrift­stel­ler setzen sich seit Jahr­zehn­ten mit der Frage ausein­an­der, ob der Mensch das tech­nisch Mach­bare tatsäch­lich umsetzen3 oder – noch grund­sätz­li­cher – wie weit ein Tech­ni­ker über­haupt denken darf.4 Fuku­shima verleiht unter ande­rem der Tech­nik­phi­lo­so­phie von Günther Anders erschre­ckende Aktualität.5 Er hat die Folgen der Atom­bom­ben­ent­wick­lung und die Frage nach einer fried­li­chen Nutzung der Kern­ener­gie in den Mittel­punkt seines Denkens gestellt. Sein Fazit: Die Menschen können sich die Atom­tech­no­lo­gie in allen ihren Auswir­kun­gen nicht mehr vorstellen6; es besteht ein „prome­t­hei­sches Gefälle (…) zwischen dem (…) was wir herstel­len können und dem (…) was wir vorstel­len können (…).7 Anders spricht daher von der Anti­quiert­heit des Menschen; die Tech­nik, nicht der Mensch, ist der eigent­li­che Motor der Geschichte.8 Für die Sicher­heits­tech­nik blei­ben nach der Beschäf­ti­gung mit seinem Werk grund­le­gende Denk­an­stöße: Ist der Mensch tatsäch­lich unfä­hig, alle Dimen­sio­nen der von ihm geschaf­fe­nen Tech­nik gedank­lich vorweg zu nehmen? Darf er Rest­ri­si­ken defi­nie­ren, die mithilfe statis­ti­scher Berech­nun­gen prak­tisch ausge­schlos­sen werden?9 Schließ­lich stellt sich auch die Frage, warum Menschen nach wie vor in unbe­kannte oder nicht versteh­bare Tech­no­lo­gien vertrauen.
Die aktu­elle Situa­tion und die Diskus­sion um den Ausstieg aus der Atom­ener­gie verde­cken den Blick auf eine wich­tige Fest­stel­lung: Welt­weit werden weitere Tech­no­lo­gien einge­setzt, die auf ihre Art riskant und in ihren Auswir­kun­gen unüber­schau­bar sind. Wir vertrauen jeden Tag in tech­ni­sche Systeme, und wir benö­ti­gen dieses Vertrauen, um entscheidungs- und damit hand­lungs­fä­hig zu bleiben.10 Eine blinde Tech­nik­kri­tik, die tech­ni­schen Fort­schritt kate­go­risch ablehnt, ist nach wie vor nicht ange­mes­sen. Maxi­male Sicher­heit lässt sich nicht grund­sätz­lich durch die Ableh­nung von Tech­nik herstel­len; Unsi­cher­heit kann unter Umstän­den auch ein evolu­tio­nä­res Moment beinhal­ten und Motor für weitere tech­ni­sche Inno­va­tion und Forschung sein. Eine Aufgabe besteht deshalb darin, „(…) den dialek­ti­schen Punkt ausfin­dig zu machen und zu bestim­men, wo sich unser Ja der Tech­nik gegen­über in Skep­sis oder in ein unver­blüm­tes Nein zu verwan­deln hat.“11 Bei der Bestim­mung dieses Punk­tes sollte der Blick – so gut es eben geht – auch auf künf­tige Genera­tio­nen gerich­tet werden.12
Sicher­heits­in­ge­nieure: Detek­tive mit Zukunfts­per­spek­tive
Eine weitere Aufgabe fällt in den unmit­tel­ba­ren Aufga­ben­be­reich von Sicher­heits­in­ge­nieu­ren und Fach­kräf­ten für Arbeits­si­cher­heit: Sie müssen die grund­sätz­li­che Rele­vanz sicher­heits­tech­ni­scher Maßnah­men und Kontrol­len und die Auswir­kun­gen auf die Beschäf­tig­ten in den Unter­neh­men nach­hal­tig im Bewusst­sein der Entschei­dungs­trä­ger veran­kern. Die analy­ti­sche Arbeits­weise von sicher­heits­tech­ni­schen Exper­ten ähnelt der von Detek­ti­ven: Auch sie beob­ach­ten, recher­chie­ren, befra­gen Perso­nen und fügen alle Infor­ma­tio­nen zu einem aussa­ge­kräf­ti­gen Gesamt­bild zusam­men. Anders als Detek­tive, die Licht in ein in der Vergan­gen­heit liegen­des Ereig­nis brin­gen wollen, haben sicher­heits­tech­ni­sche Exper­ten die Zukunft im Blick: Ihr Ziel besteht darin, das Unvor­her­seh­bare zu iden­ti­fi­zie­ren, zu bewer­ten und das Argu­ment „Es ist noch nie etwas passiert“ nach­hal­tig zu entkräf­ten. Diese Aufgabe wird als Tech­nik­be­wer­tung oder Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung bezeich­net.
