Startseite » Fachbeiträge » Archiv SI »

Vor gefährlichen Chemikalien geschützt

Service für Unternehmen
Vor gefährlichen Chemikalien geschützt

Anzeige
Vor 20 Jahren fiel der Startschuss zum Auf­bau von GISBAU: dem Gefahrstoff-Infor­ma­tion­ssys­tem der Beruf­sgenossen­schaft der Bauwirtschaft. Anlass für den Auf­bau von GISBAU war die Beobach­tung, dass Pro­duk­te der chemis­chen Indus­trie zum Bauen, Ren­ovieren und Reini­gen immer häu­figer ver­wen­det wer­den und teil­weise unent­behrlich sind.

BG BAU Her­rn Nor­bert Kluger Hun­gener Straße 6 60389 Frank­furt BG BAU Her­rn Thomas Lucks An der Fes­te­burg 27–29 60389 Frank­furt am Main

Ein weit­er­er wichtiger Grund war auch, dass in der Bauwirtschaft 95 Prozent der Betriebe weniger als 20 Beschäftigte und 75 Prozent weniger als zehn Beschäftigte haben. Chemis­che oder toxikol­o­gis­che Ken­nt­nisse sind dort meist nicht vorhan­den. Es ist daher den Unternehmen in der Regel nicht möglich, die Gefahren, die von der Ver­ar­beitung chemis­ch­er Stoffe aus­ge­hen, zu erken­nen und zu beurteilen. In der EU sind etwa 100.000 chemis­che Stoffe für den Han­del reg­istri­ert. „Falsch­er Umgang mit Gefahrstof­fen kann zu erhe­blichen Gesund­heitss­chä­den führen. Die möglichen Auswirkun­gen reichen beispiel­sweise von leicht­en Haut- oder Augen­reizun­gen über Ner­ven­schädi­gun­gen bis hin zu chro­nis­chen Lun­generkrankun­gen und Krebs“, so Nor­bert Kluger, Leit­er von GISBAU. Ein sorgfältiger und sicher­er Umgang mit diesen Pro­duk­ten ist notwendig. Deshalb ste­ht GISBAU den rund 419.000 gewerblichen Unternehmen mit über 2,6 Mio. Beschäftigte der Bauwirtschaft und des Gebäud­ere­iniger­handw­erks zur Verfügung.
Start von GISBAU
Vor dem Hin­ter­grund dieser Sit­u­a­tion ist zu Beginn der 80er Jahre der Gedanke aufgekom­men, sich ver­stärkt mit dem The­ma „Gefahrstoffe in der Bauwirtschaft“ zu beschäfti­gen. Die Vielzahl der einge­set­zten Stoffe und Gemis­che machte es dem Arbeit­ge­ber schw­er, die damit ver­bun­de­nen spez­i­fis­chen Gefahren zu erken­nen und notwendi­ge Schutz­maß­nah­men zu ergreifen. In dieser Sit­u­a­tion hat­ten die dama­li­gen Beruf­sgenossen­schaften für die Bauwirtschaft die Idee zum Auf­bau eines zen­tralen Informationssystems.
Vor dem Hin­ter­grund des heuti­gen Erfolges soll­ten aber die Schwierigkeit­en in den Anfangs­jahren nicht vergessen wer­den. GIS­BAUs offene Infor­ma­tion­spoli­tik über Pro­duk­te der chemis­chen Indus­trie lösten Anfang der 90er Jahre ins­beson­dere bei den Her­stellern Sor­gen hin­sichtlich der Absatzchan­cen ihrer Pro­duk­te aus. Bestrit­ten wur­den sowohl die Zuständigkeit und als auch die Fachkom­pe­tenz von GISBAU. Manch­mal war es schwierig, Infor­ma­tio­nen (zum Beispiel Sicher­heits­daten­blät­ter) über die einge­set­zten Bau-Chemikalien zu erhal­ten. Klagev­er­fahren wur­den angestrengt, Gericht­ster­mine erzwun­gen. Eine tur­bu­lente Zeit, die viel Rück­grat erforderte! Rück­blick­end war es richtig, den Wider­stän­den nicht nachgegeben zu haben.
Hoher Nutzen