Tech­nik­be­wer­tung in den Unter­neh­men
Sicher­heits­in­ge­nieure und andere Fach­kräfte für Arbeits­si­cher­heit führen Bege­hun­gen durch, analy­sie­ren mögli­che Fehler- und Unfall­quel­len nach dem aktu­el­len Stand der Tech­nik und doku­men­tie­ren die Ergeb­nisse ihrer Unter­su­chun­gen in Gefährdungs- und Risi­ko­be­ur­tei­lun­gen. Diese Doku­mente sind wich­tige Instru­mente, um einen konti­nu­ier­li­chen Verbes­se­rungs­pro­zess im Unter­neh­men anzu­sto­ßen. Sie erleich­tern den Aufbau von Risi­ko­ma­nage­ment­sys­te­men, die wiederum die Compli­ance der Unter­neh­men stär­ken. Gefährdungs- und Risi­ko­be­ur­tei­lun­gen erhö­hen die Rechts­si­cher­heit der für den Arbeits­schutz verant­wort­li­chen Perso­nen und sie stehen im Einklang mit dem deut­schen Vorschriftenwerk.13 Gerade die neue DGUV Vorschrift 2 ist ein hervor­ra­gen­des Beispiel dafür, dass sich im Hinblick auf sicher­heits­tech­ni­sche und arbeits­me­di­zi­ni­sche Betreu­ung ein ganz­heit­li­ches Verständ­nis von Präven­tion nach­hal­tig durch­ge­setzt hat.14
Werte im tech­ni­schen Handeln
Weitere Impulse liefert die VDI-Richtlinie 3780.15 Tech­ni­sches Handeln soll demnach nicht nur funk­tio­nal und wirt­schaft­lich sein, sondern soll auch Werten wie Wohl­stand, Sicher­heit, Gesund­heit, Umwelt­qua­li­tät, Persön­lich­keits­ent­fal­tung und Gesell­schafts­qua­li­tät dienen. Aussa­gen über Tech­nik­fol­gen sollen „(…) a priori und nicht a poste­riori (…)“ erfolgen.16 Die Richt­li­nie macht deut­lich, dass tech­ni­sches Handeln nicht wert­neu­tral sein kann. Auch die Perspek­tive eines Inge­nieurs oder Tech­ni­kers ist immer durch Wertun­gen und subjek­tive Einschät­zun­gen geprägt.17
Konse­quen­zen für die Ausbil­dung
Ein Sicher­heits­in­ge­nieur, der seinen Beruf als Mana­ger für Sicher­heit und Gesund­heit auffasst, muss offen sein für ethi­sche Frage­stel­lun­gen, die sich am Wohl des Menschen ausrich­ten. Ein entspre­chen­des (Verantwortungs-)Bewusstsein hier­für sollte bereits in der Ausbil­dung gelegt werden: „Eine Ausbil­dung, die sich nur an tech­ni­scher Effi­zi­enz, am Funk­tio­nie­ren und an der Wirt­schaft­lich­keit ausrich­tet, greift erheb­lich zu kurz: Die Auffas­sung, dass Inge­nieure nur die Mittel bereit­stel­len, während es erst Firmen­chefs, Groß­kon­zerne und Poli­ti­ker seien, die Verant­wor­tung tragen, ist völlig verant­wor­tungs­los. Umge­kehrt kann eine Tech­no­kra­tie, in der allein den Tech­no­lo­gen Entschei­dungs­last und Verant­wor­tung zuge­wie­sen wird, ebenso wenig dem Modell einer offe­nen Gesell­schaft gerecht werden.“18
Schluss­fol­ge­run­gen für die Sicher­heits­tech­nik
Der VDSI, der die Inter­es­sen von mehr als 5.300 Sicher­heits­in­ge­nieu­ren und ande­ren Fach­kräf­ten für Arbeits­si­cher­heit bündelt sowie für deren quali­fi­zierte Aus- und Weiter­bil­dung eintritt, muss zu den Ereig­nis­sen in Fuku­shima Posi­tion bezie­hen. Die folgen­den vier Thesen sind auch eine Stand­ort­be­stim­mung für die Sicher­heits­tech­nik:
  • 1. Die Bewer­tung von Gefähr­dun­gen und (Rest-)Risiken wirft nicht nur tech­ni­sche, sondern auch ethi­sche Fragen auf. Die Sicher­heits­tech­nik braucht daher im Prozess der Tech­nik­be­wer­tung und der Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung eine konti­nu­ier­li­che Werte­dis­kus­sion.
  • 2. Eine zeit­ge­mäße Tech­nik­be­wer­tung und Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung beruht auf einer ganz­heit­li­chen Perspek­tive: Chan­cen, Gefähr­dun­gen und Risi­ken sind mitein­an­der vernetzt. Sie können nicht isoliert vonein­an­der betrach­tet und bewer­tet werden.
  • 3. Die Sicher­heits­tech­nik muss weiter daran mitwir­ken, dass Entschei­dungs­trä­ger in Poli­tik und Wirt­schaft mögli­che Tech­nik­fol­gen so umfas­send wie möglich abschät­zen können und die notwen­di­gen präven­ti­ven Maßnah­men ergrei­fen. Mana­ger für Sicher­heit und Gesund­heit können die Entschei­dungs­trä­ger in diesem Prozess unter­stüt­zen. Sie sorgen zum Beispiel dafür, dass ganz­heit­li­che Präven­ti­ons­kon­zepte nach­hal­tig in den Unter­neh­men umge­setzt werden.
  • 4. Es stehen bereits theo­re­ti­sche Ansätze und praxis­nahe Instru­mente zur Verfü­gung, die von einem ganz­heit­li­chen Präven­ti­ons­ver­ständ­nis ausge­hen (zum Beispiel VDI-Richtlinie 3780, DGUV Vorschrift 2, Durch­füh­rung von Gefährdungs- und Risi­ko­be­ur­tei­lun­gen). Unab­hän­gig davon muss insbe­son­dere für die Beur­tei­lung komple­xer Tech­no­lo­gien und Anla­gen weiter an theo­re­ti­schen Grund­la­gen und prak­ti­schen Umset­zungs­hil­fen gear­bei­tet werden.
Der VDSI wird den in den Thesen darge­stell­ten Prozess mitge­stal­ten. Dazu wird der VDSI ein Gremium ins Leben rufen, das sich mit ethi­schen Aspek­ten der Sicher­heits­tech­nik und mit mögli­chen Auswir­kun­gen für Umwelt und Gesund­heit beim Einsatz von Risiko- und Groß­tech­no­lo­gien befasst. Der VDSI setzt sich insbe­son­dere über die Tätig­keit seiner Arbeits­kreise und Fach­grup­pen für ein ganz­heit­li­ches Verständ­nis in der Arbeits­si­cher­heit sowie im Gesundheits- und Umwelt­schutz ein.19 Durch sein Aus- und Weiter­bil­dungs­an­ge­bot trägt der VDSI dazu bei, dass Mana­ger für Sicher­heit und Gesund­heit ihre Kompe­ten­zen und Fähig­kei­ten konti­nu­ier­lich weiter­ent­wi­ckeln können.