Gefahrstoffe kön­nen entwed­er als Dämpfe aus Abbeizmit­teln, Lösemit­teln sowie Kleb­stof­fen oder als Stäube von Quarz, Asbest, kün­stlichen Min­er­al­fasern die Gesund­heit gefährden. Die Folge sind zudem hohe Kosten, wie ein Blick auf die Sta­tis­tik zeigt: Alleine für die fast 8.000 Erkrankungs­fälle auf Grund von Silikoseein­wirkun­gen und auf Quarz beruhen­der Lun­genkreb­s­fälle sowie Hautkrankheit­en hat­te die BG BAU im Jahr 2008 mehr als 32 Mil­lio­nen Euro für medi­zinis­che und beru­fliche Reha­bil­i­ta­tion sowie Renten­leis­tun­gen aufzubrin­gen. Solche Zahlen machen deut­lich, dass die Beschäfti­gen ziel­gerichtet und wirk­sam vor den Risiken durch Gefahrstoffe geschützt wer­den müssen. Kluger: „Die Konzepte von GISBAU set­zen bei den konkreten Prob­le­men in der betrieblichen Prax­is an. So erhöhen sich Risiken durch Gefahrstoffe zum Beispiel dadurch, dass über die Gefahren nicht aus­re­ichend informiert wird“. Zwar müssen die Liefer­an­ten der chemis­chen Pro­duk­te den Ver­wen­dern gefährlich­er Stoffe und Gemis­che soge­nan­nte Sicher­heits­daten­blät­ter mit Angaben über Risiken und Schutz­maß­nah­men zur Ver­fü­gung stellen. Viele Unter­suchun­gen zeigen jedoch, dass Sicher­heits­daten­blät­ter häu­fig wed­er for­malen noch inhaltlichen Anforderun­gen entsprechen.
In der Baubranche kommt erschw­erend hinzu, dass die Umge­bungs­be­din­gun­gen und Arbeit­splätze einem steti­gen Wech­sel unter­wor­fen sind. Bed­ingt ist dies durch den Bau­fortschritt und die Zusam­me­nar­beit mehrerer Fir­men auf ein­er Baustelle. Zahlre­iche Unternehmen kla­gen in dem Zusam­men­hang über einen Man­gel an raschen Infor­ma­tio­nen zu Gefahrstof­fen. Hier helfen nur schnelle Infor­ma­tion­ssys­teme und Daten­banken mit konkreten Auskün­ften über Gefahrstoffe beim Bauen, Ren­ovieren und Reini­gen. Ein Beispiel ist die Soft­ware WINGIS online. Viele weit­eren Infor­ma­tio­nen find­en Sie auf der Web­seite www.GISBAU.de. Die Soft­ware löst zugle­ich ein großes Prob­lem für die Bauschaf­fend­en: die Infor­ma­tions­flut über eine Vielzahl mark­t­gängiger Pro­duk­te mit ver­gle­ich­bar­er Gesund­heits­ge­fährdung. WINGIS fasst alle Pro­duk­te zu Grup­pen zusam­men (Pro­dukt-Codes), schafft so eine Über­sicht und dämmt die Infor­ma­tions­flut ein. Dieser Ser­vice von GISBAU hat sich eben­falls seit 20 Jahren in der Prax­is bewährt.
Anzeige
Newsletter

Jet­zt unseren Newslet­ter abonnieren

Gewinnspiel
Meistgelesen
Jobs
Sicherheitsbeauftragter
Titelbild Sicherheitsbeauftragter 6
Ausgabe
6.2021
ABO
Sicherheitsingenieur
Titelbild Sicherheitsingenieur 5
Ausgabe
5.2021
ABO
Anzeige

Industrie.de Infoservice
Vielen Dank für Ihre Bestellung!
Sie erhalten in Kürze eine Bestätigung per E-Mail.
Von Ihnen ausgesucht:
Weitere Informationen gewünscht?
Einfach neue Dokumente auswählen
und zuletzt Adresse eingeben.
Wie funktioniert der Industrie.de Infoservice?
Zur Hilfeseite »
Ihre Adresse:














Die Konradin Verlag Robert Kohlhammer GmbH erhebt, verarbeitet und nutzt die Daten, die der Nutzer bei der Registrierung zum Industrie.de Infoservice freiwillig zur Verfügung stellt, zum Zwecke der Erfüllung dieses Nutzungsverhältnisses. Der Nutzer erhält damit Zugang zu den Dokumenten des Industrie.de Infoservice.
AGB
datenschutz-online@konradin.de