Lite­ra­tur­ver­zeich­nis:
  • 1. Anders, Günther: Die Anti­quiert­heit des Menschen. Band 1: Über die Seele im Zeit­al­ter der zwei­ten indus­tri­el­len Revo­lu­tion. Verlag C. H. Beck, München, 2. Auflage 2002.
  • 2. Anders, Günther: Die Anti­quiert­heit des Menschen. Band 2: Über die Zerstö­rung des Lebens im Zeit­al­ter der drit­ten indus­tri­el­len Revo­lu­tion, Verlag C. H. Beck, München, 3. Auflage 2002.
  • 3. Anders, Günther: Gewalt ja oder nein. Eine notwen­dige Diskus­sion. Knaur Verlag, München, 1987.
  • 4. Dürren­matt, Fried­rich: Die Physi­ker. Dioge­nes Verlag, Zürich, 1998.
  • 5. Hirsch, Helmut: Welche lang­fris­ti­gen Folgen hat der Super-GAU? Aus: Welt Online vom 16. März 2011; Down­load unter: http://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12871234/Welche-langfristigen-Folgen-hat-der-Super-GAU.html
  • 6. Jonas, Hans: Das Prin­zip Verant­wor­tung: Versuch einer Ethik für die tech­no­lo­gi­sche Zivi­li­sa­tion. Suhr­kamp Verlag, Frank­furt a.M., 1984.
  • 7. Liess­mann, Konrad Paul: Günther Anders: Philo­so­phie­ren im Zeit­al­ter der tech­no­lo­gi­schen Revo­lu­tio­nen. Beck, München, 2002.
  • 8. Lohmann, Hans-Martin: Das prome­t­hei­sche Gefälle. Aus: Frank­fur­ter Rund­schau (Online­aus­gabe) vom 16. März 2011; Down­load unter: www.fr-online.de/kultur/debatte/das-prometheische-gefaelle/-/1473340/8234546/-/index.html
  • 9. Luhmann, Niklas: Vertrauen: Ein Mecha­nis­mus zur Reduk­tion sozia­ler Komple­xi­tät. UTB, Stutt­gart, 4. Auflage 2000.
  • 10. Neid­hart, Chris­toph: Fuku­shima: Mangel­hafte Wartung – Betrei­ber Tepco fälschte Reparatur-Protokolle. Aus: Süddeut­sche Zeitung (Online­aus­gabe) vom 21. März 2011; Down­load unter: http://www.sueddeutsche.de/politik/mangelhafte-kontrollen-in-fukushima-betreiber-tepco-faelschte-reparatur-protokolle‑1.1075242
  • 11. Poser, Hans: Wissen­schaft und Lehre – Wert­frei? Max Weber und die Inge­nieurs­wis­sen­schaf­ten. Aus: Mele­zi­nek, Adolf und Robert Ruprecht (Hrsg.): Unique und Excel­lent. Inge­nieurs­aus­bil­dung im 21. Jahr­hun­dert. Refe­rate des 29. Inter­na­tio­na­len Sympo­si­ums „Inge­nieurs­päd­ago­gik 2000“. Leuchtturm-Schriftenreihe, Band 44, Seite 47–54. Down­load unter: http://www1.beuth-hochschule.de/~didaktik/poser/Welcome.html
  • 12. Reuters/dpa/AFP: Hinter­grund Atom­kraft­werk Fuku­shima: Unrühm­li­che Vergan­gen­heit. Aus: Süddeut­sche Zeitung (Online­aus­gabe) vom 12. März 2011; Down­load unter: http://www.sueddeutsche.de/wissen/2.220/hintergrund-atomkraftwerks-fukushima-jahre-alter-meiler-mit-unruehmlicher-vergangenheit‑1.1071229
  • 13. Rüb, Matthias: Explo­sion der Deep­wa­ter Hori­zon: Bericht warnt vor neuen Kata­stro­phen. Aus: Frank­fur­ter Allge­meine Zeitung (Online­aus­gabe) vom 7. Januar 2011; Down­load unter: http://www.faz.net/s/RubDDBDABB9457A437BAA85A49C26FB23A0/Doc~EC5F18E5090AA4A1FBF7CC19B79F5CCE3~ATpl~Ecommon~Scontent.html
  • 14. Scheff­czik, Walter: Tech­nik­be­wer­tung und Tech­nik­fol­gen­ab­schät­zung – ein Beitrag zur Entwick­lung des Technik­un­ter­richts an allge­mein­bil­den­den Schu­len (Disser­ta­tion), 2003; Down­load unter: http://docserver.bis.uni-oldenburg.de/__publikationen/dissertation/2003/schtec03/schtec03.html
  • 15. Verband Deut­scher Inge­nieure (VDI): VDI-Richtlinie 3780: Tech­nik­be­wer­tung – Begriffe und Grund­la­gen. Beuth Verlag, Düssel­dorf, 2000.
  • 16. Verband Deut­scher Sicher­heits­in­ge­nieure (VDSI): VDSI-Positionspapier zur Doku­men­ta­ti­ons­pflicht bei Gefähr­dungs­be­ur­tei­lun­gen in klein- und mittel­stän­di­schen Unter­neh­men (KMU) vom 27. Septem­ber 2010.
  • 17. Verband Deut­scher Sicher­heits­in­ge­nieure (VDSI): Posi­ti­ons­pa­pier zur Einfüh­rung der DGUV Vorschrift 2. Veröf­fent­licht als VDSI-Information 7/2010.
  • 18. „AK Betriebs­si­cher­heits­ma­nage­ment gegrün­det“. In: VDSI aktu­ell, Ausgabe 1/2010, Seite 3.
  • 19. „Zukunfts­thema Umwelt­schutz“ (Inter­view mit Udo Helms, Leiter des VDSI-Arbeitskreises Umwelt­schutz). In: VDSI aktu­ell, Ausgabe 1/2011, Seite 8 f.
  • 20. „Vernetz­tes Denken“ (Inter­view mit Silves­ter Sieg­mann, Leiter des VDSI-Arbeitskreises Betriebs­si­cher­heits­ma­nage­ment). In: VDSI aktu­ell, Ausgabe 3/2011, Seite 12 f. (noch unver­öf­fent­licht).
Autor
Prof. Dr. Rainer von Kipar­ski ist Vorstands­vor­sit­zen­der des Verban­des Deut­scher Sicher­heits­in­ge­nieure. Haupt­be­ruf­lich ist Profes­sor von Kipar­ski in führen­der Funk­tion als Leiter Medi­zin und Tech­nik der Region Südwest der IAS-Gruppe tätig. Seit vielen Jahren nimmt er im Rahmen einer Hono­rar­pro­fes­sur Lehr­auf­ga­ben am Insti­tut für Arbeits­wis­sen­schaft und Betriebs­or­ga­ni­sa­tion des Karls­ru­her Insti­tuts für Tech­no­lo­gie (KIT) wahr.
  • 1 Neid­hart (2011). Vgl. auch Reuters/dpa/AFP (2011).
  • 2 Vgl. Rüb (2011).
  • 3 Vgl. u.a. Jonas (1984).
  • 4 Was einmal gedacht wurde, kann nicht mehr zurück­ge­nom­men werden.“ Aus: Dürren­matt (1998), S. 85.
  • 5 Vgl. Anders (2002). Unge­ach­tet der Rele­vanz seiner Tech­nik­phi­lo­so­phie können viele Aussa­gen in seinem Gesamt­werk kontro­vers disku­tiert werden, so z.B. die Legi­ti­ma­tion von Gewalt als Mittel zur Frie­dens­si­che­rung, Anm. d. Verfas­sers. Vgl. hierzu Anders (1987).
  • 6 So würde Japan durch eine Kern­schmelze in Fuku­shima unter unvor­stell­bar hohen Ewig­keits­kos­ten leiden; Pluto­nium hat eine Halb­werts­zeit von etwa 24.000 Jahren. Zum Zeit­punkt der Erstel­lung des Beitrags war unklar, ob dieses Szena­rio tatsäch­lich eintritt, Anm. d. Verfas­sers. Vgl. auch Hirsch (2011).
  • 7 Anders (2002), Bd. 2, S. 18. Vgl. auch Anders (2002), Bd. 1, S. 1–20 und insbe­son­dere S. 16 sowie Liess­mann (2002), S. 55: „Prome­theus, der mythi­sche Titan (…) galt lange als Imago des selbst­be­wuss­ten, seiner Kraft vertrau­en­den, auto­no­men Menschen, der in Selbst­auf­klä­rung und Natur­be­herr­schung den Ausgang aus seiner wie immer verschul­de­ten Unmün­dig­keit suchte.“
  • 8 Vgl. Anders (2002), Bd. 2, S. 9 und S. 286.
  • 9 Vgl. Lohmann (2011).
  • 10 Vgl. Luhmann (2000). Niklas Luhmann defi­niert Vertrauen als riskante Vorleis­tung, ohne die wir aber nicht auskom­men können (S. 1 ff.). Nur durch Vertrauen können Menschen auf Intui­tion gestützte Entschei­dun­gen tref­fen: „Man neutra­li­siert gewisse Gefah­ren, die nicht ausge­räumt werden können, die aber das Handeln nicht irri­tie­ren sollen.“ (S. 30).
  • 11 Anders (2002), Bd. 2, S. 127.
  • 12 „Handle so, dass die Wirkun­gen deiner Hand­lun­gen verträg­lich sind mit der Perma­nenz echten mensch­li­chen Lebens auf Erden.“ Aus: Jonas (1984), S. 36.
  • 13 Vgl. Verband Deut­scher Sicher­heits­in­ge­nieure (2010), Posi­ti­ons­pa­pier. Die Argu­men­ta­tion lässt sich auf Unter­neh­men aller Größen und Bran­chen über­tra­gen, Anm. d. Verfas­sers.
  • 14 Vgl. Verband Deut­scher Sicher­heits­in­ge­nieure (2010), VDSI-Information. So bietet die DGUV Vorschrift 2 den Unter­neh­men die Möglich­keit, neben betriebs­spe­zi­fi­schen Akti­ons­fel­dern auch zukunfts­ori­en­tierte Präven­ti­ons­the­men aufzu­grei­fen, die sich z. B. an den Zielen der Gemein­sa­men Deut­schen Arbeits­schutz­stra­te­gie orien­tie­ren, Anm. d. Verfas­sers.
  • 15 Vgl. Verband Deut­scher Inge­nieure (2000).
  • 16 Scheff­czik (2003), S. 66.
  • 17 Vgl. ebd., S. 68 f.
  • 18 Poser (2000), S. 7.
  • 19 In diesem Zusam­men­hang kann exem­pla­risch auf die Tätig­keit der beiden VDSI-Arbeitskreise Umwelt­schutz und Betriebs­si­cher­heits­ma­nage­ment verwei­sen werden. So geht der Arbeits­kreis Umwelt­schutz in seinen Ausar­bei­tun­gen grund­sätz­lich von einer ganz­heit­li­chen Betrach­tungs­weise im Arbeits‑, Gesundheits- und Umwelt­schutz aus. Der Arbeits­kreis Betriebs­si­cher­heits­ma­nage­ment befasst sich unter ande­rem mit den Schnitt­stel­len zum Umwelt‑, Daten‑, Qualitäts- und Risi­ko­ma­nage­ment, Anm. d. Verfas­sers. Vgl. hierzu VDSI aktu­ell (1/2010), S. 3; VDSI aktu­ell (1/2011), S. 8 f.; VDSI aktu­ell (3/2010), S. 12 f.
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